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Veterinärmedizin - Status quo und Zukunft

Status quo

Die Veterinärmedizin leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie für das Wohlergehen von Tier und Mensch sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen und akute Seuchenbekämpfung sorgt. Somit sind Tierärzte und Tierärztinnen Garanten der Lebensmittelsicherheit.

Allerdings wird in immer mehr Bereichen ein Mangel an Tierärzten beklagt und eine nicht mehr flächendeckende Versorgung der Tiere prophezeit. Dies wird voraussichtlich vor allem die strukturschwachen Regionen und die Nutztierpraxis betreffen.

Bereits heute gestaltet es sich in Deutschland und auch in Österreich schwierig, dort die Not- und Wochenenddienste aufrecht zu erhalten. Nicht selten müssen Tierhalter lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Dies kann sich bei einem Notfall jedoch auch fatal auf die Prognose des Tieres auswirken.

Während die einen in der zunehmenden Feminierung die Schuld sehen, sind es für die anderen die Zulassungsbedingungen zum Studium bzw. das Studium selbst. Wieder andere geben der Generation Y mit ihrem ausgeprägten Anspruch an eine ausgeglichene Work-Life-Balance die Schuld, oder aber es sind die Verdienstaussichten bzw. die unbequemen Arbeitsbedingungen und nicht immer planbaren Arbeitszeiten, die zu dieser mit unter unzureichenden tierärztlichen Versorgungsdichte führen.

Hier finden Sie verschiedene Beiträge, die dieses Thema bzw. diese Themen von verschiedenen Seiten näher beleuchten, und auch die Meinungen unterschiedlicher Persönlichkeiten.

Tiermedizin Inside

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Aktuelle Meldungen

28.10.2019: Mangel an selbstständigen Tierärzten in Österreich

Die Zahl der selbstständigen TierärztInnen im österreichischen Burgenland nimmt immer mehr ab. Zwar gibt es laut Informationen des burgenland.orf.at so viele TierärztInnen wie nie zuvor. Doch 38 der 102 Tierärzte im Burgenland abrebietn als Angestellte. „Das Problem ist, dass der selbstständige Tierarzt – wie der Name sagt – für sich selbst verantwortlich und ständig erreichbar ist. Angestellte Tierärzte legen viel Wert auf geregelte Dienstzeiten, auf ein geregeltes Wochenende und eine gute Work-Life-Balance. Die Tierärzte, die momentan selbstständig sind, weisen einen Altersdurchschnitt von über 50 Jahren auf – es stehen Pensionierungen an und es ist weit und breit kein Nachwuchs in Sicht“, beschreibt der Präsident der Tierärztekammer Burgenland Thomas Neudecker die Problematik,
die besonders in der Versorgung der Tiere in den Randzeiten besteht. Gerade die tierärztliche Versorgung im Nutztierbereich entwickelt sich dramatisch. „Es ist so, dass teilweise die Tierärzte über weite Strecken in unser Bundesland gerufen werden müssen, weil die Versorgung in diesem tierärztlichen Bereich von der Anzahl der Tierärzte her nachgelassen hat“, so Haller, der als einer von zwei Tierärzten den Nutztiernotdienst im Bezirk Oberwart übernimmt. „Meiner Meinung nach sind Gemeinschaftspraxen das Modell der Zukunft – dass sich mehrere Tierärzte zusammenschließen, ihren Lebensablauf miteinander abstimmen und so rund um die Uhr für die Patientenbesitzer erreichbar sind“, so Thomas Neudecker abschließend.

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