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18.09.2020: Österreich fördert Digitalisierungsmaßnahmen in Tierarztpraxen

Investitionsprämie für Digitalisierungsmaßnahmen nutzen! Die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) hat die Tierärztinnen und Tierärzte im Land aufgerufen, jetzt in die Digitalisierung ihrer Praxen zu investieren und das vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort beschlossenes Förderprogramm zu nutzen. Erst vor gut einem Monat wurde die bisherige Investitionsprämie aufgestockt. Die
COVID-19-Investitionsprämie kann von österreichischen Betriebsstätten bis zum 28. Februar 2021 beispielsweise für Digitalisierungsmaßnahmen der Praxis, wie Neuanschaffungen von Röntgengeräten oder Computersystemen, beantragt werden. Gefördert werden auch Investitionen, die mittels Leasing finanziert werden. Auf der Internetseite der ÖTK stehen Unterlagen zur Antragstellung zum Download bereit.

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27.11.2020: Zahl der Kategorie III- Betriebe geht deutlich zurück

Das Salmonellenmonitoring im QS-System zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der kritischen Salmonelleneinstufung (Kategorie III-Betriebe) um 50 Prozent bei Schweinen. Waren es 2019 noch 3,3 % sind es in diesem Jahr nur noch 1,6 % aller knapp 20.000 Schweinemastbetriebe, die ein erhöhtes Risiko aufzeigen. Vergleicht man die Zahlen mit der Situation zur Einführung des Salmonellenmonitorings im Jahr 2003, dann hat sich der Anteil der Betriebe mit hohem
Salmonellenrisiko deutlich reduziert."Seit Beginn des QS-Salmonellenmonitorings vor nunmehr 17 Jahren war das Risiko für eine Salmonelleninfektion in den Schweinemastbetriebe noch nie so gering wie heute", zeigt sich QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff erfreut über die Entwicklung. Im Jahr 2003 wurde von QS das Salmonellenmonitoring verpflichtend für alle Schweinehalter eingeführt, die Tiere zur Schlachtung abgeben.

27.11.2020: bpt erfreut über neuen Besucherrekord

Der erste veterinärmedizinische Digitalkongress ist nach einer Woche am 25. November 2020 als großer Erfolg zu Ende gegangen. Der Veranstalter, der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), durfte sich über mehr als 3.000 TeilnehmerInnen freuen. „Mit insgesamt 3.070 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war unser Digitalkongress nicht nur eine gelungene Premiere in der virtuellen Welt, sondern auch der erfolgreichste Kongress in der 100-jährigen bpt-Geschichte mit durchweg positiver Resonanz“, erklärt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder. Neben dem klassischen Fortbildungs- und Informationsangebot für Praktiker standen in diesem Jahr mehr denn je die aktuellen berufspolitischen Herausforderungen im Mittelpunkt. Hier ging es neben der Auswirkungen der Coronakrise auf die Tierarztpraxen um die Themen Fachkräftemangel in der Tierarztpraxis, die tierärztliche Gebührenordnung (GOT), den Sinn und Unsinn eines Tarifvertrages für angestellte TierärztInnen und die aktuellen Tierseuchengeschehen- Hier ist die Afrikanische
Schweinepest (ASP) sowie die Geflügelpest zu nennen. Ein weiterer BAustaein des diesjährigen bpt-Kongresses war der Live Career Day mit einer Fülle von Vorträgen und Diskussionsrunden rund um den tierärztlichen Arbeitsmarkt und den Einstieg ins Berufsleben bestimmten die berufspolitischen Veranstaltungen. Der Digital-Kongress, der auf euner virtuellen Messeplattform stattfand, war eine Mischung aus Kive-Vorträgen in den verschiedenen Veranstaltungssälen und bereits vorher erstelten Vortragsaufzeichnungen. Aber auch die Live Sessions wurden aufgezeichnet. Jetzt stehen alle Vorträge den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der messeplattform noch bis zum 9. Dezember 2020 zur Verfügung. Eine Anmeldung ist aktuell noch möglich. „Ich freue mich natürlich riesig über den Erfolg. Erfolgreich sein ist aber auch nicht immer einfach, denn jetzt stehen wir vor der Überlegung, wie es künftig weitergehen soll: Kongresse - wie gehabt - als Präsenzveranstaltung, im rein digitalen Format oder Hybride", so Moder.

Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen steigt auf 185

27.11.2020

Die Zahl der in Deutschland bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wird aktuell mit 185 angegeben (Stand: 27.11.2020). Betroffen sind die Bundesländer Brandenburg und Sachsen. Die infizierten Wildschweine wurden bislang in den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße, oder-Spree und Märkisch-Oderland gefunden. Allerdings wurde nun
auch ein Wildschwein bei einer Jagd in der Oberlausitz im Landkreis Görlitz in Sachsen erlegt, bei dem die anschließende Routineuntersuchung ein positives Testergebnis erbrachte. Inzwischen gibt es auch im Landkreis Görlitz weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen. Eine Übersicht über die bislang in Deutschland aufgetretenen Fälle, sortiert nach Gemeinden und Landkreisen, findet sich bei Topagrar.de.

