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Besuchen Sie uns auf dem 10. Leipziger Tierärztekongress

16.01.2020

Am heutigen Donnerstag hat in Leipzig der 10. Leipziger Tierärztekongress (LTK) begonnen. Um 9:30 Uhr ging es nach der Begrüßung durch den Kongresspräsidenten Prof. Dr. Uwe Truyen los mit der Auftaktveranstaltung "Bitte geraderücken! Das Bild des Tierarztes in der Öffentlichkeit", zu der 5 Gastredner, u.a auch Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, geladen waren, bevor die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion endet. Nach der Mittagspause schließt sich dann das Berufspolitische Forum zum Thema: Die Einheit der Tierärzteschaft - Wunschtraum oder Wirklichkeit? an. Parallel zu diesem Auftaktprogramm finden am Donnerstag zahlreiche interessante Seminare statt. Am Freitag und am Samstag geht es dann weiter mit vielen tierart- und themenspezifischen Vortragsveranstaltungen. Außerdem erwarten die rund 6.000 angemeldeten Tierärztinnen und Tierärzte auf der Industrieausstellung vetexpo 283 Aussteller, davon 28 in der neuen Career Corner, der 1. Jobmesse für Tierärzte. Vetion.de ist ebenfalls auf der vetexpo vertreten. Und zwar laden wir Sie herzlich zu unserem VETbewerb im chirurgischen Nähen an den Stand unseres Partners PAUL, dem Praktischen Ausbildungs- und Lernzentrum der Veterinärmedizinischen
Fakultät (VMF), ein. Hier können Sie prüfen, ob Sie das Zeug zur Chef-Chirurgin oder -Chirurgen haben, oder sich aktuell mit dem Status des OP-Famulanten oder Assistenz-ChirurgIn begnügen müssen oder sollten. Am Samstag möchten wir Sie auf die Vortragsveranstaltung des Dessauer Zukunftskreises (DZK) zum Thema „Erfolgreiche Personalsuche und Personalentwicklung für die Tierarztpraxis in vier Stufen“ aufmerksam machen (Sa., 11:00-13:00 Uhr, Raum 11, Ebene 2). Außerdem sind Sie herzlich eingeladen, an der Online-Umfrage des DZK im Rahmen der Studie Digitalisierte Veterinärmedizin 2030 teilzunehmen. Der LTK hat 1998 als kleiner Kongress auf dem Campus der VMF begonnen und sich inzwischen zum größten veterinärmedizinischen Kongress im deutschsprachigen Raum gemausert, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder durch seine Vielfältigkeit, die angenehme Atmosphäre und die gute Organisation begeistert. „Der Leipziger Tierärztekongress hat sich in zwanzig Jahren Veranstaltungsgeschichte zum wichtigsten Treffpunkt für Veterinärmediziner aus dem deutschsprachigen Raum entwickelt und die Jubiläumsveranstaltung bestätigt dies eindrucksvoll“, unterstreicht Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

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07.04.2020: ASP-Ausbruch in Mastschweineanlage in Großpolen

In einem Mastschweinebestand in Großpolen ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. In dem betroffenen Betrieb in der Gemeinde Więckowice westlich der Großstadt Posen wurden rund 10.000 Tiere gehalten, die nun alle aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung getötet werden müssen. Offenbar wurde das Virus durch einen Ferkelkauf aus dem zuvor in der Woiwodschaft Lebus betroffenen Sauenbetrieb in die Mastschweineanlage eingeschleppt.
Die Veterinärbehörden klären aktuell weitere Tierbewegungen aus den betroffenen Betrieben ab. Auch Deutschland macht sehr große Sorgen, dass die ASP nach Deutschland eingeschleppt werden könnte. Zuletzt ist in Polen ein infiziertes Wildschwein nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt aufgefunden worden. Ein ASP-Ausbruch während der Corona-Krise würde die Behörden, die aktuell nur in Notbesetzung arbeiten, vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

07.04.2020: Fristverlängerung für Anhörung zur Gesetzesnovellierung

Das Land Baden-Württemberg hat die Anhörungsfrist für die Novellierung des Naturschutzgesetzes und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes um drei Wochen verlängert. Wegen der besonderen Umstände während der Corona-Krise hatten zahlreiche Verbände des Landes um die Fristverlängerung gebeten, wofür die Minister Peter Hauk MdL und Franz Untersteller MdL Verständnis geäußert haben. „Uns liegt sehr daran, dass alle Verbände sich in einem
geordneten Verfahren beteiligen können. Wenn die Verbände und ihre Mitglieder deshalb mit Blick auf das aktuelle Corona- Geschehen dafür mehr Zeit benötigen, sollen sie diese auch bekommen“, sagten Hauk und Untersteller. „Der Prozess, der zu dieser Gesetzesnovelle geführt hat, war von Anfang auf eine umfassende Beteiligung aller Betroffenen und auf einen möglichst großen Konsens ausgerichtet. Diesen guten Prozesscharakter wollen wir beibehalten.“

