Kleine Wildtiere im Herbst unterstützen
Mit dem startenden Herbst verändert sich auch das Leben der heimischen Wildtiere. Die noch verbleibenden Tage bis zum Winterschlaf müssen Igel, Eichhörnchen und andere Wildtiere nutzen, um sich genügend Fettreserven anzufuttern, wie Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtierstiftung sagt. Zudem müssen Winterquartiere gefunden werden, damit die Tiere gut durch die kalte Jahreszeit kommen.
Die Expertin appelliert daher an Gartenbesitzer:innen, Laub nicht aufzusammeln, da sich darunter viele Insekten, Schnecken, Raupen und Käfer für die wichtige Nahrungsaufnahme tummeln. Auch auf Streuobstwiesen und ungemähten Grünflächen können Igel Nahrung finden. Siebenschläfer, Gartenschläfer und Haselmaus brauchen Beeren, Nüsse und Samen, um sich genügend Fettreserven anzulegen.
Neben Totholz, Stein- und Laubhaufen bieten auch Mauerspalten und Komposthaufen Schutz für die Winterschläfer. Daher empfiehlt es sich, Reisig liegen zu lassen und dichte Brombeerhecke nicht zu beschneiden. Auch alte Baumstümpf sollten nicht entfernt werden, da diese Käfern und Spinnentieren Versteckmöglichkeiten bieten.
Vögel finden in Beerenpflanzen oder Samenständen von Wilder Möhre, Königskerze und Natternkopf noch genügend Nahrung. Hohle Pflanzenstängel werden über den Winter hinweg auch zu Wildbienenhotels.
Um Nester nicht zu zerstören, sollten Gartenbesitzer:innen bei ihren Arbeiten in den Herbstmonaten vorsichtig sein. Hundebesitzer:innen sollten ihre Vierbeiner unbedingt davon abhalten, unter Hecken oder an Baumwurzeln nach schlafenden Bilchen oder Igeln zu stöbern.
Tierärzt:innen und Tiermedizinische Fachangestellte können sich in verschiedenen E-Learningkursen über Wildtiere auf Myvetlearn.de online fortbilden.
Lippische Landeszeitung
Bpt bietet Fortbildung für Ausbildungspraxen an
Unter dem Titel „Rechtliche Voraussetzungen für Praktika oder professionelle Begleitung von Studierenden während des Praktikums“ bietet der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) für seine Mitglieder eine Fortbildung an. Diese Online-Fortbildung besteht aus der Aufzeichnung einer Präsenz-Veranstaltung im Rahmen der bpt-INTENSIV Kleintierfortbildung in Bielefeld am 01. März 2024 und enthält zudem einen Vortrag zu Voraussetzungen für Ausbildungspraxen aus dem Jahr 2026, der den Vorgaben der EAEVE entspricht.
bpt-Mitglieder können diese Fortbildung, die noch bis Ende 2026 buchbar ist, für ihre Registrierung als bpt-Ausbildungspraxis nutzen. Es werden jedoch auch andere Fortbildungen mit adäquaten Inhalten nach Vorlage eines Zertifikats akzeptiert.
bpt
App vermittelt umfassendes Wissen zu Wildtieren
Viele junge Wildtiere landen als vermeintliche Notfälle in Tierkliniken und -praxen. Doch in den meisten Fällen sind die Jungtiere gar nicht hilfsbedürftig, erklärt Prof. Dr. Michael Pees von der Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo). Sie wären besser in ihrer natürlichen Umgebung aufgehoben gewesen.
Damit hilfsbereite Menschen besser erkennen, welche Tiere wirklich tierärztliche Hilfe benötigen, hat ein Team der TiHo die App „Wildtier SOS“ entwickelt. Die KI-gestützte App bietet Finder:innen eine schnelle und fundierte Entscheidungshilfe. Mit Hilfe von Beispiel-Bildern und -Videos sowie einer hilfreichen SOS-Funktion, lassen sich unnötige Eingriffe in die Natur vermeiden.
„Jetzt geht das ganz praktisch mit der neuen KI-Integration. Per Foto kann die App in kürzester Zeit die Tierart erkennen, was Laien besonders bei Jungtieren schwer fallen kann“, so der Klinikleiter. Zudem finden die User:innen wichtige Hinweise zu gesetzlichen Vorgaben, Zoonosen und dem Schutzstatus des Tieres.
„Die App Wildtier SOS ist ein digitaler Meilenstein für den Tier- und Artenschutz in Deutschland“, fasst Professor Dr. Michael Pees zusammen. „Sie vermittelt wertvolles Wissen über die Wildtiere in unserer Umgebung, erkennt, ob ein Tier Hilfe benötigt, leitet Finderinnen und Finder bei der Erstversorgung an und unterstützt dabei, die richtigen Anlaufstellen in der Nähe zu finden.“
Um besser auf Wildtierpatienten vorbereitet zu sein, können sich Tierärzt:innen auf Myvetlearn.de mit einer vierteiligen Wildtierreihe online fortbilden. Für Tiermedizinische Fachangestellte steht eine separate Reihe zur Verfügung.
TiHo
Globale Umfrage zum Stand der Kleintiermedizin
Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) bittet Tierärzt:innen und andere tiermedizinische Fachkräfte, an einer globalen Umfrage teilzunehmen. Das Ziel dieser Umfrage ist die Stärkung und Förderung der tierärztlichen Kleintierpraxen auf der ganzen Welt. Die Antworten der Teilnehmenden sollen dazu beitragen, Realitäten, Herausforderungen und Chancen der Kleintiermedizin besser zu verstehen.
Diese wegweisende Initiative bildet die Grundlage für den kommenden globalen Bericht zum Stand der Kleintiermedizin – eine wichtige neue Publikation der WSAVA, die entscheidende Erkenntnisse für Tierärzte und andere tiermedizinische Fachkräfte liefert, nationale Verbände stärkt und globale Interessenvertretung und Maßnahmen unterstützt. Die Bearbeitung der Umfrage dauert etwa 20 bis 25 Minuten, alle Antworten sind vertraulich und werden nicht mit dem Namen oder der Organisation verknüpft.
Alle Teilnehmenden haben zudem die Chance, eine kostenlose Anmeldung für den WSAVA-Kongress und/oder WSAVA Academy Credits zu gewinnen.
Hier gehts direkt zur Umfrage
WSAVA
Sommerhitze sorgt für viele Wildtiere in der tierärztlichen Praxis
Der Sommer hat Deutschland fest im Griff. Laut Wetterprognosen kündigt sich bereits die dritte Hitzewelle in diesem Jahr mit Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke an.
Auch für Wildtiere bedeuten diese Extremtemperaturen eine große Herausforderung. Schon während der letzten Hitzeperiode im Juni wurden Hunderte Tiere in der Wildtierklinik der Justus-Liebig-Universität (JLU) in Gießen abgegeben, die damit an ihre Grenzen kommt. Wie aus einem Instagram-Post zu entnehmen ist, wurden dort allein an einem Tag 180 Tiere aufgenommen und 508 Telefonate geführt.
Besonders häufige Patienten sind Mauersegler und Schwalben. Die Jungvögel springen nicht selten aus Panik in die Tiefe und können sich dabei schwer verletzen. Ein zusätzliches Problem sind Aufnahmestopps von Wildtierstationen und Pflegestellen, die sich im Normalfall um die weitere Versorgung der Tiere kümmern. Nur dem außergewöhnlichen Einsatz von Mitarbeitenden, Studierenden, Praktikanten sowie Freiwilligen ist zu verdanken, dass bislang alle Wildtiere behandelt werden konnten. Sollte aber das Aufkommen weiter auf diesem Niveau bleiben, sehe man sich gezwungen, ernsthaft zu prüfen, wie lange eine weitere Aufnahme von Tieren noch möglich sei, so die JLU.
Um auch auf Wildtierpatienten vorbereitet zu sein, können sich Tierärzt:innen auf Myvetlearn.de mit einer vierteiligen Wildtierreihe online weiterbilden. Für Tiermedizinische Fachangestellte steht eine separate Reihe zur Verfügung.
Gießener Allgemeine
Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen soll beschleunigt werden
Der Deutsche Bundestag hat am 26. März 2026 beschlossen, die Anerkennung in Heilberufen zu beschleunigen. Demnach gilt für Ärzt:innen aus Drittstaaten ab dem 1. November 2026 eine schnellere sowie einheitliche und digitale Anerkennung.
Nach Zustimmung durch den Bundesrat sollen sich einerseits die Kenntnisprüfungen um eine Berufszulassungsprüfung im ärztlichen Bereich nicht auf etwaige Defizite konzentrieren, sondern gleiche Standards für alle anlegen. Andererseits haben die Bundesländer ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, sprachliche Kompetenzen von Antragstellenden aus Drittstaaten bereits vor der Berufsqualifikation zu prüfen.
„Anerkennungsverfahren von Berufsqualifikationen dürfen nicht länger der Flaschenhals bei der schnellen Integration von qualifizierten Fachkräften in unseren Arbeitsmarkt sein, die unser Land dringend benötigt. Die direkte Kenntnisprüfung soll zum Regelfall werden und den Zugang in den Arbeitsmarkt deutlich beschleunigen. Einheitliche Standards und digitale Verfahren entlasten alle Seiten von überflüssiger Bürokratie. Schnelligkeit bei Verwaltungsakten ohne Abstriche bei unseren hohen Standards an die Versorgungsqualität und Patientensicherheit – genau das wird dieses Gesetz leisten“, erklärt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Dem neuen Gesetz zufolge soll eine elektronische Übermittlung (z.B. Datenaustausch zwischen Behörden) sowie als Alternative zur Schriftform auch die elektronische Form (z.B. Verzicht auf die Approbation) zulässig sein.
Für die Tiermedizin gilt dies nicht automatisch, da die Veterinärmedizin dem Bundeslandwirtschaftministerium und nicht dem Gesundheitsministerium unterstellt ist.
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
World Veterinary Day: mehr Wertschätzung für die tierärztliche Arbeit
Am 25. April 2026 wird der World Veterinary Day begangen. Der internationale Ehrentag der Tiermediziner:innen wird seit inzwischen 26 Jahren immer am letzten Aprilsamstag gefeiert.
Mit diesem Feiertag soll die Arbeit der Veterinärmediziner:innen gewürdigt werden. Denn Tierärztinnen und Tierärzte leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Tiergesundheit, die Lebensmittelsicherheit und den Schutz der öffentlichen Gesundheit, betont der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT), der sich mehr Wertschätzung für den Berufsstand wünscht.
Neben der Behandlung der tierischen Patienten kümmern sich Tierärzt:innen auch um wichtige präventive Gesundheitsmaßnahmen sowie die Beratung von Tierhaltenden. Die Arbeitsbelastung ist regelmäßig auf einem hohen Niveau, hinzu kommen psychische Belastungen wie das Einschläfern von Tieren oder aggressives Verhalten von Patientenbesitzer:innen. Aber auch der wachsende organisatorische Aufwand und das mangelnde Verständnis können zu chronischem Stress und emotionaler Erschöpfung, bis hin zu gesundheitlichen Folgen, führen.
