Menü ≡

EIA bei Pferd in Niedersachsen 

Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) oder auch ansteckende Blutarmut der Einhufer (ABE) genannt, ist eine weltweit vorkommende Viruserkrankung, die vor allem in Asien, Osteuropa und Südamerika vorkommt. In Deutschland tritt sie eher selten auf. Am vergangenen Donnerstag (30.07.2026) ist die EIA jedoch bei einem Pferd im niedersächsischen Landkreis Northeim nachgewiesen worden. Wie der Landkreis mitteilt, sei das betroffene Tier eingeschläfert und ein entsprechender Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet worden. Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel müssen dort nun im Stall bleiben. Zudem werden empfängliche Tiere im Umkreis von einem Kilometer untersucht.

EIA ist eine unverzüglich meldepflichtige Tierseuche nach der Tierseuchenmeldeverordnung und gemäß der Einteilung des neuen Tiergesundheitsrechts der EU eine Seuche der Kategorie D+E. Impfungen und Heilversuche seuchenkranker oder -verdächtiger Einhufer sind gesetzlich verboten. Nachweislich infizierte Tiere müssen getötet werden, da sie lebenslange Virusträger sind, wodurch sich immer weitere Einhufer anstecken können.

In erster Linie übertragen blutsaugende Insekten das Virus, in Einzelfällen finden Infektionen über gemeinsam genutztes Pflegezubehör statt. Hierzulande wurden vereinzelte Ausbrüche der EIA gemeldet, zuletzt trat die Ansteckende Blutarmut in Thüringen auf.

Halter:innen sind nun aufgerufen, unverzüglich dem Landkreis Anzahl ihrer gehaltenen Einhufer sowie deren Standort mitzuteilen. Gleiches gilt für die Zahl erkrankter oder verendeter Tiere. Dies ist per Mail an veterinaeramt@landkreis-northeim.de möglich.

Tierseucheninfo Niedersachsen

NDR

EIA bei Pferd in Baden-Württemberg nachgewiesen

Bei einem Pferd im Landkreis Tübingen wurde die Equine Infektiöse Anämie (EIA), eine seltene Viruserkrankung, festgestellt. Seit acht Jahren ist dies der erste positive Nachweis der EIA in Baden-Württemberg. Die erkrankte Stute wurde inzwischen getötet, alle in dem Betrieb gehaltenen Pferde in dem Betrieb befinden sich in Quarantäne.

Die Behörden haben zudem Untersuchungen im Umfeld des betroffenen Betriebs sowie der Rückverfolgung möglicher Tierkontakte angeordnet. 

Das Virus der EIA wird durch blutsaugende Insekten wie Bremsen, aber auch über verunreinigte Instrumente übertragen und verursacht in vielen Fällen Symptome wie Fieber, Blutarmut oder Ödeme. Pferde, die einmal infiziert sind, bleiben lebenslang Träger des Virus. Da eine Heilung nicht möglich ist, werden infizierte Tiere in der Regel getötet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Viruserkrankung ist für Pferde gefährlich, kann sowohl akut als auch chronisch tödlich verlaufen und bleibt bei infizierten Tieren lebenslang bestehen. Für Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr.

In Deutschland tritt die EIA fast immer nur bei einzelnen Tieren auf, während die Erkrankung in Nord- und Südamerika, Afrika, Asien, Australien sowie Süd- und Osteuropa, wie Bulgarien oder Rumänien häufiger auftritt. Ein größeres Vorkommen gab es im Jahr 2017 in Deutschland, als bei elf Polopferden aus sieben Haltungen die anzeigepflichtige Tierseuche ansteckende Blutarmut der Einhufer (infektiöse Anämie der Einhufer, EIA) festgestellt wurde.

Verwendung von Spritzen und Kanülen für mehrere Pferde besteht Gefahr. Infektionen in der Gebärmutter oder über die Muttermilch können ebenfalls vorkommen.

Agrarheute