16. AMG-Novelle

Aktuelle Meldungen


Schleswig-Holstein will Tierseuchenbekämpfung stärken 03.11.2017
Schleswig-Holstein will im kommenden Jahr die finanzielle Ausstattung des Landeslabors verbessern und somit die Bekämpfung von Tierseuchen und den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärken. Insgesamt sollen im Jahr 2018 rund 800.000 Euro mehr an Mitteln für das Landeslabor bereitgestellt werden. Damit soll zusätzliches Personal für die Tierseuchendiagnostik sowie die Aufklärung von Lebensmittelbetrug eingestellt werden. Dies wurde im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes 2016 bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr war das Landeslabor besonders bei der Untersuchung von Proben auf die Geflügelpest stark gefordert. Im Zeitraum von November 2016 bis April 2017 wurden mehr als 10.00 Proben auf die Aviäre Influenza untersucht. Um dieses hohe Untersuchungsaufkommen überhaupt bewältigen zu können, mussten die Mitarbeiter in der zuständigen Abteilung durch Mitarbeiter aus anderen Abteilungen unterstützt werden. Die Verbesserung im Bereich der Tierseuchendiagnostik erfolgt auch deshalb, weil die Geflügelpest weiterhin ein aktuelles Thema darstellt und weil mit einem Eintrag der Afrikanischen Schweinepest gerechnet werden muss. Zudem wurde bei der Vorstellung des Berichtes auf die Erfolge bei der Antibiotikareduzierung hingewiesen. 2016 lagen lediglich 16 Prozent der Nutzungsarten in Tierhaltungen mit Kälbern, Rindern, Ferkeln, Mastschweinen oder Masthühnern und Mastputen im Land über der Bundeskennzahl 2, wohingegen der Bundesdurchschnitt laut Gesetz immer 25 Prozent der Nutzungsarten beträgt.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Antibiotikaresistenzen sind riesiges Problem in Afrika 30.08.2016
Jährlich sterben schätzungsweise 7.000 Menschen an einer Infektion mit multiresistenten Keimen. Bis zum Jahr 2050 könnte sich diese Zahl sogar verzehnfachen, prognostizieren Experten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen auch in Deutschland ein brenndes Thema sind. "Doch wer glaubt, multiresistente Keime wären in Deutschland ein Problem, sollte mal ins Ausland gehen", sagt Priv.-Doz. Dr. Beniam Ghebremedhin. „Das ist alles nichts, verglichen mit der Bedrohung in afrikanischen Krankenhäusern. Aber wir wissen bis heute nur sehr wenig über die Verbreitung der verschiedenen Bakterien und welche Gefahr von ihnen ausgeht." Ghebremedhin ist Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Virologie/Infektionsepidemiologie und Biochemiker am HEILOS-Universitätsklinikum Wuppertal und Dozent an der Universität Witten/Herdecke. „In vielen afrikanischen und asiatischen Ländern sind Antibiotika nicht verschreibungspflichtig, es gibt sie frei verkäuflich in jedem Laden, und sie werden auch einfach unter Patienten weiter gereicht“, erklärt Ghebremedhin die Ursache dafür, dass die Medikamente immer weniger wirken, weil die Erreger sich anpassen und resistent werden. „Außerdem gibt es immer mehr Hinweise darüber, dass diese Erreger auch vom Menschen auf Tiere und umgekehrt übertragen werden können. Wir müssen also auch dringend mehr mit Tierärzten zusammen arbeiten, um die Verbreitung einzudämmen.“
idw-online

Patientenprobe aus 2012 positiv auf mcr-1-Gen getestet 26.08.2016
Im Rahmen von Nachuntersuchungen konnten Wissenschaftler des Universitätsklinikum Münster (UKM) jetzt erstmals das Colistin-resistente mcr-1-Gen bei einer Patientenprobe aus dem Jahr 2012 in Deutschland nachgewiesen werden. „Wir konnten das mcr-1 Gen in jeweils einer Probe aus dem Jahr 2012 und 2014 nachweisen“, sagt Dr. Jörg Wüllenweber, Oberarzt am Institut für Medizinische Mikrobiologie des UKM. „Diese Funde belegen, dass das Gen in Bakterien isoliert vom Menschen schon mindestens seit 2012 in Deutschland vorkommt.“ Bisher waren lediglich vier Fälle in Deutschland bekannt: Drei wurden bei Schweinen nachgewiesen, das früheste 2010, und eines beim Menschen aus einer Probe von 2014. In den USA wurde zudem im Mai erstmals ein Fall einer 49 Jahre alten Patientin bekannt, die routinemäßig auf das Ansprechen des Reserveantibiotikums Colistin beziehungsweise das mcr-1-Gen getestet wurde. Nun muss weiter erforscht werden, ob sich die Colistin-resistenten E.coli-Stämme in Deutschland ausbreiten und eine Übertragung auch auf andere Darmkeime oder zwischen Tier und Mensch auftritt, erklärte der Wissenschaftler. Colistin gilt als Reserve-Antibiotikum und wird bei Patienten eingesetzt, bei denen gängige Präparate nicht mehr anschlagen.
Universitätsklinikum Münster