Um das zu vermeiden, sei ein respektvoller Umgang miteinander von zentraler Bedeutung, heißt es auf der Internetseite des BfT. Dieser beginnt bereits beim Besuch in der Praxis, durch Verständnis für auftretende Wartezeiten, Akzeptanz medizinischer Entscheidungen, realistische Erwartungen und eine offene, konstruktive Kommunikation.
Der World Veterinary Day bietet die Gelegenheit, die Arbeit der Tierärztinnen und Tierärzte bewusst zu würdigen.
BfT
Mehr Gehalt für TFA ab Mai
Nach drei Verhandlungsrunden über den neuen Gehaltstarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) konnten sich der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) auf einen Tarifkompromiss einigen.
Die Tarifpartner legten für die kommenden 18 Monate einen neuen Tarifvertrag fest, der zum 1. Mai 2026 in Kraft treten wird. Die erste Erhöhung der Gehälter startet im kommenden Monat, ab dem 1. Januar 2027 wird dann die nächste Stufe wirksam. Im Durchschnitt steigen die Gehälter über den gesamten Tarifzeitraum um etwas mehr als 3 Prozent.
Außerdem werden die TFAs der Tarifgruppen I bis IV mit dem Junigehalt eine Einmalzahlung in Höhe von 230 Euro brutto erhalten.
Auch die Auszubildenden dürfen sich freuen: ihre Vergütung steigt mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2026/2027 im ersten Ausbildungsjahr auf 1.000 Euro, im zweiten auf 1.100 Euro und im dritten auf 1.200 Euro. „Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und die Evaluierung der GOT haben die Tarifpartner einen tragfähigen Kompromiss gefunden, der den Tierarztpraxen und -kliniken Planungssicherheit gibt“, zeigt sich TFA-Referatsleiterin Katrin Hammermann des vmf zufrieden.
vmf
Leitfaden klärt über Zuständigkeiten bei der Wildtierrettung auf
Frühlingszeit ist Jungtierzeit. Die engagierten Tierretter:innen haben aktuell viel zu tun. Über die Zuständigkeiten bei einer Wildtierrettung auf fremdem Grund und Boden klärt der aktuelle „Leitfaden Jungtierrettung“ des Tierparks Nordhorn auf.
Dieser beantwortet im Speziellen die wichtigsten Fragen rund um die Rettung von Gelegen von nicht jagdbaren Arten. Dazu gehören unter anderem Fasan, Stockente oder Rebhuhn. Bei den auf den zu mähenden Wiesen und Feldern gefundenen Gelegen, deren Anzahl nach Informationen des Tierparks in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, haben Jäger:innen ein Aneignungsrecht. Bei allen Nichtwildarten (z.B. Brachvogel, Kiebitz, etc.) ist die Aneignung verboten!
Es ist verboten, die Gelege dieser Arten zu zerstören oder zu entfernen. Die Jäger:innen bzw. andere Helfer:innen sind somit verpflichtet, diese zu kennzeichnen, so dass sie bei der Feldbearbeitung gesehen werden können. Bei der Feldbewirtschaftung müssen diese Areale dann von den Landwirt:innen ausgespart und geschützt werden. Diese Einschränkung müssen die Bewirtschafter:innen hinnehmen.
Diese und weitere Fragen werden im „Leitfaden Jungtierrettung“ beleuchtet, in der Hoffnung, mehr für Mensch und Tier zu erreichen.
Da gerade jetzt viele verletzte oder verwaiste Wildtiere in die Tierarztpraxis gebracht werden, bietet Myvetlearn.de eine vierteilige Kursreihe zu Wildtieren in der Praxis für Tierärzt:innen sowie eine separate Reihe für Tiermedizinische Fachangestellte an. Bei Buchung bis zum 12. April 2026 gilt auch auf diese Reihen ein Osterrabatt in Höhe von 15%.
Tierpark Nordhorn
Petition sucht Unterstützer für Nachtfahrverbot von Mährobotern
Mehr als 160.000 Menschen aus ganz Deutschland haben bereits Petitionen für ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter zum Schutz heimischer Igel unterschrieben. Der Einsatz der Mähroboter soll demnach mindestens von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang verboten werden, fordert die vor einer Woche von der Igelschützerin Bianca Dirigl aus Regensburg ins Leben gerufene Petition, die bereits 51.000 Unterschriften sammeln konnte (Stand: 24.2.2026).
„Ich engagiere mich ehrenamtlich in einer Pflegestelle für Igel, die ich gegründet habe. Was wir in den letzten Jahren erleben, erschüttert mich zutiefst: Igel mit tiefen Schnittverletzungen im Gesicht, mit abgetrennten Beinen, mit schweren Infektionen, sind alles keine Seltenheit mehr“, so Drigil. Die verletzten Tiere würden tagelang leiden, viele verenden an ihren Verletzungen.
Drigil ist mit ihrer Forderung nicht allein: derzeit gibt es 23 Petitionsaufrufe für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern, da sie die Tiere nicht erkennen und Igel bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich einrollen.
Seit Oktober 2024 gilt der westeuropäische Igel erstmals laut der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“. Die Bestände sind in mehr als der Hälfte der Länder, in denen die Tiere leben, zurückgegangen – darunter auch Deutschland.
Auf Myvetlearn.de finden Tierärzt:innen und TFA Online-Fortbildungen zur Behandlung und Pflege von Igeln.
Zur Petition >>>
Auf ganzjährigen Zeckenschutz achten
Anlässlich der steigenden Temperaturen weist der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) auf die von Zeckenstichen ausgehenden Gefahren für Tiere, insbesondere für Hunde hin. Denn aufgrund des milderen Klimas machen Zecken längst keine Winterpause mehr, sondern sind praktisch das gesamte Jahr über ab etwa +7 °C – manche Arten sogar bei Frost – aktiv. Deshalb gilt heute mehr denn je: Konsequente Zeckenprophylaxe aus der Tierarztpraxis und tägliches Absuchen der Tiere gehören zur festen Routine. Wer hier frühzeitig handelt, schützt seinen Hund nicht nur vor lästigen Stichen, sondern reduziert auch das Risiko schwerer, teils lebensbedrohlicher Erkrankungen wie der Babesiose und der Borreliose. Besonders die kältetolerante Auwald- oder Wiesenzecke breitet sich seit Jahren stark aus und ist inzwischen in vielen Regionen Deutschlands nachgewiesen, auch im Norden. Mit ihr steigt das Risiko für Babesiose, eine durch Blutparasiten (Babesien) ausgelöste Erkrankung.
Umso wichtiger ist ein wirksamer Zeckenschutz, der Zecken bereits vor dem Stich fernhält oder nach dem Anheften schnell und sicher abtötet, bevor die Erreger übertragen werden. Dafür stehen verschiedene Präparate zur Verfügung – etwa Spot-ons, Halsbänder, Tabletten oder Injektionen. Die Wirkdauer reicht von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Die meisten Mittel schützen zusätzlich auch vor Flöhen, was besonders für aktive Tiere ein Plus ist, einige enthalten auch gleichzeitig Wirkstoffe zur Entwurmung.
Darüber hinaus rät der BfT, den Hund nach jeden Spaziergang auf Zecken zu kontrollieren. Besonders an Kopf, Ohren, Hals, Achseln, Bauch, Leisten und zwischen den Zehen sollte auf die Spinnentiere, die als Nymphen kleiner als Stecknadelköpfe sein können, geachtet werden. Entdeckt man eine Zecke, sollte diese schnell und korrekt entfernt werden, wobei sie möglichst nicht gequetscht oder gedreht werden sollte. Anschließend sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Zeigt das Tier Fieber, Mattigkeit oder Lahmheit, ist eine tierärztliche Abklärung wichtig.
Da Zecken die Erreger nicht nur auf Hund und Katze übertragen können, sollte man sich auch selber nach einem Spaziergang im Wald oder einem Aufenthalt in Garten oder Park auf Zecken absuchen. Für den Menschen kann das vom Gemeinen Holzbock übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME) lebensgefährlich werden. Außerdem infiziert sich der Mensch häufig über Zecken mit Borrelien, die sehr unterschiedliche Krankheitssymptome hervorrufen können. Während gegen die FSME eine Impfung existiert, kann einer Borreliose nur durch einen aktiven Zeckenschutz entgegengewirkt werden.
BfT
bpt-INTENSIV Kleintier Gastroenterologie in Bielefeld
Vom 26. Februar bis 01. März 2026 findet in der Stadthalle Bielefeld die bpt-INTENSIV Kleintier 2026 zum Spezialthema Gastroenterologie statt. Die Fortbildungsveranstaltung kommt mit einem hochkarätigen Programm inkl. Seminaren der Industrie und mit einer Fachmesse Veterinärmedizin daher.
Das Hauptprogramm besteht aus
- Vortragszyklus (aktuelle, praxisrelevante Referate)
- Falldarstellungen (Anamnese – Diagnose – Therapie – Verlauf)
- Seminarverbund (drei Vertiefungsseminare zu ausgewählten Problemstellungen mit Rotation der Teilnehmer durch alle drei Seminare)
Ergänzt wird das Hauptprogramm durch Beratungsangebote zur Praxisführung und eine Fortbildung für Tiermedizinische Fachangestellte.
Jetzt noch rasch anmelden >>>
Neuer Veterinärkongress ab 2027 in Stuttgart
Am 15. Januar 2026 geht der 13. Leipziger Tierärztekongress (LTK), die größte Fortbildungsveranstaltung für Tierärzt:innen im deutschsprachigen Raum, an den Start. Die rund 7.000 Teilnehmenden erwarten neben 500 Vorträgen und Kursen auch ca. 350 Ausstellerfirmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Fachmesse vetexpo präsentieren werden.
Um den Tierärzt:innen die lange Wartezeit bis zum nächsten LTK im Jahr 2028 zu verkürzen, startet die Leipziger Messe mit den VetMed – Tiermedizintagen Baden-Württemberg eine neue veterinärmedizinische Veranstaltung im Süden Deutschlands. Erstmals findet der Kongress am 5. und 6. Februar 2027 in der Schwabenlandhalle Fellbach in Stuttgart statt und soll künftig immer im Zwischenjahr des Leipziger Tierärztekongresses durchgeführt werden.
„Baden-Württemberg ist eine der stärksten Tierarztregionen in Deutschland – mit einer hohen Praxisdichte und einer großen fachlichen Bandbreite“, erklärt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Mit der VetMed schaffen wir in Kooperation mit der Landestierärztekammer Baden-Württemberg eine Fortbildungsplattform, die Austausch, Praxisnähe, Wissenstransfer und Teamfortbildung in den Mittelpunkt stellt. Wir freuen uns auf diese ganz sicher gewinnbringende Kooperation.“
„Als drittgrößte Tierärztekammer Deutschlands ist es uns wichtig, moderne und regionale Fortbildungsangebote zu etablieren, die den Kolleginnen und Kollegen im Südwesten praxisnahen und hochqualitativen Input bieten“, ergänzt Tim Bogs, Vizepräsident der Landestierärztekammer Baden-Württemberg. „Mit unserem Wissen um die Bedürfnisse der Region werden wir gemeinsam mit den Veranstaltungsprofis der Leipziger Messe ein Format entwickeln, das Tierärztinnen, Tierärzten und Tiermedizinischen Fachangestellten eine zukunftsorientierte Plattform bietet. Wir laden schon jetzt die Tierärzteschaft und Praxisteams der gesamten Region herzlich ein, diese Veranstaltung zu besuchen.“
Entsprechend der regionalen Bedürfnisse werden im Kongressprogramm sowohl Themen für die Praxis als auch für die Klinik abgebildet. Zu den fachlichen Schwerpunkten zählen Kleintier, Pferd und Veterinary Public Health (VPH). Eine eigene Fortbildungssäule richtet sich zudem an Tiermedizinische Fachangestellte (TFA), sodass das gesamte Praxisteam neue Impulse erhält. In einer begleitenden Fachausstellung werden innovative Exponate und Technologien aus den Bereichen Pharma, Medizintechnik und Praxisbedarf gezeigt. Die Zahl der Aussteller:innen zur Veranstaltungspremiere wird bewusst auf 50 begrenzt, um einen fokussierten Einblick zu ermöglichen.