27.11.2020: Die Vor- und Nachteile des BARFens

BARFen, die Fütterung von Hunden und Katzen mit rohem Fleisch, Gemüse und Innereien, ist ein Trend, dem immer mehr Tierhalter folgen. Verschiedene Gründe geben den Ausschlag für den Wechsel zu mehr artgerechter Fütterung, wie zum Beispiel Probleme mit der Haut oder dem Verdauungstrakt der Tiere. Christine Iben, Professorin für Tierernährung, und Peter Paulsen, Professor für Fleischhygiene an der Vetmeduni Wien haben die Vor- und Nachteile des BARFens beleuchtet. Iben ist auf die Untersuchung der Auswirkungen von Fütterungsmethoden spezialisiert: „Manchmal können selbst zubereitete Diäten aus gesundheitlichen Gründen notwendig sein, etwa bei einer Futtermittelunverträglichkeit oder -allergie.“ Allerdings könnten diese Diäten auch in gekochtem Zustand verabreicht werden. Eine Notwendigkeit, roh zu füttern, bestehe praktisch nicht. Die Expertin weist darauf hin, dass eine Futterumstellung bei gesunden, erwachsenen Hunde in der Regel zu keinen Problemen führt. Jedoch empfiehlt Iben kein BARFen für Welpen und alte Hunde. „Bei wachsenden Hunden sind Nährstoffmängel oder -überversorgung möglich, während bei alten Hunden Leber und Niere
zusätzlich belastet werden.“ Grundsätzlich erkranken rohgefütterte Tiere häufiger auf Grund von Nährstoffmängeln, auch wenn die Nährstoffe bei der Produktion von Fertigfuttermitteln eher zerstört werden. Sie empfiehlt eine Diätberatung durch den Tierarzt. „So können Mängel, insbesondere bei der Versorgung mit Calcium und Phosphor, Spurenelementen wie Jod, aber auch Kupfer und Zink sowie Vitamin D, schnell festgestellt und eine ausreichende Versorgung gewährleistet werden“, so Iben. Einen Vorteil sieht die Futterexpertin in der BARF-Fütterung, da einerseits die Bildung von Zahnstein unterbunden wird und andererseits kaum Verpackungsmüll anfällt. Am 15. Dezember 2020 findet auf Myvetlearn.de das Leipziger Abendgespräch für Tierärzte: Fit im Alter - Klinik u. Diätetik beim geriatrischen Patienten – als Online-Fortbildung statt. Unter anderem referiert Tierernährungsexpertin Claudia Rade (Royal Canin) über kommerzielle Futtermittel für Hunde- und Katzensenioren. Für die Teilnahme am Live-Online-Seminar ist eine Anmeldung bis spätestens zum 13. Dezember 2020 erforderlich.

27.11.2020: Online-Umfrage zu Qualzuchten bei Hunden

Die Tierärztin und Doktorandin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Marion Michel, bittet Tierärztinnen und Tierärzte um Teilnahme an einer Online-Umfrage über Qualzuchtrassen bei Hunden und deren illegale Importe. Michel möchte mit ihrer Arbeit die Verbreitung und den Import von Qualzuchtrassen bei Hunden unter Berücksichtigung
der ethischen Vertretbarkeit des Handels in Bezug auf deren gesundheitlichen Probleme untersuchen. Zudem sollen die deutsche und europäische Gesetzgebung hinsichtlich Zucht, Internethandel, Import und Verbringen von Welpen koordiniert werden. Die Daten aus den Fragebögen im Rahmen dieses Projektes werden anonym erhoben.

27.11.2020: Frühe Diagnose ist wichtig bei Chronischer Nierenerkrankung der Katze

Die Chronische Nierenerkrankung (CNE) ist die am häufigsten vorkommende Krankheit bei älteren Katzen. Experten vermuten, dass ab einem Alter von sieben Jahren ca. 20 Prozent aller Katzen betroffen sind. Typische Symptome der CNE sind verstärktes Trinkverhalten, Erbrechen, gestiegener Harnabsatz, Gewichtsverlust sowie stumpfes Fell, die jedoch für den Tierbesitzer zunächst nicht offensichtlich sind. Das Tückische an der Krankheit ist, dass das Tier über einen längeren Zeitraum den Verlust von Nierengewebe kompensiert, bis große Teile des Nierengewebes unwiederbringlich verloren gegangen sind. Die Krankheit ist nicht
heilbar, doch mit einer frühen Diagnose kann der Verlauf sichtlich gemildert werden. Auch kann der Tierarzt Begleiterkrankungen erkennen und diese mit Medikamenten behandeln. Gerade die CNE macht die Notwendigkeit von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen deutlich. Dank moderner Diagnoseverfahren können Nierenerkrankungen schon im frühen Stadium erkannt werden. Der Tierarzt wird eine spezielle Nierendiät verschreiben, die die eingeschränkte Nierenfunktion und daraus resultierende Mangelerscheinungen ausgleicht. Der Tierhalter selbst kann sein erkranktes Tier unterstützen, indem er beispielsweise an möglichst vielen Plätzen Trinkwasser zur Verfügung stellt.

27.11.2020: Niedersachsen stellt Millionen zur Tierschutzförderung bereit

Niedersachsen wird auch im nächsten Jahr den Tierschutz im Schweinestall fördern. Zum einen werden Schweinehalter finanziell unterstützt, wenn sie auf das Kürzen der Schwänze ihrer Tiere verzichten. Das Land zahlt pro Tier die sogenannte Ringelschwanzprämie in Höhe 16,50 Euro, für Ferkel erhalten die Landwirte 5 Euro. Zum anderen wird der Verzicht auf die sogenannte Kastenstandhaltung belohnt: hier zahlt Niedersachsen auf Antrag 150 Euro pro Sau und Jahr. Erfreulicherweise beantragen auch immer mehr Schweinehalter die
Prämie. Laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden in der Förderperiode 2018/19 mehr als vier Millionen Euro an Fördergeldern ausgezahlt. Für das kommende Jahr wird mit einer Fördersumme in Höhe von rund acht Millionen Euro gerechnet. Durch das eigentlich verbotene Kürzen der Schweineschwänze wollen die Landwirte verhindern, dass sich Schweine gegenseitig ihre Schwänze anfressen. Diese Verhaltensstörung tritt nach Angaben von Tierschützern auf, wenn Schweine auf engstem Raum leben und keine geeignete Beschäftigung haben.

27.11.2020: Neuer Fall von Geflügelpest in Schleswig-Holstein

Nachdem am vergangenen Dienstag (24.11.2020) in einer Gänsefarm im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein die Vogelgrippe festgestellt worden ist, mussten alle 659 Tiere gekeult werden. Zudem wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Seit Beginn des Monats ist dies in Schleswig-Holstein bereits der fünfte Fall in einem Nutztierbestand. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
berichtet, seien 41 weitere Fälle von Geflügelpest vom Typ H5N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. „Landes- aber auch bundesweit wird ein Anstieg der Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln verzeichnet“, erklärt Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne). Seit Beginn des Geschehens Ende Oktober 2020 sind laut Ministerium mittlerweile in neun Bundesländern Nachweise der Geflügelpest erfolgt.