07.04.2020: Brandenburg ist Schlupfloch für Tiertransporte in Nicht-EU-Länder

Immer mehr Tiertransporte in Drittstaaten sollen über Brandenburg abgefertigt werden. Das geht aus der Antwort des zuständigen Ministeriums auf eine Anfrage der Linke-Landtagsabgeordneten Marlen Block hervor. „Viele Tiere kommen aus anderen Bundesländern zur Ausfuhr nach Brandenburg“, sagt Fachreferentin Frigga Wirths. Im Gegensatz zu Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen hat sich das Land nicht grundsätzlich auf ein Verbot von Lebendtiertransporten in Nicht-EU-Länder festgelegt. „Warum zum Beispiel Brandenburg dem Beispiel Bayerns und Hessens nicht folgt, ist mir unbegreiflich“, so Wirths. Denn Verstöße gegen den Tierschutz seien auf den Transportrouten zum Beispiel nach Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan auf der Tagesordnung, wie die
hessische Tierschutzbeauftragte Madeleine Martin im vergangenen Jahr während ihrer Reise festgestellt hatte: auf weiten Strecken gab es überhaupt keine Entlade- und Versorgungsstationen, dokumentierte Haltepunkte waren nicht vorhanden und die verpflichtenden Ruhepausen wurden nicht eingehalten. Eine Nachfrage des Tierschutzbundes bei den Brandenburger Veterinärämtern über die Transportkontrollen sei "nüchtern" ausgefallen, sagte Wirths. Die Veterinärämter der Kreise sind für die Genehmigung zuständig. Das Brandenburger Ministerium, das intensivere Kontrollen angekündigt hatte, spricht nun nur noch von "anlassbezogenen" Überprüfungen, was der Landtagsabgeordneten Block einfach zu wenig ist.

07.04.2020: Bekämpfung von attraktiven invasiven Arten schwierig

In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben sich internationale ForscherInnen um Franz Essl von der Universität Wien mit der unterschiedlichen Beliebtheit von invasiven Arten beschäftigt. Darin halten die WissenschaftlerInnen fest, dass die Akzeptanz attraktiver invasiver Arten mit Charisma sehr viel höher in der Gesellschaft ist als bei nicht attraktiven Arten. Getroffene Maßnahmen, um die Populationen eingeschleppter Arten zu minimieren, werden bei attraktiven Arten von der Öffentlichkeit eher abgelehnt. „Ein als schön oder niedlich empfundenes Äußeres kann das Management von gebietsfremden Arten erheblich erschweren, weil dann oft die öffentliche Unterstützung fehlt", bedauert Bernd Lenzner, Mitautor der Studie und Forscher an der
Universität Wien, und erklärt weiter: „Das Interesse der Öffentlichkeit und auch der Forschung konzentriert sich überwiegend auf die charismatischen Arten. So können einseitige Wissenslücken entstehen, die dazu führen, dass Schutzmaßnahmen falsch priorisiert werden.“ So wurde beispielsweise in Italien das Programm zur Kontrolle des eingeschleppten Grauhörnchens – und zum Schutz des heimischen Eichhörnchens – durch Interessengruppen mithilfe niedlicher Comicfiguren verhindert. Um effizient die Bekämpfung von problematischen gebietsfremden Arten durchführen zu können, sei es jedoch unerlässlich, die Bedeutung und den Einfluss von Charisma zu verstehen sowie AkteurInnen zu sensibilisieren, so Lenzner abschließend.

07.04.2020: Corona-Krise verstärkt den Wunsch nach Haustieren

Der Wunsch nach einem Haustier scheint in der Corona- Krise stärker ausgeprägt zu sein. Doch ist Geduld gefragt, um derzeit ein Tier aus dem Tierheim adoptieren zu können. Denn die Tierheime sind momentan geschlossen und der Publikumsverkehr stark eingeschränkt, um Ansteckungen zu vermeiden. Tiervermittlungen sind in den meisten Einrichtungen zwar weiterhin möglich, jedoch muss im Vorfeld telefonisch ein Termin vereinbart werden. Durch die Schließungen fehlen den Tierheimen zurzeit auch wichtige Einnahmequellen wie Flohmärkte und ähnliche Veranstaltungen. Spenden werden daher aktuell besonders gern entgegen genommen. Hingegen gut gemeinte Anfragen, Tiere vorübergehend in Pflege zu nehmen, in den meisten Fällen abgelehnt werden, da ein vorübergehendes Zuhause dem Tier keine Hilfe ist. „Wir finden das Engagement löblich, aber für die Tiere ist es nicht ideal, wenn sie für drei Wochen ein neues Zuhause haben und dann wieder zurück ins Tierheim müssen. Das verstehen die Tiere nicht", erklärt Marion Wünn, Leiterin des Stuttgarter Tierheimes. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert gleichzeitig an die Menschen mit Tierwunsch, auf keinen Fall ein Tier über das Internet zu kaufen. Auch sollte aus seiner Sicht die Hundezucht während der Corona-Krise pausieren, da Tierärzte und Zuchtwarte sowohl die Zuchtabnahme,
Wurf-Endabnahme als auch die Behandlung von Welpe und Muttertier weiterhin durchführen müssen. Tierarztpraxen sind jedoch aktuell angehalten, nur Notfälle zu versorgen und auch sonst häufig am Limit, da sie den Ausfall von Mitarbeitern kompensieren müssen. „Momentan ist es offen, wie lange die Tierärzte noch die Kapazitäten haben, um die Zucht abzunehmen und geborene Welpen zu untersuchen, zu impfen und mit einem Mikrochip zu kennzeichnen. Bei einer seriösen Zucht ist dies aber dringend notwendig. Wir hoffen daher darauf, dass verantwortungsvolle Hundezüchter mit dem Züchten vorübergehend pausieren“, sagt Dr. Katrin Umlauf, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Hinzu kommt zudem das Kontaktverbot, sodass Welpen im Grunde auch nicht beim Züchter abgeholt werden können. Sofern Welpen bereits geboren und vermittelt sind, sollten diese jedoch möglichst schnell ins neue Zuhause ziehen dürfen, wie die Tierschützerin erklärt: „Wenn die wichtige Prägephase bei den zehn Wochen alten Welpen abläuft, sollten sie möglichst beim neuen Besitzer sein und nicht bis auf weiteres beim Züchter verbleiben. Wir empfehlen, das Vorgehen mit den kommunalen Behörden abzusprechen. Bei einer Zustimmung der Behörde sollte man natürlich alle Vorgaben hinsichtlich Personenzahl und Abstand einhalten.“

