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20.11.2020: Ein Haustier als Weihnachtsgeschenk sollte gut durchdacht sein

Das Weihnachtsfest nähert sich in großen Schritten. Und auch in diesem Jahr stehen wieder Hund, Katzen, Kaninchen und Co. auf dem Wunschzettel vieler Menschen. Auch durch die Corona- Beschränkungen ist das Verlangen nach tierischem Zuwachs größer geworden. Um auch dem vierbeinigen, künftigen Familienmitglied gerecht zu werden, sollte gründlich über eine Anschaffung nachgedacht werden. Vor allem muss dem potentiellen Tierhalter unbedingt bewusst sein, dass Hunde und Katzen durchaus bis zu 15 Jahre alt werden können. Der Bundesverband auf für Tiergesundheit e.V. (BfT) weist zudem auf seiner Internetseite darauf hin, dass zu prüfen ist, ob die Bedürfnisse der neuen Haustiere erfüllt und ob die monatlichen Kosten für Futter und tierärztliche Behandlungen gestemmt werden können. Nur wenn im Vorfeld klar ist, dass die Familienmitglieder genügend Zeit für den neuen Vierbeiner haben und dass für eine Vorsorgung des Tieres in allen
Lebensphasen gesichert ist, darf der nächste Schritt gegangen werden. Denn eins ist klar: Tiere, die nach nur wenigen Monaten oder Wochen wieder abgegeben werden, leiden. Wichtig ist auch, dass sich die künftigen Tierbesitzer mit der Herkunft des Tieres auseinander setzen, um beispielsweise den illegalen Welpenhandel nicht zu unterstützen. Zudem sollte frühzeitig ein erster Gesundheitscheck beim Tierarzt geplant werden. Der kann dann auch entsprechend zum Thema Entwurmung bzw. Zecken- und Flohprophylaxe beraten. Mit der nötigen Aufmerksamkeit und Fürsorge kann der neue tierischen Freund ein gesundes und unbeschwertes Leben genießen und über viele Jahre Freude schenken. In Hinblick auf die Gesundheit sollte jedoch auch vor der Anschaffung die Rasse einmal genau beäugt werden, um sich nicht unwissentlich für eine sogenannte Qualzucht zu entscheiden, die aufgrund spezieller Zuchtmerkmale an gesundheitlichen Einschränkungen leiden.

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04.12.2020: Baden-Württemberg plant Maßnahmen für mehr Tierschutz

Der neue Maßnahmenplan des Landes Baden-Württemberg soll den Tierschutz von Nutztieren in dem Land stärken. Neben einer personellen Verstärkung in den örtlichen Behörden ist eine Bündelung des Sachverstandes vorgesehen. „Auch ist ein Förderprogramm für mehr Tierwohl an regionalen Schlachthöfen geplant, hierfür benötigen wir in einem ersten Schritt bis zu zehn Millionen Euro“, erklärte Minister Peter Hauk, der die Videoüberwachung in Schlachthöfen auf freiwilliger Basis belassen möchte, dazu aber eine entsprechende Selbstverpflichtung einfordert. „Unser Maßnahmenbündel wird den Tierschutz im Umgang mit Nutztieren deutlich stärken. Dies wird nicht von heute auf morgen
gehen und die Regierung ist bei der Schaffung neuer Stellen oder der Berücksichtigung zusätzlicher Fördermittel im Landeshaushalt auf die Unterstützung des Landtags angewiesen“, betonte Hauk, der auch auch die Verbraucher in der Pflicht sieht. Wer mehr Tierwohl an den Schlachthöfen möchte, müsse auch höhere Fleischpreise akzeptieren. „Mir ist an dieser Stelle wichtig, dass menschliches Fehlverhalten im Alltag nicht auszuschließen ist, dieses aber nicht zu Leid von Tieren führen darf. Deshalb werden wir die nun vorgestellten Maßnahmen gemeinsam mit den unteren Verwaltungsbehörden und den Regierungspräsidien umsetzen“, betonte Minister Hauk abschließend.

04.12.2020: Projekt untersucht Einfluss von invasiven Raubsäugern

In Europa breiten sich immer mehr invasive Tier- und Pflanzenarten aus. Auch in Deutschland wächst die Population von Waschbären, Marderhunden, Minks und Goldschakalen immer weiter. Experten vermuten, dass mehr als tausend invasive, gebietsfremde Arten (IAS = invasive alien species) in Deutschland heimisch geworden sind. Die gebietsfremden und sehr anpassungsfähigen Arten bedrohen jedoch die biologische Vielfalt und die heimischen Arten, in dem sie zahlreiche Krankheiten wie Staupe, Leptospirose, Trichinellose und Toxoplasmose auf den Menschen und heimische Tiere übertragen können. Das Forschungsverbundprojekt „Zoonotische und wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren“ (ZOWIAC) der Goethe- Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung erarbeitet aktuell fundierte und abgesicherte Daten zur Analyse des Gesundheitsrisikos für Mensch und Tier in Europa durch invasive Raubsäugerarten. So sollen unter anderem Magen- und Kotproben Aufschluss über das Nahrungsspektrum und die Parasitenfauna bieten, um mögliche Auswirkungen auf die Biodiversität und das Zoonosepotenzial besser abschätzen zu können. Eine App sowie eine Online-Kommunikationsplattform sollen die Basis für die Datengenerierung bilden. Da ZOWIAC wildtierökologische und gesundheitliche Forschungsaspekte einschließt, wird das Projekt auch Ergebnisse liefern, die Grundlagen für Entscheidungen der zuständigen Ministerien und Behörden im Umgang mit invasiven und gebietsfremden Raubsäugetieren in Deutschland und Europa sein können.

