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StIKo Vet rät zur Impfung von Pferden gegen WNV

25.02.2020

Angesichts der Situation bezüglich des West-Nil-Virus im vergangenen Jahr, rät die StIKo Vet auch weiterhin zur Impfung von Pferden gegen eine Infektion mit dem Virus. Geimpft werden sollten Pferde in den betroffenen Gebieten in Mitteldeutschland und angrenzenden Regionen, z.B. in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Ost-Niedersachsen. Auch Tiere, die in betroffene Gebiete verbracht werden, sollten geimpft werden. Eine generelle Impfpflicht empfiehlt die StIKo Vet nicht, da
es sich um eine Einzeltiererkrankung handelt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 75 infizierte Vögel und 36 Ausbrüche bei Pferden nachgewiesen. Zudem konnten fünf klinische Fälle beim Menschen diagnostiziert werden. Betroffen sind nach wie vor hauptsächlich die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Berlin und Brandenburg. Grundsätzlich wird aber davon ausgegangen, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Überträger des Virus sind Stechmücken.

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03.04.2020: Natur- und Artenschutz sind wesentlich zum Schutz vor Pandemien

Natur- und Artenschutz sind der Schlüssel zur Verhinderung von Infektionskrankheiten wie Sars-CoV-2 / Covid-19. Diese Pandemie muss ein Weckruf sein, so die Warnung der Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Je tiefer der Mensch in den Lebensraum der Tiere eindringt und umso enger der Kontakt zwischen Mensch und Wildtieren ist, die häufig das Reservoir für viele
Krankheitserreger darstellen, desto größer das Risiko, dass die Erreger auch den Menschen infizieren und es zu einer weltweiten Pandemie kommt. Die Zerstörung der Natur ist die Krise hinter der Coronakrise, warnt Schulze. Wildtiermärkte und der weltweite Schmuggel von Wildtieren begünstigen die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen sowie deren Verbreitung.

03.04.2020: Einigung bei Saisonarbeitern erzielt

Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner haben sich nun doch auf eine begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften nach Deutschland als Erntehelfer unter strengen Auflagen geeinigt. Ziel war es, die derzeit notwendigen strengen Vorgaben des Infektionsschutzes mit den Erfordernissen in der Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Nun steht fest: im April und im Mai dürfen jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeiter mit dem Flugzeug organisiert einreisen. Bei der Einreise erfolgt ein von den Arbeitergebern veranlasster Gesundheitscheck durch medizinisches Personal. Gesunde Erntehelfer werden dann von den Betrieben abgeholt und in ihre Quartiere gebracht, die maximal zur Hälfte belegt und wo strenge Hygienevorschriften einzuhalten sind. 14 Tage müssen die Eingereisten strikt getrennt von den sonstigen Beschäftigten leben und arbeiten. Zudem
dürfen sie wie auch in der Quarantäne das Betriebsgelände nicht verlassen. Die Arbeiter sind in gleichbleibende, möglichst kleine Gruppen von fünf bis zehn, max. ca. 20 Personen einzuteilen. Außerdem hat die EU-Kommission weitere Maßnahmen wie administrative Erleichterungen und Kredithilfen zur Unterstützung der Landwirtschaft in der Coronakrise beschlossen. So gibt es einen höheren Vorschuss auf die Direktzahlungen, dieser steigt von von 50 auf 70 Prozent. Die Vorschüsse auf Zahlungen zur ländlichen Entwicklung steigen von 75 auf 85 Prozent. Zudem soll es vergünstigte Darlehen bis zu einer Höhe von 200.000 Euro geben. Außerdem soll die finanzielle Flexibilität der Mitgliedstaaten verbessert werden, indem ungenutzte Mittel aus den ländlichen Entwicklungsplänen nicht an den EU-Haushalt zurückgezahlt werden müssen. Stattdessen dürfen sie innerhalb der Entwicklungsprogramme übertragen werden.

03.04.2020: Erste Ergebnisse der Infektionsstudien mit Tieren liegen vor

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat vor wenigen Wochen mit Infektionsstudien bei Schweinen, Hühnern, Flughunden und Frettchen begonnen. Nun wurden erste Ergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass Flughunde und Frettchen empfänglich für eine SARS-CoV-2 Infektion sind. Während sich Frettchen effizient mit SARS-CoV-2 infizieren lassen, das Virus gut vermehren und es auf Artgenossen übertragen, erfolgt bei den Flughunden keine Übertragung. Unter den Versuchsbedingungen zeigten sich weder Schweine noch Hühner als empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2. Nach jetzigem
Kenntnisstand sind sie also von dem Virus nicht betroffen und stellen demnach kein potentielles Risiko für den Menschen dar. In den Infektionsstudien wurde den Tieren SARS-CoV-2 in die Nase verabreicht, um den natürlichen Infektionsweg beim Menschen über den Nasen-Rachenraum nachzuahmen. Frettchen könnten sich demnach als Tiermodell, das die Infektion des Menschen widerspiegelt, eignen. Die komplette Auswertung aller Versuchsreihen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, mit den Endergebnissen ist Anfang Mai zu rechnen.

