21.08.2019: Bayer veräußert seine Geschäftseinheit Animal Health für 7,6 Milliarden US-Dollar an Elanco

Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen

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Das US-Unternehmen Elanco Animal Health erwirbt das Animal-Health-Geschäft von Bayer für 7,6 Milliarden US-Dollar. Das gab Bayer am Dienstag bekannt. Die Summe besteht zu 5,3 Milliarden US-Dollar aus einer Barkomponente, die transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen unterliegt. Hinzu kommen 2,3 Milliarden US-Dollar in Aktien von Elanco, basierend auf dem unbeeinflussten volumengewichteten 30-Tages-Durchschnittskurs zum 6. August 2019. Der Wert der Aktienkomponente ist bis zu einer Abweichung von 7,5 Prozent vertraglich abgesichert. Das Transaktionsvolumen entspricht dem 18,8-Fachen des EBITDA vor Sondereinflüssen der 12 Monate bis zum 30. Juni 2019 von Bayer Animal Health. Mit dem Abschluss der Veräußerung wird Mitte 2020 gerechnet – vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Bayer beabsichtigt, sich zu gegebener Zeit von seinem Anteil an Elanco zu trennen.

„Diese Transaktion stärkt unseren Fokus als ein führendes Life-Science-Unternehmen“, sagte Werner Baumann, der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG. Die Trennung vom Animal-Health-Geschäft stellt die größte Transaktion in einer Reihe von Portfoliomaßnahmen dar, die Bayer im November 2018 angestoßen hatte. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone™ und Dr. Scholl’s™ sowie seiner 60-prozentigen Beteiligung am deutschen Standortdienstleister Currenta angekündigt. „Wir haben uns beim Capital Markets Day im Dezember 2018 anspruchsvolle Ziele zur Wertschaffung gesetzt. Zu unseren obersten Prioritäten zählen dabei diese Portfoliomaßnahmen, die wir jetzt früher als geplant umsetzen“, so Baumann.

Durch die Kombination der komplementären Geschäfte entsteht die Nummer 2 im Bereich Tiergesundheit, die über ein breites Spektrum von Tierarten und Regionen hinweg zu den Top 3 zählt. Mit der Akquisition stärkt Elanco insbesondere sein Portfolio führender globaler Marken und erweitert seine Innovationskompetenzen sowie die Forschungs- und Entwicklungspipeline.

„Ich habe enormen Respekt vor dem Team von Bayer Animal Health und bewundere die Begeisterung, mit der es die Gesundheit und das Wohlbefinden von Tieren verbessert“, sagte Jeffrey N. Simmons, Präsident und CEO von Elanco. „Von der Kombination aus Elancos starker Beziehung zu Tierärzten und der führenden Rolle von Bayer im Einzel- und Onlinehandel werden letztlich all unsere Kunden profitieren. Wir freuen uns darauf, unsere komplementären Geschäfte und Fähigkeiten zusammenzubringen, um ein voll auf die Tiergesundheit fokussiertes Unternehmen zu bilden, das Landwirte, Tierärzte und Haustierbesitzer kontinuierlich mit Innovationen versorgt.“

Bayer Animal Health zählt zu den international führenden Unternehmen im Bereich Tiergesundheit und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar. Es entwickelt und vertreibt innovative Produkte und Lösungen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen bei Haus- und Nutztieren. So gehören beispielsweise die Floh-, Wurm- und Zeckenschutzmittel der Advantage™- Produktfamilie seit Jahren zu den erfolgreichsten Produkten auf dem Markt. Das innovative Halsband Seresto™ ist eines der am schnellsten wachsenden Produkte in diesem Bereich.

„Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Animal Health möchten wir für ihr langjähriges Engagement und den damit verbundenen Erfolg von Bayer und unserem Tiergesundheitsgeschäft danken. Es ist uns gelungen, die Interessen unserer Belegschaft abzusichern“, sagte Baumann. Gemäß der Vereinbarung mit Elanco bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Animal Health GmbH entsprechend der Gemeinsamen Erklärung zur „Zukunftssicherung Bayer 2025“ bis Ende 2025 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt und werden zu vergleichbaren Konditionen weiterbeschäftigt. Für die Beschäftigten der KVP Kiel und der Bayer Vital, die zum Übergang zu Elanco vorgesehen sind, gilt der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Erhalt vergleichbarer Arbeitsbedingungen für drei Jahre nach Vollzug der Transaktion.

Bank of America Merrill Lynch und Credit Suisse fungierten als Finanzberater von Bayer, in rechtlichen Fragen berieten Sullivan & Cromwell, PwC Legal und Linklaters das Unternehmen.  

 

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