Vetmed
Hilfsangebote für psychisch belastete Tierärzt:innen
Im Vergleich zur restlichen Bevölkerung haben Tierärztinnen und Tierärzte ein sehr viel größeres Suizidrisiko. Das ist das Ergebnis verschiedener Untersuchungen zur mentalen Gesundheit, die in vielen Ländern durchgeführt wurden. Nach Informationen des Bundes angestellter Tierärzte (BaT) sind Tierärzt:innen in Deutschland viermal häufiger suizidgefährdet als Menschen in anderen Berufen. Eine Online-Umfrage unter rund 3.160 Veterinärmediziner:innen im Jahr 2016 führte zu einem ähnlichen Ergebnis.
„Wir haben einfach keine Behandlungskapazitäten. Die aber werden von den Tierbesitzern eingefordert und das manchmal auch sehr vehement. Man kann das natürlich auch verstehen, sie sind besorgt um ihr Tier. Aber wir stecken in dem Dilemma, dass wir auch gerne wollen, aber es nicht können“, erklärt Jan Balzar. Der 53-jährige Tierarzt mit eigener Praxis im schleswig-holsteinischen Wees schätzt die vielen Fachgebiete seines Berufes. Neben dermatologischen und internistischen Fälle sowie Augen- und Zahnbehandlungen gehören aber auch Euthanasien zum Alltag.
„Das sind Momente, die sind natürlich sehr, sehr traurig. Man weiß, wie schwer es ist, so einen Verlust zu haben mit einem Tier, mit dem man jahrelang zusammengelebt hat. Manchmal ist das ja Kind-Ersatz, manchmal der letzte Partner, weil man alt ist“, so Balzar. Für ihn sind Euthanasien nicht belastend, er weiß aber von anderen Kolleg:innen, dass sie diese teilweise sehr viel mehr mitnehmen.
Die Präsidentin der Tierärztekammer Schleswig-Holstein, Evelin Stampa, erklärt, dass ihre Kolleg:innen sehr unterschiedlich mit dem Stress umgehen, der auch durch den Personalmangel und den damit verbundenen zusätzlich zu leistenden Nacht- und Notdiensten intensiviert wird. „Wir haben auch viele Kollegen, die ja sehr perfektionistisch sind und alles gut und richtig machen wollen. Und das sind eben oft solche Leute, die gefährdet sind“, so Stampa.
Um belastete Tierärzt:innen zu unterstützen, hat der Verein VETHilfe im Juni 2025 eine Telefonseelsorge ins Leben gerufen. Hier können Menschen mit psychischen Probleme professionelle Hilfe erhalten. „Wir haben ja zum Glück Vorlagen aus englischsprachigen Ländern, also aus den USA und England. Die sind da halt schon deutlich weiter mit Hilfsangeboten und Mentorprogrammen. Es ist halt wichtig, dass viel drüber gesprochen wird, damit das dann auch in Anspruch genommen wird“, betont die Tierärztin Doris Timmann, die sich in dem Verein engagiert. Das Hilfsangebot richtet sich speziell an Tierärztinnen und Tierärzte, aber auch an alle Mitarbeitenden im Bereich der Tiermedizin. Täglich von 20 bis 22 Uhr ist sie unter der Telefonnumer +49 3320 3326 370 geschaltet.
In einem geplanten Hilfsangebot können Tierärztinnen und Tierärzte aus Schleswig-Holstein und Hamburg im Februar und März 2026 für Einsätze in Kriseninterventionsteams geschult werden.
NDR
DVG-Vet-Congress 2025 in den Startlöchern
Am morgigen Mittwoch (05.11.2025) öffnen sich die Türen des Estrel Congress Centers in Berlin-Neukölln für Tierärztinnen und Tierärzte sowie Tiermedizinische Fachangestellte und Studierende der Veterinärmedizin. Veranstalter ist die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG). Sie ist mit 6.000 Mitgliedern und 41 Fachgruppen eine der größten tiermedizinischen Dachorganisationen in Deutschland.
Die Besucher:innen erwarten zahlreiche Seminare und weitere parallel stattfindende Veranstaltungen in den Bereichen Kleintier-, Pferde-, Nutztier- sowie Infektionsmedizin. Der Veranstalter lädt die Teilnehmenden auch ein, den Blick zu weiten und über das eigene Fachgebiet hinaus Vorträge zu besuchen.
Offiziell eröffnet wird der DVG-Vet-Congress 2025 am 6. November um 18 Uhr durch den Gastvortrag von Prof. Dr. Jürgen Schäfer (Marburg), Internist, Endokrinologe, Kardiologe, Intensivmediziner und Autor – bekannt geworden als „deutscher Dr. House“. Zum bereits 71. Mal wird die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK-DVG) unter dem Dach des DVG-Vet-Congresses ihren Jahreskongress durchführen. Das diesjährige Leitmotto lautet „Zurück in die Zukunft“. Das Programm wurde in diesem Jahr von einem jungen Team aus fünf Nachwuchswissenschaftler:innen erstellt.
Die Besucher:innen dürfen sich zudem auf die Industrieausstellung „VET-Messe“ am 7. und 8. November freuen. Die rund 140 Ausstellenden werden auf mehr als 2.000 Quadratmetern neue Produkte, Dienstleistungen und innovatives Equipment für die tierärztliche Praxis präsentieren und stehen gern für Gespräche zur Verfügung.
Zum kompletten Programm gelangen Sie hier.
DVG
Niedersachsen zeichnet Wildtierschutz aus
Das Land Niedersachsen zeichnet auch in 2026 Menschen aus, die sich besonders für den Schutz von Wildtieren engagieren. Für den Niedersächsischen Tierschutzpreis stellt das Landwirtschaftsministerium insgesamt 30.000 Euro bereit. Noch bis zum 1. Dezember 2025 können sich Einzelpersonen sowie Tierschutzvereine und andere Institutionen des Bundeslandes bewerben.
„Ich freue mich, auch im Jahr 2026 wieder den Niedersächsischen Tierschutzpreis vergeben zu dürfen. Damit möchte ich mich bei denen bedanken, die sich in Niedersachen besonders für den Tierschutz einsetzen. Die Herausforderungen im Wildtierschutz sind vielfältig: zum Beispiel drohen Wildtieren Gefahren durch Mähroboter im Garten und Mähmaschinen auf dem Feld sowie durch den Straßenverkehr. Nicht tierschutzgerechte Haltung von Wildtieren als exotische Heimtiere kann ebenfalls zu großem Tierleid führen“, erklärt Tierschutzministerin Miriam Staudte.
Da kranke oder geschwächte Wildtiere auch immer häufiger in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, bietet Myvetlearn.de die ATF-anerkannte E-Learningreihe Wildtiere in der Tierarztpraxis an, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Eine separate Reihe richtet sich an Tiermedizinische Fachangestellte. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Ministerium Niedersachsen
Tag der offenen Tür an der VetmedUni Wien
Am Samstag, 27. September 2025, öffnet der Campus der Veterinärmedizinischen Universität Wien von 10:00 bis 17:00 Uhr seine Pforten für alle Wissenschaftsbegeisterten und Studieninteressierten.
Besucherinnen und Besucher können am Tag der offenen Tür hinter die Kulissen der einzigen veterinärmedizinischen Universität Österreichs blicken. Es wird exklusive Führungen durch das Tierspital und zwei Museen geben, ebenso spannende Vorträge und Präsentationen sowie Info-Stände für Studieninteressierte und viele Mitmach-Stationen für Jung und Alt!
Tiere sind mit Ausnahme von Patienten und zertifizierte Assistenzhunden auf das Universitätsgelände nicht gestattet.
Der Campus befindet sich am Veterinärplatz 1 in Wien.
Neues Pharmakovigilanz-Zentrum an der TiHo
Nicht nur Menschen können auf Arzneimittel mit Übelkeit, Gelenkschmerzen oder Hautausschlag reagieren, auch Tiere zeigen verschiedene unerwünschte Symptome, auch Nebenwirkungen genannt. Zudem kann es vorkommen, dass ein Medikament nicht die erhoffte Wirkung zeigt.
Um die Sicherheit von Tierarzneimitteln zu gewährleisten, spielen Meldungen zu diesen sogenannten unerwünschten Ereignissen (UE) eine wichtige Rolle. Diese Meldungen werden von Fachleuten für die Pharmakovigilanz der Medikamente entsprechend analysiert.
Tierärzt:innen, Tiermedizinische Fachangestellte und Tierhaltende können ihre Meldungen zu Nebenwirkungen ab sofort auch dem neuen Pharmakovigilanz-Zentrum der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) mitteilen. Die eingegangenen Meldungen werden von der TiHo aufgenommen und gebündelt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weitergeleitet.
Die TiHo Hannover leistet mit dem Pharmakovigilanz-Zentrum einen wichtigen Beitrag zur Risikominimierung von Tierarzneimitteln. Das Ziel sind qualitativ hochwertige Arzneimittel, die sicher und wirksam sind.
TiHo Hannover
DVG-Vet-Congress 2025 mit umfangreichem Programm
Vom 5. bis 8. November 2025 findet im Estrel Congress Center in Berlin-Neukölln der 71. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK-DVG) statt.
Neben Tagungen zahlreicher Fachgruppen können sich die Kongressbesucher:innen auch in diesem Jahr auf eine umfangreiche Anzahl an Fortbildungs- und Networkingmöglichkeiten freuen. Parallel zum Kongressprogramm finden sowohl der 8. Internationale Kongress zur Pferdemedizin und die Tagung der AG Pferdeophthalmologie als auch der Thementag Gastroenterologie der AG Gastroenterologie der DGK-DVG und der Fachgruppe Tierernährung zum Thema: „Darm im Dialog – vom intestinalen Mikrobiom und seinen Achsen“ statt. Zusätzlich lädt die Akademie Deutscher Galopp zum 10. Mal zu einer Veranstaltung über die tierärztliche Betreuung von Rennpferden ein.
Eröffnet wird die Veranstaltung am 5. November 2025 mit einer Festrede des deutschen „Dr. House“ Prof. Dr. Jürgen Schäfer und anschließender „Berliner Sause“ als ungezwungenes Warm up. Begleitet wird der dreitägige DVG-Vet-Congress 2025, der bei den Kleintierveranstaltungen unter dem Motto „Zurück in die Zukunft!“ steht, von der VET-Messe am 7. und 8. November 2025, bei der sich die Fachbesucher:innen über innovative sowie bewährte Produkte und Dienstleistungen der Veterinärbranche informieren können. Die traditionelle Kongressparty im Estrel Festival Center beendet den 2. Kongresstag.