03.04.2020: Hessen: Land- und Forstwirtschaft kann Soforthilfe erhalten

Seit vergangenem Montag (30.03.2020) können auch land- und forstwirtschaftliche Unternehmen Soforthilfen des Landes Hessen beantragen. Damit die dringend notwendigen Gelder schnell bei den Antragstellern ankommen, stehen ausreichend Mitarbeiter der Regierung für die Bearbeitung der Anträge zur Verfügung. „Dass die Saisonarbeitskräfte zurzeit nicht kommen können, ist eine zusätzliche Härte für die Bäuerinnen und Bauern. Es drohen Ernteausfälle und damit Einkommenseinbußen für die Landwirtschaftsbetriebe, die sich vor allem auf den Obst- und Gemüseanbau spezialisiert haben. Es ist gut, dass in dieser Situation auch die Hessischen Landwirtinnen und Landwirte einen Antrag auf Soforthilfe
stellen können. Gleiches gilt für die Forstwirtschaft, die aufgrund der großen Waldschäden, mangelnden Saisonarbeitskräften und einem eingebrochenen Exportmarkt vor großen Herausforderungen steht. Bund und Land stellen die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung“, erklärte Landwirtschaftsministerin Hinz. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen für unsere Ernährungssicherheit – zusammen mit allen weiteren Menschen, die im Bereich Produktion, Logistik und Verkauf tätig sind. Das hat unseren Respekt und unseren Dank verdient“, betonte die Ministerin abschließend. Anträge auf Förderung können über eine Online-Antragsplattform täglich von 6-24 Uhr an das Regierungspräsidium Kassel gerichtet werden.

03.04.2020: Geflügelpestrisiko als mäßig eingestuft

In Deutschland wurden bis zum 31.03.2020 insgesamt sieben Ausbrüche der Geflügelpest in der laufenden Saison angezeigt. Betroffen waren neben Wildvögeln und gehaltenenen Vögeln in einem Tierpark auch vier Nutzgeflügelbestände. Der jüngste Ausbruch fand in einem Putenmastbetrieb im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt vor wenigen Tagen statt. Bei allen Ausbrüchen könnte der Subtyp H5N8 des aviären Influenzavirus als Erreger nachgewiesen werden. In seiner jüngsten
Risikoeinschätzung stufte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko eines Eintrags von HPAIV in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte Kontakte zu Wildvögeln weiterhin als mäßig ein, ebenso wie das Risiko eines Eintrags durch kontaminierte Gegenstände aus den betroffenen Regionen. Als lediglich mäßig wird das Risiko eines direkten Viruseintrages in deutsche Geflügelbetriebe durch Lebendtransporte aus EU-Mitgliedstaaten erachtet.

Veterinärmedizinische Labore erhöhen die Kapazitäten von Corona-Tests

02.04.2020

Die Landesgesundheitsagentur von Niederösterreich hat mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Zusammenarbeit bei der Durchführung von Corona-Tests getroffen. Demnach wird die Veterinärmedizinische Universität Wien künftig werktags 270 Testungen durchführen. Dadurch wird die Testkapazität des Landes auf insgesamt rund 1.000 pro Tag erhöht. „Wir bilden nicht nur TierärztInnen für Österreich aus, sondern wollen in der derzeitigen Krise auch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Deshalb haben unsere ExpertInnen den Aufbau des Testlabors und die
Abstimmungen mit den Behörden vorangetrieben", beschreibt Vetmeduni Vienna-Rektorin Petra Winter den Hintergrund. Auch die Inhaberin des veterinärmedizinischen Labors LABOKLIN, Dr. Elisabeth Müller, hat mit den bayerischen Landratsämter in der Umgebung von Bad Kissingen bereits Vereinbarungen getroffen, ebenfalls Corona-Tests durchzuführen. Warum veterinärmedizinische Labore nicht auf Bundesebene die Testungen unterstützen dürfen, obgleich sie es angeboten haben, erfahren Sie u.a. in einem Interview mit Frau Dr. Müller.