04.12.2020: Auszeichnung für Projekt zur Bekämpfung der Schlafkrankheit

TseTse-Fliegen gelten als Überträger der Afrikanischen Schlafkrankheit, eine von 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten. Der Erreger wird durch einen Stich des Insekts übertragen, oft in Flusswäldern oder wenn die Menschen sich am Fluss waschen oder Wasser holen. Bislang fand die Schlafkrankheit nur wenig Beachtung in der Forschung und Bekämpfung. In diesem Jahr wird der Forscher Dr. Florent Mbo für sein Projekt „Schlafkrankheit in Afrika: Fexinidazol ist jetzt da! mit dem Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet. Das Projekt der gemeinnützigen Forschungsorganisation DNDi (Drugs for Neglected Diseases initiative) fördert einen einfachen Zugang zu dem neuen oralen Medikament gegen die Schlafkrankheit. „Die DNDi war 2005 Mitbegründer der HAT-Plattform, um sicherzustellen, dass neue Behandlungsmethoden gegen die Schlafkrankheit schnell getestet, registriert und den Patienten zur Verfügung gestellt werden können. Heute ist die Plattform ein Netzwerk von 120 Mitgliedern aus 20 Institutionen. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Koordinierung klinischer Prüfzentren in der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik, die Fexinidazol – ein einfaches, orales Heilmittel gegen die Schlafkrankheit in
Tablettenform – getestet haben. Dr. Florent Mbo leitet die HAT-Plattform seit 2015 und koordiniert den wissenschaftlichen, klinischen und programmatischen Austausch der verschiedenen Interessengruppen“, erklärt Dr. Jochen Bitzer. „Dr. Mbo spielt eine treibende Rolle – er koordiniert die Ausbildung des Gesundheitspersonals und stellt sicher, dass mehr Patienten Zugang zur Diagnose haben und bei positivem Testergebnis das neue orale Medikament Fexinidazol erhalten“, sagt Dr. Nathalie Strub-Wourgaft, die Direktorin für vernachlässigte Tropenkrankheiten bei der DNDi. Bislang konnten Erkrankte nur mit Infusionen behandelt werden, die zum Teil schwere, manchmal tödliche Nebenwirkungen verursachten. Mit neuen Tests können nun die meisten Patienten ohne eine schmerzhafte Rückenmarkspunktion diagnostiziert werden. „Der große Vorteil von Fexinidazol ist, dass für die meisten Patienten keine langen Krankenhausaufenthalte mehr nötig sind. Die zehntägige Therapie mit Tabletten kann zu Hause erfolgen – was die Behandlung für die Patienten erleichtert und gleichzeitig die Ausfälle von Schulbesuchen und Arbeit der Familienmitglieder verringert“, sagt Dr. Strub-Wourgaft. „Damit rückt die Elimination dieser tödlichen Krankheit in greifbare Nähe“, freut sich Dr. Florent Mbo über diesen Erfolg.

03.12.2020: Lockdown hat Auswirkungen auf Haustierverhalten

Die Lockdown-Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie wirken sich nicht nur auf Menschen aus, sondern beeinflussen auch das Verhalten von Hunden und Katzen. Durch die Reduktion von Sozialkontakten ist für viele Menschen der Kontakt zum eigenen Haustier wichtiger denn je. Doch wie ergeht es den Tieren dabei? Das weiß Verhaltensexpertin Nadja Affenzeller von der Universitätsklinik für Kleintiere an der Vetmeduni Vienna. Durch Ausgangsbeschränkungen haben sich jedoch nicht nur für Menschen die gewohnten Tagesabläufe geändert. Dies betraf auch die Haustiere. So verursacht der Lockdown bei vielen Menschen laut Affenzeller ein Gefühl reduzierter Lebensqualität. So kommt es vermehrt zu Konflikten und Spannungen innerhalb der Familie, die sich auch auf die Tiere auswirken und deren Verhaltensweisen negativ beeinflussen können. Dazu können ein vermehrtes Heischen nach Aufmerksamkeit, gesteigerte Nervosität, vermehrtes Bellen oder Lautäußerungen, Aggressionen gegenüber Artgenossen, trennungsbasierte Probleme
sowie Harn- und Kotabsetzen in den eigenen vier Wänden gehören. „Diese Auffälligkeiten können als Ausdruck von Überforderung mit der gegenwärtigen Lebenssituation interpretiert werden. Die Bewältigungsstrategien der Tiere sind überschritten und dies spiegelt sich in Verhaltensänderungen wider“, erklärt die Verhaltensexpertin. Häufig verstärkt der Lockdown bereits bestehendes Problemverhalten. „Verschlechtert sich das Problemverhalten des eigenen Tieres durch vermehrte emotionale Nähe, sollte man auf die Bedürfnisse seines Vierbeiners Rücksicht nehmen und ihm Rückzugsmöglichkeiten bieten,“ empfiehlt Affenzeller. Sie empfiehlt, den gewohnten Tagesablauf/die Routine einzuhalten. Denn Vorhersagbarkeit bedeutet zu wissen, was als nächstes kommt, gibt Sicherheit und kann helfen, Stress zu reduzieren. Sehr wichtig ist es auch, dem eigenen Tier Freiraum geben und ihm zu erlauben, sich zurückzuziehen. Während der Ruhezeiten auf das Streicheln und Spielen verzichten.

03.12.2020: Befristung der Handelserlaubnis zerstört tierführenden Zoofachhandel

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat am vergangenen Mittwoch (2.12.2020) den Verordnungsentwurf zur Regelung der tierschutzrechtlichen Handelserlaubnis vorgestellt. Dieser beinhaltet u.a. eine Stärkung der Sachkunde des Personals im Zoofachhandel. Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) kommentierte dies nun. Der ZZF begrüße die Stärkung der Sachkunde des Personals im Zoofachhandel, forderte darüber hinaus jedoch bundesweite Ausbildungsstandards. Denn aktuell sei die Sachkunde im Zoofachhandel nicht sichergestellt, da es solche einheitlichen Standards nicht gebe. "Alle Stellen, die Tiere vermitteln, tragen eine besondere
Verantwortung in der Beratung von Tierhaltern. Seit vielen Jahren weisen wir darauf hin, dass es leider keine bundeseinheitliche fachspezifische Ausbildung für Zoofachhändler gibt", so Holthenrich. Gleichzeitig kritisierte er die angekündigte Befristung der Handelserlaubnis des tierführenden Zoofachhandels auf acht Jahre scharf. "Damit würde der tiervermittelnde Zoofachhandel zerstört! Handelsunternehmen müssen steuerrechtliche Abschreibungszeiträume berücksichtigen und wollen sichere Arbeitsplätze schaffen. Für unternehmerische Entscheidungen und Investitionen in tierschutzgerechte Tierverkaufsanlagen, Mieten von Gewerbefläche muss es eine ausreichende Planungssicherheit geben."

