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Virusinfektionen verursachen weltweit eine Vielzahl von Erkrankungen beim Pferd. Für die Pferdepopulation in Deutschland sind insbesondere Infektionen mit dem equinen Influenzavirus und dem equinen Herpesvirus (EHV) von Bedeutung. Diese betreffen nicht nur Einzeltiere, sondern den gesamten Bestand und treten sowohl sporadisch als auch epizootisch auf. Die Infektionsgefahr nimmt dabei mit steigendem internationalen Pferdeverkehr zu. Erst im Frühjahr 2005 wurden wieder EHV-Infektionen mit Todesfolge bei Pferden aus Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gemeldet.

Infektionen mit dem Tetanus-Erreger (Clostridium tetani) oder dem Tollwutvirus (Lyssavirus) kommen bei Pferden in Deutschland dagegen nur vereinzelt vor. Sie sind aber nicht minder bedeutsam, da beide Infektionen ein leidvolles Krankheitsbild bzw. den Tod des Tieres bedeuten können.

Zum Schutz vor einer solchen Infektion stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Vielfach werden auch Kombinationsimpfstoffe angeboten, die durch eine Impfung zweifach schützen. Allerdings ist dabei unbedingt auf die Übereinstimmung der empfohlenen Impfabstände zu achten. Während Impfstoffe gegen Influenza und Herpes (z.B. Resequin® NN plus) aufgrund übereinstimmender Impfintervalle gut kombiniert werden können, ist die Kombination von Influenza und Tetanus nicht sinnvoll, da die Tetanusprophylaxe seltener durchgeführt werden muss. Während die Wiederholungsimpfung gegen Influenza alle sechs Monate indiziert ist, muss die Tetanusimpfung nur einmal im Jahr aufgefrischt werden.

Während im Winter 2002/2003 besonders in Nordrhein-Westfalen, Landkreis Westfalen-Lippe und Rheinland-Pfalz erhöhter Infektionsdruck mit den Subtypen EHV 1 und EHV 4 herrschte, sind im Frühjahr 2005 Erkrankungen und Todesfälle in Baden-Württemberg im Raum Stuttgart und Karlsruhe aufgetreten. Auch in Schleswig-Holstein sind im Mai 2005 EHV-Infektionen mit Todesfolge gemeldet worden. Außerdem wurden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auch vermehrt Aborte verzeichnet. Insbesondere Jungtiere litten an Atemwegserkrankungen. Aber auch in Belgien sind einige Fälle der neurologischen Form aufgetreten. Aus diesem Grunde soll hier auf die Infektionen mit den vier verschiedenen Subtypen des equinen Herpesvirus eingegangen werden.

Wie oben bereits erwähnt, tritt das equine Herpesvirus in vier Subtypen auf, von denen nur zwei wirtschaftliche Bedeutung haben: der Subtyp EHV 1 und der Subtyp EHV 4.

EHV 4 ist überwiegend für Erkrankungen des oberen Respirationstrakts verantwortlich und wird daher auch als Rhinopneumonitisvirus bezeichnet. EHV 1 verursacht dagegen vor allem Aborte und neurologische Erkrankungen, die mit Lähmungen und Paralysen und zum Teil mit dem Tod des Tieres einhergehen. EHV 1 kann aber darüber hinaus auch respiratorische Symptome beim Pferd hervorrufen und tritt häufig gemeinsam mit EHV 4 auf. EHV 4 ist dagegen selten für Aborte und neurologische Störungen beim Pferd verantwortlich.

Allgemeine Informationen zu equinen Herpesviren (EHV) >>>

EHV-bedingte respiratorische Erkrankungen >>>

EHV-bedingte Aborte >>>

EHV-bedingte neurologische Störungen >>>

Impfprophylaxe für EHV >>>

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.