02.04.2020: Internationale Studie gibt Überblick zum aktuellen Wissensstand

Eine internationale Studie bietet einen Überblick zum aktuellen Wissensstand betreffend SARS-CoV-2/COVID-19. Die Daten zu Virusgenomik, Epidemiologie und der Entwicklung von Impfstoffen und spezifischen Medikamenten sollen weltweit WissenschafterInnen im Kampf gegen die Viruserkrankung unterstützen. Wie aus der in Preprints vorab veröffentlichten Studie, an der WissenschafterInnen aus Österreich, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt waren, hervorgeht, liegt die weltweite Sterblichkeitsrate von durch Labortests bestätigten COVID-19-Fällen bei rund 4,7%. Allerdings reicht die Bandbreite von etwa 0,3 bis 0,4% in Chile und Israel bis zu rund 10,8% in Italien. Der an der Studie beteiligte Wissenschaftler der Vetmeduni Vienna, Norbert Nowotny vom Institut für Virologie, führt die große Varianz bei der Sterberate auf die unterschiedliche Anzahl der durchgeführten Tests, die Altersstruktur und den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie auf die unterschiedliche Leistungskraft der Gesundheitssysteme in den einzelnen Ländern zurück. Zur Hospitalisierung sagte er: „Bei rund 20% der bestätigten COVID-19-Patienten ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich, wobei die mittlere Aufenthaltsdauer bei 12 Tagen liegt. 25%
der hospitalisierten Patienten – entsprechend rund 5% aller diagnostizierten Fälle – benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.“ Die Schwere und der Ausgang der Krankheit korreliert in hohem Maße mit dem Erkrankungsalter. Erwachsenen über 55 Jahre erkranken deutlich schwerer an COVID-19 als jüngere Personen. Außerdem sind Personen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, bösartigen Tumoren oder einem geschwächten Immunsystem leiden, besonders gefähdet. In dieser Gruppe besteht zudem eine erhöhte Todesrate. Aktuell wird bei der Weiterverbreitung des Virus von der Grundreproduktionszahl (R0) von 2,2 ausgegangen. Das bedeutet, dass eine infizierte Person 2,2 andere Personen mit dem neuartigen Coronavirus ansteckt. Dieser gemeldete R0-Wert ist höher als bei der saisonalen Influenza, weshalb sich Nowotny für die Beibehaltung der strengen Maßnahmen zur Eindämmung ausspricht. Die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zielen derzeit darauf ab, die Zahl der Infizierten zu verringern, eine übermäßige Belastung der Gesundheitssysteme zu minimieren und die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu verringern.

02.04.2020: Fütterung mit Honig kann Bienenvölker zerstören

Das Nahrungsangebot für Honig- und Wildbienen und andere Insekten wird immer knapper. Der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) warnt jedoch davor, die Tiere mit Honig zu füttern. Das sei zwar ein gut gemeintes Angebot, jedoch könnten Bienen an dem gefürchteten Erreger der Amerikanischen Faulbrut erkranken, da häufig Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae in Importhonigen enthalten sind. Der Faulbruterreger befällt die Brut der Honigvölker und zerstört diese. Durch den ausbleibenden Nachwuchs können die Völker nicht überleben. Hinzu kommt, dass adulte Bienen die Sporen des Erregers weiter tragen und benachbarte Bienenstände anstecken. „Deshalb sollten Laien auf keinen Fall Bienen mit Honig füttern“, appelliert D.I.B.-Geschäftsführer Olaf Lück und empfiehlt jedem Einzelnen, der Insekten unterstützen möchte: „Helfen Sie unseren
Bienen, indem Sie ihnen in Ihrem unmittelbaren, persönlichen Nahbereich nektar- und pollenspendende Pflanzen anbieten.“ Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine meldepflichtige Tierseuche. Bereits im Verdachtsfall muss der Amtstierarzt informiert werden. Dieser leitet dann die gesetzlich geregelte, staatliche Seuchenbekämpfung ein. Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten ab dem 1. Mai 2020 nach dem Grundkurs nun auch einen Aufbaukurs Bienen an, der sich unter anderem mit den Bienenkrankheiten beschäftigt. Weitere Themen sind die behördliche Bienenseuchenprophylaxe und -bekämpfung, Tierschutzaspekte bei Bienen sowie die Toxikologie. Für die erfolgreiche Teilnahme an dem E-Learning-Kurs erhalten die TierärztInnen 5 ATF-Stunden.

02.04.2020: Österreichs Landwirtschaftsministerin will Vollspaltenböden verbieten

Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hatte bislang immer behauptet, dass es den Schweinen im Land gut gehe. Die zusätzliche Zeit durch ihre Arbeit im Homeoffice nutzte die Ministerin, um sich mit Filmen im Internet über die Zustände der Mastschweinehaltung in Österreich näher zu informieren. In einem gerade veröffentlichten Video beschreibt Köstinger nun ihr Entsetzen, unter anderem
über die Bilder von Mastschweinen auf kotverschmierten Betonspalten. Ohne Wenn und Aber werde sie nun für ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu eintreten, so ihre Schilderungen im Video. Die Schweine leben mehrheitlich auf Betonspaltenböden ohne Stroheinstreu. Einer Forderung nach einem Verbot dieser Haltungsform war die österreichische Regierung bislang nicht gefolgt.