03.12.2020: Doppelte Prämie für erlegte Wildschweine

Der letzte Pfahl ist gesetzt und nun steht der Wildzaun, der Mecklenburg-Vorpommern vor dem Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schützen soll, auf einer Länge von 63 Kilometern. „Eigentlich mag ich keine Zäune. Aber dieses temporäre Bauwerk, es soll ja nicht länger als fünf Jahre stehen, ist ein wesentliches Element unserer Schutzstrategie gegen die ASP. Seit die ASP aus Polen in Brandenburg und Sachsen aufgetreten ist, besteht ein reales Risiko, dass ziehende Wildschweine auch nach M-V einwandern. Was das bedeutet, können wir bei unseren Nachbarn beobachten. Ich bin froh, dass wir als erstes Bundesland nun diese Barriere errichtet haben. Doch damit ist die Gefahr nicht vollständig gebannt“,
erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Weiterhin ist die sogenannte Pürzelprämie, die Jägerinnen und Jäger für das Erlegen von Wildscheinen erhalten, zu Anfang Dezember verdoppelt worden. Diese beträgt nun 50 Euro pro erlegtes Wildschwein. „Die Pürzelprämie ist kein Selbstzweck. Wir haben sie eingeführt im Rahmen des Sofortprogramms der Landesregierung zur Reduzierung der Schwarzwildbestände, als die ASP allmählich näher rückte. Denn, je geringer die Bestandsdichte, desto schwerer hat es das Virus, sich auszubreiten“, so Backhaus, der dringend an die Schweinehalter appelliert, die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben strikt einzuhalten.

03.12.2020: Augen auf beim Geschenkekauf für Haustiere

Schon bald ist Weihnachten und auch für die tierischen Freunde wollen Geschenke gekauft werden. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) gibt Tipps für artgerechte und empfehlenswerte Geschenke. „Spielzeuge für Nager und andere Heimtiere sollten aus geeigneten Materialien sein", erklärt ZZF- Präsident Norbert Holthenrich. „Unbedenklich sind Naturmaterialen wie Holz, Gummi, Latex oder Baumwolle. Für manche Heimtiere eignen sich auch Spielzeuge aus speziellen Kunststoffen." Holthenrich weist darauf hin, dass Spielsachen nicht splittern bzw. zu klein sein dürfen. Auch wird auf tiergerechte Leckerlies zum Fest verwiesen. Hier eignen sich funktionale Snacks wie beispielsweise Kaustreifen für die Zahnpflege oder Hunde-Drops gegen Mundgeruch. Bei den Snacks sollte jedoch die
zusätzliche Kaloriengabe in die Tagesration Futter eingerechnet werden, so der ZZF-Präsident. Holthenrich appelliert zudem an die Menschen, dass Tiere auf keinen Fall spontan als Weihnachtsgeschenke angeschafft werden sollten. Die Anschaffung eines Heimtieres sollte gründlich geplant werden. Denn noch immer landen viele Heimtiere nach den Festtagen in den längst überfüllten Tierheimen, da die Familie mit der Haltung überfordert ist. Als Geschenke unterm Weihnachtsbaum eignen sich jedoch ein schönes Ratgeberbuch über das ersehnte Tier oder auch ein Gutschein für den Zoofachhandel. Dort kann man sich dann in Ruhe beraten lassen und nach reiflicher Überlegung ein passendes Heimtier auswählen, um ihm ein neues, liebevolles Zuhause zu schenken, in dem es ihm an nichts mangelt.

03.12.2020: Neue App soll Datenaustausch in der Nutztierhaltung vereinfachen

Auch die Digitalisierung in der Landwirtschaft schreitet weiter voran. Neu auf dem Markt ist die App "Agrarbiz", die einen direkten Datenaustausch zwischen Landwirten, Händlern, Speditionen, Veterinärämtern und Schlachthöfen verspricht. Der Entwickler dieser branchenweit ersten Plattform, die Yanogo GmbH, erklärt, dass neben dem An- und Verkauf von Nutztieren auch Daten zu Beständen,
Lieferungen und Schlachtungen sowie Geburten verwaltet und ausgetauscht werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, Antibiotikaeinsätze einzutragen. Mit der App können Händler Touren besser planen und Schlachthöfe könnten schneller auf die Lieferpapiere und Rinderpässe zugreifen. Jeder Nutzer kann sich zudem die Funktionen, die er benötigt, selber installieren.

02.12.2020: Geflügelpest in Legehennenbetrieb in MVP

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern ist die Geflügelpest vom Typ H5N8 in einem Legehennenbetrieb mit rund 29.000 Tieren ausgebrochen. Alle Tiere müssen nun gekeult werden. Das gab Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus bekannt. "Es tut mir in der Seele weh, dass hier Tiere getötet werden müssen, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind“, erklärte
Backhaus und ermahnte noch einmal alle Geflügelhalter, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten, um das Leben vieler weiterer Tiere zu schützen. Der Landkreis MSE hat inzwischen eine Allgemeinverfügung zum Aufstallungsgebot erlassen. Um den Ausbruchsbetrieb wurde eine Sperrzone von 3 Kilometern und ein Beobachtungsgebiet von 10 Kilometern eingerichtet.