07.04.2020: Corona: Wilde Tiere erobern leere Städte

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass weltweit zunehmend wilde Tiere die oft leeren Straßen und Plätze der Städte bevölkern, wie in der Lippischen Landeszeitung zu lesen ist. Während Hirsche und Rehe beispielsweise auf den Grünflächen der japanischen Stadt Nara nach Nahrung suchen, die die Tiere dort sonst von Touristen erhalten, Schafe und Ziegen die Spielplätze und Straßen Großbritanniens erobern, kehren nach und nach Fische, Delfine und Schwäne nach Venedig
zurück, was durchaus als positiver Nebeneffekt der weltweit herrschenden Pandemie zu deuten ist. Das sonst so trübe Wasser in den Straßen der italienischen Touristenstadt Venedig ist durch das Ausbleiben der Kreuzfahrtschiffe und allgemein weniger Bootsverkehr plötzlich kristallklar. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten seien dort wieder Fische im Wasser zu sehen, wie Einheimische behaupten. Sogar Wildschweine haben sich auf ihrer Suche nach Nahrung in die Lagunenstadt getraut.

06.04.2020: Tierhalter können Katzen den Fellwechsel erleichtern

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeiten wechseln auch Katzen ihr Fell. Die Tiere putzen sich jetzt intensiver und verschlucken mehr Haare als sonst. Diese werden anschließend herausgewürgt. Tierhalter können ihren Katzen den Fellwechsel erleichtern, indem sie ihre Vierbeiner während des Fellwechsels häufiger bürsten. Auch empfiehlt es sich, dem Feuchtfutter eine kleine Menge Öl beizumischen. Hier eignet sich besonders ein halber Teelöffel Leinöl, Rapsöl, Kokosöl oder Fischöl pro Mahlzeit. Welches Öl die
Samtpfote am liebsten mag, sollte ausprobiert werden: nicht jede Katze mag beispielsweise den Geschmack von Kokosöl. Zudem sollten Katzenbesitzer beim Kauf von Fischöl Vorsicht walten lassen: das Öl aus dem Asiamarkt ist für Katzen denkbar ungeeignet, da es häufig oft Zusätze wie beispielsweise Chiliöl enthält und damit auch zu einer gesundheitlichen Gefahr werden kann. Stattdessen sollte auf hochwertiges Fischöl, wie speziell für Hunde und Katzen hergestelltes Lachsöl, aus dem Tierhandel zurückgegriffen werden.

06.04.2020: Landhunde sind weniger ängstlich als Stadthunde

Einer Studie der Universität Helsinki zufolge, sind Hunde, die in Städten leben, sehr viel ängstlicher als Landhunde. Die ForscherInnen fanden bei ihrer Analyse von 6.000 Hunden und den Angst auslösenden Risikofaktoren heraus, dass Stadthunde deutlich häufiger zu übertriebener Ängstlichkeit neigen. Der Grund für diese Verhaltungsstörung ist demnach die räumliche Umgebung, die sich meist als Furcht vor fremden Menschen, aber auch vor anderen Hunden zeigt. Zudem seien ängstliche Hunde auch weniger aktiv, wie Hannes Lohi, Koautor der Studie, erklärt. Der Forscher rät daher zu mehr Aktivität mit
den ängstlichen Vierbeinern. „Stimulierende Tätigkeiten haben positive Auswirkungen auf Hunde, genauso wie auf Menschen", so der Wissenschaftler. Denn starke Furcht habe auch einen großen Einfluss auf die Gesundheit des Tieres und seiner Beziehung zum Halter. Unterschiede stellten die ForscherInnen auch zwischen verschiedenen Rassen fest: so sind britische Shetland Sheepdogs viel ängstlicher als beispielsweise irische Wheaten Terrier. „Das weist darauf hin, dass auch die Gene einen Einfluss auf die Ängstlichkeit sowie auf andere Probleme bei der mentalen Verfassung haben", erklärt Lohi abschließend.

06.04.2020: Hinweise auf Gartenschläfer gesucht

Der Gartenschläfer, der kleine Bruder des Siebenschläfers, verschwindet immer mehr aus Deutschlands Gärten und Parks. Aus diesem Grund wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit ihrem Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ auch in diesem Jahr den Schutz der Schlafmaus mit der typischen „Zorro-Maske“ intensivieren. Alle Bürgerinnen und Bürger sind daher aufgerufen, Hinweise über das Vorkommen eines Gartenschläfer, gerne mit Foto oder Audioaufnahme, an die Projektleiter weiterzugeben. Bis zur Zählung im vergangenen Jahr konnten die ForscherInnen bereits 1.500 Hinweise aus der Bevölkerung auswerten. Besonders gravierend waren hier die regionalen Unterschiede: „Während wir aus dem Südwesten Deutschlands sehr viele Hinweise bekamen, erreichten uns aus den anderen noch bekannten
Verbreitungsgebieten in den Mittelgebirgen kaum Meldungen“, erklärt Mechthild Klocke, Projektleiterin im BUND. „Dass die Unterschiede so deutlich sind, hat uns überrascht – und auch beunruhigt. Denn es scheint, dass die Bestände in vielen Regionen schwächer sind, als wir uns erhofft hatten.“ Um den Gartenschläfer vor dem Aussterben zu bewahren, können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, unterstützend helfen, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Noch sind viele Fragen zu der heimischen Tierart offen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? „Da wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept entwickeln und umsetzen“, so Klocke. „Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.“