02.04.2020: Studie untermauert Forderung nach Verbot von Online-Tierhandel

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat gegenüber der Bundesregierung ihre Forderung nach rechtsverbindlichen Regeln für den Online-Handel mit Tieren bekräftigt. Dringend nötig seien Gesetze zur Identifizierung und Überprüfung der Tierhändler im Netz. Anlass dafür ist eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz von Pro Wildlife e.V. erstellt wurde. Noch immer werden jeden Monat Tausende junger Hunde nach dem Motto „je jünger, desto niedlicher“ illegal über das Internet gehandelt. Die Tiere sind meistens krank, weil sie unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet und medizinisch nicht versorgt wurden.
„Das ist möglich, weil illegale Welpenhändler nur lasche oder gar keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, denn noch können sie ihren kriminellen Geschäften anonym nachgehen“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Nach der 2018 erschienenen EXOPET-Studie liegt nun die zweite Studie vor, die belegt, dass der Online-Handel mit Tieren ein großes Problem darstellt. Auch Bundestag und Bundesrat haben die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zum Handeln aufgefordert. Die Bundesregierung darf vor dieser Tatsache nicht länger die Augen verschließen, sondern ist in der Pflicht, endlich effektive Maßnahmen zu ergreifen, um Tierleid zu verhindern.“

02.04.2020: Sichere Anästhesie bei Wildtieren durch neuen Wirkstoff

Laut einer Studie, die jüngst am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna durchgeführt wurde, konnte für die Narkose bei Wildtieren ein neuer Wirkstoff gefunden werden, der Nebenwirkungen wie hoher Blutdruck sowie eine verringerte Herzfrequenz herabsetzen soll. Der neue Wirkstoff Vatinoxan wurde zunächst an der Universität Helsinki entwickelt und von den an der Studie beteiligten ForscherInnen bei Hirschen (Cervus elaphus) getestet. „Im Ergebnis zeigte sich, dass Vatinoxan erfolgreich den Blutdruck reduzierte und die Herzfrequenz zwischenzeitlich erhöhte, ohne die gewünschten Wirkungen der Narkose zu beinträchtigen“, erklärt Studienleiterin Gabrielle Stalder vom
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna. Die intravenöse Gabe des neuen Wirkstoffs linderte kardiovaskuläre Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Bradykardie bei mit der Wirkstoffkombination Medetomidin- Tiletamin-Zolazepam anästhetisierten Hirschen. Die Tiefe der Anästhesie wurde nicht durch Vatinoxan beeinflusst und auch die Umkehrung der Sedierung durch Atipamezol in der Aufwachphase war nicht durch die Gabe beeinträchtigt. „Die durch Vatinoxan verbesserte kardiovaskuläre Funktion kann die Anästhesiesicherheit verbessern und die anästhetischen Nebenwirkungen bei narkotisierten Wildtieren verringern“, sagt Stalder weiter.

01.04.2020: Schweizer Kälbergesundheitsdienst will Kälberaufzucht optimieren

In der Schweiz ist der Coronakrise zum Trotz das Pilotprojekt des Kälbergesundheitsdienstes (KGD) wie vorgesehen am 1. April 2020 gestartet. Mit gezielter Anwendung eines definierten Maßnahmenpaketes zur Optimierung der Kälberaufzucht auf dem Geburtsbetrieb soll mit diesem Projekt abgeklärt werden, in welchem Umfang die Gesundheits- und Leistungsparameter von Schweizer Mastkälbern verbessert und der Antibiotikaverbrauch in der Mast verringert werden können. Dazu wird als erstes auf dem teilnehmenden
Geburtsbetrieb ein Bestandsbesuch durch den KGD durchgeführt und für das Kalb ein Tränkepass ausgefüllt. Dieser begleitet das Mastkalb vom Geburts- zum Mastbetrieb und anschließend auch zum Händler. Gleichzeitig wird für das Kalb ein geeignetes Paket an Gesundheitsmaßnahmen geschnürt, das auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist. Die gemeldeten Geburtsbetriebe erhalten CHF 50 pro Mastkalb und der Mäster profitiert von gesünderen Kälbern. Das Projekt ist auf die Teilnahme von 2.000 Kälbern limitiert.

01.04.2020: Immer weniger Rinder in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern gehaltenen Rinder ist auch im fünften Jahr in Folge weiter zurück gegangen. Am Stichtag 3. November 2019 wurden laut Aussage der Statistischen Landesamtes 486.699 Rinder in Mecklenburg-Vorpommern gehalten. Dies entspricht einem erneuten Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am
ausgeprägtesten war der Bestandsrückgang 2018 mit minus 7,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der gehaltenen Schafe im Jahr 2019 um 2 Prozent auf 71.600 Tiere an. Ebenfalls rückläufig war 2019 die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern gehaltenen Schweine. Hier wurde ein Rückgang auf zuletzt 811.600 Schweine verzeichnet.