Bis einschließlich 24. September 2025 gilt noch der günstige Frühbuchertarif!
DVG
Virus verursacht nässende Geschwüre bei Eichhörnchen
In einigen kanadischen und nordamerikanischen Regionen werden vermehrt Eichhörnchen mit warzenähnlichen Wucherungen und nässenden Geschwüren gesichtet. Verursacht wird die sogenannte Eichhörnchen-Fibromatose durch das Pockenvirus Leporipox.
Dieses Virus wurde erstmals im Jahr 1953 im US-Staat Maryland entdeckt. Seitdem gibt es immer wieder Virusnachweise auch aus anderen Bundesstaaten. Eine Infektion mit dem Pockenvirus verursacht bei den Wildtieren warzenähnliche Tumore, die aufplatzen und Flüssigkeit absondern können. Übertragen wird das Virus über Insektenstiche und durch den direkten Kontakt mit Wunden kann eine Übertragung auch auf andere Eichhörnchen stattfinden. In der Regel erholen sich die erkrankten Eichhörnchen, sobald die Wucherungen abklingen und verschwinden. Nur in schweren Fällen, wenn die Tumore auf innere Organe übergreifen, kann die Krankheit tödlich verlaufen.
Nach Aussagen des Michigan Department of Natural Resources (DNR) ist das Virus für Menschen und Haustiere ungefährlich, sondern befällt nur Eichhörnchen bzw. Grauhörnchen. Aktuell scheint der Bundesstaat Maine vermehrt betroffen zu sein.
„Es ist nichts, worüber man sich wirklich Sorgen machen müsste. Zum größten Teil sind Eichhörnchen mit Eichhörnchenpocken einfach nur sehr hässlich anzusehen“, erklärt Shevenell Webb, Wildtierbiologin beim Maine Department of Inland Fisheries and Wildlife.
Auch wenn das Virus hierzulande nicht so häufig bei Eichhörnchen auftritt, wird diese Spezies doch hin und wieder in der Tierarztpraxis vorgestellt. Damit sich Tierärzt:innen zu dem Thema Wildtiere in der Praxis fortbilden können, bietet Myvetlearn.de eine gleichnamige ATF-anerkannte E-Learningreihe an. In einer separaten Reihe können sich auch Tiermedizinische Fachangestellte zum Thema Aufzucht, Pflege und Behandlung von Wildtieren online fortbilden. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Merkur
Papillomaviren lässt Kaninchen in den USA Hörner wachsen
Das Shope-Papillomavirus, auch als Baumwollschwanz-Kaninchen-Papillomavirus (engl. Cottontail rabbit papillomavirus, CRPV) bekannt, ist ein Virus, das vor allem Wildkaninchen befällt. Eine Infektion mit dem Virus verursacht bei den Tieren Keratinkarzinome, die Hörnern ähneln. Meist sind diese Auswüchse am oder in der Nähe des Kopfes des Tieres zu finden. Das Shope-Papillomavirus kommt vor allem in den USA vor, insbesondere im Mittleren Westen von Minnesota bis Texas.
Da die Viren durch Zecken oder Mücken übertragen werden, bricht die Krankheit vermehrt im Sommer oder Frühherbst aus. Aktuell wird von einem Ausbruch in Fort Collins, Colorado, berichtet, wo zahlreiche Wildkaninchen mit warzenartigen Tumoren zu beobachten sind. Bei etwa 25 % der Fälle entwickeln sich diese zu bösartigen Plattenepithelkarzinomen, die metastasieren und den Tod des Tieres verursachen können. Große Auswüchse behindern zudem die Nahrungsaufnahme – viele Tiere verhungern schlicht.
Hunde und Katzen sowie Menschen können sich nicht infizieren, da sie nicht empfänglich für das Virus sind. Eine Übertragung auf freilaufende Hauskaninchen ist jedoch möglich. Die erfolgt fast ausschließlich über blutsaugende Insekten. Haltende in betroffenen Regionen können ihre Tiere also schützen, indem sie Insekten- oder Zeckenstiche verhindern. Sollte es doch zu einer Infektion kommen, können Tierärzt:innen die Tumoren chirurgisch entfernen, bevor sie bösartig werden.
Auch wenn die Shope-Papillomaviren hierzulande nicht vorkommen, werden gerade im Sommer und Herbst zahlreiche, (vermeintlich) kranke oder verletzte Wildtiere in die Tierarztpraxis bzw. -klinik gebracht. Daher bietet Myvetlearn.de die ATF-anerkannte E-Learningreihe Wildtiere in der Tierarztpraxis an, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Eine separate Reihe richtet sich an Tiermedizinische Fachangestellte. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Petbook
Neue TFA-Tarifverträge nur für Mitglieder einsehbar
Über mehrere Monate haben der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) und der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) über neue Tarifverträge für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) verhandelt. Erst in der 3. Verhandlungsrunde ist es zwischen den Tarifpartnern zu einer Einigung zum Gehalts- und Manteltarifvertrag gekommen, die am 1. Juni 2025 in Kraft getreten sind.
In einer gemeinsamen Stellungnahme haben bpt und vmf am vergangenen Dienstag (29.07.2025) erklärt, dass die Details zu den neu verhandelten Tarifverträgen nur den jeweiligen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Eine Verpflichtung, die Verträge unbeteiligten Dritten offenzulegen, bestehe nicht, so die beiden Parteien. Lediglich die Arbeitgeber:innen seien verpflichtet, die in ihrer Praxis/Klinik anwendbaren Tarifverträge auch im Betrieb bekanntzumachen.
bpt
Trockenheit lässt Wildtiere leiden
Trotz regionaler Regenfälle in den vergangenen Tagen ist es in vielen Gebieten in Deutschland noch immer zu trocken. Neben der Landwirtschaft leiden besonders Wildtiere unter den fehlenden Niederschlägen. Nach Einschätzung von Naturschützer:innen könnte die anhaltende Trockenheit für zahlreiche heimische Wildtiere in Gärten, Parks und Wäldern existenzbedrohend sein.
„Vögel, Insekten und andere Wildtiere leiden derzeit massiv unter Wassermangel und Überhitzung“, erklärt Jürgen Ehrhardt vom Naturschutzbund NABU in Thüringen. Besonders Amphibien und Fische, aber auch Kleinstlebewesen und Insekten fehlt es an Wasser zum Trinken, Abkühlen und Laichen, denn die Trockenheit hat auch zur Austrocknung natürlicher Wasserstellen geführt.
Während die Bestände von Grasfröschen in Thüringen regelrecht eingebrochen sind, wie Ehrhardt betont, konnten sich einige Tierarten aufgrund des Klimawandels allerdings weiter ausbreiten. So brüte etwa der Bienenfresser, ein wärmeliebender Vogel, inzwischen nicht nur im Saaletal, sondern auch weiter nördlich. Auch würden immer öfter Gottesanbeterinnen in verschiedenen Regionen des Bundeslandes gesichtet, was ebenfalls mit den gestiegenen Temperaturen einhergeht.
In Dürrezeiten können Gartenbesitzer:innen den unter der Trockenheit leidenden Wildtieren helfen, indem sie Wassertränken und -näpfe in ihren Gärten oder an einem anderen geeigneten Ort aufstellen. Dabei sollte beachtet werden, dass das Wasser täglich gewechselt und die Tränken mit kochendem Wasser gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich Krankheitserreger vermehren. Auch Schatteninseln seien an heißen Tagen von großer Bedeutung für Tiere. „Hier helfen unter anderem Hecken und Sträucher mit heimischen Gehölzen“, sagt Ehrhardt abschließend.
Da kranke oder geschwächte Wildtiere auch immer häufiger in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, bietet Myvetlearn.de die ATF-anerkannte E-Learningreihe Wildtiere in der Tierarztpraxis an, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Eine separate Reihe richtet sich an Tiermedizinische Fachangestellte. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Proplanta
Tierärzt:innen immer häufiger Opfer von Aggressionen
Aggressionen und Gewalt haben in den vergangenen Jahren in Deutschland in vielen Bereichen zugenommen. Immer häufiger werden auch bestimmte Berufsgruppen Opfer von aggressivem Verhalten. Dazu gehören inzwischen auch Tierärzt:innen und Tiermedizinische Fachangestellte. Nach Informationen der Landestierärztekammer (LTK) ist das inzwischen als bundesweites Problem zu betrachten.
Tierärzt:innen werden von Patientenbesitzer:innen bedroht, auch Autoreifen wurden schon aufgeschlitzt. Da Gewalttaten gegenüber tiermedizinischem Personal in der Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst werden, sei die genaue Zahl der Fälle nicht bekannt, so Heidi Kübler, die Präsidentin der Landestierärztekammer (LTK) Baden-Württemberg. „Es ist zunehmend so, dass wir Erfahrungen machen, bei denen vor allem die jüngeren Kollegen und Kolleginnen sehr bedrängt werden, dass sie emotional unter Druck gesetzt werden“, erklärt auch Joachim Fritz, Tierarzt im Kleintierzentrum AniCura in Heilbronn.
Ramona Maier, Tierärztin im Ruhestand, sieht auch in dem hohen Stresslevel der Tierhaltenden einen Grund für die Zunahme der Aggressionen. „Die Leute haben häufig weite Wege hinter sich, mehrere Tierärzte oder Praxen schon angefahren und finden immer weniger Praxen, wo sie aufgenommen werden“, so Maier. Trotz besonderer Sicherheitsstandards, wie Videoüberwachung, abschließbaren Bereichen und Fluchtwegen, seien aggressive Vorfälle in der Klinik nicht zu verhindern. Die Klinikleiterin Katharina Möhler musste innerhalb der vergangenen sechs Monate bereits zweimal die Polizei hinzuziehen. Neben enttäuschten Erwartungen seien auch die mitunter hohen Behandlungskosten für das eigene Tier Grund für die Frustration der Tierhaltenden, sagt Möhler.
In Einzelgesprächen und Teambesprechungen werden Gewaltsituationen gemeinsam aufgearbeitet und analysiert. Im Umgang mit den Klienten versucht die Klinikleitung, ihre 20 Tierärzt:innen anzuleiten, auf Deeskalation zu setzen. Heidi Kübler fordert von der Politik, dass entsprechende Gewaltpräventionsprogramme auch für Tierärzt:innen gefördert werden. Denn wenn Tierärztinnen, die ohnehin für Burnout und psychische Erkrankungen als besonders gefährdet gelten, sich nach einem Übergriff dafür entscheiden, den Beruf zu wechseln, wiegt das in Anbetracht des schon bestehenden Fachkräftemangels sehr schwer.
LTK Baden-Württemberg
SWR
TPM-Vorstand wiedergewählt
Bereits am 23. Mai 2025 ist der aktuelle Vorstand des Bundesverbandes Tiermedizinisches Praxismanagement (TPM) im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung mit einer eindeutiger Mehrheit im Amt bestätigt worden.
