Schächten

Bundesverfassungsgericht hebt das Schächtverbot auch für Muslime auf

Das Bundesverfassungsgericht hat am 15. Januar Muslimen das Schächten von Tieren unter Auflagen genehmigt. Ein muslimischer Schlachter hatte zuvor gegen das seit 1995 bestehende Verbot geklagt. Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie Hintergrundinformationen und werden über Reaktionen auf das Urteil informiert.

Definition des Schächtens
Das Schächten ist eine in Islam und Judentum vorgeschriebene rituelle Schlachtmethode, die den Gläubigen den Verzehr von unblutigem Fleisch ermöglicht. Dabei werden den Tieren die Halsschlagader und die Luft- und Speiseröhre mit einem Schnitt durchtrennt. Auf eine Betäubung wird meist verzichtet, so dass das Tier auf Grund des noch aktiven Kreislaufes vollständig ausbluten kann.
Der Islamexperte Prof. Dr. Jürgen Paul von der Universität Halle-Wittenberg sieht allerdings in den Schriften des Islam keinen zwingenden Grund für das Verbot der Betäubung, da der Kreislauf des Tieres trotz Betäubung normal funktioniert.
Details zu den Abläufen beim Schächten

Anatomisch-physiologische Abläufe beim Schächten >>>

Das Tierschutzgesetz zum Thema Tötung von Tieren und Schächten >>>

Das Urteil von 1995 (BVerwGE 99, 1) >>>

Das Urteil von 2002 (1 BvR 1783/99) >>>

Das Urteil in den Augen von Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast >>>

Schächten im Judentum >>>

Schächten im Islam >>>

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