01.04.2020: Klimawandel in der Antarktis bedroht einzigartige Ökosysteme

Die Antarktis hat in diesem antarktischen Sommer eine Hitzewelle erlebt, die australische Klimaforscher stark beunruhigt. Sie fürchten drastische Konsequenzen für die antarktischen Lebewesen und die Ökosysteme dort. ´Wie sie jüngst im Fachmagazin "Global Change Biology" berichteten, sei an der Casey-Station am 24. Januar in der Spitze ein Temperaturrekord von
9,2 Grad Celsius gemessen worden. Dieses Temperaturmaximum sei fast sieben Grad wärmer als der durchschnittlich gemessene Höchstwert an der antarktischen Forschungsstation in den vergangen 31 Jahren. Eine Klimaerwärmung in der Antarktis beeinflusse auch die Ozeanströmungen und damit das Klima in vielen Erdregionen, warnen die Forscher.

01.04.2020: Kostenfreie Untersuchungen auf die Blauzungenkrankheit teilweise gestoppt

In Baden-Württemberg gehen die Untersuchungen von Rindern auf die Blauzungenkrankheit (BTV) weiter. Dementsprechend werden eingesandte Proben von den staatlichen Veterinäruntersuchungsämtern sowie vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf - Diagnostikzentrum auf eine Infektion mit dem von Stechmücken übertragenen Virus getestet. In anderen Bundesländern wie Bayern
wurden die kostenfreien Untersuchungen dagegen inzwischen an den staatlichen Untersuchungslaboren gestoppt. Diese können jetzt nur noch gegen Gebühr von privaten Laboren durchgeführt werden, da die staatlichen Labore aufgrund der Corona-Krise keine Kapazitäten mehr hätten. Die Untersuchungspflicht wurde jedoch nicht gleichzeitig ausgesetzt, sondern besteht aktuell weiter, berichtet die Arbeitsgruppe Südplus.

31.03.2020: Geflügelpest im Landkreis Börde

Im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt ist die Geflügelpest ausgebrochen. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb nahe Bülstringen mit rund 20.000 Tieren, die aufgrund der Tierseuchenbekämpfung alle getötet wurden. Außerdem wurde eine Schutz- und Beobachtungszone rund um den Ausbruchsbetrieb ausgewiesen und die
Geflügelhalter zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert. Weiterhin sind alle Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Um welchen Virustyp es sich bei dem Ausbruch der aviären Influenza handelt, gab der Landkreis bislang nicht bekannt. Zuletzt waren in Deutschland mehrere Fälle vom Subtyp H5N8 aufgetreten.

31.03.2020: Konservieren von Hodenzellen zur Arterhaltung perfektioniert

Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat eine Methode zur Isolierung von Hodenzellen und deren Gefrierkonservierung entwickelt. Ziel ist es, durch die Methode Zellen des männlichen Fortpflanzungstraktes von gefährdeten und bedrohten Katzenarten zu konservieren. Bei der Methode kommt es vor allem auf die Gefriergeschwindigkeit an, da das Ausmaß möglicher Gefrierschäden stark von der Geschwindigkeit der Temperaturabsenkung beim Einfrierprozess mit flüssigem Stickstoff abhängt. Außerdem ist es notwenig, zuvor den Gewebeverband aufzulösen und die Hodenzellen als Zellsuspension einzufrieren, damit das Gefrierschutzmittel gleichmäßig und rasch in einzelne Zellen eindringen kann. Die Methode wurde bei einigen Säugetierarten bereits erfolgreich durchgeführt und von den WissenschaftlerInnen am Leibniz-IZW für die Konservierung von Katerhodenzellen angepasst.
Das Forschungsteam vom Leibniz-IZW sieht darin einen wichtigen Schritt zur Bewahrung der Keimbahn wertvoller Tiere für künftige Anwendungen im Rahmen der Erhaltung von Arten und der Vielfalt in ihrem Erbgut. Denn von den weltweit vorkommenden 39 Katzenarten, stehen 25 auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als potenziell bis stark gefährdet. Maßnahmen zur Unterstützung der Fortpflanzung werden zunehmend wichtiger für den Erhalt der genetischen Vielfalt innerhalb dieser Tierarten. Zu diesen Maßnahmen gehören auch die Gefrierkonservierung von Keimzellen und die künstliche Befruchtung. Die Hoden männlicher Tiere, die versterben oder einer Einschläferung unterzogen werden müssen, bergen in ihren Hoden Stammzellen und zahlreiche unreife Vorstufen männlicher Keimzellen. Diese könnten in der Zukunft etwa im Rahmen einer Spermatogenese „im Reagenzglas“ zu fertigen Spermien ausgereift werden.