26.11.2020: Erster Corona-Ausbruch auf polnischer Nerzfarm

Nach Dänemark, Schweden, den Niederlanden und den USA sowie zuletzt auch Frankreich, meldet auch Polen nun den ersten Corona-Ausbruch auf einer Nerzfarm. Betroffen ist eine Zuchtfarm in der Wojwodschaft Pommern. Hier wurde bei acht Nerzen eine Infektion
mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Vermutet wird, dass das Virus vom Menschen auf die Tiere übertragen wurde. Laut Angaben der Medizinischen Universität in Danzig stehen die Ergebnisse einer genetischen Untersuchung zur Herkunft des Erregers noch aus.

26.11.2020: Online-Handel mit Tieren boomt - Gesetze fehlen!

Die Corona-Pandemie hat nicht nur in Deutschland dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen ein Haustier zulegen. Leider haben dadurch auch skrupellose Welpenhändler größere Chancen, weiter unentdeckt ihren kriminellen Machenschaften nachzugehen. „Der Bedarf an Hunden ist viel zu hoch, als dass seriöse Züchter ihn decken könnten. Gerade im Corona-Jahr ist die Nachfrage nach einem tierischen Begleiter hoch wie nie. Viele Interessenten suchen auf Online-Portalen und geraten dort an illegale Welpenhändler. Doch häufig sterben die Hunde kurz nach der Übergabe“, erklärt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN. Wie die Tierschutzorganisation berichtet, wurden im laufenden Jahr bereits mehr als 600 traumatisierte, illegal importierte Welpen beschlagnahmt. Selbst die Sperrung der Grenzen
konnte nicht verhindern, dass Hunderte Hunde- und Katzenbabys aus dem Ausland geschmuggelt wurden. Da die Verkäufe meist über Online- Portale abgewickelt werden, fordert VIER PFOTEN nachdrücklich von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Online-Handel mit Tieren endlich sicher zu machen. „Schätzungen einer offiziellen EU-Studie zufolge werden etwa 50.000 Tiere jeden Monat zwischen Mitgliedstaaten illegal transportiert. Nur mit einer Verifizierungspflicht für Tierverkäufer und einer Registrierungspflicht für die angebotenen Hunde können illegale Welpenhändler vom Markt ausgeschlossen und das enorme Tierleid beendet werden“, erklärt Schneider. Wie die Expertin weiß, werden die Hunde unter schlimmsten Bedingungen für wenig Geld in Osteuropa produziert und danach auf deutschen Online-Plattformen anonym für ein Vielfaches verkauft.

26.11.2020: Wolfspopulation in Mecklenburg-Vorpommern wächst weiter

Die Zahl der Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern nimmt stetig zu. Wie das Umweltministerium mitteilt, leben hier aktuell insgesamt 15 Wolfsrudel sowie ein Wolfspaar. Das Wolfsmonitoring hat zudem insgesamt 36 Welpen nachweisen können. Dazu erklärt Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus: „Die Erkenntnisse, die wir aus dem intensiven Wolfsmonitoring gewonnen haben zeigen, wie richtig wir lagen mit unseren Anträgen zur Umweltministerkonferenz (UMK), mit denen wir uns ja im Übrigen auch durchsetzen konnten. Wir brauchen klare Parameter, um festzulegen, wann der günstige
Erhaltungszustand der Art Wolf erreicht ist. Dann können weitere Schritte in Richtung bestandswirksamer Maßnahmen unternommen werden. Ich erwarte daher von der Bundesregierung klare Aussagen zur kommenden UMK im Frühjahr 2021.“ Das weitere kontinuierliche Monitoring muss zudem klären, ob es sich bei den neuen Wolfsvorkommen um Wanderwölfe, territoriale Einzelwölfe, Wolfspaare oder gar Rudel handelt. Bei bisher mehr als 80 Rissvorfällen wurden bereits 311 Nutztiere, meist Schafe, gerissen. Mehr als 100 Nutztiere wurden mutmaßlich bei Wolfsangriffen verletzt.

26.11.2020: Hessen intensiviert Maßnahmen gegen ASP

Um das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern, hat das Land Hessen die Aufwandsentschädigung für die Beprobung von verendeten Wildschweinen erhöht. Ab dem 1. Dezember 2020 erhalten Jägerinnen und Jäger statt 30 nun 50 Euro für jede eingesendete Probe eines erlegten Wildschweins. „Die frühzeitige Erkennung der Afrikanischen Schweinepest ist entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung. Je früher der Ausbruch der Tierseuche in Hessen erkannt wird, desto schneller und wirkungsvoller können wir sie bekämpfen und die wirtschaftlichen Schäden gering halten“, so
Hessens Umweltministerin Priska Hinz. Zudem wird das Einsenden der Proben vereinfacht: diese können dann in voradressierten Umschlägen kostenfrei an das Hessische Landeslabor zur Untersuchung eingesendet werden. Die Umschläge werden den Jägerinnen und Jägern auf Anfrage bei den zuständigen Veterinärbehörden zur Verfügung gestellt. Damit Tierärztinnen und Tierärzte sich zum Thema ASP auf den neuesten Stand bringen können, bietet Myvetlearn.de dazu einen einstündigen Online-Kurs an. Der Kurs ist mit einer ATF-Stunde anerkannt und geeignet zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß SchHaltHygV.