02.12.2020: Handlungsoptionen für die Milchkuhbetriebe veröffentlicht

Wie geht es eigentlich den in Deutschland gehaltenen Milchkühen? Diese Frage hinsichtlich Tierhaltung, Hygiene, Fütterung und Biosicherheit bei Milchkühen, Jungtieren und Kälbern ist in den Regionen Schleswig-Holstein und Niedersachsen (Region Nord), Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt (Region Ost) sowie Bayern (Region Süd) in der Querschnittsstudie „PraeRi: Tiergesundheit, Hygiene und Biosicherheit in deutschen Milchviehbetrieben – eine Prävalenzstudie“ untersucht worden. Das Forscherteam aus Hannover, Berlin und München untersuchte dabei vornehmlich
Betriebe mit intensiver Tierhaltung. Wie zu erwarten war, ergaben die Untersuchungen große Unterschiede zwischen den untersuchten Betrieben, die in erster Linie von der Regional- auch von der Betriebsgröße abhingen. Aber auch die Art der Betriebsführung spielte eine große Rolle. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wurden Handlungsoptionen für die Milchkuhbetriebe bzw. für die dort tätigen Berufsgruppen und die Politik erarbeitet. PraeRi wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter der Trägerschaft der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) gefördert.

02.12.2020: Jede Spende gegen Tierversuche wird verdoppelt

In einer tollen Aktion kann die Arbeit der TierschützerInnen Ärzte gegen Tierversuche jetzt zweifach unterstützt werden, denn jede Spende im Aktionszeitraum 1. – 24. Dezember 2020 wird bis zum Erreichen des Budgets von 100.000 Euro verdoppelt! Die Karin von Grumme-Douglas Stiftung legt den gleichen Betrag, der gespendet wird, noch einmal aus eigener Tasche drauf. Die Spenden möchte Ärzte gegen Tierversuche für eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2021 verwenden. Von dem Geld sollen weitere Aufklärungsvideos produziert, mit Infoständen und Vorträgen an (ggf. virtuellen)
Medizinerkongressen teilgenommen sowie hoch frequentierte U-Bahn-Stationen in Großstädten mit Plakaten bestückt werden. Die Karin von Grumme-Douglas Stiftung fördert den Tierschutz. Das Hauptprojekt der Stiftung ist die „Pfotentafel“, welche Tierschutzvereine im In- und Ausland mit Futterspenden unterstützt. Darüber hinaus hilft sie Tierheimen, die in finanziellen Nöten stecken, treibt mit Partnervereinen die Kastration von streunenden Tieren voran und bietet denen, die aufgrund von Alter oder Krankheit keine Chance auf ein neues Zuhause mehr haben, auf Lebenshöfen einen würdigen Lebensabend.

02.12.2020: Tschechien kündigt Ausstieg aus Käfighaltung für 2027 an

Tschechien plant den Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen für das Jahr 2027. Ab dem gleichen Zeitpunkt soll auch die Haltung in ausgestalteten Käfigen verboten werden, da beide Haltungsformen nicht tiergerecht seien. Das hat der Senat in Prag gegen den Widerstand des amtierenden Landwirtschaftsministers bekanntgegeben. Als Begründung wurde auch angeführt, dass diese Art der Legehennenhaltung in anderen EU-Staaten wie Deutschland bereits heute verboten sei und dass große Einzelhandelsketten in Tschechien bereits 2025 aus eigenem Antrieb keine Eier von Legehennen aus Käfighaltung mehr anbieten wollen.
Den Angaben der EU-Kommission zufolge sind in Tschechien im Jahr 2019 insgesamt 6,7 Mio. Legehennen gehalten worden, davon 74 % in Käfigen. Das ist im Vergleich zum EU-Durchschnitt ein hoher Anteil. EU-weit wurden im Berichtsjahr knapp die Hälfte in Käfigen gehalten. Der Anteil der Legehennen in Bodenhaltung betrug 32%, der in Freilandhaltung 12% und der in Ökobetrieben bislang lediglich 6%. Nur in Österreich, Luxemburg, Schweden und Deutschland ist die Käfighaltung weitgehend abgeschafft. In 19 von insgesamt 27 EU-Staaten war die Käfighaltung allerdings auch im vergangenen Jahr noch die dominierende Haltungsform.

02.12.2020: Verfahren zur Bestimmung von Elfenbein entwickelt

Noch immer wird auf der ganzen Welt mit Elfenbein gehandelt. In den meisten Fällen ist das illegal und tausende Elefanten, besonders in Afrika, werden für ihre kostbaren Stoßzähne brutal getötet. Experten vermuten, dass bis zu 400 Tonnen Elfenbein – die Stoßzähne von 10.000 Elefanten – pro Jahr auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Der Handel mit Produkten aus Elfenbein ist nur dann legal, wenn durch einen Gutachter nachgewiesen werden kann, dass dieses vor dem 1. Juni 1947 hergestellt wurden. Ferner gibt es Ausnahmeregelungen für einzelne Staaten. Um die Herkunft von Elefanten-Elfenbein zu erkennen, hat Dr. Stefan Ziegler vom
WWF mit seinem Team ein weltweit einzigartiges Verfahren weiterentwickelt. Dadurch ist er als Experte vor Gericht und beim Zoll gefragt. Für die Entwicklung des Verfahrens hat Ziegler mit Referenzproben gearbeitet, deren Werte nach Zermahlen, Reinigung und Verbrennen in eine Datenbank fließen. Aktuell umfasst die digitale Datenbank Werte von mehr als 700 Proben. Diese stammen von privaten JägerInnen sowie aus wissenschaftlichen Sammlungen und Naturkundemuseen. Wenn Ziegler beim Zoll oder vor Gericht aufgegriffenes Elfenbein untersucht und als Sachverständiger aussagt, haben seine Erkenntnisse direkten Einfluss auf das weitere Handlungsgeschehen.

Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen steigt auf 197

01.12.2020

Die Zahl der in Deutschland bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wird aktuell mit 197 angegeben (Stand: 2.12.2020). Betroffen sind die Bundesländer Brandenburg und Sachsen. Die infizierten Wildschweine wurden bislang in den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße, oder-Spree und Märkisch-Oderland gefunden. Allerdings wurde nun
auch ein Wildschwein bei einer Jagd in der Oberlausitz im Landkreis Görlitz in Sachsen erlegt, bei dem die anschließende Routineuntersuchung ein positives Testergebnis erbrachte. Inzwischen gibt es auch im Landkreis Görlitz weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen. Eine Übersicht über die bislang in Deutschland aufgetretenen Fälle, sortiert nach Gemeinden und Landkreisen, findet sich bei Topagrar.de.