31.03.2020: RKI-Präsident fordert Vorgehen gegen Wildtierhandel

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), hat sich in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dafür ausgesprochen, gegen illegalen Handel mit Wildtieren vorzugehen. Durch den immer enger werdenden Kontakt zu exotischen Tieren wie Schleichkatzen oder Affen sei die Gefahr sehr groß, dass neue Erreger ins Land gebracht werden könnten, berichtet der Deutschlandfunk. Auch Wildtiermärkte, wie sie besonders häufig in asiatischen Ländern stattfinden, müssten stärker reguliert werden, wie Experten fordern. Nur so könnten weitere Ausbrüche von Pandemien
verhindert werden. Die auf engem Raum in Käfigen gestapelten Wildtiere wie beispielsweise Vögel, Schlangen, Bambusratten und Zibetkatzen könnten neue Viren entstehen lassen, wie Wildtierarzt Christian Walzer, Leiter der Abteilung Gesundheit bei der Wildlife Conservation Society in New York, gegenüber der NZZ erklärt hat. Die sogenannten Lebendtiermärkte werden meist von wohlhabenden Chinesen besucht, für die diese Wildtiere Delikatessen sind. Noch ist das Verbot der Wildtiermärkte, das China verhängen will, nicht verabschiedet.

31.03.2020: VdZ bittet Bund um Unterstützung

Auch die Zoos in Deutschland sind durch die herrschende Corona- Pandemie stark gebeutelt. Die Einrichtungen sind im Moment alle für Besucher geschlossen. Dadurch fehlen den Betreibern wichtige Einnahmen. „Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden", erklärt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten (VdZ) und Zoodirektor in Leipzig. Aus diesem Grund hat sich der VdZ mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier sowie die Ministerpräsidenten der Bundesländer gewandt und um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro gebeten. Sollten
weiterhin Zahlungen ausbleiben, wäre die Zucht und Pflege von mehr als 180.000 Wirbeltieren in den 56 dem Verband angehörigen Zoos in Gefahr. Viele von ihnen gehören zu bedrohten Arten und sind Bestandteil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. „Ein möglicher Verlust dieses wertvollen Tierbestandes wäre ein herber Rückschlag für unseren Kampf um den Erhalt der Biodiversität und käme somit einer Katastrophe gleich", betont der VdZ-Präsident. Da davon auszugehen ist, dass viele Städte und Gemeinden gerade in strukturschwachen Regionen Deutschlands aufgrund der Corona- Pandemie in finanzielle Schieflage geraten werden, weist der Verband in seinem dringlichen Brief auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung durch den Bund in dieser Notlage hin.

30.03.2020: Neue Verordnung für die Meldepflicht von Beatmungsgeräten

Gemäß einer neuen Verordnung des Landes Hessen vom vergangenen Freitag (27.03.2020) müssen alle Einrichtungen dem Gesundheitsamt Auskunft geben über die Anzahl, Hersteller sowie Funktionsfähigkeit von vorhandenen Geräten,
die zur invasiven oder nicht-invasiven Beatmung von Menschen geeignet sind. Weiterhin müssen Name und Kontaktdaten von Personen übermittelt werden, sodass eine jederzeitige Erreichbarkeit der Einrichtung sichergestellt ist.

30.03.2020: Menschenaffenbestand durch Covid-19 gefährdet

WissenschaftlerInnen haben die Befürchtung, dass die Bestände der Menschenaffen als Folge der Coronavirus-Pandemie stark bedroht werden. Aufgrund ihrer zum Menschen ähnlichen DNA könnte sich eine Infektion mit Sars-CoV-2 bei Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen ebenso wie bei einer Infektion beim Menschen als tödlich erweisen. Orang-Utans sind ohnehin sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, sodass Experten vermuten, dass Covid-19 sie sogar noch schlimmer treffen könnte. Vier Pfoten unterhält die Orang-Utan Waldschule in Borneo und trifft nun notwendige Vorkehrungen für den Fall, dass auch dort die Pandemie ausbrechen sollte. Momentan befinden sich acht Orang-Utan-Waisen in der Waldschule, die dort aufgezogen und auf ein zukünftiges Leben in
Freiheit vorbereitet werden. Sorge bereitet der Primatologin bei VIER PFOTEN, Dr. Signe Preuschoft, dass auch in Indonesien die Zahl der Corona-Infektionen zugenommen hat und damit die Gefahr wächst, dass infizierte Tierpfleger die Tiere anstecken könnten. Als Vorkehrungsmaßnahmen müssen die Pfleger nun ihre Kleidung wechseln, bevor sie das Gehege betreten, Schutzmasken tragen sowie nur in ganz kleinen Teams arbeiten. Zudem wird das eingekaufte Futter zweimal gewaschen, bevor es den Orang-Utans gegeben wird. „Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz. Menschenkinder sind generell nicht besonders schlimm von Corona- Symptomen betroffen, deshalb hoffen wir, dass das bei unseren Orang-Utan Waisenkinder genauso ist“, so Preuschoft.