Der neue und alte Vorstand setzt sich zusammen aus der 1. Vorsitzenden Kathrin Siemer, der 2. Vorsitzenden Mara Muthesius, Schriftführerin Lena Alexa Dahmen und Kassenwart Dr. Wolfgang Matzner. Beisitzerin wird Doreen Meyer übernimmt den Beisitz von Ruth Buddenborg, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheidet. Buddenborg wird künftig jedoch bei einzelnen Projekten mit ihrer Expertise weiterhin zur Verfügung stehen.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Mitglieder und die Möglichkeit, gemeinsam mit einem erfahrenen und engagierten Team die Entwicklung unseres Berufsbildes weiter voranzubringen“, erklärte Kathrin Siemer nach ihrer Wiederwahl, die das Vertrauen in den eingeschlagenen Kurs des Verbandes stärkt.
In den nächsten Monaten wird sich der Vorstand um die fachliche Weiterentwicklung, die politischen Positionierung des Praxismanagements in der Tiermedizin und die Stärkung der Community innerhalb der Branche kümmern.
Bundesverband TPM
VETHiLFE startet kostenlose deutschlandweite Telefonseelsorge
Seit dem 1. Juni 2025 haben Menschen, die im Bereich der Tiermedizin tätig sind, die Möglichkeit, mentale Unterstützung über eine telefonische Seelsorge zu erhalten. Das Sorgentelefon des Vereins VETHiLFE ist täglich von 20-22 Uhr erreichbar. Der zusätzliche Service soll dem tierärztlichen Personal bei der Bewältigung von psychischen Belastungen in Beruf und Alltag helfen.
Die Telefonhotline wird ausschließlich von ausgebildeten Freiwilligen aus dem tiermedizinischen Bereich (Peer-Prinzip) betrieben. Alle Anrufe werden streng vertraulich behandelt. Neben der emotionalen Unterstützung bieten die Telefonseelsorger:innen einen Raum, in dem Jede:r ohne Vorurteile über ihre/seine Situation und Sorgen sprechen kann. Denn manchmal reicht einfach nur ein offenes Ohr, um Zweifel und Ängste zu bewältigen. In anderen Fällen helfen sie ihren Kolleg:innen auch, entsprechende Ansprechpartner für weitergehende Hilfe zu finden.
Der gemeinnützige Verein VETHiLFE e.V. ist vor gut einem Jahr gegründet worden, um die mentale Gesundheit von Menschen in der Tiermedizin zu fördern, da die Belastungen in dem Bereich immer mehr zunehmen. Die Gründe liegen an dem noch immer herrschenden Fachkräftemangel, aber auch an Tierbesitzer:innen, die sich aggressiv oder übergriffig verhalten.
Der Verein ist unabhängig von Kammern, Verbänden und Institutionen. Die Mitglieder kommen aus allen Bereichen wie Kliniken, Praxen, Universitäten oder Industrie. Es ist möglich und wünschenswert, den Verein finanziell zu unterstützen. Jede auch noch so kleine Spende kann helfen und unter Umständen Leben retten.
VETHiLFE
TFA-Gehälter steigen zum 1. Juni 2025
Nachdem sich der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) als Tarifpartner in der dritten Runde geeinigt haben, werden zum 1. Juni 2025 die Gehälter der Tiermedizinischen Fachangestellte (TFA) sowie der Auszubildenden steigen.
Mit Beginn des nächsten Monats werden sowohl ein neuer Gehaltstarifvertrag als auch ein neuer Manteltarifvertrag in Kraft treten. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertragesendet am 31. Januar 2026.
Demnach steigen die Tarifgehälter für TFA in der ersten Tätigkeitsgruppe (TG I) einheitlich um 300 Euro brutto, in der TG II um rund 336 Euro und in der TG III um rund 366 Euro. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich im ersten Jahr auf 900, im zweiten auf 1.000 und im dritten Jahr auf 1.100 Euro. Neu hinzu kommt eine Tarifgruppe IV für TFA, die leitungsbezogene Tätigkeiten ausführen.
Auch im Manteltarifvertrag haben sich Änderungen ergeben. Ab dem 1. Juni 2025 sind Überstunden, auch für Teilzeitbeschäftigte, über die regelmäßige vertragliche wöchentliche Arbeitszeit hinaus künftig zuschlagspflichtig, soweit innerhalb von 18 Wochen keine entsprechende Freizeit gewährt wird. Bereitschaftsdienst wird mit 50 Prozent des aktuellen Stundenlohns, mindestens aber mit dem jeweiligen gesetzlichen Mindestlohn vergütet.
Rückwirkende Zahlungen werde es nicht geben, damit unter anderem der bürokratische Aufwand der Praxen so gering wie möglich gehalten werden könne, erklärt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder. „Gleichzeitig sehen wir damit auch einer möglichen Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde gelassen entgegen und werden im Januar auf Basis der dann tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung wieder verhandeln.“
„Es war uns wichtig, insbesondere die Gehälter und Ausbildungsvergütungen der TFA nachhaltig zu verbessern. Wir schauen zuversichtlich nach vorne, auch wenn uns der Verzicht auf die Nachzahlungen nicht leichtgefallen ist“, betont vmf-Verhandlungsführerin Hannelore König.
vmf
bpt und vmf haben Einigung beim TFA-Tarifvertrag erzielt
Am vergangenen Donnerstag fand in Frankfurt die 3. Verhandlungsrunde zum Gehalts- als und Manteltarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) zwischen den Tarifpartnern Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) und dem Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) statt. Wie aus einer kurzen Erklärung der Tarifpartner hervorgeht, habe man bei beidem eine Einigung erzielt. Nun gilt bis zum 26. Mai 2025 um 12.00 Uhr eine Erklärungsfrist. Bis dahin wurde über die Einzelheiten Stillschweigen vereinbart.
vmf
Junge Wildtiere nur aus der Distanz beobachten
Die Brut- und Setzzeit der Wildtiere in Deutschland dauert noch bis zum 15. Juli an. In den kommenden Wochen sollten Spaziergänger:innen und Hundehalter:innen besondere Rücksicht auf Wildtiere nehmen. So kann es in der nächsten Zeit häufiger vorkommen, dass Jungtiere scheinbar allein gelassen wurden.
Dieses Verhalten ist für junge Feldhasen jedoch normal, denn sie sind Nestflüchter und die Häsin kommt nur ein- bis zweimal täglich zum Säugen. Zahlreiche Menschen vermuten allerdings, dass die Jungtiere Waisen sind und „retten“ die Tiere, indem sie sie mitnehmen. Doch sollten vermeintlich verwaiste Tiere zunächst aus sicherer Entfernung über einen längeren Zeitraum beobachtet und auf keinen Fall berührt werden. Nur wenn ganz sicher ist, dass das Muttertier nicht zurückkommen wird, darf der Mensch helfend eingreifen und das Tier in eine Aufzuchtstation bzw. in eine Tierarztpraxis bringen. Da Hasen dem Jagdrecht unterliegen, muss in diesem Fall unbedingt auch der örtlich zuständige Jäger informiert werden.
Hunde sollten während der Brut- und Setzzeit nur angeleint ausgeführt werden, damit sichergestellt wird, dass die Vierbeiner keine Jungtiere aufstöbern oder gar verletzen. Bei aus dem Nest gefallenen Jungvögeln muss zwischen Nestlingen (unbefiedert) und Ästlingen (befiedert und flüchtet) unterschieden werden. Nestlinge sollten wieder ins eigene Nest zurückgesetzt werden, sofern diese nicht zu stark ausgekühlt sind und der Allgemeinzustand des Tieres dies zulässt. In den meisten Fällen kehrt eines der Elterntiere innerhalb kürzester Zeit zurück. Auch hier empfiehlt es sich, das Nest aus größerer Entfernung für eine Weile zu beobachten. Fühlt sich der Vogel eiskalt und schlapp an, ist Wärmezufuhr die erste und wichtigste Maßnahme. Am besten wird das Tier in der hohlen Hand gehalten oder nahe am Körper des Finders.
Lediglich bei gefundenen jungen Mauerseglern sollte ein Zurücksetzen ins Nest nicht erfolgen. Da ein Jungvogel nicht einfach einem Nest zuzuordnen ist, brauchen diese tatsächlich Hilfe von fachkundiger Hand. Am Boden aufgefundene Mauersegler, egal welchen Alters, sind häufig entkräftet oder sogar krank und müssen entsprechend versorgt werden.
Die Pflege und Aufzucht eines Wildtieres gehört auf jeden Fall in fachkundige Hände wie Pflege- und Aufzuchtstationen bzw. Tierärzte, Tierschutzvereine und Naturschutzbehörden in der Umgebung.
Um Wildtiere in der Praxis geht es auch in der gleichnamigen, ATF-anerkannten E-Learningreihe auf Myvetlearn.de, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. In einer separaten Reihe können sich auch Tiermedizinische Fachangestellte zum Thema Aufzucht, Pflege und Behandlung von Wildtieren online fortbilden. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
LAVES Niedersachsen
Heute schon an das Wissen von Morgen denken
Auf Myvetlearn gibt es noch bis zum 27.4.2025 auf ausgewählte Osterkurse einen Rabatt von 15% auf die reguläre Teilnahmegebühr.
Natürlich muss lediglich die Buchung bis zum 27.4.2025 erfolgen. Für die Bearbeitung der Kursinhalte ist anschließend wie gewohnt ausreichend Zeit. Alle Kurse für Tierärzt:innen sind ATF-anerkannt.
Hier geht es zu den rabattierten Osterkursen >>>
Jungvögeln nur bei offensichtlicher Gefahr helfen
Der Frühling ist in seiner ganzen Pracht in Deutschland angekommen. Mit den wärmeren Temperaturen hat auch die Brutzeit der heimischen Vögel begonnen. Bei einigen Arten verlassen die Jungvögel aus Neugier ihr sicheres Nest, noch bevor diese fliegen können. Doch die scheinbar hilflosen Vögel werden in den meisten Fällen auch außerhalb des Nests von ihren Eltern beschützt, die häufig in der Nähe auf Nahrungssuche sind.
Ein Eingreifen ist lediglich erforderlich, wenn der noch unbeholfene Jungvogel sich in Gefahr befindet, beispielsweise weil dieser auf der Straße oder in der Nähe einer Katze sitzt. In einer solchen Situation wird dazu geraten, das Tier vorsichtig in ein nahegelegenes Gebüsch zu setzen und ihn aus der Distanz zu beobachten. Sollte innerhalb von 60 Minuten keines der Elternteile auftauchen, sollten die Finder:innen eine Pflegestation kontaktieren. Das gilt auch bei verletzten Vögeln oder kaum befiederten Nestlingen.
Um Wildtiere in der Praxis geht es auch in der gleichnamigen, ATF-anerkannten E-Learningreihe auf Myvetlearn.de, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Kurs 3 der Reihe befasst sich mit der Aufzucht von Jungvögeln. In einer separaten Reihe können sich auch Tiermedizinische Fachangestellte zum Thema Aufzucht, Pflege und Behandlung von Wildtieren online fortbilden. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Um Tierärzt:innen und TFAs die Osterzeit zu verschönern, bietet Myvetlearn.de noch bis zum 27. April 2025 15% Rabatt auf ausgewählte Online-Fortbildungen an. Die Ermäßigung gilt auch für die Wildtier-Reihe.
Schweizerbauer
Osterfeuer gefährden heimische Wildtiere
Die Ostertage stehen an und damit auch in vielen Regionen die traditionellen Osterfeuer. Am Abend des Ostersonntags wird vielerorts ein Feuer angezündet, um unter anderem die Wintergeister und damit alles Böse zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.