01.12.2020: 6 Milliarden Euro externe Kosten durch Fleischerzeugung

Eine im Auftrag von Greenpeace erstellte Studie hat belegt, dass der Fleischkonsum externe Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Laut den Studienergebnissen müssten besonders die Kosten von Umwelt- und Klimaschäden auch auf die Erzeugerpreise umgelegt werden, was bislang nicht der Fall ist. Demnach ergäben sich eine Verdopplung der Preise bei Schweinefleisch. Rindfleisch müsste um mehr als 50 Prozent im Preis steigen. „Wer auf Kosten Dritter konsumiert, schadet der Allgemeinheit. Weil Supermärkte ihre Kundschaft mit Billigfleisch ködern wollen, müssen andere einen hohen Preis zahlen. Intensive Tierhaltung für billiges Fleisch verseucht Trinkwasser, befeuert die Klimakrise und treibt die Waldzerstörung voran, ohne dass die dadurch entstehenden Kosten auf dem Preisschild auftauchen", sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. „Die Bundesregierung muss dieses
eklatante Marktversagen korrigieren." Greenpeace fordert höhere Steuern auf Fleisch sowie eine konsequente Anwendung des Ordnungsrechtes. Ein massiver Schaden entstehe durch den Import von Fleisch aus anderen Ländern. Bei Rindfleischimporten aus Argentinien beispielsweise fallen besonders hohe externe Kosten an, die 372 Prozent des Erzeugerpreises entsprechen. „Die Bundesregierung muss diesem Abkommen endlich eine klare Absage erteilen", sagt Hofstetter. „Sonst droht ein ruinöser Preiskampf, der die Existenz europäischer Betriebe mit höheren Standards gefährdet und Umwelt- und Klima massiven Schaden zufügt." Der Experte empfiehlt die Ausweitung der ökologischen Tierhaltung. Eine komplette Umstellung auf eine ökologische Produktion bei gleich hohem Fleischkonsum in Deutschland würde die externen Kosten auf 3,81 Mrd. Euro senken, so Hofstetter.

01.12.2020: DBV fordert Unterstützung für die Schweinehalter

Als Folge der Corona-Krise sowie des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind bislang in diesem Jahr mehr als eine Million Schweine weniger geschlachtet worden als in 2019, was mit einem dramatischen Preissturz einhergegangen ist. In den deutschen Schweineställen stauen sich die Tiere. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sieht die Bundesregierung in der Pflicht, die Schweinehalter zu unterstützen. „Unsere Schweinehalter erleben derzeit die größte Krise seit Jahrzehnten. Die Schlachtkapazitäten bleiben knapp, so dass der Stau in
den Ställen unverändert groß und das Preisniveau für unsere Bauern ruinös ist. In den letzten zehn Jahren hat bereits fast die Hälfte aller Schweinehalter ihren Betrieb eingestellt. Diese Entwicklung darf sich nicht fortsetzen. Wenn wir weiter Schweinefleisch aus Deutschland auf dem Tisch haben wollen, dann brauchen unsere Schweinehalter jetzt ein klares Signal, dass Schweinehaltung in Deutschland weiterhin gewünscht ist. Alleine können die Bauern diese Krise nicht schultern“, so Rukwied. Der Präsident fordert dringende Maßnahmen, um die prekäre Lage am Schweinemarkt zu entschärfen.

01.12.2020: Backhaus enttäuscht über Ergebnisse der Agrarministerkonferenz

Mit den Ergebnissen der Videokonferenz der Agrar- und Umweltminister am vergangenen Freitag (27.11.2020) ist Mecklenburg-Vorpommerns Minister Dr. Till Backhaus alles andere als zufrieden. Backhaus äußerte seine Enttäuschung besonders darüber, dass fast sämtliche seiner eingebrachten Vorschläge abgelehnt wurden. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand der sogenannte Schlachtschweine-Stau. „Ich hatte ein klares Signal des Bundes und der Länder und konkrete Hilfsangebote für die Landwirtschaft erwartet, aber die Ergebnisse sind äußerst mager“, so der Minister. Seinen Aussagen zu Folge scheinen einige seiner Amtskollegen den Ernst der aktuellen Lage nicht zu erkennen. Neben einem Liquiditätsprogramm und Entschädigung für bestandsreduzierende Maßnahmen für
Schweinehalter wurde auch der Vorschlag aus M-V abgelehnt, dass sich der Bund an der Abschussprämie für Schwarzwild beteiligt, was für den Minister völlig unverständlich ist. „Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass die Länder allein gelassen werden, insbesondere bei den Maßnahmen zur Eindämmung der ASP, die ja auch eine Ursache für die schwierige Situation der Schweinehalter darstellt“, so Backhaus. „Zumindest hat die Bundesministerin am Ende der Konferenz eingeräumt, dass die Lage „prekär“ ist. Ihre Einschätzung, dass sich der Schlachtstau entspannt, kann ich noch nicht nachvollziehen. Gespannt bin ich auf ihre Prüfung, inwieweit die „Corona-Novemberhilfen“ auch für die Landwirtschaft greifen. Das hätte man von vorn herein im Blick haben müssen“, so der Landwirtschaftsminister abschließend.