30.03.2020: Schweinebestand in China erholt sich zusehends

In China befindet sich der Schweinebestand auf Wachstumskurs. Demnach hat der Zuchtsauenbestand im Februar 2020 gegenüber dem Vormonat um 1,7% zugelegt. Insgesamt sei der Schweinebestand in China seit September 2019 um 10% gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der Schweinebestand
jedoch 39% geringer aus. Zudem gab das chinesische Landwirtschaftsministerium bekannt, dass bis Mitte März 87% der knapp 10.000 zugelassenen Futtermittelunternehmen ihre Tätigkeit nach der Corona-Krise wieder aufgenommen haben. Für die Tierarzneimittelhersteller wurde die Zahl mit 85% angegeben.

30.03.2020: ASP: Wieder totes Wildschwein nahe der Grenze gefunden worden

In Polen ist nur 10 km vor der deutschen Grenze entfernt, ein totes Wildschwein entdeckt worden, das mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Dies berichtet Wild und Hund unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Gefunden wurde das verendete Wildschwein
demnach in der polnischen Woiwodschaft Lebus bei Lubsko im Powiat Zarski. An diese Region grenzen sowohl das Bundesland Sachsen als auch das Land Brandenburg an. Zuletzt ist am 24. März 2020 in der polnischen Region der erste Schweinezuchtbetrieb des Landes positiv auf das Virus getestet worden.

30.03.2020: Tierversuche für Impfstoffentwicklung auf der Insel Riems

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat kürzlich mit Tierversuchen im Rahmen einer Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus begonnen. Wie der Präsident des Instituts, Prof. Dr. Dr. Thomas Mettenleiter in einem Interview mit ntv.de erklärt, könne mit ersten belastbaren Ergebnissen bis Mitte bzw. Ende April gerechnet werden. Die kleine Insel, die den Spitznamen „Alcatraz der Viren“ trägt, eignet sich besonders als Standort für die Forschung an Tierseuchen und - infektionen. Für die Versuche werden neben der Fledermausart Nilflughund auch Frettchen eingesetzt. Diese eignen sich besonders, weil sie bei vielen Atemwegsinfektionen ein gutes Modell für den Menschen darstellen. Zudem suchen die ForscherInnen weltweit auch nach Tieren, die nicht nur die Infektion, sondern auch den Krankheitsverlauf beim
Menschen widerspiegeln, sodass Impfstoffe oder Medikamente im Tierversuch belastbar getestet werden können. Mit Tests an Schweinen und Hühnern wollen die WissenschaftlerInnen klären, ob landwirtschaftliche Nutztiere durch den Erreger ebenfalls gefährdet sind. Die Sicherheitsvorkehrungen seien extrem hoch, wie der FLI- Präsident betont. Damit von innen keine Viren oder infizierte Tiere entweichen, würden die Bereiche der höheren Schutzstufen 3 und 4 unter Unterdruck gehalten. Auch im Falle der Entstehung von Leckagen sei ein Entweichen unmöglich. Die Zuluft werde entsprechend über erregerdichte Filter gefiltert, die Abluft über doppelte Filter. Zudem werde alles, was das Gebäude verlässt, dekontaminiert, Abwasser aufgekocht und Tierkörper entsprechend bei hohem Druck und hoher Temperatur verarbeitet.

27.03.2020: Beatmungsgeräte dringend gesucht - Tierarztpraxen gefragt!

In Zeiten der Corona-Krise sind Beatmungsgeräte Mangelware. Zwar stocken weltweit die Hersteller ihre Kapazitäten auf, trotzdem sind es aktuell zu wenige. Aus diesem Grund hat die Fachgruppe VAINS der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) alle Tierärztinnen und Tierärzte aufgefordert, nach Möglichkeit ihre Beatmungsgeräte bzw. Anästhesiegeräte mit Beatmungsmöglichkeit nach humanmedizinischem Standard (z.B. Dräger, Stephan, Heinen und Löwenstein, Datex Ohmeda etc., nicht älter als 10 Jahre) für den Bedarfsfall als Leihgabe zur Verfügung zu stellen und listen zu lassen. Denn die Ausbreitung des Coronavirus hat noch nicht seinen
Höhepunkt gefunden und die Krankenhäuser in Deutschland bereiten sich auf die erste Welle beatmungspflichtiger Coronapatienten mit Lungenversagen vor. Das Listen lassen kann entweder in Eigeninitiative auf regionaler Ebene mit den Krankhäusern in der Umgebung erfolgen oder aber über einen Eintrag in die Liste Veterinärmedizinischer Beatmungsgeräte über die DVG-Geschäftsstelle. Um Rückmeldung bis zum kommenden Montag, 30. März 2020, wird gebeten. Anschließend werden die Listen offiziellen Stellen (z. B. universitäre Einrichtungen, Kliniken, Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Ministerien auf Landes- und Bundesebene) zur Verfügung gestellt.