03.04.2020: Natur- und Artenschutz sind wesentlich zum Schutz vor Pandemien

Natur- und Artenschutz sind der Schlüssel zur Verhinderung von Infektionskrankheiten wie Sars-CoV-2 / Covid-19. Diese Pandemie muss ein Weckruf sein, so die Warnung der Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Je tiefer der Mensch in den Lebensraum der Tiere eindringt und umso enger der Kontakt zwischen Mensch und Wildtieren ist, die häufig das Reservoir für viele
Krankheitserreger darstellen, desto größer das Risiko, dass die Erreger auch den Menschen infizieren und es zu einer weltweiten Pandemie kommt. Die Zerstörung der Natur ist die Krise hinter der Coronakrise, warnt Schulze. Wildtiermärkte und der weltweite Schmuggel von Wildtieren begünstigen die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen sowie deren Verbreitung.

03.04.2020: Einigung bei Saisonarbeitern erzielt

Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner haben sich nun doch auf eine begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften nach Deutschland als Erntehelfer unter strengen Auflagen geeinigt. Ziel war es, die derzeit notwendigen strengen Vorgaben des Infektionsschutzes mit den Erfordernissen in der Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Nun steht fest: im April und im Mai dürfen jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeiter mit dem Flugzeug organisiert einreisen. Bei der Einreise erfolgt ein von den Arbeitergebern veranlasster Gesundheitscheck durch medizinisches Personal. Gesunde Erntehelfer werden dann von den Betrieben abgeholt und in ihre Quartiere gebracht, die maximal zur Hälfte belegt und wo strenge Hygienevorschriften einzuhalten sind. 14 Tage müssen die Eingereisten strikt getrennt von den sonstigen Beschäftigten leben und arbeiten. Zudem dürfen sie wie auch in der
Quarantäne das Betriebsgelände nicht verlassen. Die Arbeiter sind in gleichbleibende, möglichst kleine Gruppen von fünf bis zehn, max. ca. 20 Personen einzuteilen. Außerdem hat die EU-Kommission weitere Maßnahmen wie administrative Erleichterungen und Kredithilfen zur Unterstützung der Landwirtschaft in der Coronakrise beschlossen. So gibt es einen höheren Vorschuss auf die Direktzahlungen, dieser steigt von von 50 auf 70 Prozent. Die Vorschüsse auf Zahlungen zur ländlichen Entwicklung steigen von 75 auf 85 Prozent. Zudem soll es vergünstigte Darlehen bis zu einer Höhe von 200.000 Euro geben. Außerdem soll die finanzielle Flexibilität der Mitgliedstaaten verbessert werden, indem ungenutzte Mittel aus den ländlichen Entwicklungsplänen nicht an den EU-Haushalt zurückgezahlt werden müssen. Stattdessen dürfen sie innerhalb der Entwicklungsprogramme übertragen werden.

03.04.2020: Erste Ergebnisse der Infektionsstudien mit Tieren liegen vor

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat vor wenigen Wochen mit Infektionsstudien bei Schweinen, Hühnern, Flughunden und Frettchen begonnen. Nun wurden erste Ergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass Flughunde und Frettchen empfänglich für eine SARS-CoV-2 Infektion sind. Während sich Frettchen effizient mit SARS-CoV-2 infizieren lassen, das Virus gut vermehren und es auf Artgenossen übertragen, erfolgt bei den Flughunden keine Übertragung. Unter den Versuchsbedingungen zeigten sich weder Schweine noch Hühner als empfänglich für eine Infektion mit
SARS-CoV-2. Nach jetzigem Kenntnisstand sind sie also von dem Virus nicht betroffen und stellen demnach kein potentielles Risiko für den Menschen dar. In den Infektionsstudien wurde den Tieren SARS-CoV-2 in die Nase verabreicht, um den natürlichen Infektionsweg beim Menschen über den Nasen-Rachenraum nachzuahmen. Frettchen könnten sich demnach als Tiermodell, das die Infektion des Menschen widerspiegelt, eignen. Die komplette Auswertung aller Versuchsreihen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, mit den Endergebnissen ist Anfang Mai zu rechnen.

03.04.2020: Hessen: Land- und Forstwirtschaft kann Soforthilfe erhalten

Seit vergangenem Montag (30.03.2020) können auch land- und forstwirtschaftliche Unternehmen Soforthilfen des Landes Hessen beantragen. Damit die dringend notwendigen Gelder schnell bei den Antragstellern ankommen, stehen ausreichend Mitarbeiter der Regierung für die Bearbeitung der Anträge zur Verfügung. „Dass die Saisonarbeitskräfte zurzeit nicht kommen können, ist eine zusätzliche Härte für die Bäuerinnen und Bauern. Es drohen Ernteausfälle und damit Einkommenseinbußen für die Landwirtschaftsbetriebe, die sich vor allem auf den Obst- und Gemüseanbau spezialisiert haben. Es ist gut, dass in dieser Situation auch die Hessischen Landwirtinnen und Landwirte einen Antrag auf Soforthilfe
stellen können. Gleiches gilt für die Forstwirtschaft, die aufgrund der großen Waldschäden, mangelnden Saisonarbeitskräften und einem eingebrochenen Exportmarkt vor großen Herausforderungen steht. Bund und Land stellen die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung“, erklärte Landwirtschaftsministerin Hinz. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen für unsere Ernährungssicherheit – zusammen mit allen weiteren Menschen, die im Bereich Produktion, Logistik und Verkauf tätig sind. Das hat unseren Respekt und unseren Dank verdient“, betonte die Ministerin abschließend. Anträge auf Förderung können über eine Online-Antragsplattform täglich von 6-24 Uhr an das Regierungspräsidium Kassel gerichtet werden.