25.11.2020: Antibiotikaresistenzen: Die nächste Pandemie könnte bakteriell sein

Anlässlich der steigenden gesundheitlichen Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen haben die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 20. November 2020 die neue One Health Global Leaders Group on Antimicrobial Resistance ins Leben gerufen. Die Generaldirektoren von FAO, OIE und WHO bezeichneten die rasche Zunahme der Arzneimittelresistenz als eine der weltweit dringendsten Bedrohungen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Ziel ist es u.a., die globale Aufmerksamkeit auf die von den Resistenzen ausgehenden Gefahren sowie auf die Maßnahmen zur Erhaltung der Wirksamkeit von Antibiotika zu lenken und für den gemeinsamen Kampf zu sensibilisieren. Der Missbrauch und die übermäßige Verwendung von antimikrobiellen Mitteln bei Mensch, Tier und in der Landwirtschaft sind die Hauptursachen für Antibiotikaresistenzen (AMR). „Während der COVID-19-Krise dürfen wir nicht vergessen, dass es sich bei der AMR-Pandemie um eine 'Zeitlupen-Pandemie' mit erheblichen langfristigen Bedrohungen für die globale öffentliche Gesundheit und Ernährungssicherheit handelt, die das Engagement mehrerer Interessengruppen erfordert", sagte FAO-Generaldirektor QU Dongyu auf einer Pressekonferenz, auf der er alle Interessengruppen, einschließlich
internationaler Organisationen, des privaten Sektors und der Zivilgesellschaft, aufrief, ihre Anstrengungen zu verdoppeln und Partnerschaften zu stärken, um "Eine Welt, eine Gesundheit und ein Planet, auf denen wir leben" zu erreichen. Dort gab er auch bekannt, dass die FAO zur Beschleunigung des Fortschritts im Kampf gegen die Resistenzentwicklungen einen neuen Aktionsplan für den Zeitraum 2021-2025 auf den Weg bringen werde, mit dem branchen- und länderübergreifend Maßnahmen zur Minimierung des Einsatzes antimikrobieller Mittel und zur Eindämmung der Ausbreitung der Antibiotikaresistenz weiter unterstützt werden sollen. „Antimikrobielle Resistenz ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen dieser Generation, und wir können es absolut nicht der nächsten Generation überlassen, sie zu lösen", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation. „Jetzt ist es an der Zeit, neue, sektorübergreifende Partnerschaften zu schmieden, die die Medikamente, die wir haben, schützen und die Pipeline für neue Medikamente neu beleben". Denn wenn Antibiotikaresistenzen nicht eingedämmt würden, könnte die nächste Pandemie bakteriell sein und viel mehr Tote fordern als Corona. Der FAO zufolge sterben jährlich bereits mindestens 700.000 Menschen an den Folgen antibiotikaresistenter Infektionen und die Zahl der Antibiotikaresisenzen nimmt weiter zu.

25.11.2020: Kritik an Klöckners Tierschutzarbeit reißt nicht ab

In der vergangenen Woche hat Bundeslandwirtschaftsministerin Dr. Julia Klöckner einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der das Verbot von Giraffen, Elefanten, Nashörnern, Flusspferden, Primaten und Großbären in reisenden Zirkussen vorsieht. „Wildtiere gehören nicht in die Manege. Gerade in Wanderzirkussen leiden sie unter dem ständigen Reisen, den oft nicht artgerechten Bedingungen vor Ort. Klar ist deshalb: Hier geht der Tierschutz vor! Mit der Verordnung kommen wir einen großen Schritt voran. Verbunden mit dem klaren Ziel, das jetzt vorgelegte Verbot auf andere Wildtierarten auszuweiten. Voraussetzung dafür ist die wissenschaftliche Grundlage – damit ein Verbot auch rechtssicher ist und bei Klage Bestand hat“, erklärte Julia Klöckner. Das Verbot gilt allerdings nicht für die Haltung von Großkatzen und andere Tierarten, da aktuell nicht genügend wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen. Für die hessische Tierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin kommt das Verbot zwanzig Jahre zu spät. Sie reagierte auf den Entwurf mit Bestürzung: „Was Anfang der 2000er Jahre notwendig, hochaktuell und in die Zukunft gerichtet war, als Hessen im Bundesrat eine Bundesratsinitiative
dazu einbrachte, ist Ende 2020 nur noch beschämend und peinlich! Die vergangenen Bundesregierungen sahen, obgleich der Bundesrat immer wieder auf ein Verbot drang, zu, wie über viele Jahre Zirkuselefanten oder Bären unter dramatischen Umständen in Zirkussen starben oder Affen dort vegetierten. Heute gibt es im Inland noch eine Hand voll Zirkuselefanten und Giraffen sowie nach hiesiger Kenntnis gerade noch einen hochbetagten Menschenaffen, keinen Bären, ein Nilpferd und ein Nashorn, die fahrend mit Zirkussen unterwegs sind…! Diese Verordnung ist nun ein schlechter Witz, der dadurch gekrönt wird, dass die Begründung in hohem Maße der Hessens vor 20 Jahren gleicht." Besonders verärgert ist die Landestierschutzbeauftragte über Klöckners Begründung, andere Wildtierarten nicht mit in das Haltungsverbot aufzunehmen. „Zu den Verhaltensansprüchen von Raubkatzen wie Tigern oder zu Robben liegt längst Alles auf dem Tisch der Ministerin - und wird ignoriert! Fachlich gute, in die Zukunft gerichtete Tierschutzpolitik sieht wahrlich anders aus!", monierte Martin. Ihr Fazit für die Ministerin: „Frau Klöckner erweist sich einmal mehr als ein Totalausfall für den Tierschutz!"

24.11.2020: Nutztierhalter mit dem Hessischen Tierschutzpreis ausgezeichnet

Das Land Hessen hat erneut landwirtschaftliche Betriebe für ihre nachhaltigen, vorbildlichen und praxisnahen Verbesserungen ausgezeichnet. Der Hessische Tierschutzpreis in der Landwirtschaft 2020 wurde in diesem Jahr an zweit Gewinner vergeben. Gleichzeitig wurde das Preisgeld noch einmal aufgestockt. Zum einen hat der Betrieb Schneider - Meat by Nature - gewonnen, der Qualitätsfleisch von Schweinen und Rindern direkt für die Verbraucherin und für den Verbraucher anbietet. Außerdem erhält den 1. Preis Milchbauer Christian Zimmermann, der ökologische Landwirtschaft betreibt und dabei auf die Zugabe von Kraftfutter verzichtet. Mit dem zweiten Platz wurden Rinderzüchter David Reller
seinen hydraulischen Viehwagen sowie Marcel und Lisa Emrich für ihre gemeinsame Aufzucht von Kälbern und Mutterkühen belohnt. „Ich freue mich, heute die besondere Leistung von vier landwirtschaftlichen Betrieben in Hessen für nachhaltige und artgerechte Nutztierhaltung auszeichnen zu dürfen. Um die Bedeutung von Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu würdigen, haben wir beschlossen den diesjährigen Preis von 7.000 auf 10.000 Euro zu erhöhen“, erklärte Landwirtschaftsministerin Hinz. Dementsprechend erhalten die beiden Erstplatzierten jeweils 4.000 Euro, der zweite Platz ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