01.12.2020: Bayern wappnet sich für Kampf gegen ASP

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, hat Bayern feste Wildzäune entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik gebaut. Der Bau eines Zaunes an der Grenze zu Österreich soll im kommenden Jahr durchgeführt werden. „Trotz Corona-Pandemie laufen die Vorbereitungsmaßnahmen gegen die ASP weiter auf Hochtouren. Wir tun alles, um Bayern bestmöglich zu schützen. Die Wildzäune entlang der grenznahen Autobahnen stehen. Die Zäune sorgen für ein neues Sicherheitsniveau und einen bestmöglichen Schutz. Eine Einschleppung der Seuche nach Bayern muss verhindert werden. Zusätzlich soll die Bejagung in den
Schutzzonen entlang der Wildzäune verstärkt werden: Je geringer die Anzahl der Wildschweine, desto geringer ist die Gefahr, dass sich die Afrikanische Schweinepest weiter ausbreitet“, betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. Als weitere Maßnahme hat das bayerische Kabinett die landesweite Abschussprämie auf 70 Euro pro erlegtes Wildschwein angehoben. In den grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und Tschechien bleibt die bereits Anfang dieses Jahres erhöhte Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro Wildschwein für das Jagdjahr 2020/2021 bestehen. Zudem investiert Bayern in modernste Drohnentechnik mit Wärmebildkameras sowie die Ausbildung von speziellen Kadaverhunden.

30.11.2020: Dänemark diskutiert Ausgraben von Millionen Nerzen

Nachdem in dänischen Nerzfarmen massive Infektionen mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2 aufgetreten waren, wurden ca. 17 Millionen Nerze gekeult und vergraben. Nachdem nun bekannt wurde, dass etliche Nerze eine mutierte Form des Coronavirus in sich trugen, sollen diese nun wieder ausgegraben werden. Grund dafür ist die zu befürchtende Verunreinigung von Trinkwasser und Badegewässern durch die Freisetzung von Phosphor und Stickstoff während des Verwesungsprozesses. Nach dem Ausgraben sollen die Nerze verbrannt werden, um Schäden an der Umwelt zu vermeiden, wie der neue Lebensmittelminister Rasmus Prehn erklärte. Gemeinsam mit
den weiteren Parlamentsparteien und den zuständigen Behörden wolle man analysieren, ob es das richtige Vorgehen sei, die Nerze auszugraben und im Anschluss zu verbrennen. Aufnahmen von Massengräbern für die Tiere zeigten zuletzt, dass etliche tote Nerze wegen sich in ihren Körpern ausdehnender Gase wieder an die Oberfläche gelangt sind. Auch in Litauen sind die erste Proben von toten Nerzen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auch ein Mitarbeiter ist infiziert. Betroffen ist eine Nerzfarm im Zentrum des Landes. Anders als in Dänemark und Irland ist jedoch keine Massenkeulung der 1,6 Millionen Nerze auf landesweit ungefähr 86 Pelztierfarmen geplant, wie Euronews berichtet.

30.11.2020: Geflügelpest breitet sich in Europa weiter aus

Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) breitet sich europaweit rasant aus. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitteilt, wurden im vergangenen Monat mehr als 300 Fälle in europäischen Staaten gemeldet. Neben einigen Hausgeflügelbeständen waren meist Wildvögel von der Geflügelpest betroffen. Daher sieht die Behörde eine große Gefahr der Einschleppung des Virus in bisher nicht betroffene Länder. Das Risiko, dass das hoch pathogene Virus von Wildvögeln auf Nutzgeflügel übertragen wird, wird als hoch eingestuft. Menschen seien bislang jedoch nicht erkrankt, wie die EFSA berichtet. Um die weitere
Ausbreitung zu minimieren, wird dringend empfohlen, die Risikominderungs- und Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Zudem fordert die Behörde, die Überwachung von Wildvögeln und Geflügel fortzusetzen und Kontrollmaßnahmen durchzuführen, um den Kontakt von Menschen mit infizierten oder toten Vögeln zu verhindern. Der Austausch vollständiger viraler Genomsequenzen ist von entscheidender Bedeutung, damit die Behörden das Auftreten neuartiger Viren oder genetischer Mutationen mit für die Gesundheit von Mensch und Tier relevanten Eigenschaften sofort erkennen können.

30.11.2020: Vereinfachte Regeln zum Abschuss von Wölfen gefordert

Die Zahl der Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern wächst weiter und die Schäfer des Landes fürchten um ihre Tiere. Für den Umgang mit dem Wolf fordern sie schärfere Regeln. „Wir haben mehrere Kollegen, die schon Angriffe von Wolfsrudeln haben und diese selbst mit Herdenschutzhunden nicht mehr abwehren können“, sagt die Vorsitzende des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Susanne Petersen, gegenüber zeit.de. Die Verbandsvorsitzende erklärt, dass eine Vereinfachung der bisherigen Regeln zum Wolfsabschuss von Nöten sei, räumte
jedoch ein, dass das Erschießen nicht alle Probleme löse. „Wir werden mit Wölfen leben müssen“, so Petersen. Um die Weidetiere vor Angriffen zu schützen, müssten Schutzzäune konsequent und richtig aufgebaut werden. Wölfe dürften nicht den Eindruck bekommen, dass die Nutztiere einfach zu holen sind. Doch um Wölfe zu vergrämen, fordern Schaf- und andere Tierhalter auch, dass bei Raubtierattacken auch geschossen werden dürfe. Die in der EU streng geschützten Wölfe dürfen jedoch nur auf Antrag erschossen werden, und auch nur dann, wenn es Angriffe auf Nutztiere gegeben hat.

27.11.2020: Zahl der Kategorie III- Betriebe geht deutlich zurück

Das Salmonellenmonitoring im QS-System zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der kritischen Salmonelleneinstufung (Kategorie III-Betriebe) um 50 Prozent bei Schweinen. Waren es 2019 noch 3,3 % sind es in diesem Jahr nur noch 1,6 % aller knapp 20.000 Schweinemastbetriebe, die ein erhöhtes Risiko aufzeigen. Vergleicht man die Zahlen mit der Situation zur Einführung des Salmonellenmonitorings im Jahr 2003, dann hat sich der Anteil der Betriebe mit hohem
Salmonellenrisiko deutlich reduziert."Seit Beginn des QS-Salmonellenmonitorings vor nunmehr 17 Jahren war das Risiko für eine Salmonelleninfektion in den Schweinemastbetriebe noch nie so gering wie heute", zeigt sich QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff erfreut über die Entwicklung. Im Jahr 2003 wurde von QS das Salmonellenmonitoring verpflichtend für alle Schweinehalter eingeführt, die Tiere zur Schlachtung abgeben.