03.04.2020: Geflügelpestrisiko als mäßig eingestuft

In Deutschland wurden bis zum 31.03.2020 insgesamt sieben Ausbrüche der Geflügelpest in der laufenden Saison angezeigt. Betroffen waren neben Wildvögeln und gehaltenenen Vögeln in einem Tierpark auch vier Nutzgeflügelbestände. Der jüngste Ausbruch fand in einem Putenmastbetrieb im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt vor wenigen Tagen statt. Bei allen Ausbrüchen könnte der Subtyp H5N8 des aviären Influenzavirus als Erreger nachgewiesen werden. In seiner jüngsten
Risikoeinschätzung stufte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko eines Eintrags von HPAIV in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte Kontakte zu Wildvögeln weiterhin als mäßig ein, ebenso wie das Risiko eines Eintrags durch kontaminierte Gegenstände aus den betroffenen Regionen. Als lediglich mäßig wird das Risiko eines direkten Viruseintrages in deutsche Geflügelbetriebe durch Lebendtransporte aus EU-Mitgliedstaaten erachtet.

Veterinärmedizinische Labore erhöhen die Kapazitäten von Corona-Tests

02.04.2020

Die Landesgesundheitsagentur von Niederösterreich hat mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Zusammenarbeit bei der Durchführung von Corona-Tests getroffen. Demnach wird die Veterinärmedizinische Universität Wien künftig werktags 270 Testungen durchführen. Dadurch wird die Testkapazität des Landes auf insgesamt rund 1.000 pro Tag erhöht. „Wir bilden nicht nur TierärztInnen für Österreich aus, sondern wollen in der derzeitigen Krise auch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Deshalb haben unsere ExpertInnen den Aufbau des Testlabors und die
Abstimmungen mit den Behörden vorangetrieben", beschreibt Vetmeduni Vienna-Rektorin Petra Winter den Hintergrund. Auch die Inhaberin des veterinärmedizinischen Labors LABOKLIN, Dr. Elisabeth Müller, hat mit den bayerischen Landratsämter in der Umgebung von Bad Kissingen bereits Vereinbarungen getroffen, ebenfalls Corona-Tests durchzuführen. Warum veterinärmedizinische Labore nicht auf Bundesebene die Testungen unterstützen dürfen, obgleich sie es angeboten haben, erfahren Sie u.a. in einem Interview mit Frau Dr. Müller.

02.04.2020: Internationale Studie gibt Überblick zum aktuellen Wissensstand

Eine internationale Studie bietet einen Überblick zum aktuellen Wissensstand betreffend SARS-CoV-2/COVID-19. Die Daten zu Virusgenomik, Epidemiologie und der Entwicklung von Impfstoffen und spezifischen Medikamenten sollen weltweit WissenschafterInnen im Kampf gegen die Viruserkrankung unterstützen. Wie aus der in Preprints vorab veröffentlichten Studie, an der WissenschafterInnen aus Österreich, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt waren, hervorgeht, liegt die weltweite Sterblichkeitsrate von durch Labortests bestätigten COVID-19-Fällen bei rund 4,7%. Allerdings reicht die Bandbreite von etwa 0,3 bis 0,4% in Chile und Israel bis zu rund 10,8% in Italien. Der an der Studie beteiligte Wissenschaftler der Vetmeduni Vienna, Norbert Nowotny vom Institut für Virologie, führt die große Varianz bei der Sterberate auf die unterschiedliche Anzahl der durchgeführten Tests, die Altersstruktur und den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie auf die unterschiedliche Leistungskraft der Gesundheitssysteme in den einzelnen Ländern zurück. Zur Hospitalisierung sagte er: „Bei rund 20% der bestätigten COVID-19-Patienten ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich, wobei die mittlere Aufenthaltsdauer bei 12 Tagen liegt. 25%
der hospitalisierten Patienten – entsprechend rund 5% aller diagnostizierten Fälle – benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.“ Die Schwere und der Ausgang der Krankheit korreliert in hohem Maße mit dem Erkrankungsalter. Erwachsenen über 55 Jahre erkranken deutlich schwerer an COVID-19 als jüngere Personen. Außerdem sind Personen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, bösartigen Tumoren oder einem geschwächten Immunsystem leiden, besonders gefähdet. In dieser Gruppe besteht zudem eine erhöhte Todesrate. Aktuell wird bei der Weiterverbreitung des Virus von der Grundreproduktionszahl (R0) von 2,2 ausgegangen. Das bedeutet, dass eine infizierte Person 2,2 andere Personen mit dem neuartigen Coronavirus ansteckt. Dieser gemeldete R0-Wert ist höher als bei der saisonalen Influenza, weshalb sich Nowotny für die Beibehaltung der strengen Maßnahmen zur Eindämmung ausspricht. Die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zielen derzeit darauf ab, die Zahl der Infizierten zu verringern, eine übermäßige Belastung der Gesundheitssysteme zu minimieren und die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu verringern.