Der beliebte Brauch kann für heimische Wildtiere jedoch schnell lebensgefährlich werden. In den Tagen und Wochen, bevor die aufgeschichteten Holzhaufen angezündet werden, können sich Spitzmäuse und Igel, Vögel, Kaninchen und andere Kleintiere verstecken, um hier zu nisten. Nach dem Entfachen des Feuers haben zahlreiche Tiere dann keine Möglichkeit mehr, zu fliehen, und erleiden schwere Verletzungen oder verenden qualvoll.
Um das zu vermeiden, sollte das Brennmaterial erst unmittelbar vor dem Abbrennen aufgeschichtet oder vorhandene Haufen sorgfältig umgeschichtet werden, damit die Tieren die Möglichkeit zur Flucht haben. Zudem kann die Entfachung des Feuers nur auf einer Seite, den Tieren die Möglichkeit geben, auf der gegenüberliegenden Seite des Haufens zu entkommen, anstatt von allen Seiten von den Flammen umschlossen zu werden.
Aufgrund der fast überall in Deutschland herrschenden großen Trockenheit, sollten die Vorsichtsmaßnahmen in diesem Jahr besonders sorgsam umgesetzt und beachtet werden, um ein Umsichgreifen des Feuers zu verhindern.
Um Tierärzt:innen und TFAs die Osterzeit zu verschönern, bietet Myvetlearn.de im Zeitraum zwischen dem 14. und 27. April 2025 15% Rabatt auf ausgewählte Online-Fortbildungen an. Die Ermäßigung gilt für verschiedene Kurse bzw. Kursreihen. Auf der Übersichtsseite von Myvetlearn.de sind diese entsprechend mit einem Osterei gekennzeichnet. Nach Eingabe des Codes Ostern2025 im Buchungsprozess wird der Rabatt automatisch abgezogen. Darüber werden unter allen Tierärzt:innen, die in diesem Zeitraum den Einsteigerkurs Igel – der Igel als Patient in der Kleintierpraxis buchen, drei Fachbücher zum Igel verlost.
Myvetlearn.de wünscht Frohe Ostern!
Landkreis Pfaffenhofen
Osteraktion: 15% bei Online-Fortbildungen auf Myvetlearn.de sparen
Vom 14. bis 27. April 2025 gibt es auf ausgewählte Osterkurse in Form von Online-Fortbildungen für Tierärzte und TFA auf Myvetlearn.de 15% Rabatt auf die Kursgebühr. Die Kurse sind auf der Fortbildungsplattform Myvetlearn.de entsprechend mit einem Osterei gekennzeichnet. Voraussetzung für den Rabatt ist die Kursbuchung zwischen dem 14. und dem 27. April 2025 unter Eingabe des Codes: Ostern2025. Es muss lediglich die Buchung bis zum 27.4.2025 erfolgen. Für die Bearbeitung der Kursinhalte steht anschließend wie gewohnt ausreichend Zeit zur Verfügung.
Außerdem werden darüber hinaus noch ein paar Extra-Ostereier in Form von Fachbüchern zum Igel verlost. Diese werden unter denjenigen verlost, die während der beiden Osterwochen den Igelkurs buchen.
Somit steht einem schönen Osterfest nichts mehr im Weg!
Zur Osteraktion
Weg für neue Tarif-Verhandlungen offen
Nachdem die außerordentliche Delegiertenversammlung des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) in der vergangenen Woche der Tarifkommission des Verbandes das erneute Verhandlungsmandat erteilt hat, können die TFA-Tarifverhandlungen mit dem Verband medizinischer Fachberufe (vmf) wieder aufgenommen werden. Der bpt erklärt auf seiner Internetseite, dass der Entschluss der Delegiertenversammlung im November 2024, die zähen Tarifverhandlungen zu unterbrechen, revidiert worden sei.
Die vmf-Präsidentin Hannelore König und die TFA-Referatsleitung Katrin Hammermann zeigen sich gesprächsbereit und haben bereits entsprechende Terminvorschläge übermittelt. Als Ziel für einen neuen Tarifabschluss wurde der 30. Mai 2025 avisiert.
vmf
Boehringer Ingelheim unterstützt Telefonseelsorge für Tiermediziner:innen und TFAs
Der Berufsalltag von Tiermediziner:innen und tiermedizinischen Fachangestellten ist häufig geprägt von belastenden Situationen. Neben Krankheit und Tod von Tieren sieht sich das tiermedizinische Fachpersonal auch immer wieder mit Tierhalter:innen konfrontiert, die aggressives und unverständliches Verhalten zeigen. Die täglichen emotionalen Herausforderungen und Stresssituationen führen dazu, dass Tiermediziner:innen im Vergleich anderen Berufsgruppen dreimal so häufig unter Depressionen leiden und ein fünffach erhöhtes Suizidrisiko haben.
Um ihre Kolleg:innen in derartigen Notsituationen zu helfen, haben Dr. Nicole Lange, Dr. Maike de Rose und Dr. Constanze Hartmann gemeinsam mit weiteren engagierten Menschen aus der Tiermedizin im vergangenen Jahr den gemeinnützigen Verein VETHiLFE e.V. gegründet. Hier bieten sie bundesweit die erste berufsspezifische Telefonseelsorge im tiermedizinischen Umfeld an. Ab 1. Juni 2025 können sich tiermedizinische Fachkräfte an die neue Telefonhotline wenden, wo sie Unterstützung und ein offenes Ohr finden.
Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim unterstützt das im vergangenen Jahr gegründete Gemeinschaftsprojekt mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro. „Wir unterstützen das Ziel der VETHiLFE, Hilfe für Helfende in der Tiermedizin-Community anzubieten, von ganzem Herzen“, erklärte Sandra Quintero, Leiterin der Tiergesundheit Deutschland bei Boehringer Ingelheim, bei der Scheckübergabe. „Unsere Spende wird dazu beitragen, die mentale Gesundheit von Menschen zu stärken, die sich tagtäglich leidenschaftlich für das Wohl von Tieren einsetzen.“
Darüber hinaus kooperieren Boehringer Ingelheim und die VETHiLFE e.V. bei der Social Media Kampagne „Tierärzte geben alles“, die das Ziel verfolgt, die Wertschätzung für den tiermedizinischen Beruf zu stärken. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass nur knapp die Hälfte aller Tierärzt:innen der Meinung sind, dass ihre Arbeit im Allgemeinen geschätzt wird. Die gemeinsame Kampagne soll dazu beitragen, die oft unsichtbaren Aspekte im Engagement der Veterinärmediziner zu beleuchten und ihre Resilienz sowie die Leidenschaft für ihren Beruf in den Fokus zu rücken.
Boehringer Ingelheim
Zeckenzeit hat begonnen
Endlich Frühling – überall erwacht das Leben und das kann, wie im Fall von Zecken, mit gesundheitlichen Risiken für Mensch und Tier einhergehen. Denn mit den steigenden Temperaturen erwachen auch die Blutsauger wieder aus ihrer Winterruhe. Die hungrigen Spinnentiere sind jetzt auf der Suche nach einer Blutmahlzeit, um sich weiter fortzupflanzen. Beim Akt des Blutsaugens können sie jedoch gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehört im Fall des gemeinen Holzbock vor allem die Borreliose und die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) sowie im Fall der Auwaldzecke auch noch die Babesiose. Außerdem werden auch Anaplasmose, Ehrlichiose, die Hepatozoonose und die Rickettsiose von Zecken übertragen.
Daher sollten Tierhalter ihre Tiere vor Zeckenstichen schützen – am besten ganzjährig, da die milden Temperaturen immer häufiger dafür sorgen, dass die Zecken die Winterruhe ausfallen lassen. Eine ganzjährige Zeckenprophylaxe schützt die Vierbeiner daher am besten vor schweren Erkrankungen, weiß der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT).
Aber nicht alle Zeckenschutzmittel sind gleich. Deshalb ist es wichtig, die Packungsbeilage sorgfältig durchzulesen und die jeweiligen Anwendungsempfehlungen genau zu beachten. Nur so wirken die Mittel so, wie sie sollen. Auch die Einhaltung ergänzender Hinweise ist wichtig – beispielsweise Wartezeiten oder das Abnehmen von Halsbändern vor dem Baden oder Schwimmen.
Auf viele dieser Tick-Borne Diseases geht Prof. Dr. Stephan Neumann in der Online-Fortbildungsreihe für Tierärzt:innen Consensus Statements für die Kleintiermedizin (Modul 6 & 9) ein.
Erneuter TFA-Streik droht
Nach dem bundesweiten Streik der Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) am 21. Februar 2025 ruft der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) erneut für den 31. März 2025 zur Arbeitsniederlegung auf.
„Der Handlungsbedarf steigt: Die kommende Bundesregierung redet von einem Mindestlohn von 15 Euro und die Einstiegsgehälter für TFA liegen seit Oktober 2022 bei 14,01 Euro. Unser Tarifpartner bpt glaubt, uns mit Gesprächen beruhigen zu können, hat aber seit dem Beschluss seiner Delegiertenversammlung kein Verhandlungsmandat. Das heißt, TFA werden weiter von der normalen Lohnentwicklung abgehängt. Das werden wir so nicht stehen lassen und rufen die TFA deshalb auf, auch beim zweiten Streik Stärke zu demonstrieren“, erklärt Hannelore König, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.
Neben 12,5 Prozent mehr Gehalt bzw. mindestens 300 Euro für eine Laufzeit vom 1.10.2024 bis 31.12.2025 fordert der vmf die Einführung einer weiteren Tätigkeitsgruppe für TFA, die anerkannte oder geregelte Fortbildungen von mindestens 300 Stunden absolviert haben. Außerdem stehen Verbesserungen bei der Bewertung und Vergütung der Arbeitszeit im Bereitschaftsdienst und bei der Rufbereitschaft sowie beim Urlaubsgeld und bei der Weihnachtszuwendung auf der Agenda.
Katrin Hammermann, Referatsleiterin TFA im vmf, kritisiert, dass einzelne Arbeitgeber:innen mit Drohungen versucht hatten, die Streikteilnahme ihrer TFA zu unterbinden und bestärkt ihre Kolleg:innen, am 31.3. 25 erneut die Arbeit niederzulegen.
vmf
VetJoy.org fördert mentale Gesundheit von Tierärzt:innen
Tierärzt:innen leiden vielfach unter einem alarmierenden Maß an Stress, was zu Burnout führen und die Arbeit am tierischen Patienten in großem Maß beeinträchtigen kann. Das konnten verschiedene Studien belegen. Ein spezielles Coaching für Tierärzt:innen kann in diesem Fall ein wertvolles Werkzeug sein, um Wege zu finden, aus dem Hamsterrad von Terminen und Aufgaben herauszukommen.
Um mehr Betroffenen ein Coaching zu ermöglichen, wurde die Initiative VetJoy.org von den europäischen Dachverbänden Federation of Veterinarians of Europe (FVE), der Federation of Companion Animal Veterinary Associations (FECAVA) und der International Veterinary Student´s Association (IVSA) ins Leben gerufen. Tierärztliche Einrichtungen in ganz Europa können sich für Gutscheine für ein Coaching zum mentalen Wohlbefinden bewerben!
