Wasserhygiene für Impferfolg bei ND wesentlich
Die Newcastle Disease (ND) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die aktuell nach 30 Jahren ohne Ausbrüche wieder in den Bundesländern Brandenburg und Bayern grassiert. Das Virus ist hochansteckend und ein Ausbruch hat drastische wirtschaftliche Folgen. Deshalb ist die Impfung gegen die Erkrankung, die in der Regel über das Trinkwasser erfolgt, eine Pflichtimpfung, die regelmäßig bei Hühnern und Puten durchzuführen ist. Geflügelhalter sind angehalten, den Impfschutz zu prüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Für einen erfolgreichen Impfschutz ist aber nicht allein die Impfstoffgabe, sondern auch das begleitende Hygienemanagement maßgeblich, weiß Carola Basmer, Fachberaterin Geflügel. „Wir sehen in Blutuntersuchungen immer wieder unzureichende Impftiter, trotz korrekt durchgeführter Impfmaßnahmen.“
Ein zentraler Schwachpunkt ist laut Basmer die Trinkwasserhygiene, genauer gesagt der Umgang mit Desinfektionsmitteln, da die meisten der erhältlichen Impfstoffe Lebendimpfstoffe sind, also lebende, wenn auch abgeschwächte Viren enthalten. Diese wiederum sind sehr empfindlich.
Viele Betriebe setzen zur Kontrolle von Biofilmen in den Tränkwassersystemen noch immer auf herkömmliche Chlorprodukte. Verbleiben vor der Impfung Chlorreste im Leitungssystem, kann dies zu einer Inaktivierung des Impfstoffes noch im Rohr führen. „Das Tier nimmt zwar Wasser auf, aber keinen wirksamen Impfstoff mehr. Im schlimmsten Fall bleibt der Impfschutz komplett aus“, weiß Basmer.
Um diesen ungewollten Effekt zu vermeiden, müssen die Desinfektionsmaßnahmen rechtzeitig vor der Impfung gestoppt und die Leitungen gründlich gespült werden. „Es reicht nicht, einfach nur den Dosierer abzustellen“, betont Basmer. „Das System muss wirklich frei von Rückständen sein.“ Neben der regelmäßigen und fachgerecht angewendeten Impfung spielen aber auch weitere Biosicherheitsmaßnahmen eine wichtige Rolle. „Biosicherheit ist kein bürokratischer Aufwand, sondern ein wirtschaftlicher Schutzschild für den Betrieb“, fasst Basmer zusammen. Gerade bei der Newcastle Disease zeigt sich, dass nicht die Impfung allein über den Erfolg entscheidet, sondern die Bedingungen, unter denen sie stattfindet.
DGS
ND-Impfung für alle Geflügelhaltungen verpflichtend
Brandenburg und Bayern verzeichnen immer wieder neue Ausbrüche der Newcastle Disease (ND). Von Polen und Tschechien hatte sich die Tierseuche bis über die deutsche Grenze hinweg ausgebreitet. Bislang mussten mehr als zwei Millionen Tiere allein in Brandenburg gekeult werden.
Neben großen Geflügelbetrieben sind auch Hobbyhaltungen von Ausbrüchen betroffen. Umso wichtiger sei die Impfung der Bestände, das beträfe sowohl gewerbliche als auch private Haltungen, sagt Thorsten Arnold, Fachtierarzt für Geflügel aus Ankum. Er appelliert dringend an alle Geflügelhalter:innen, den aktuellen Impfstatus umgehend zu prüfen und fehlende Impfungen schnellstmöglich nachholen. Arnold weist zudem darauf hin, dass die Impfung alle sechs Wochen wiederholt werden muss.
Da Impfstoffe meist nur in großen Mengen abgegeben wird, organisieren einige Tierarztpraxen und Geflügelvereine aktuell sogenannte Impftage, um den Impfstoff gemeinsam zu nutzen und in kleineren Mengen an mehrere Halter:innen verteilen zu können.