27.11.2020: bpt erfreut über neuen Besucherrekord

Der erste veterinärmedizinische Digitalkongress ist nach einer Woche am 25. November 2020 als großer Erfolg zu Ende gegangen. Der Veranstalter, der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), durfte sich über mehr als 3.000 TeilnehmerInnen freuen. „Mit insgesamt 3.070 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war unser Digitalkongress nicht nur eine gelungene Premiere in der virtuellen Welt, sondern auch der erfolgreichste Kongress in der 100-jährigen bpt-Geschichte mit durchweg positiver Resonanz“, erklärt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder. Neben dem klassischen Fortbildungs- und Informationsangebot für Praktiker standen in diesem Jahr mehr denn je die aktuellen berufspolitischen Herausforderungen im Mittelpunkt. Hier ging es neben den Auswirkungen der Coronakrise auf die Tierarztpraxen um die Themen Fachkräftemangel in der Tierarztpraxis, die tierärztliche Gebührenordnung (GOT), den Sinn und Unsinn eines Tarifvertrages für angestellte TierärztInnen und die
aktuellen Tierseuchengeschehen- hier ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) sowie die Geflügelpest zu nennen. Ein weiterer Baustein des diesjährigen bpt-Kongresses war der Live Career Day mit einer Fülle von Vorträgen und Diskussionsrunden rund um den tierärztlichen Arbeitsmarkt und den Einstieg ins Berufsleben. Der Digital-Kongress, der auf einer virtuellen Messeplattform stattfand, war eine Mischung aus Live-Vorträgen in den verschiedenen Veranstaltungssälen und bereits vorher erstellten Vortragsaufzeichnungen. Aber auch die Live Sessions wurden aufgezeichnet. Jetzt stehen alle Vorträge den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der Messeplattform noch bis zum 9. Dezember 2020 zur Verfügung. Eine Anmeldung ist aktuell noch möglich. „Ich freue mich natürlich riesig über den Erfolg. Erfolgreich sein ist aber auch nicht immer einfach, denn jetzt stehen wir vor der Überlegung, wie es künftig weitergehen soll: Kongresse - wie gehabt - als Präsenzveranstaltung, im rein digitalen Format oder Hybride", so Moder.

27.11.2020: Die Vor- und Nachteile des BARFens

BARFen, die Fütterung von Hunden und Katzen mit rohem Fleisch, Gemüse und Innereien, ist ein Trend, dem immer mehr Tierhalter folgen. Verschiedene Gründe geben den Ausschlag für den Wechsel zu mehr artgerechter Fütterung, wie zum Beispiel Probleme mit der Haut oder dem Verdauungstrakt der Tiere. Christine Iben, Professorin für Tierernährung, und Peter Paulsen, Professor für Fleischhygiene an der Vetmeduni Wien haben die Vor- und Nachteile des BARFens beleuchtet. Iben ist auf die Untersuchung der Auswirkungen von Fütterungsmethoden spezialisiert: „Manchmal können selbst zubereitete Diäten aus gesundheitlichen Gründen notwendig sein, etwa bei einer Futtermittelunverträglichkeit oder -allergie.“ Allerdings könnten diese Diäten auch in gekochtem Zustand verabreicht werden. Eine Notwendigkeit, roh zu füttern, bestehe praktisch nicht. Die Expertin weist darauf hin, dass eine Futterumstellung bei gesunden, erwachsenen Hunde in der Regel zu keinen Problemen führt. Jedoch empfiehlt Iben kein BARFen für Welpen und alte Hunde. „Bei wachsenden Hunden sind Nährstoffmängel oder -überversorgung möglich,
während bei alten Hunden Leber und Niere zusätzlich belastet werden.“ Grundsätzlich erkranken rohgefütterte Tiere häufiger auf Grund von Nährstoffmängeln, auch wenn die Nährstoffe bei der Produktion von Fertigfuttermitteln eher zerstört werden. Sie empfiehlt eine Diätberatung durch den Tierarzt. „So können Mängel, insbesondere bei der Versorgung mit Calcium und Phosphor, Spurenelementen wie Jod, aber auch Kupfer und Zink sowie Vitamin D, schnell festgestellt und eine ausreichende Versorgung gewährleistet werden“, so Iben. Einen Vorteil sieht die Futterexpertin in der BARF-Fütterung, da einerseits die Bildung von Zahnstein unterbunden wird und andererseits kaum Verpackungsmüll anfällt. Am 15. Dezember 2020 findet auf Myvetlearn.de das Leipziger Abendgespräch für Tierärzte: Fit im Alter - Klinik u. Diätetik beim geriatrischen Patienten – als Online-Fortbildung statt. Unter anderem referiert Tierernährungsexpertin Claudia Rade (Royal Canin) über kommerzielle Futtermittel für Hunde- und Katzensenioren. Für die Teilnahme am Live-Online-Seminar ist eine Anmeldung bis spätestens zum 13. Dezember 2020 erforderlich.

27.11.2020: Online-Umfrage zu Qualzuchten bei Hunden

Die Tierärztin und Doktorandin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Marion Michel, bittet Tierärztinnen und Tierärzte um Teilnahme an einer Online-Umfrage über Qualzuchtrassen bei Hunden und deren illegale Importe. Michel möchte mit ihrer Arbeit die Verbreitung und den Import von Qualzuchtrassen bei Hunden unter Berücksichtigung
der ethischen Vertretbarkeit des Handels in Bezug auf deren gesundheitlichen Probleme untersuchen. Zudem sollen die deutsche und europäische Gesetzgebung hinsichtlich Zucht, Internethandel, Import und Verbringen von Welpen koordiniert werden. Die Daten aus den Fragebögen im Rahmen dieses Projektes werden anonym erhoben.