Landesbehörde verwarnt Schweinehalter wegen fehlender Versicherung 20.10.2015
In Nordrhein-Westfalen hat sich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz den Zorn von rund 1.400 Schweinehaltern zugezogen. Wie der Interessensverband ISN berichtet, hat das Landesamt den Schweinehaltern ein Verwarngeld in Höhe von 50 Euro wegen der fehlenden Übermittlung einer Tierhalterversicherung im Rahmen des staatlichen Antibiotika-Monitorings aufgebrummt. Demnach muss der Tierhalter gegenüber der zuständigen Behörde schriftlich versichern, dass er sich strikt an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat. Diese Versicherung muss am Ende eines jeden Kalenderhalbjahres bei der zuständigen Behörde vorliegen. Die verwarnten Betriebe müssen die Tierhalterversicherung für das erste Halbjahr 2015 nun möglichst schnell nachreichen. Schweinehalter wie ISN kritisieren die sofortige Verwarnung anstelle eines Erinnerungsschreibens.
ISN

Bundesregierung versucht Daten zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung zurückzuhalten 26.08.2015
In dem am 25.8.2015 erschienen Artikel "Medikamente in der Tierhaltung - Schweigen im Saustall" wirft die Süddeutsche Zeitung der Bundesregierung vor, Informationen über den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu unterdrücken. Wie Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ergeben haben, ist den Parlamentsabgeordneten der Länder vom Bundeslandwirtschaftsministerium untersagt worden, mit Journalisten über Daten zum Medikamenteneinsatz zu sprechen. Demnach liegt den Redaktionen ein Schreiben des Ministeriums an die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz von Anfang Juli vor, in dem es heißt, dass es unzulässig sei, Zahlen, Daten und Statistiken zur Ermittlung der Therapiehäufigkeit mit Antibiotika in den Ställen weiterzugeben. "Da drängt sich der Verdacht auf, dass es etwas zu verbergen gibt", heißt es im Artikel der Süddeutschen Zeitung.
Süddeutsche Zeitung

Schmidt: Kein Verbot aber strenge Regelungen für Reserveantibiotika in der Tiermedizin
07.07.2015

Landwirte sind nicht vermehrt Träger von MRSA
15.06.2015

Bauernverband kritisiert Vergleich des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung
07.04.2015

SPD sieht Handlungsbedarf in der Geflügelmast
02.04.2015

Antibiotika-Meldungen müssen bis 14. Januar erfolgen
09.01.2015

LANUV erinnert an Antibiotika-Meldung
18.08.2014

Antibiotikamonitoring ja oder nein? Tierzahlrechner zur Bestandsgrößenbestimmung jetzt online
21.07.2014

Systematische Antibiotika-Erfassung in der Tiermast hat begonnen
02.07.2014

Bestandsgrößen für Antibiotika-Mitteilungspflicht sollen deutlich gesenkt werden
05.06.2014

TV-Tipp: ZDFzoom geht Antibiotikaresistenzen im Stall nach
03.06.2014

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Jobbörse / Kleinanzeigen

Unter Jobbörse/ Kleinanzeigen finden Sie u.a. folgende Anzeige:

Rinderliebhaber im Allgäu gesucht!
Datum: 19.08.2019 >>>>

Kleintiere & Schweine - Lust auf beides?
Datum: 19.08.2019 >>>>

Termine

Geriatrie
am 21.08.2019 >>>

Webinar: Korrekte Lagerung von Kleintieren beim Röntgen unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes Teil 1
am 29.08.2019 >>>

Mehrwertsteuer für Fleisch

Wie stehen Sie zu der Idee, die Mehrwertsteuer für Fleisch auf 19% zu erhöhen?

Ich bin dafür! Es ist nicht einzusehen, warum für Fleisch 7% und für Apfelsaft 19% gezahlt werden muss.

Ich unterstütze das Vorhaben und bin zusätzlich für weitere zielgerichtete Preiserhöhungen!

Ich bin zwar für eine Preiserhöhung bei Fleisch, halte die Mehrwertsteuer aber für ungeeignet.

Ich lehne eine Erhöhung des Fleischpreises grundsätzlich ab. Der Preis ist ausreichend.