TSE-Forschung in Deutschland

TSE-Forschung in Deutschland

Aufgrund der Feststellung der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) bei deutschen Rindern und der damit einsetzenden BSE-Krise Ende 2000, hat sich die Bundesregierung im Jahre 2001 dazu entschlossen, mehr Geld für die Erforschung der Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) zur Verfügung zu stellen.

Am 23. Mai 2001 wurde das TSE-Forschungskonzept der Bundesregierung verabschiedet. Es wurden 27 Millionen Mark für die Förderung von Forschungsprojekten aus den Bereichen TSE-Diagnostik und Therapie bereitgestellt. Außerdem wurde die Nationale TSE-Forschungsplattform (TSE-Forum) entwickelt.

Das Ziel des TSE-Forum war es, zum einen die Kommunikation und die Zusammenarbeit der einzelnen TSE-Forschungsgruppen zu verbessern, und zum anderen, die interessierten Bürger über die geförderten Forschungsprojekte sowie über Neuigkeiten aus der TSE-Forschung zu informieren.

Die meisten finanziellen Mittel zur TSE-Forschung bringt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für das TSE-Forschungskonzept auf. Ebenfalls an der Finanzierung beteiligt sind das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Neben den Bundesministerien engagierten sich auch die Länder in der TSE-Forschung. Besonders hervorzuheben ist hier die zu Anfang des Jahres 2001 gestartete Forschungsinitiative Bayerische Forschungsverbund Prionen (FORPRION) der Bayerischen Staatsregierung. Für diesen Forschungsverbund wurden 20 Millionen Mark für zwei Jahre zur Verfügung gestellt, die zu gleichen Teilen aus dem Etat des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und aus dem Etat des Ministeriums für Gesundheit Ernährung und Verbraucherschutz Bayerns finanziert werden. FORPRION vernetzt 30 Projekte, angesiedelt an 5 bayerischen Universitäten und an Instituten der Max-Planck-Gesellschaft.

Einige der staatlich geförderten TSE-Forschungsprojekte haben wir uns für Sie einmal näher angeschaut. Wir sprachen mit den zuständigen Forschern über ihre Ideen, ihre Arbeit, ihre Ergebnisse sowie über ihre Enttäuschungen.

Erstellt von Dr. Julia Henning für Vetion.de



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