02.04.2020: Fütterung mit Honig kann Bienenvölker zerstören

Das Nahrungsangebot für Honig- und Wildbienen und andere Insekten wird immer knapper. Der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) warnt jedoch davor, die Tiere mit Honig zu füttern. Das sei zwar ein gut gemeintes Angebot, jedoch könnten Bienen an dem gefürchteten Erreger der Amerikanischen Faulbrut erkranken, da häufig Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae in Importhonigen enthalten sind. Der Faulbruterreger befällt die Brut der Honigvölker und zerstört diese. Durch den ausbleibenden Nachwuchs können die Völker nicht überleben. Hinzu kommt, dass adulte Bienen die Sporen des Erregers weiter tragen und benachbarte Bienenstände anstecken. „Deshalb sollten Laien auf keinen Fall Bienen mit Honig füttern“, appelliert D.I.B.-Geschäftsführer Olaf Lück und empfiehlt jedem Einzelnen, der Insekten unterstützen möchte: „Helfen Sie unseren
Bienen, indem Sie ihnen in Ihrem unmittelbaren, persönlichen Nahbereich nektar- und pollenspendende Pflanzen anbieten.“ Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine meldepflichtige Tierseuche. Bereits im Verdachtsfall muss der Amtstierarzt informiert werden. Dieser leitet dann die gesetzlich geregelte, staatliche Seuchenbekämpfung ein. Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten ab dem 1. Mai 2020 nach dem Grundkurs nun auch einen Aufbaukurs Bienen an, der sich unter anderem mit den Bienenkrankheiten beschäftigt. Weitere Themen sind die behördliche Bienenseuchenprophylaxe und -bekämpfung, Tierschutzaspekte bei Bienen sowie die Toxikologie. Für die erfolgreiche Teilnahme an dem E-Learning-Kurs erhalten die TierärztInnen 5 ATF-Stunden.

02.04.2020: Österreichs Landwirtschaftsministerin will Vollspaltenböden verbieten

Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hatte bislang immer behauptet, dass es den Schweinen im Land gut gehe. Die zusätzliche Zeit durch ihre Arbeit im Homeoffice nutzte die Ministerin, um sich mit Filmen im Internet über die Zustände der Mastschweinehaltung in Österreich näher zu informieren. In einem gerade veröffentlichten Video beschreibt Köstinger nun ihr Entsetzen, unter anderem
über die Bilder von Mastschweinen auf kotverschmierten Betonspalten. Ohne Wenn und Aber werde sie nun für ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu eintreten, so ihre Schilderungen im Video. Die Schweine leben mehrheitlich auf Betonspaltenböden ohne Stroheinstreu. Einer Forderung nach einem Verbot dieser Haltungsform war die österreichische Regierung bislang nicht gefolgt.

02.04.2020: Studie untermauert Forderung nach Verbot von Online-Tierhandel

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat gegenüber der Bundesregierung ihre Forderung nach rechtsverbindlichen Regeln für den Online-Handel mit Tieren bekräftigt. Dringend nötig seien Gesetze zur Identifizierung und Überprüfung der Tierhändler im Netz. Anlass dafür ist eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz von Pro Wildlife e.V. erstellt wurde. Noch immer werden jeden Monat Tausende junger Hunde nach dem Motto „je jünger, desto niedlicher“ illegal über das Internet gehandelt. Die Tiere sind meistens krank, weil sie unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet und medizinisch nicht versorgt wurden.
„Das ist möglich, weil illegale Welpenhändler nur lasche oder gar keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, denn noch können sie ihren kriminellen Geschäften anonym nachgehen“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Nach der 2018 erschienenen EXOPET-Studie liegt nun die zweite Studie vor, die belegt, dass der Online-Handel mit Tieren ein großes Problem darstellt. Auch Bundestag und Bundesrat haben die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zum Handeln aufgefordert. Die Bundesregierung darf vor dieser Tatsache nicht länger die Augen verschließen, sondern ist in der Pflicht, endlich effektive Maßnahmen zu ergreifen, um Tierleid zu verhindern.“

02.04.2020: Sichere Anästhesie bei Wildtieren durch neuen Wirkstoff

Laut einer Studie, die jüngst am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna durchgeführt wurde, konnte für die Narkose bei Wildtieren ein neuer Wirkstoff gefunden werden, der Nebenwirkungen wie hoher Blutdruck sowie eine verringerte Herzfrequenz herabsetzen soll. Der neue Wirkstoff Vatinoxan wurde zunächst an der Universität Helsinki entwickelt und von den an der Studie beteiligten ForscherInnen bei Hirschen (Cervus elaphus) getestet. „Im Ergebnis zeigte sich, dass Vatinoxan erfolgreich den Blutdruck reduzierte und die Herzfrequenz zwischenzeitlich erhöhte, ohne die gewünschten Wirkungen der Narkose zu beinträchtigen“, erklärt Studienleiterin Gabrielle Stalder vom
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna. Die intravenöse Gabe des neuen Wirkstoffs linderte kardiovaskuläre Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Bradykardie bei mit der Wirkstoffkombination Medetomidin- Tiletamin-Zolazepam anästhetisierten Hirschen. Die Tiefe der Anästhesie wurde nicht durch Vatinoxan beeinflusst und auch die Umkehrung der Sedierung durch Atipamezol in der Aufwachphase war nicht durch die Gabe beeinträchtigt. „Die durch Vatinoxan verbesserte kardiovaskuläre Funktion kann die Anästhesiesicherheit verbessern und die anästhetischen Nebenwirkungen bei narkotisierten Wildtieren verringern“, sagt Stalder weiter.