Das Ziel von VetJoy.org ist es, Arbeitsplätze in der Tiermedizin so zu gestalten, dass sich jedes Teammitglied wertgeschätzt, respektiert und unterstützt fühlt. Auf der Internetseite haben die Tierärzt:innen die Möglichkeit, einen Coach zu finden. Bewerbungen für 2025 sind jetzt möglich!
VetJoy.org
Online-Infoveranstaltung für tiermedizinische Berufe
Am 26. März 2025 stellt sich der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) in einer Online-Infoveranstaltung den Fragen von Ausbildungs- und Studiumssuchenden und ihren Eltern. Im Rahmen der Woche der Ausbildung der Arbeitsämter lädt der Verband gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Berlin Mitte Interessierte ein, sich zum Ablauf des veterinärmedizinischen Studiums und der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) zu informieren.
„Junge Menschen sollen nicht irgendwas mit Tieren machen, sondern gut informiert in den Beruf gehen“, lautet das Ziel der Veranstalter. Tierärzt:innen und tiermedizinische Fachangestellte stellen in der Online-Infoveranstaltung ihre Berufe vor und erzählen aus ihrem Alltag.
Interessierte können sich hier anmelden, der Zugangslink wird 1 Woche vor der Veranstaltung versendet.
bpt
Am 23.2. ist Bundestagswahl – Wählen gehen nicht vergessen!
Demokratie und freie Wahlen sind ein unschätzbar großes Gut, das es zu schützen gilt. Während in Deutschland sowie in anderen demokratischen, meist westlich orientierten Ländern das Wahlrecht häufig als etwas Selbstverständliches angesehen wird, bezahlen Menschen in anderen Ländern dieser Welt den Kampf für freie Wahlen und demokratische Mitbestimmung nicht selten mit ihrem Leben.
Schon allein deswegen sollte jeder einzelne Bürger, der die Möglichkeit hat, an freien Wahlen teilzunehmen, diese Möglichkeit auch ergreifen. Denn Nicht-Wählen schadet keiner einzelnen Partei oder Parteien, sondern nur der Demokratie. Zudem verzichten Nichtwähler darauf, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen und sie mitzugestalten.
Am kommenden Sonntag, 23.2.2025, ist Bundestagswahl. Gehen Sie hin!
Wer noch nicht weiß, was er/sie wählen soll, kann sich beispielsweise mit Hilfe des Wahl-O-Mats orientieren.
Der Bundesverband praktizierender Tierärzte(bpt) e.V. hat bereits 10 Forderungen an die kommende Regierung formuliert. Diese lauten:
- Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
- Abbau von unnötiger Bürokratie
- Modernisierung der Tierärztlichen Approbationsverordnung (TAppV)
- Schnellere Anerkennung ausländischer Tierärzt/innen
- Besserer Mutterschutz für selbständige Tierärzt/innen
- Gesicherte Kinderbetreuung gewährleisten
- Tierärzt/innen im Ruhestand mit Anreizen zurückholen
- Regelmäßige Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
- Verbindliche Regelung für Tiergesundheitsbesuche
- Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen sofort
bpt-Forderungen zur Bundestagswahl
Bpt formuliert Forderungen an die neue Regierung
In rund einer Woche steht die nächste Bundestagswahl an. Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) nimmt das zum Anlass, seine Forderungen an die künftige Bundesregierung hinsichtlich Tiermedizin und Tiergesundheit zu erneuern. Ein 10-Punkte-Plan sieht neben einem besseren Mutterschutz für selbstständige Tierärzt:innen und gesicherter Kinderbetreuung auch die Flexiblisierung des Arbeitsgesetzes vor. Dies sei notwendig, um einen funktionierenden Notdienst sicherzustellen, so der bpt.
In Hinblick auf die bessere Prävention von Tierseuchen schlägt der bpt eine verbindliche Regelung für Tiergesundheitsbesuche vor. Ein im Jahr 2021 in Kraft getretenes EU-Gesetz, das regelmäßige Tiergesundheitsbesuche bei Nutztieren vorschreibt, werde von Deutschland noch immer nicht umgesetzt. Eine weitere Forderung betrifft die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen, um so unter anderem die verheerende Situation zahlreicher Tierheim in Deutschland zu verbessern.
Um die Arbeit von Tierärzt:innen zu vereinfachen und mehr Zeit für die Behandlung der Tiere zu haben, müsse zudem unnötige Bürokratie abgebaut werden. Gegen den Fachkräftemangel in tiermedizinischen Berufen fordert der Verband zudem Anreize für Praktiker:innen im Ruhestand zu schaffen sowie eine schnellere Anerkennung der Approbation ausländischer Tierärzt:innen zu ermöglichen.
Mit der Initiative Deutschkurs für Tierärzte sollen internationale Tierärzt:innen beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt und speziell bei der Kommunikation mit Tierhalter:innen und Kolleg:innen geschult werden, um besser für die Arbeit in der Praxis oder Klinik vorbereitet zu sein. Durch interaktive Übungen, vertonte Dialoge und Vokabellisten sowie vielfältige Beispielvideos aus der Praxis ist dieser Online-Sprachkurs abwechslungsreich gestaltet und ideal zum Erlernen der benötigten Deutschkenntnisse im Praxisalltag geeignet.
Mehr zum Thema Arbeiten als Tierarzt in Deutschland finden Interessierte auf www.vetworkgermany.de und Tierärztemangel.de. Unter www.support4vetmed.de gibt es zudem Hilfestellung bei den geforderten Kenntnisprüfungen zur Approbationsanerkennung.
bpt
vmf ruft TFA zum Streik auf
Über eine Dauer von vier Monaten haben der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) ihre Tarifverhandlungen für die knapp 24.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten TFA und Auszubildenden geführt, ohne jedoch zu einer Einigung zu kommen. Seit dem 1. Oktober 2024 befinden sich die Tarifverträge daher in der Nachwirkung. Eine Fortführung der Gespräche ist nach Informationen des vmf vom bpt abgelehnt worden. Der Grund: die Forderungen seien unrealistisch hoch.
Aus diesem Grund ruft der Dachverband nun alle TFA in Tierarztpraxen und Tierkliniken zu einem bundesweiten Streiktag auf. Alle sind aufgefordert, ihre Arbeit am 21. Februar 2025 niederzulegen.
„Was ist daran unrealistisch hoch, wenn wir fordern, das Einstiegsgehalt von einem Bruttostundenlohn von 14,01 Euro auf 15,76 Euro zu erhöhen? Der Branchenmindestlohn für Pflegehilfskräfte mit einjähriger Ausbildung beträgt derzeit 16,50 Euro, ab 1. Juli 17,35 Euro. Tiermedizinische Fachangestellte absolvieren eine dreijährige Ausbildung mit Prüfung vor der jeweiligen Landestierärztekammer. Sie arbeiten in der kritischen Infrastruktur und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit von Tieren. Sie sind hochmotiviert, um sich durch Fortbildung auf dem Laufenden zu halten. Ohne TFA ist die flächendeckende tiermedizinische Versorgung in Gefahr. Für dieses Engagement erhielten Vollzeitbeschäftigte laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2023 im Median 2.663 Euro brutto und lagen damit nur 133 Euro über der Schwelle des unteren Entgeltbereichs. Und das in einer Zeit, in der es der Tiermedizin in Deutschland laut eigenen Aussagen so gut geht, wie lange nicht“, erklärt vmf-Präsidentin und Verhandlungsführerin Hannelore König.
vmf
Sachkundenachweis für Verkauf von Bioziden ab sofort verpflichtend
Mit dem Beginn des neuen Jahres benötigen Tierärztinnen und Tierärzte einen Sachkundenachweis nach § 13 Biozidrechts-Durchführungsverordnung (ChemBiozidDV) für den Verkauf von biozidhaltigen Produkten. Zu diesen Produkten gehören unter anderem Floh-Fogger zum Vernebeln von Insektiziden in der Umgebung, aber auch Produkte zur Bekämpfung von Mäusen, Ratten und anderen Nagetieren, Insektizide, Akarizide und Produkte gegen andere Arthropodensowie sogenannte Antifouling-Produkte. Zugelassene Tierarzneimittel, wie zum Beispiel Bravecto, Simparica oder Profender, fallen nicht unter diese Vorschrift, wie die Bundestierärztekammer (BTK) auf ihrer Webseite mitteilt.
Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) bedauert den Beschluss des Bundesumweltministeriums. Im Vorfeld hatte der Verband versucht, auf die Entscheidung des Ministeriums einzuwirken, da Tierärzt:innen durch ihr Studium für den Umgang mit Bioziden bereits qualifiziert seien. Doch ein Ausschuss des Bundesarbeitsministeriums hat nach Auskunft des Umweltministeriums den Tierärzten die Sachkunde abgesprochen. Alternativ zu dem verpflichtenden Sachkundenachweis empfiehlt der bpt, alle Präparate, die nicht verschreibungs- oder apothekenpflichtig sind, für den Verkauf auszulisten.
Alle betroffenen biozidhaltigen Produkte sind auf der Webseite der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (BLAC) aufgelistet.
TiHo führt Studie zum Werwolfsyndrom bei Hunden durch
Seit Ende August 2024 sind in Deutschland vermehrt Erkrankungsfälle bei Hunden ungeklärter Ursache aufgetreten. Die Erkrankung geht mit akuten, schweren neurologischen Symptome einher. Dazu gehören plötzliche Panikattacken, unkontrollierte Bewegungen, Jaulen und seltener im späteren Verlauf epileptische Anfälle. Die Erkrankung wird umgangssprachlich auch als Werwolfsyndrom bezeichnet.
Um die Ursachen dieser Symptome besser zu verstehen, hat ein Forschungsteam einen Fragebogen entwickelt, der sich an Halterinnen und Halter sowohl betroffener als auch nicht betroffener Hunde richtet. Die Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) führt die Erhebung gemeinsam mit Forschenden der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und spezialisierten Tierneurologinnen und Tierneurologen durch.
Unter https://ibei.tiho-hannover.de/survey/epunver/ können Besitzerinnen und Besitzer an der Erhebung teilnehmen und damit die Untersuchungen unterstützen. Die Beantwortung des Online-Fragebogens dauert bis zu 20 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen abgebrochen werden. Die Daten werden vertraulich behandelt.
Das Ziel der Erhebung ist, durch den Vergleich von betroffenen und nicht betroffenen Hunden mögliche Auslöser oder Risikofaktoren zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, zukünftige Vorfälle besser einzuordnen und effektiver darauf reagieren zu können.
Das Werwolfsyndrom wird mutmaßlich durch eine Vergiftung ausgelöst, die aber nach bisherigem Wissensstand nicht tödlich verläuft. Der Verlauf dieser Erkrankung schwankt nach dem akuten Beginn über mehrere Tage bis Wochen. Viele Patienten zeigen nach einer Behandlung der Symptome allmählich Besserung. Besonders auffällig ist, dass in einigen Haushalten mehrere Hunde betroffen sind. Die auslösende Ursache ist aktuell noch nicht endgültig gesichert. Allerdings haben die betroffenen Hunde mit diesen spezifischen klinischen Zeichen kurz vorher Rinderhautknochen erhalten. Jedoch ist bisher nicht bewiesen, dass diese tatsächlich die klinischen Zeichen auslösen. Der zeitliche Zusammenhang bestätigt nicht, dass es sich dabei auch um die Ursache handelt. Da solchen akuten Auffälligkeiten verschiedene Erkrankungen zugrunde liegen können, rät die TiHo dazu, die Hunde in der Abteilung für Neurologie der Klinik für Kleintiere der TiHo oder anderen zertifizierten Tierärztinnen und Tierärzten untersuchen zu lassen, die sich auf Neurologie spezialisiert haben. Eine Übersicht deutschsprachiger Neurologie-Spezialistinnen und -Spezialisten ist unter www.tier-neurologen.com oder https://www.ebvs.eu/specialists zu finden.