24.11.2020: Wirtschaftlicher Druck auf Milchviehbetriebe wächst

Der hohe wirtschaftliche Druck auf die Milchviehbetriebe in Deutschland führt dazu, dass die Produzenten immer enger kalkulieren müssen. Das bedeutet jedoch auch, dass immer mehr Kühe von immer weniger Arbeitskräften versorgt werden müssen. Daraus könnten sich Fehlentwicklungen ergeben, befürchtet Stefan Mann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). „Wir arbeiten in einem System, das bis zur Kante ausgereizt ist“, mahnt Mann. Die Schuld sieht Mann in der aktuellen Agrarpolitik, die einen extremen Wettbewerbs- und Intensivierungsdruck für die
tierhaltenden Betriebe zur Folge habe. „Wir als Bäuerinnen und Bauern müssen aber wieder in die Lage versetzt werden, uns hoch motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte wirtschaftlich leisten zu können“, erklärte der BDM-Vorsitzende, der ein gründliches Umdenken fordert. Dazu gehöre auch, Forderungen zu stellen, die nicht dem Credo „Wachsen oder Weichen“ folgten. „Es sind bereits so viele Betriebe gewachsen und gewichen und nichts hat sich in der Folge für die verbleibenden Betriebe – geschweige denn für Mensch, Tier und Umwelt – verbessert“, so Mann abschließend.

24.11.2020: Interzoo 2021 bietet zusätzlich digitale Tools an

Die Interzoo, die weltgrößte Fachmesse der internationalen Heimtierbranche, musste wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verlegt werden. Die Weltleitmesse ist wichtiger Impulsgeber für die internationale Heimtierbranche. Die nächste Interzoo ist für den 1. bis 4. Juni 2021 in Nürnberg als Präsenzveranstaltung geplant. Angelehnt an die aktuelle Entwicklung in der Messebranche wird die Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) als Veranstalterin zusätzliche digitale Services für Aussteller und Besucher anbieten. Damit soll Ausstellern ermöglicht werden, ihre Produkte und Leistungen auch digital zu präsentieren und dadurch ihr Messe-Marketing und ihre Zielgruppen-Reichweite zu verstärken. Dr. Rowena Arzt, Bereichsleiterin Messen bei der WZF, erklärt: „Aufgrund der vielen, positiven Rückmeldungen zu den Online-Seminaren unserer neugegründeten Interzoo Academy möchten wir nun auch weitere Elemente
unseres klassischen Interzoo-Messeangebots und unseres Rahmenprogramms vor Ort online abbilden. Von den geplanten Services profitieren Aussteller und Besucher gleichermaßen, indem wir die bewährte Messepräsentation und den Messebesuch vor Ort digital erweitern. Online-Services können eine persönliche, vertrauensvolle Begegnung und Geschäftsanbahnung vor Ort zwar nicht ersetzen – das zeigen auch die Erfahrungen zahlreicher Messexperten aus der weltweiten Messewirtschaft – aber sie können die Reichweite und damit auch den Messeerfolg verstärken.“ Unter anderem plant die WZF digitale Ausstellerpräsentationen, in denen Besucher Informationen und Downloads abrufen und sich per Text- und Video-Chat mit dem Aussteller austauschen können. Für das Rahmenprogramm sind Online-Workshops sowie -konferenzen über die digitale Interzoo- Academy vorgesehen.

24.11.2020: Coronanachweis auf französischer Nerzfarm

Nachdem Frankreich bereits Mitte November 2020 mit Coronatests in den vier Nerzfarmen begonnen hat, ist in der Region Eure-et-Loire im Westen Frankreichs in einem Betrieb eine Infektion mit Sars-CoV-2 festgestellt worden. Die Behörden haben die Nottötung der rund 1.000 Nerze angeordnet. Eine der getesteten Farmen ist nach Aussagen des Landwirtschaftsministeriums
frei von Infektionen, bei den zwei anderen Nerzfarmen stehen die Untersuchungsergebnisse noch aus. In Dänemark waren nach zahlreichen Coronavirus-Nachweisen mehr als 17 Millionen Nerze gekeult worden. Experten haben hier eine Mutation des Virus entdeckt und befürchten, dass diese zu einer geringeren Wirksamkeit der Impfung beim Menschen führen könnte.

24.11.2020: Erster Fall von Geflügelpest in Berlin

Nach Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig- Holstein und Bayern ist nun auch in Berlin die Geflügelpest angekommen. Bereits am vergangenen Samstag (21.11.2020) war bei einer im Stadtteil Lichterfelde gefundenen Wildgans das Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Das teilte die die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz mit. Die Behörden appellieren an alle
Bürgerinnen und Bürger, im Falle von tot aufgefundenen Wasser-, Raben- oder Greifvögeln unverzüglich das nächste Veterinäramt zu informieren. Auf keinen Fall sollten kranke oder tote Tiere berührt werden. Geflügelhalter sind angehalten, ihre Tiere vor einem Kontakt mit Wildvögeln zu schützen, damit ein Weiterverbreiten und Übergreifen des Virus auf Hausgeflügel vermieden wird.

23.11.2020: Umfrage zu Praxismanagement und Marketing von Kleintierpraxen

Leitende TierärztInnen von Kleintierpraxen werden gebeten, an einer aktuellen Umfrage zu den wichtigsten Managementmerkmalen teilzunehmen. Im Rahmen einer Dissertationsarbeit werden Daten gesammelt und ausgewertet, die das Praxismanagement sowie das Marketing von Kleintierpraxen und -kliniken beleuchten. Denn neben der zunehmenden Digitalisierung müssen sich die TierärztInnen
auch mit dem Generationswechsel, ausländischen Investoren und nicht zuletzt mit der Tierärztegebührenordnung (GOT) auseinandersetzen. Ziel der Studie ist die Erstellung von Parametern, die einen Vergleich der eigenen Praxis mit anderen deutschen Kleintiertierpraxen/- kliniken ermöglichen sollen. Die anonymisierte Umfrage dauert ca. 25 Minuten. Das Hinzuziehen des Praxismanagers wird empfohlen.