Sofern eine Anzeige beim zuständigen Veterinäramt und eine Dokumentation der Anwendung erfolgt sowie ein Impfplan erstellt wurde, dürfen Hobbyhalter:innen ihre Tiere selbst impfen – etwa über das Trinkwasser, als Spray oder per Augentropfen. Jedoch müsse der Bestand vor der Impfung klinisch untersucht werden, betont der Fachtierarzt. Denn nur gesunde Tiere dürften geimpft werden.
Neben der Impfung gewinne aber gerade jetzt auch die Überprüfung der Biosicherheitsmaßnahmen an Bedeutung. Auf Myvetlearn.de finden Tierärzt:innen dazu eine entsprechende Online-Fortbildung.
Agrarheute
Weitere ND-Ausbrüche in Brandenburg und Bayern
Die Newcastle-Krankheit (ND) breitet sich im Süden und Osten Deutschlands weiter aus. Neben einem aktuellen Ausbruch in einem Geflügelbetrieb in Brandenburg ist die Tierseuche auch im bayerischen Gemeindebereich Gangkofen bestätigt worden.
Der neueste Ausbruch der anzeigepflichtigen Tierseuche in Brandenburg ereignete sich am Ende der vergangenen Woche in einem Hähnchenmastbetrieb im Kreis Märkisch-Oderland mit mehr als 126.000 Tieren, die alle gekeult werden mussten. Damit hat sich die Zahl der Ausbrüche in Brandenburg auf 19 erhöht. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Virusnachweis am Sonntag bestätigt. Nach Informationen des Ministeriums in Potsdam gehören die nachgewiesenen Viren zu einem Genotyp, der insbesondere in den osteuropäischen Ländern zirkuliert.
Ein weiterer Ausbruch der ND in Bayern ist zudem in Ganghofen bestätigt worden. Betroffen ist hier ein Geflügelbetrieb mit 40.000 Tieren, die bereits alle getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das zuständige Landratsamt Rottal-Inn ordnete alle erforderlichen Schritte nach dem Tierseuchenrecht an.
Für Geflügelhalter:innen in den von der ND betroffenen Gebieten gelten weiterhin strikte Regeln. Darunter fallen unter anderem die deutliche Verstärkung und Überwachung der Biosicherheitsmaßnahmen. Nach Informationen des FLI kann das Virus auch über die Luft und kontaminierte Materialien sowie über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen werden. Nur mit der strengen Einhaltung von Hygienemaßnahmen könne der Eintrag in Bestände verhindert werden, so das Institut.
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Geflügelnews
Weitere ND-Ausbrüche in Brandenburg
Die hoch ansteckende Newcastle Disease (ND) breitet sich in Brandenburg weiter in den Geflügelbetrieben aus. In den ersten Tagen im April 2026 gab es bereits zwei Ausbrüche. Betroffen waren zunächst zwei Betriebe im Landkreis Dahme-Spreewald mit rund 120.000 Masthähnchen bzw. 30 Tieren in einer Kleinsthaltung. Nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums in Potsdam ist das Virus zudem in weiteren Ställen eines bereits betroffenen Betriebs im Landkreis Spree-Neiße festgestellt worden. Hier mussten etwa 76.000 Tiere gekeult werden.
Am 4. April 2026 hat der brandenburgische Landkreis Oder-Spree einen weiteren ND-Ausbruch mit rund 75.000 Masthähnchen gemeldet. Insgesamt sind mit den Ausbrüchen 16 und 17 in Brandenburg bereits rund drei Millionen Geflügeltiere betroffen (Stand 7.4.2026).
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) appelliert angesichts der starken Ausbreitung der Tierseuche an alle Geflügelhalter:innen, die regelmäßig durchzuführenden Pflichtimpfungen gegen ND in ihren Hühner- und Putenbeständen zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Das gelte auch für Halter:innen von Kleinstbeständen, so das FLI.