27.11.2020: Frühe Diagnose ist wichtig bei Chronischer Nierenerkrankung der Katze

Die Chronische Nierenerkrankung (CNE) ist die am häufigsten vorkommende Krankheit bei älteren Katzen. Experten vermuten, dass ab einem Alter von sieben Jahren ca. 20 Prozent aller Katzen betroffen sind. Typische Symptome der CNE sind verstärktes Trinkverhalten, Erbrechen, gestiegener Harnabsatz, Gewichtsverlust sowie stumpfes Fell, die jedoch für den Tierbesitzer zunächst nicht offensichtlich sind. Das Tückische an der Krankheit ist, dass das Tier über einen längeren Zeitraum den Verlust von Nierengewebe kompensiert, bis große Teile des Nierengewebes unwiederbringlich verloren gegangen sind. Die Krankheit ist nicht
heilbar, doch mit einer frühen Diagnose kann der Verlauf sichtlich gemildert werden. Auch kann der Tierarzt Begleiterkrankungen erkennen und diese mit Medikamenten behandeln. Gerade die CNE macht die Notwendigkeit von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen deutlich. Dank moderner Diagnoseverfahren können Nierenerkrankungen schon im frühen Stadium erkannt werden. Der Tierarzt wird eine spezielle Nierendiät verschreiben, die die eingeschränkte Nierenfunktion und daraus resultierende Mangelerscheinungen ausgleicht. Der Tierhalter selbst kann sein erkranktes Tier unterstützen, indem er beispielsweise an möglichst vielen Plätzen Trinkwasser zur Verfügung stellt.

27.11.2020: Niedersachsen stellt Millionen zur Tierschutzförderung bereit

Niedersachsen wird auch im nächsten Jahr den Tierschutz im Schweinestall fördern. Zum einen werden Schweinehalter finanziell unterstützt, wenn sie auf das Kürzen der Schwänze ihrer Tiere verzichten. Das Land zahlt pro Tier die sogenannte Ringelschwanzprämie in Höhe 16,50 Euro, für Ferkel erhalten die Landwirte 5 Euro. Zum anderen wird der Verzicht auf die sogenannte Kastenstandhaltung belohnt: hier zahlt Niedersachsen auf Antrag 150 Euro pro Sau und Jahr. Erfreulicherweise beantragen auch immer mehr Schweinehalter die Prämie. Laut
Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden in der Förderperiode 2018/19 mehr als vier Millionen Euro an Fördergeldern ausgezahlt. Für das kommende Jahr wird mit einer Fördersumme in Höhe von rund acht Millionen Euro gerechnet. Durch das eigentlich verbotene Kürzen der Schweineschwänze wollen die Landwirte verhindern, dass sich Schweine gegenseitig ihre Schwänze anfressen. Diese Verhaltensstörung tritt nach Angaben von Tierschützern auf, wenn Schweine auf engstem Raum leben und keine geeignete Beschäftigung haben.

27.11.2020: Neuer Fall von Geflügelpest in Schleswig-Holstein

Nachdem am vergangenen Dienstag (24.11.2020) in einer Gänsefarm im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein die Vogelgrippe festgestellt worden ist, mussten alle 659 Tiere gekeult werden. Zudem wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Seit Beginn des Monats ist dies in Schleswig-Holstein bereits der fünfte Fall in einem Nutztierbestand. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
berichtet, seien 41 weitere Fälle von Geflügelpest vom Typ H5N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. „Landes- aber auch bundesweit wird ein Anstieg der Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln verzeichnet“, erklärt Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne). Seit Beginn des Geschehens Ende Oktober 2020 sind laut Ministerium mittlerweile in neun Bundesländern Nachweise der Geflügelpest erfolgt.

26.11.2020: Erster Corona-Ausbruch auf polnischer Nerzfarm

Nach Dänemark, Schweden, den Niederlanden und den USA sowie zuletzt auch Frankreich, meldet auch Polen nun den ersten Corona-Ausbruch auf einer Nerzfarm. Betroffen ist eine Zuchtfarm in der Wojwodschaft Pommern. Hier wurde bei acht Nerzen eine Infektion
mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Vermutet wird, dass das Virus vom Menschen auf die Tiere übertragen wurde. Laut Angaben der Medizinischen Universität in Danzig stehen die Ergebnisse einer genetischen Untersuchung zur Herkunft des Erregers noch aus.

26.11.2020: Online-Handel mit Tieren boomt - Gesetze fehlen!

Die Corona-Pandemie hat nicht nur in Deutschland dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen ein Haustier zulegen. Leider haben dadurch auch skrupellose Welpenhändler größere Chancen, weiter unentdeckt ihren kriminellen Machenschaften nachzugehen. „Der Bedarf an Hunden ist viel zu hoch, als dass seriöse Züchter ihn decken könnten. Gerade im Corona-Jahr ist die Nachfrage nach einem tierischen Begleiter hoch wie nie. Viele Interessenten suchen auf Online-Portalen und geraten dort an illegale Welpenhändler. Doch häufig sterben die Hunde kurz nach der Übergabe“, erklärt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN. Wie die Tierschutzorganisation berichtet, wurden im laufenden Jahr bereits mehr als 600 traumatisierte, illegal importierte Welpen beschlagnahmt. Selbst die Sperrung der Grenzen
konnte nicht verhindern, dass Hunderte Hunde- und Katzenbabys aus dem Ausland geschmuggelt wurden. Da die Verkäufe meist über Online- Portale abgewickelt werden, fordert VIER PFOTEN nachdrücklich von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Online-Handel mit Tieren endlich sicher zu machen. „Schätzungen einer offiziellen EU-Studie zufolge werden etwa 50.000 Tiere jeden Monat zwischen Mitgliedstaaten illegal transportiert. Nur mit einer Verifizierungspflicht für Tierverkäufer und einer Registrierungspflicht für die angebotenen Hunde können illegale Welpenhändler vom Markt ausgeschlossen und das enorme Tierleid beendet werden“, erklärt Schneider. Wie die Expertin weiß, werden die Hunde unter schlimmsten Bedingungen für wenig Geld in Osteuropa produziert und danach auf deutschen Online-Plattformen anonym für ein Vielfaches verkauft.

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