23.11.2020: Rind in Michigan positiv auf Rindertuberkulose getestet

In Alpena County im US-amerikanischen Michigan wurde bei einem Rind die Rindertuberkulose (bovine Tuberkulose, TB) festgestellt, wie das Landwirtschaftsministerium des Bundesstaates mitgeteilt hat. Untersuchungen von weiteren
Tieren des Bestandes wurden angeordnet. Die Rindertuberkulose ist eine ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Mykobakterium bovis verursacht wird. Die Bovine TB kann sowohl auf andere Tierarten als auch auf den Menschen übertragen werden.

23.11.2020: Besuchen Sie uns auf dem bpt Online-Kongress

Seit dem 19. November 2020 haben Tierärztinnen und Tierärzte die Möglichkeit, den bpt-Kongress 2020 DIGITAL zu besuchen. Die TeilnehmerInnen erwartet eine Mischung aus Live-Vorträgen und Aufzeichnungen zu vielen unterschiedlichen Themen sowie eine Aussteller-Messe. Im Fokus der Begrüßungsveranstaltung live aus dem Studio in der bpt-Geschäftsstelle in Frankfurt am Donnerstagabend um 19.00 Uhr stand nach der Begrüßung durch bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder und den Grußworten von FVE-Präsident van Dobbenburgh sowie der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Corona und die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Pandemie auf die Tierarztpraxis sowie die erwarteten Entwicklungen. Zu Gast in der Diskussionrunde waren via Livestream neben van Dobbenburgh auch Betina Prestel (Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH), Dr. Rainer Schneichel (Tierklinik Dr. Schneichel) und Dr. Antje Steinke (Leitung der AniCura Tierärztlichen Fachpraxis am Klinkerberg). Moderiert wurde das Ganze von Jörg Held, Wir-sind-Tierarzt.de. Dieser führte geschickt durch die Session, die sich im 2. Teil dem Thema
Telemedizin widmete. Diese steckt in Deutschland zwar ebenso wie die Digitalisierung in den Tierarztpraxen noch in den Kinderschuhen bei der Anwendung, obgleich sie viele Möglichkeiten bietet, die die Tierärzte unbedingt nutzen sollten. Andererseits bestünde die Gefahr, von anderen Branchen abgehängt zu werden, warnte Moder. „Der Bereich Telemedizin darf auf keinen Fall nur von der Pharmaindustrie, den Klinikketten oder gar von Berufsfremden übernommen werden und vor allem nicht an der Masse der Tierarztpraxen vorbeigehen", warnte Moder. Mit den Themen Digitalisierung, ihren Möglichkeiten und der Telemedizin befasset sich die Session am Sonntag, 22.11.2020, im Rahmen der Praxisführung. Neben der Vorträgen und Live-Sessions steht den 22.200 angemeldeten TeilnehmerInnen auch eine ansprechende Aussteller-Messe mit 64 Ausstellern zu verfügung. Die Mitarbeiter stehen hier täglich zwischen 11.00 und 19:00 Uhr bereit und freuen sich über Fragen und Kontaktaufnahmen. So auch Vetion.de und Myvetlearn.de. Wir warten auf Sie in Halle Mailand und freuen uns auf Ihren Besuch.

23.11.2020: Geflügelpest breitet sich nach Bayern aus

Die Geflügelpest vom Typ H5N8 breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Nun ist auch in Bayern im Landkreis Passau ein erster Fall bei einem Wildvogel festgestellt worden. Bislang gibt es hier aber noch keinen Eintrag in Nutzgeflügelbestände wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern. In Bayern ist jetzt im gesamten Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel wegen der aviären Influenza angeordnet worden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit: „Es ist wichtig, eine Ausweitung der Geflügelpest auf das Haus- und Nutzgeflügel zu verhindern. Wir stehen in Kontakt mit allen Beteiligten und beobachten die Situation genau. Unser Wildvogelmonitoring war als Frühwarnsystem erfolgreich. Wir haben die Geflügelpest
erkannt, bevor sie unsere Nutzgeflügelbestände erreichen konnte. Wir werden das bestehende Wildvogelmonitoring weiter intensivieren." Weiter appellierte er an die Halter von Geflügel: „Die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten. Jeder direkte oder indirekte Kontakt zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel muss vermieden werden." Mecklenburg-Vorpommern, das bereits eine landesweite Aufstallungspflicht wegen der Geflügelpest angekündigt hatte, ist nun umgeschwenkt und begrenzt diese Maßnahme zunächst weiter auf die betroffenen Landkreise. „Die Landkreise haben ihre Risikoanalysen vorgelegt und damit ermöglicht, dass wir ein „risikobasiertes System“ installieren können. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich bei den Landkreisen und ihren Veterinärämtern“, sagt Agrarminister Dr. Till Backhaus.