27.03.2020: Übersicht über die Hilfen für Freiberufler

Heute hat der Bundesrat die bereits am vergangenen Mittwoch vom Bundestag beschlossenen Soforthilfen für die Wirtschaft genehmigt. Somit können jetzt unterschiedliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Dies reicht von Soforthilfen, über KfW-Kredite, Stundung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und Darlehen
bis hin zur Beantragung von Kurzarbeitergeld. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat die Details der Leistungen sowie der Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um die Hilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, aufgelistet. Zudem gibt es eine Übersicht über die bundesweiten sowie länderspezifischen Hilfen für Freiberufler.

27.03.2020: QS setzt Audits auf Betrieben aus

Die QS - Qualität und Sicherheit GmbH als auch die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH empfehlen dringend, aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keine QS- bzw. Initiative Tierwohl (ITW) - Audits
auf den Betrieben durchzuführen, sondern diese auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Gleichzeitig wird die Lieferberechtigung aller QS- und ITW-zertifizierten Standorte pauschal um zwei Monate verlängert.

27.03.2020: Bundesrat stimmt neuer Düngeverordnung zu

Der Bundesrat hat heute dem Entwurf der Düngeverordnung zugestimmt, gegen die es von Seiten der Landwirte im Vorfeld massive Proteste gab. Allerdings werden Teile der Verordnung erst zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden müssen, da die Landwirte angesichts der Corona-Pandemie aktuell vor zusätzlichen Herausforderungen stehen. Staatsekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, sagte dazu: „Dass die Länder der Verordnung zugestimmt haben, hier ihrer Verantwortung nachgekommen sind, ist ein klares Zeichen. Wir erwarten nun das klare Signal von der EU-Kommission,
dass sie von einer Klageerhebung und damit verbundenen, massiven Strafzahlungen absieht." Die Regierung werde die Landwirte zudem bei der Umsetzung der neuen Regelungen finanziell unterstützen. Schwerpunkt wird die Förderung von Investitionen in Lagerung, Ausbringungstechnik und Aufbereitung von Gülle im Rahmen eines neuen Bundesprogramms sein. Die Verschärfung der Düngevorgaben war notwendig geworden, weil der Europäische Gerichtshof Deutschland aufgrund einer unzureichender Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie zu hohen Strafzahlungen verurteilt hatte.

27.03.2020: Geflügelpest erfordert erhöhte Achtsamkeit

Der Ausbruch der Geflügelpest (HPAI) vom Typ H5N8 in einem Putenbetrieb mit über 10.000 Puten im niedersächsi­schen Landkreis Aurich am 20. März 2020 sowie aktuelle Nachweise von HPAI H5N8 in Sachsen lenken angesichts des Frühjahrs­vogelzuges die Aufmerksamkeit der Geflügelhalter auf die Geflügelpest. „Die aktuellen Ausbrüche zeigen, dass Geflügelpest­erreger weiterhin kursieren und jederzeit mit neuen Fällen gerechnet werden muss. Sie geben uns dringend Anlass zu einer erhöhten Wachsamkeit, da nicht auszuschließen ist, dass das Virus auch Mecklenburg-Vorpommern erreichen könnte“ warnt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht ausschließlich in Ställen halten, müssten sich ihrer hohen Verantwortung bei der Einhaltung von Biosicherheits­maßnahmen bewusst sein. „Vor allem darf Wildvögeln kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben“, erklärte Backhaus. Wichtig sei auch, unklare Krankheits- bzw. Todesfälle bei Geflügel durch eine schnellstmögliche Untersuchung auf Geflügelpest abklären zu lassen. In allen Verdachts­fällen müsse außerdem umgehend das zuständige Veterinäramt informiert werden.

27.03.2020: BMEL stuft alle Tierärzte als systemrelevant ein

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich entschlossen, die im Nutztierbereich und für die Grund- und Notfallversorgung von Heimtieren tätigen Tierärzte, Tiermedizinischen Fachangestellten und Tierpfleger als systemrelevant einzustufen. Dies geht aus einer Mitteilung des Bundesverbandes der praktizierenden Tierärzte hervor. „Ich bin sehr froh darüber, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium unserer Forderung, die tierärztliche Infrastruktur in Zeiten der Pandemie aufrechtzuerhalten, gefolgt ist und damit sowohl Nutztiere wie auch Kleintiere
weiterhin medizinisch versorgt werden können. Unsere intensiven Bemühungen für Tiergesundheit und Tierschutz haben sich also gelohnt“, erklärt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder erleichtert. Über das Bundesministerium für Gesundheit wurden die obersten Landesgesundheitsbehörden über diese Entscheidung unterrichtet, damit der Hinweis auch die operativ tätigen Gesundheitsämter erreicht. Unabhängig von der Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministerium hat auch die EU-Kommission die Tiermedizin als systemrelevant eingestuft.

Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus

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