Darüber hinaus sollten Biosicherheitsmaßnahmen überprüft werden, die das Risiko eines Ein- und Austrags von Virus senken. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Kontrolle von Personenkontakten bzw. den Austausch von Gegenständen gelegt werden.
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DGS-Magazin
Topagrar
Aufzeichnung des FLI-Webinars zur ND jetzt verfügbar
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am 24. März 2026 anlässlich des anhaltenden Infektionsgeschehens bei der Newcastle-Krankheit (ND) und der Geflügelpest (HPAI) ein Webinar für Geflügelhaltende und Tierärzt:innen angeboten. Dieses war mit 1.000 Teilnehmenden ausgebucht. Nun steht die Aufzeichnung des Webinars online zur Verfügung.
Einige Fragen blieben trotz intensiver Frage und Antwort-Runde offen, diese werden noch beantwortet und baldmöglichst ebenfalls auf der Themenseite zur Newcastle-Krankheit zur Verfügung gestellt. Dort sind auch Antworten auf häufige, grundlegende Fragen (FAQ) sowie ein Merkblatt zu ND zu finden.
Weitere ND-Ausbrüche in Brandenburg und Bayern
Die Newcastle-Krankheit (ND) greift weiet um sich. Insgesamt gibt es bereits 40 Ausbrüche in Brandenburg, Bayern und Berlin. Von aktuellen Ausbrüchen sind in Brandenburg besonders die Landkreise Dahme-Spreewald und Oder-Spree betroffen. In zwei großen Geflügelhöfen sowie in kleineren Geflügelhaltungen kam es in den vergangenen Tagen zu weiteren Ausbrüchen. In Brandenburg wurden insgesamt 26 Fälle bestätigt.
Der größte Legehennenbetrieb Deutschlands in Bestensee musste wegen der aktuellen Ausbrüche nun auch die letzten Tiere töten. Nach Angaben des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums sind sechs Stallanlagen mit jeweils etwa 40.000 Tieren von der Newcastle-Krankheit betroffen.
„Die Ereignisse der vergangenen Wochen erschüttern uns alle tief. Nun jetzt auch den letzten Stall des Geflügelbetriebes in Bestensee aufgeben zu müssen und die Tötung der Tiere anzuordnen, ist ein schwerer und schmerzlicher Schritt für uns alle“, erklärt Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald.
Allein in seinem Landkreis ist die Zahl der gekeulten Tiere auf 1,36 Mio. gestiegen. Der Landkreis bittet daher weiterhin um erhöhte Wachsamkeit: Auch in geimpften Beständen sollten Auffälligkeiten wie erhöhte Tierverluste oder Leistungseinbrüche unverzüglich untersucht werden, um eine weitere Ausbreitung frühzeitig zu verhindern.
In Bayern ist die Zahl der ND-Ausbrüche ebenfalls auf 14 gestiegen: In Gangkofen (Landkreis Rottal-Inn) wiesen die Behörden ND in einem dritten Geflügelbetrieb mit insgesamt 23.000 Masthähnchen nach, die alle getötet werden mussten.
Agrarheute
LTK Niedersachsen
Newcastle-Krankheit im Berliner Zoo nachgewiesen
Die Newcastle-Disease (ND) breitet sich weiter in Deutschlands aus. Nachdem der bayerische Landkreis Rottal-Inn einen positiven ND-Nachweis in einem Geflügelbetrieb mit 15.000 Tiere gemeldet hat, ist die Zahl der bestätigten ND-Ausbrüche in Brandenburg inzwischen auf elf gestiegen.
Nun hat der Berliner Zoo ebenfalls einen ersten Fall der Newcastle-Krankheit gemeldet. Bei einem verendeten Wallichfasan ist die Krankheit nachgewiesen worden. Wie der Zoo berichtet, seien umgehend Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Infektionen eingeleitet worden, unter anderem wurden weitere Vögel beprobt sowie Hygieneschleusen eingerichtet.