TiHo
Angestrebte Reformen im Berufsbildungsrecht positiv bewertet
Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) begrüßt in einer aktuellen Stellungnahme die jüngsten Änderungen und Aktualisierungen im Berufsbildungsrecht sowie die Konkretisierungen in der Verordnung zur beruflichen Qualifikation.
Insbesondere die Berücksichtigung des Fachkräftemangels und die Einbindung von Personen ohne reguläre Ausbildung in den Arbeitsmarkt stellen im neuen Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz (BVaDiG) einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Berufsausbildung dar.
vmf-Vizepräsidentin Patricia Ley erklärt dazu: „Damit wird die Möglichkeit geschaffen, berufliche Kompetenzen, die außerhalb formaler Ausbildungen erworben wurden, zu validieren und offiziell anzuerkennen. Wir sehen darin einen sinnvollen Beitrag, um Quereinsteiger und Fachkräfte ohne formelle Qualifikation zu integrieren. Es ist jedoch entscheidend, dass das Validierungsverfahren praktikabel gestaltet wird, um den bürokratischen Aufwand zu minimieren und den ehrenamtlich tätigen Prüfenden gerecht zu werden.“
Der vmf unterstützt die Zuständigkeit der jeweiligen Berufsvertretungen (paritätische Besetzung der Prüfertandems) bei der Durchführung des Validierungsverfahrens. „Somit wird eine hohe Vergleichbarkeit und Qualität der beruflichen Kompetenzen gewährleistet“, ergänzt Patricia Ley und weist darauf hin, dass es sinnvoll ist, eine Musterfeststellungsordnung einzuführen. Diese habe sich bereits bei der Musterprüfungsordnung bewährt und könne zusätzliche Belastungen für die ehrenamtlichen Prüfer*innen vermeiden.
Ebenfalls positiv bewertet der vmf die Flexibilisierung der Ausbildungsdauer, insbesondere im Kontext von Teilzeitausbildungen. „Dabei darf die Qualität der praktischen Ausbildung aber nicht gefährdet werden“, merkt Patricia Ley an. „Wir fordern deshalb, dass eine Ausbildung in Teilzeit nicht unter 30 Wochenstunden liegen sollte.“
Besonders kritisch sieht der vmf die Regelungen zur fachlichen Eignung von Ausbilder*innen. „Hier ist eine verbindliche Ausbildereignungsprüfung für Ausbildungsbetriebe in den Bereichen Medizin, Tiermedizin und Zahnmedizin dringend erforderlich, um sicherzustellen, dass nur ausreichend qualifizierte Fachkräfte die Ausbildung übernehmen“, so die Vizepräsidentin.
Bei der Umsetzung der neuen Regelungen im Gesundheitswesen sei es nun wichtig, sorgfältig und transparent vorzugehen, um die berufliche Qualität und Kompetenz der Fachkräfte langfristig zu sichern. In diesem Zusammenhang werde eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure und eine kontinuierliche Schulung der Prüfer*innen als unerlässlich angesehen, um den Erfolg der neuen Validierungsverfahren zu gewährleisten.
vmf
Online-Infoveranstaltung für TFAs
Am 14. November 2024 haben die Tarifvertragspartner, der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) und der Verband mezinischer Fachberufe (vmf) die Verhandlungen über für gescheitert erklärt. Der Grund dafür waren unterschiedliche Vorstellungen bei den Gehaltssteigerungen, Ausbildungsvergütungen und einer neuen Tätigkeitsgruppe für TFA, die leitungsbezogene Tätigkeiten ausführen.
Der vmf lädt nun die TFAs am Donnerstag, den 28.11.2024, um 20 Uhr zu einer Online-Infoveranstaltung ein, in der gemeinsam die aktuelle Lage bewertet werden soll. Zudem werden vmf-Präsidentin Hannelore König und TFA-Referatsleiterin Katrin Hammermann die Ideen zum weiteren Vorgehen präsentieren und über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen aufklären. Auch erhalten die Teilnehmenden Tipps, wie sie proaktiv ein Gespräch mit den Arbeitgeber:innen über das Gehalt gestalten können.
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Drohnen zur Rettung von Haus- und Nutztieren
In immer mehr Bereichen kommt die Drohnentechnik zum Einsatz. Schon seit mehreren Jahren werden Drohnen auch zur Rehkitzrettung eingesetzt. Der Verein Rehkitzrettung Schweiz (RKRS) nutzt die Technik während der Setzzeit, um die Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.
Das erlangte Know-How und die Erfahrung gibt der Verein aber auch an interessierte Mitglieder weiter, um Haus- und Nutztiere mit Hilfe von Drohnen zu retten. In regelmäßig stattfindenden Grund- und Wiederholungskursen werden die Teilnehmenden geschult, damit sie die gesuchten Tiere bei künftigen Einsätzen finden und retten können.
Dabei lernen sie, sich in schwierigem Gelände entsprechend zu verhalten, Gebirgswetter und Unterschiede der Jahreszeiten zu lesen sowie mehrere Drohnenteams zu koordinieren. Ein Schwerpunkt der Ausbildung bildet zudem die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen K-9 Tiersuche Schweiz und Pettrailer Schweiz, da die Einsätze jeweils untereinander koordiniert und oft gemeinsam durchgeführt werden.
Um Wildtiere in der Praxis geht es auch in der gleichnamigen, ATF-anerkannten E-Learningreihe auf Myvetlearn.de, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Denn gerade im Herbst werden immer häufiger verletzte Wildtiere in die Tierarztpraxen gebracht. In einer separaten Reihe können sich auch Tiermedizinische Fachangestellte zum Thema Aufzucht, Pflege und Behandlung von Wildtieren online fortbilden. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.
Schweizerbauer
Fachzeitschrift wird in „Die Praktische Tierärztin“ umbenannt
Die Anteil der Tierärztinnen in Deutschland wächst stetig. Das hat die Schlütersche Mediengruppe zum Anlass genommen, eine ihrer Fachzeitschriften umzubenennen. Aus dem Titel „Der Praktische Tierarzt“ wird mit Beginn des kommenden Jahres „Die Praktische Tierärztin“.
„Die Veterinärmedizin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert – wir reagieren also auf keinen kurzlebigen Trend, sondern auf eine langfristige und fortschreitende Entwicklung. Die Umbenennung unseres Titels ist ein logischer Schritt. Damit möchten wir nicht nur die überwältigende Präsenz von Frauen in diesem Berufsfeld anerkennen, sondern auch eine stärkere Identifikation und Zugehörigkeit für unsere Leserinnen schaffen. Unser Ziel ist es, eine Plattform zu bieten, die die Stimmen und Perspektiven aller Tierärztinnen und Tierärzte gleichermaßen repräsentiert“, erklärt Ingo Mahl, CEO der Mediengruppe.
Im Jahr 2023 waren rund 24.000 der 33.845 tierärztlich Tätigen Frauen, mehr als 80 Prozent der Praxisassistenten sind weiblich. Der neue Titel zielt darauf ab, die Realität in der Branche widerzuspiegeln. Inhaltlich hat sich das Heft stets weiterentwickelt, nun geht auch der Titel mit der Zeit.
„Unser Magazin wird selbstverständlich weiterhin die gewohnte Qualität und Relevanz bieten. Es ist und bleibt unser Ziel, die Kolleginnen und Kollegen in der Veterinärmedizin mit relevanten Fachinformationen zu versorgen und sie bei den vielfältigen Anforderungen ihres Arbeitsalltags zu unterstützen und zu begleiten. Daneben ist es uns ein besonderes Anliegen, nah an der beruflichen Realität unserer Zielgruppe zu bleiben. Tierärztinnen wurden bei ‚Der Praktische Tierarzt‘ 105 Jahre lang mitgemeint. Sie sind schon lange in der Mehrheit und sollen nun auch auf dem Titel stehen“, ergänzt Dr. Viola Melchers, Chefredakteurin von „Die Praktische Tierärztin“.
Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) begrüßt die Entscheidung. „Unser Beruf wird immer mehr von Frauen getragen, das erleben wir natürlich auch im bpt. Daher unterstützt das bpt-Präsidium die Entscheidung, die Rolle der Tierärztinnen in unserem Berufsstand zu betonen und zu stärken. Die Umbenennung in „Die praktische Tierärztin passt“ in die Zeit“, betont bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder.
Mehr Daten, zahlen, Fakten sowie Entwicklungen und Trends finden sich im Tierärzte Atlas Deutschland 2024, einer Brancheninitiative für mehr Wissen.de. Der Atlas kann kostenfrei als pdf heruntergeladen werden oder ist für eine Schutzgebühr von 10 Euro im Vetion.de-Shop zu bestellen.
Schlütersche
Tarifverhandlungen für TFA vorerst gescheitert
Die Verhandlungen zu den in die Jahre gekommenen TFA-Tarifverträgen zwischen dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und dem Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) sind vorerst gescheitert. Die beiden Tarifpartner konnten zu keiner Anschlusslösung kommen.
Wie der bpt erklärt, sei derzeit nicht klar, ob und wann die Verhandlungen fortgesetzt werden. Die hohen Forderungen seitens des vmf hätten eine Einigung verhindert, so der bpt. „Die TFAs sind ein wesentlicher Faktor für den Praxiserfolg. Sie haben eine qualitativ hochwertige Ausbildung, leisten großartige Arbeit und sollen für ihre Leistung selbstverständlich auch die verdiente Wertschätzung erfahren. Leider können wir uns nicht einigen, wie hoch die Tarifanpassungen sein sollen“, bedauert bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder.
In einigen Positionen seien die Parteien zwar zu einem Konsens gekommen, jedoch lägen die Vorstellungen bei den Gehaltssteigerungen, Ausbildungsvergütungen und einer neuen Tätigkeitsgruppe für TFA, die leitungsbezogene Tätigkeiten ausführen, noch weit auseinander, erklärte der vmf. Der Verband bittet die TFA-Mitglieder nun mittels einer Umfrage um ihr Votum. „Die TFA-Mitglieder im vmf erhalten in den nächsten Tagen Post von uns mit weiteren Informationen und einem Fragebogen. Wir bitten alle TFA-Mitglieder, sich an unserer internen Umfrage zu beteiligen, damit wir die Rückmeldungen als Grundlage für unser weiteres Vorgehen nutzen können“, erklärt Katrin Hammermann, Referatsleiterin TFA im vmf, und ergänzt: „Die Teilnahme an der Umfrage ist auch direkt im internen Mitgliederbereich möglich und sie setzt keine langjährige Mitgliedschaft im vmf voraus. Auch neue Mitglieder können direkt abstimmen.“
bpt
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