20.11.2020: Ein Haustier als Weihnachtsgeschenk sollte gut durchdacht sein

Das Weihnachtsfest nähert sich in großen Schritten. Und auch in diesem Jahr stehen wieder Hund, Katzen, Kaninchen und Co. auf dem Wunschzettel vieler Menschen. Auch durch die Corona- Beschränkungen ist das Verlangen nach tierischem Zuwachs größer geworden. Um auch dem vierbeinigen, künftigen Familienmitglied gerecht zu werden, sollte gründlich über eine Anschaffung nachgedacht werden. Vor allem muss dem potentiellen Tierhalter unbedingt bewusst sein, dass Hunde und Katzen durchaus bis zu 15 Jahre alt werden können. Der Bundesverband auf für Tiergesundheit e.V. (BfT) weist zudem auf seiner Internetseite darauf hin, dass zu prüfen ist, ob die Bedürfnisse der neuen Haustiere erfüllt und ob die monatlichen Kosten für Futter und tierärztliche Behandlungen gestemmt werden können. Nur wenn im Vorfeld klar ist, dass die Familienmitglieder genügend Zeit für den neuen Vierbeiner haben und dass für eine Vorsorgung des Tieres in allen
Lebensphasen gesichert ist, darf der nächste Schritt gegangen werden. Denn eins ist klar: Tiere, die nach nur wenigen Monaten oder Wochen wieder abgegeben werden, leiden. Wichtig ist auch, dass sich die künftigen Tierbesitzer mit der Herkunft des Tieres auseinander setzen, um beispielsweise den illegalen Welpenhandel nicht zu unterstützen. Zudem sollte frühzeitig ein erster Gesundheitscheck beim Tierarzt geplant werden. Der kann dann auch entsprechend zum Thema Entwurmung bzw. Zecken- und Flohprophylaxe beraten. Mit der nötigen Aufmerksamkeit und Fürsorge kann der neue tierischen Freund ein gesundes und unbeschwertes Leben genießen und über viele Jahre Freude schenken. In Hinblick auf die Gesundheit sollte jedoch auch vor der Anschaffung die Rasse einmal genau beäugt werden, um sich nicht unwissentlich für eine sogenannte Qualzucht zu entscheiden, die aufgrund spezieller Zuchtmerkmale an gesundheitlichen Einschränkungen leiden.

20.11.2020: Gutes Zeugnis für ASP-Krisenmanagement

In einem gerade veröffentlichten Bericht des EU- Veterinärnotfallteams EUVET haben die EU-Seuchenexperten das Krisenmanagement des Landes Brandenburg im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gelobt. Bis zum 19.11.2020 hatte sich die Zahl der ASP-Funde auf insgesamt 164 erhöht (Brandenburg 162 Fälle). Nach den neuesten Funden von verendeten Wildschweinen sind bislang keine Hausschweinebestände betroffen, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt hat. Derweil kämpft Brandenburg weiter gegen die weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche an. „Oberstes Ziel unserer Bemühungen ist, eine weitere Ausbreitung der
Afrikanischen Schweinepest Richtung Westen zu verhindern. Innerhalb kurzer Zeit wurden deshalb drei Kerngebiete eingezäunt und die sehr weitläufigen Gebiete mit Hochdruck breitflächig nach Fallwild abgesucht. Eine „Weiße Zone“ mit doppelter Umzäunung um das erste Kerngebiet steht bereits, zwei weitere werden vorbereitet. Und auch der Bau des festen Wildzauns entlang der Grenze zu Polen geht zügig voran“, erklärte Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursulua Nonnemacher. TierärztInnen können sich mit dem Kurs Afrikanische Schweinepest auf Myvetlearn.de online fortbilden. Dieser ist auch zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß SchHaltHygV geeignet.

20.11.2020: Zahl der Antibiotikaabgabemengen in 2019 weiter reduziert

Nach 2018 hat sich auch im vergangenen Jahr die Menge der abgegebenen Antiobiotika in der Tiermedizin verringert. Laut Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden im Jahr 2019 7,2 Prozent bzw. 52,2 Tonnen weniger Antibiotika verordnet. Im Vergleich zu 2011, als noch 1.760 Tonnen an Antibiotika abgegeben worden waren, ist die Abgabemenge mehr als halbiert worden. Besonders erfreulich ist, dass die abgegebenen Mengen der Fluorchinolone sowie Cephalosporine der 3. und 4. Generation auf den niedrigsten Wert seit 2011 sanken. Wie der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) mitteilt, sollte aber weiterhin die Antibiotikaminimierung an erster Stelle stehen. Dazu sei unter anderem ein umfassendes Tiergesundheitsmanagement notwendig. Eine dem Tier angemessene Versorgung mit geeigneten Futtermitteln und eine gute Haltung sowie Diagnostika, die eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen ermöglichen, tragen ebenfalls dazu bei, Tiere gesund zu halten. Mit der ab 28. Januar 2022 gültigen neuen EU-Tierarzneimittel-Verordnung sollen sowohl der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen verstärkt als auch der Anreiz für Innovationen gesteigert werden. Auch in Österreich sind sich
die ExpertInnen einig, dass neue Antibiotika entwickelt werden müssen. Jedoch sei deren Entwicklung sehr komplex und kostenintensiv. Anlässlich des „European Antibiotic Awareness Day“ hat sich PHARMIG-Generalsekretär Alexander Herzog daher für Anreize zur Erforschung neuer Antibiotika ausgesprochen. Mit einem eigenen „Action Fund“ in der Höhe von über einer Milliarde US-Dollar sollen im Rahmen der Industrie-Kooperation bis 2030 zwei bis vier neue Antibiotika entwickelt werden, deren Entwicklung sonst mangels Finanzierung gefährdet wäre. „Das ist zwar erfreulich, löst aber nicht gänzlich das Paradoxon für Unternehmen: Denn jedes neue Antibiotikum soll möglichst sorgsam und vor allem sparsam eingesetzt werden, um neuerliche Resistenzbildungen zu vermeiden. Gleichzeitig ist dessen Entwicklung aber enorm zeitaufwändig und teuer. Das birgt für die Unternehmen die große Gefahr, dass die enormen Investitionen nicht refinanziert werden können, weil der Absatz schlichtweg und aus nachvollziehbaren Gründen gering ist. Wir brauchen daher andere Marktinstrumente, darunter finanzielle Förderungen, die als Anreize für die Forschung dienen, um den Auswirkungen von antimikrobiellen Resistenzen die Stirn zu bieten“, erklärt Herzog.