01.04.2020: Schweizer Kälbergesundheitsdienst will Kälberaufzucht optimieren

In der Schweiz ist der Coronakrise zum Trotz das Pilotprojekt des Kälbergesundheitsdienstes (KGD) wie vorgesehen am 1. April 2020 gestartet. Mit gezielter Anwendung eines definierten Maßnahmenpaketes zur Optimierung der Kälberaufzucht auf dem Geburtsbetrieb soll mit diesem Projekt abgeklärt werden, in welchem Umfang die Gesundheits- und Leistungsparameter von Schweizer Mastkälbern verbessert und der Antibiotikaverbrauch in der Mast verringert werden können. Dazu wird als erstes auf dem teilnehmenden
Geburtsbetrieb ein Bestandsbesuch durch den KGD durchgeführt und für das Kalb ein Tränkepass ausgefüllt. Dieser begleitet das Mastkalb vom Geburts- zum Mastbetrieb und anschließend auch zum Händler. Gleichzeitig wird für das Kalb ein geeignetes Paket an Gesundheitsmaßnahmen geschnürt, das auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist. Die gemeldeten Geburtsbetriebe erhalten CHF 50 pro Mastkalb und der Mäster profitiert von gesünderen Kälbern. Das Projekt ist auf die Teilnahme von 2.000 Kälbern limitiert.

01.04.2020: Immer weniger Rinder in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern gehaltenen Rinder ist auch im fünften Jahr in Folge weiter zurück gegangen. Am Stichtag 3. November 2019 wurden laut Aussage der Statistischen Landesamtes 486.699 Rinder in Mecklenburg-Vorpommern gehalten. Dies entspricht einem erneuten Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am
ausgeprägtesten war der Bestandsrückgang 2018 mit minus 7,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der gehaltenen Schafe im Jahr 2019 um 2 Prozent auf 71.600 Tiere an. Ebenfalls rückläufig war 2019 die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern gehaltenen Schweine. Hier wurde ein Rückgang auf zuletzt 811.600 Schweine verzeichnet.

01.04.2020: Klimawandel in der Antarktis bedroht einzigartige Ökosysteme

Die Antarktis hat in diesem antarktischen Sommer eine Hitzewelle erlebt, die australische Klimaforscher stark beunruhigt. Sie fürchten drastische Konsequenzen für die antarktischen Lebewesen und die Ökosysteme dort. ´Wie sie jüngst im Fachmagazin "Global Change Biology" berichteten, sei an der Casey-Station am 24. Januar in der Spitze ein Temperaturrekord von
9,2 Grad Celsius gemessen worden. Dieses Temperaturmaximum sei fast sieben Grad wärmer als der durchschnittlich gemessene Höchstwert an der antarktischen Forschungsstation in den vergangen 31 Jahren. Eine Klimaerwärmung in der Antarktis beeinflusse auch die Ozeanströmungen und damit das Klima in vielen Erdregionen, warnen die Forscher.

01.04.2020: Kostenfreie Untersuchungen auf die Blauzungenkrankheit teilweise gestoppt

In Baden-Württemberg gehen die Untersuchungen von Rindern auf die Blauzungenkrankheit (BTV) weiter. Dementsprechend werden eingesandte Proben von den staatlichen Veterinäruntersuchungsämtern sowie vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf - Diagnostikzentrum auf eine Infektion mit dem von Stechmücken übertragenen Virus getestet. In anderen Bundesländern wie Bayern
wurden die kostenfreien Untersuchungen dagegen inzwischen an den staatlichen Untersuchungslaboren gestoppt. Diese können jetzt nur noch gegen Gebühr von privaten Laboren durchgeführt werden, da die staatlichen Labore aufgrund der Corona-Krise keine Kapazitäten mehr hätten. Die Untersuchungspflicht wurde jedoch nicht gleichzeitig ausgesetzt, sondern besteht aktuell weiter, berichtet die Arbeitsgruppe Südplus.

31.03.2020: Geflügelpest im Landkreis Börde

Im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt ist die Geflügelpest ausgebrochen. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb nahe Bülstringen mit rund 20.000 Tieren, die aufgrund der Tierseuchenbekämpfung alle getötet wurden. Außerdem wurde eine Schutz- und Beobachtungszone rund um den Ausbruchsbetrieb ausgewiesen und die
Geflügelhalter zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert. Weiterhin sind alle Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Um welchen Virustyp es sich bei dem Ausbruch der aviären Influenza handelt, gab der Landkreis bislang nicht bekannt. Zuletzt waren in Deutschland mehrere Fälle vom Subtyp H5N8 aufgetreten.

31.03.2020: Konservieren von Hodenzellen zur Arterhaltung perfektioniert

Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat eine Methode zur Isolierung von Hodenzellen und deren Gefrierkonservierung entwickelt. Ziel ist es, durch die Methode Zellen des männlichen Fortpflanzungstraktes von gefährdeten und bedrohten Katzenarten zu konservieren. Bei der Methode kommt es vor allem auf die Gefriergeschwindigkeit an, da das Ausmaß möglicher Gefrierschäden stark von der Geschwindigkeit der Temperaturabsenkung beim Einfrierprozess mit flüssigem Stickstoff abhängt. Außerdem ist es notwenig, zuvor den Gewebeverband aufzulösen und die Hodenzellen als Zellsuspension einzufrieren, damit das Gefrierschutzmittel gleichmäßig und rasch in einzelne Zellen eindringen kann. Die Methode wurde bei einigen Säugetierarten bereits erfolgreich durchgeführt und von den WissenschaftlerInnen am Leibniz-IZW für die Konservierung von Katerhodenzellen angepasst.
Das Forschungsteam vom Leibniz-IZW sieht darin einen wichtigen Schritt zur Bewahrung der Keimbahn wertvoller Tiere für künftige Anwendungen im Rahmen der Erhaltung von Arten und der Vielfalt in ihrem Erbgut. Denn von den weltweit vorkommenden 39 Katzenarten, stehen 25 auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als potenziell bis stark gefährdet. Maßnahmen zur Unterstützung der Fortpflanzung werden zunehmend wichtiger für den Erhalt der genetischen Vielfalt innerhalb dieser Tierarten. Zu diesen Maßnahmen gehören auch die Gefrierkonservierung von Keimzellen und die künstliche Befruchtung. Die Hoden männlicher Tiere, die versterben oder einer Einschläferung unterzogen werden müssen, bergen in ihren Hoden Stammzellen und zahlreiche unreife Vorstufen männlicher Keimzellen. Diese könnten in der Zukunft etwa im Rahmen einer Spermatogenese „im Reagenzglas“ zu fertigen Spermien ausgereift werden.