Geflügelnews
Entwicklung der Newcastle Disease besorgniserregend
Nachdem seit 1996 erstmals wieder in Deutschland die Newcastle Disease (ND) nachgewiesen worden ist, nimmt die Zahl der Ausbrüche stetig zu. Vor allem in Brandenburg gibt es trotz verpflichtender Impfung immer mehr Ausbrüche. Betroffen sind kommerzielle Geflügelbetriebe und Kleinhaltungen. Auch in Bayern gibt es Ausbrüche. Zuletzt ist die ND am 19.03.2026 in einem Masthähnchenbestand in Storkow (Landkreis Oder-Spree) mit rund 360.000 Tieren bestätigt worden. Insgesamt wurden mehr als 1,2 Millionen Tiere infolge der hochansteckenden Krankheit seit Ende Februar 2026 getötet.
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) betrachtet die aktuelle Entwicklung als besorgniserregend und befürchtet weitere Ausbrüche. So appelliert das Gremium dringend an alle Halter:innen von Geflügel zu überprüfen, wann ihre Vögel das letzte Mal gegen ND geimpft wurden und im Zweifelsfall Wiederholungsimpfungen anzusetzen, bzw. besonders auf die turnusgemäßen Impfungen zu achten. Zudem müssen auch in Kleinbeständen Verdachtsmomente transparent kommuniziert werden, stellt die StIKo Vet fest. Um mögliche Erregereinschleppungen zu vermeiden, müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Neben verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen sei die Impfung eine zentrale Säule der ND-Seuchenkontrolle: In Deutschland gilt eine allgemeine ND-Impfpflicht für gehaltene Puten und Hühner. Dies umfasst alle Haltungsformen -kommerzielle, wie nicht-kommerzielle- vom ersten Huhn bzw. der ersten Pute an.
StIKo Vet
NRW-Ministerin ruft zur Wachsamkeit bezüglich ND auf
Nach Niedersachsen ist Nordrhein-Westfalen das Land mit der höchsten Geflügelproduktion in Deutschland. In NRW werden mehr als 19 Millionen Legehennen, Mastputen und Jungmasthühner gehalten. Eine große Herausforderung für die gesamte Branche stellt die Geflügelpest dar, die dazu geführt hat, dass zahlreiche Betriebe ganze Herden keulen mussten.
Mit der Newcastle-Krankheit (ND) nähert sich dem Bundesland eine weitere Tierseuche. Aus Bayern und Brandenburg wurden im Februar 2026 bereits die ersten Ausbrüche in Hühner- und Putenbeständen gemeldet. Aus diesem Anlass appelliert NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen an alle Halter:innen, die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent in den Betrieben umzusetzen, um einen Eintrag der Erreger zu vermeiden.
„Unsere Betriebe der Geflügelwirtschaft haben in den letzten Monaten mit großen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Auch wenn sich die Aviäre Influenza in Nordrhein-Westfalen langsam auf dem Rückzug befindet, müssen Landwirtinnen und Landwirte weiter wachsam bleiben aufgrund der in einigen europäischen Ländern und nun auch in anderen Teilen Deutschlands auftretende Newcastle-Krankheit. Damit NRW weiterhin frei von dieser Tierseuche bleibt, ist es wichtig, die Biosicherheitsmaßnahmen in den eigenen Betrieben konsequent zu überprüfen und auch den Impfschutz der eigenen Geflügelbestände gegen die ND zu kontrollieren und bei Notwendigkeit zu aktualisieren“, so die Ministerin.
Gorißen weist zudem auf die Pflichtimpfung gegen ND hin, die in Deutschland besteht. Vor dem Hintergrund des ersten Ausbruchs der ND seit 1996 in Deutschland ist es erforderlich zu überprüfen, ob eine Auffrischung der Impfung geboten ist.
Um über die aktuelle Seuchenlage und notwendige Schutzmaßnahmen zu informieren, veranstalten der Geflügelwirtschaftsverband NRW, das Netzwerk Fokus Tierwohl und die Tierseuchenkasse NRW eine kostenfreie Online-Informationsveranstaltung am Dienstag, dem 17. März 2026, um 18:30 Uhr. Gewerbliche und private Geflügelhalter:innen sind eingeladen, sich umfassend über die aktuelle Seuchenlage, die Umsetzung der Impfpflicht, Biosicherheitsmaßnahmen sowie diagnostische Möglichkeiten zu informieren.
Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung. Kurs 5 beschäftigt sich mit Geflügelbeständen. Zur Biosicherheit in Geflügelbeständen gibt Dr. Christine Ahlers (u. a. FTÄ für Geflügel und Mitglied im BTK-Ausschuss Geflügel) spezielle Informationen für die tierärztliche Praxis.
Ministerium NRW
ND: weiterer Betrieb in Brandenburg betroffen
Die Newcastle Disease (ND) breitet sich immer weiter aus. So auch in Brandenburg. Dort sind im Landkreis Dahme-Spreewald weitere Fälle der ansteckenden Tierseuche aufgetreten, wie die Kreisverwaltung in Lübben mitteilte. Zuvor gab es in der ersten Märzwoche 2026 bereits einen Ausbruch in einem Geflügelbetrieb mit rund 84.000 Tieren in Zeesen in Bestensee.
Der betroffene Betrieb im Landkreis Dahme-Spreewald wurde den Angaben zufolge sofort gesperrt. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises habe die tierschutzgerechte Tötung im betroffenen Ausbruchsbestand des gesamten Betriebs angeordnet sowie eine Überwachungs- und Beobachtungszone um den Betrieb eingerichtet.
Weitere ND Ausbrüche gab es auch in verschiedenen bayerischen Landkreisen. Insgesamt mussten bereits rund 1,5 Millionen Stück Geflügel gekeult werden, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
Der wirksamste Schutz für Geflügelbestände besteht in der gesetzlich vorgeschriebenen Schutzimpfung von Hühnern und Puten. Stichprobenartige Untersuchungen in Geflügelbetrieben unterschoiedlicher Bundesländer haben jedoch einen unzureichenden Immunisierungsgrad der Tiere aufgezeigt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbrüche ist es daher dringend erforderlich, den Impfschutz in allen Hühner- und Putenhaltungen zeitnah zu überprüfen und ggf. entsprechend den Herstellerangaben aufzufrischen. um einen Schutz der Bestände zu gewährleisten.
Alle Halterinnen und Halter von Hühner- und Putenbeständen sollten zudem die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben konsequent umsetzen und bei Bedarf optimieren, um das Risiko einer Einschleppung hochkontagiöser Viruserkrankungen – insbesondere der Geflügelpest und der Newcastles Krankheit – zu minimieren.
Für Tierärzt:innen bietet Myvetlearn.de eine Online-Fortbildung Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung – Geflügelbestände an.
rbb24
Schweiz stoppt Schlachtungen französischer Rinder bis Dezember
Nach dem Verbot des sommerlichen Weidegangs von französischen Rindern in den Alpen setzt die Schweiz nun auch die Schlachtung der Tiere aus dem Nachbarland aus. Grund dafür ist die Lumpy Skin Disease, eine ansteckende Virenerkrankung von Rindern, die seit Ende Juni 2025 in Frankreich grassiert.
In den vergangenen acht Monaten waren nach Angaben des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 117 Krankheitsherde in Frankreich nachgewiesen worden. Mehr als ein Drittel (44 Ausbrüche) befanden sich laut Informationen des französischen Landwirtschaftsministeriums im Grenzdepartement Haute-Savoie.
Der Schlacht-Stopp gilt vom 1. April bis zum 30. November 2026. Der Zeitraum entspricht der Zeit, in der die blutsaugenden und die Krankheit übertragenden Stechmücken aktiv sind. Mit dieser Maßnahme will der Bund die Einschleppung der Lumpy Skin Disease in die Schweiz nach Möglichkeit verhindern. Eine Verordnung des BLV werde diesen Entscheid im laufenden Monat formalisieren, teilte das Amt mit.
Schweizerbauer