20.11.2020: Ureaseinhibitoren reduzieren Ammoniak

Ein Forscherteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) arbeitet aktuell an Methoden, die Emissionen von Ammoniak in der Rinderhaltung zu senken. Eine vielversprechende Lösung sind Ureaseinhibitoren, die die Bildung des Enzyms Urease hemmen sollen. Urease wird durch Bakterien im Kot gebildet und spaltet den im Urin der Rinder enthaltenen Harnstoff in Ammoniak und CO2. Besonders Ammoniak und das nach Umwandlung entstehende Ammonium schädigen Land- und Wasserökosysteme durch Übersäuerung erheblich. In Studien konnten die Forscher der Kieler Uni eine Ammoniakreduktion durch den Einsatz von Ureaseinhibitoren um bis zu 60 Prozent belegen. In dem Projekt PraxREDUCE erforschen die WissenschaftlerInnen momentan eine automatisierte Ausbringung dieses Ureaseinhibitors. Hierbei handelt es sich um ein
chemisches Produkt, welches in einer rapsölbasierten Lösung suspendiert ist. „Die technischen Lösungen, die hierbei erprobt werden sollen, reichen von einem schienengeführten Spritzgestänge bis zu einer im Entmistungsroboter voll-integrierten Applikationseinheit“, erklärt Dr. Andreas Melfsen, Projektverantwortlicher des Instituts für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik der CAU. „Neben der Praxistauglichkeit sind weitere Schwerpunkte der Forschung die genaue und sichere Ausbringung. Hierbei wird nicht nur die Effektivität des Ureaseinhibitors im Praxiseinsatz untersucht, sondern auch weitere Einflüsse, die durch Abdrift oder Verschleppung bei der Ausbringung entstehen können.“ In Zukunft könnte der Einsatz der Methode nicht nur die Ammoniakemissionen reduzieren, sondern auch die Stallluftqualität erhöhen und dadurch die Tiergesundheit und Arbeitsbedingungen verbessern.

19.11.2020: ZDG fordert schnelles Handeln des Bundes

Anlässlich der zunehmenden Fälle von Aviärer Influenza hat sich der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG), Friedrich-Otto Ripke, besorgt geäußert. Ripke betonte aber, dass die Geflügelwirtschaft in Deutschland sowohl sensibilisiert als auch routiniert mit der Geflügelpest umgehe und dabei auf die sorgsame Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen geachtet werde. „Wir als gesamte Geflügelwirtschaft stehen in einem intensiven und täglichen Austausch zu den aktuellen Vogelgrippe-Fällen – sowohl die Landesverbände untereinander als auch mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft
als Dachorganisation auf Bundesebene. Aber auch mit den zuständigen Behörden bei Bund und Ländern stehen wir in einem regelmäßigen und sachlich- konstruktiven Austausch über die jeweils aktuellen Entwicklungen und notwendigen Maßnahmen. Und wir werden diesen Austausch je nach Entwicklung jederzeit noch enger ziehen. Allen Beteiligten ist bewusst: Nur eine gemeinsame Anstrengung kann zur Bekämpfung der Vogelgrippe beitragen“, so der ZDG-Präsident. Ripke fordert zudem ein schnelles Handeln der Bundesregierung: „Eine risikobasierte und regionale Stallpflicht ist neben der konsequenten Biosicherheit ein weiteres wichtiges Instrument der Prävention.“

19.11.2020: App erkennt Frischegrad von Fleisch

Mittels einer Farbunterscheidung kann eine neu entwickelte Smartphone-App den Frischegrad von Fleisch erkennen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Nanyang Technological University, Singapore (NTU), hat diese elektronische „Nase“ entwickelt. Diese kann zwar nicht riechen, aber mit einer beachtlichen Zuverlässigkeit von 98,5 Prozent verdorbenes Fleisch identifizieren. Dies funktioniert über die Farbveränderung des Barcodes in der transparenten Verpackung, die durch das Emittieren von Gasen während der Alterung stattfindet. Die Kombination Farbe- Frischegrad hat die App durch maschinelles Lernen auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) verinnerlicht, so die Forscher. Die Trefferquote sei weit höher als bei anderen Frischesensoren. Die elektronische Nase soll helfen, die
weltweite Verschwendung von Lebensmitteln zu stoppen. Denn noch immer wird Fleisch häufig nur weggeworfen, weil das angegebene Haltbarkeitsdatum überschritten ist, auch wenn das Produkt noch genießbar wäre. Die App könnte dies nachweisen, wenn Verpackungen mit dem Farb-Barcode ausgestattet sind. Wird dieser fotografiert, wertet die App die Farben aus und zeigt an, wie es um die Probe bestellt ist. „Diese Barcodes helfen den Verbrauchern, Geld zu sparen, indem sie sicherstellen, dass Produkte, die noch für den Verbrauch geeignet sind, nicht weggeworfen werden", verdeutlicht Chen Xiaodong, Direktor des Innovativen Zentrums für flexible Geräte an der NTU. Der Barcode sei ungiftig und biologisch abbaubar, sodass er problemlos im Umfeld von Lebensmitteln eingesetzt werden könne.

19.11.2020: Landwirte in Tirol erhalten Prämie für Kälberaufzucht

Österreich exportiert jährlich mehr als 50.000 Kälber bereits ab einem Alter von 14 Tagen, während das Fleisch der Tiere nach der Mast in Spanien oder Holland dann wieder importiert wird. Zumindest in dem Bundesland Tirol soll sich das nun ändern. Die Landesregierung wird Landwirte, die ihre Tiere selber aufziehen anstatt diese zu exportieren, mit einer Prämie in Höhe von bis zu 150 Euro pro Tier fördern. An diese Förderung sind auch Tierwohl- Komponenten gebunden, etwa die Fütterung mit Vollmilch statt mit Milchaustauscher und ausreichend Zugang zu Raufutter. Maßgeblich für diesen Beschluss war der Druck des Tierschutzvolksbegehrens. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Forderung in Tirol aufgegriffen wurde und die heimischen
Landwirte nun eine konkrete Unterstützung für die Aufzucht der Kälber im Inland erhalten. Das reduziert hoffentlich die grausamen Kälberexporte. Das ist ein erster wichtiger Schritt, doch gleichzeitig müssen wir für Transparenz beim Essen sorgen, sonst verpufft der Effekt dieser Maßnahme. Daher appellieren wir erneut an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und ihre Freunde in der Wirtschaftskammer, ihre Blockade gegen eine verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln in Handel, Gastronomie und öffentlichen Küchen endlich aufzugeben. Tirol zeigt den Weg vor, nun sollte die Volkspartei auch auf Bundesebene nachziehen“, so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

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