31.03.2020: RKI-Präsident fordert Vorgehen gegen Wildtierhandel

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), hat sich in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dafür ausgesprochen, gegen illegalen Handel mit Wildtieren vorzugehen. Durch den immer enger werdenden Kontakt zu exotischen Tieren wie Schleichkatzen oder Affen sei die Gefahr sehr groß, dass neue Erreger ins Land gebracht werden könnten, berichtet der Deutschlandfunk. Auch Wildtiermärkte, wie sie besonders häufig in asiatischen Ländern stattfinden, müssten stärker reguliert werden, wie Experten fordern. Nur so könnten weitere Ausbrüche von Pandemien
verhindert werden. Die auf engem Raum in Käfigen gestapelten Wildtiere wie beispielsweise Vögel, Schlangen, Bambusratten und Zibetkatzen könnten neue Viren entstehen lassen, wie Wildtierarzt Christian Walzer, Leiter der Abteilung Gesundheit bei der Wildlife Conservation Society in New York, gegenüber der NZZ erklärt hat. Die sogenannten Lebendtiermärkte werden meist von wohlhabenden Chinesen besucht, für die diese Wildtiere Delikatessen sind. Noch ist das Verbot der Wildtiermärkte, das China verhängen will, nicht verabschiedet.

31.03.2020: VdZ bittet Bund um Unterstützung

Auch die Zoos in Deutschland sind durch die herrschende Corona- Pandemie stark gebeutelt. Die Einrichtungen sind im Moment alle für Besucher geschlossen. Dadurch fehlen den Betreibern wichtige Einnahmen. „Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden", erklärt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten (VdZ) und Zoodirektor in Leipzig. Aus diesem Grund hat sich der VdZ mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier sowie die Ministerpräsidenten der Bundesländer gewandt und um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro gebeten. Sollten
weiterhin Zahlungen ausbleiben, wäre die Zucht und Pflege von mehr als 180.000 Wirbeltieren in den 56 dem Verband angehörigen Zoos in Gefahr. Viele von ihnen gehören zu bedrohten Arten und sind Bestandteil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. „Ein möglicher Verlust dieses wertvollen Tierbestandes wäre ein herber Rückschlag für unseren Kampf um den Erhalt der Biodiversität und käme somit einer Katastrophe gleich", betont der VdZ-Präsident. Da davon auszugehen ist, dass viele Städte und Gemeinden gerade in strukturschwachen Regionen Deutschlands aufgrund der Corona- Pandemie in finanzielle Schieflage geraten werden, weist der Verband in seinem dringlichen Brief auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung durch den Bund in dieser Notlage hin.

30.03.2020: Neue Verordnung für die Meldepflicht von Beatmungsgeräten

Gemäß einer neuen Verordnung des Landes Hessen vom vergangenen Freitag (27.03.2020) müssen alle Einrichtungen dem Gesundheitsamt Auskunft geben über die Anzahl, Hersteller sowie Funktionsfähigkeit von vorhandenen Geräten,
die zur invasiven oder nicht-invasiven Beatmung von Menschen geeignet sind. Weiterhin müssen Name und Kontaktdaten von Personen übermittelt werden, sodass eine jederzeitige Erreichbarkeit der Einrichtung sichergestellt ist.

30.03.2020: Menschenaffenbestand durch Covid-19 gefährdet

WissenschaftlerInnen haben die Befürchtung, dass die Bestände der Menschenaffen als Folge der Coronavirus-Pandemie stark bedroht werden. Aufgrund ihrer zum Menschen ähnlichen DNA könnte sich eine Infektion mit Sars-CoV-2 bei Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen ebenso wie bei einer Infektion beim Menschen als tödlich erweisen. Orang-Utans sind ohnehin sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, sodass Experten vermuten, dass Covid-19 sie sogar noch schlimmer treffen könnte. Vier Pfoten unterhält die Orang-Utan Waldschule in Borneo und trifft nun notwendige Vorkehrungen für den Fall, dass auch dort die Pandemie ausbrechen sollte. Momentan befinden sich acht Orang-Utan-Waisen in der Waldschule, die dort aufgezogen und auf ein zukünftiges Leben in
Freiheit vorbereitet werden. Sorge bereitet der Primatologin bei VIER PFOTEN, Dr. Signe Preuschoft, dass auch in Indonesien die Zahl der Corona-Infektionen zugenommen hat und damit die Gefahr wächst, dass infizierte Tierpfleger die Tiere anstecken könnten. Als Vorkehrungsmaßnahmen müssen die Pfleger nun ihre Kleidung wechseln, bevor sie das Gehege betreten, Schutzmasken tragen sowie nur in ganz kleinen Teams arbeiten. Zudem wird das eingekaufte Futter zweimal gewaschen, bevor es den Orang-Utans gegeben wird. „Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz. Menschenkinder sind generell nicht besonders schlimm von Corona- Symptomen betroffen, deshalb hoffen wir, dass das bei unseren Orang-Utan Waisenkinder genauso ist“, so Preuschoft.

Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus

Wie beurteilen Sie die Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus in Deutschland?