TÄHAV-Novelle

Aktuelle Meldungen


TÄHAV-Novelle: Fragen, Fragen, noch mehr Fragen 06.03.2018
Am Dienstag, 6.3.2018, hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) in Berlin in der Bayerischen Landesvertretung zu einem Fachforum zum Thema "Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung" eingeladen. Anwesend waren neben Vertretern der Berufsverbände auch praktizierende Tierärzte sowie im Öffentlichen Dienst tätige Tierärzte. Aber auch auch die großen Landwirtschaftsverbände waren anwesend. Erstes Thema auf der Agenda war das EU-Arzneimittelrecht, dessen Überarbeitung voraussichtlich im Jahr 2019 abgeschlossen sein und in 2022 in den EU-Mitgliedsländern in Kraft treten soll. Als Referenten dazu waren eingeladen Magister Viktor Szontagh, Attaché für Veterinärangelegenheiten aus Österreich, Dr. Nancy De Briyne, stellvertretende FVE-Generalsekretärin und Prof. Dr. Manfred Kietzmann von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Der zweite Block drehte sich um das im Moment sehr heiß diskutierte Thema TÄHAV-Novelle, die seit dem 1.3.2018 in Kraft ist und viele Änderungen für die TierärztInnen mit sich bringt, u.a. in Sachen Dokumentationspflicht und die Anfertigung von Antibiogrammen. Hier zeigte sich deutlich, dass sowohl auf Seiten der praktizierenden TierärztInnen als auch auf Seiten der Veterinärbehörden große Unsicherheit herrscht, wann was wie erfolgen und wie was wann zu ahnden ist. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die Fragen im Einzelnen geklärt sind, ggf. auch im Einzelfall durch Gerichtsurteile. Viel diskutiert wurde zudem die Frage, was ist nach der neuen Verordnung eine Straftat. Referenten dieses Blocks waren Dr. Arno Piontkowski (BbT-Vizepräsident, Dr. Siegfried Moder als bpt-Präsident und Nutztierpraktiker sowie Dr. Wolfgang Hansen, Rechtsanwalt. Der letzte Themenblock war der Evaluierung der 16. AMG-Novelle gewidmet, die für 2019 ansteht. Dazu werden nun erst die gesammelten Daten ergebnisoffen ausgewertet, wie Dr. Anke Schröder vom BMEL erklärte. Weiterer Referent war Thomas May von der QS GmbH, der die Datenerfassung in Sachen Antibiotikaeinsatz durch das privatwirtschaftliche Unternehmen erklärt hat. Den Abschluss bildete das Referat von PD Dr. Andreas Palzer, Mitglied des bpt-Präsidums und niedergelassener Tierarzt. Moderiert wurde die Veranstaltung vom bpt-Geschäftsführer Heiko Färber.

Antibiogrammpflicht darf tierärztliche Behandlungen nicht beeinflussen 27.02.2018
Die deutschen Tierhalter haben in der jüngsten Vergangenheit den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung gemeinsam mit den Tierärzten deutlich reduziert, gleichwohl hat der Gesetzgeber hier weitere Einschränkungen mit der Verabschiedung der strittigen Novelle der Tierärztlichen Hausapotheken-Verordnung (TÄHAV) verhängt. Sowohl Tierhalter wie Tierärzte hatten sich zuvor sowie auch nach der Verabschiedung gegen die dort enthaltenen Regelungen ausgesprochen. Man schaffe durch die Antibiogrammpflicht nur eine in der Form nicht notwendige überbordende Bürokratie und auch eine zusätzliche finanzielle Belastungen. Ein wirklicher Mehrwert werde durch die Novelle jedoch nicht geschaffen. Denn die Ergebnisse gesetzlich verordneter Antibiogramme dürften das therapeutische Vorgehen in der Regel kaum beeinflussen, so Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke und Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Niedersächsischen sowie der Bundestierärztekammer. Sie appellieren daher an das LAVES als zuständige Kontrollbehörde in Niedersachsen, diese Umstände unbedingt zu berücksichtigen. „Die Erfüllung der Vorschriften einer TÄHAV darf deshalb keinesfalls dazu führen, dass tierärztliche Behandlungen nicht primär auf fachlich-wissenschaftliche Erkenntnisse begründet werden“, erläutert Dr. Uwe Tiedemann.
Landvolk Niedersachsen

Bundeskabinett beschließt TÄHAV-Novelle ebenfalls 22.02.2018
Das Bundeskabinett hat, nachdem bereits der Bundesrat die aus Tierärztesicht sehr umstrittene Novelle der Tierärztlichen Hausapotheken-Verordnung verabschiedet hatte, diese am gestrigen Mittwoch nun mit den vom Bundesrat geforderten Änderungen angenommen. Die Verordnung tritt damit am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Die verantwortlichen Politiker erhoffen sich davon eine weitere Verringerung des Antibiotikaeinsatzes bei Tieren. Daher muss nun vor dem Einsatz spezieller Antibiotika ein Antibiogramm erstellt werden, was die Empfindlichkeit der pathogenen Bakterien gegenüber dem Wirkstoff nachweist. Außerdem sollen sogenannte Reserveantibiotika der Behandlung des Menschen vorbehalten bleiben. Allerdings weichen die in der TÄHAV genannten Wirkstoffe von den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ab. Die neuen Regelungen basieren auf Ermächtigungen des Arzneimittelgesetzes aus der 16. AMG-Novelle.
topagrar.de

Neue Möglichkeit zur schnelleren Resistenztestung entwickelt 14.02.2018
Mikrobiologen der Universität Münster haben eine neue Methode zur schnelleren Testung von Antibiotikaresistenzen entwickelt. Das Forscherteam um Privatdozent Dr. Evgeny A. Idelevich und Prof. Karsten Becker stützt sich dabei auf die MALDI-TOF-Massenspektrometrie, die sie weiterentwickelt haben. Durch die Weiterentwicklung kann die Empfindlichkeit des Erregers auf mehrere antibiotische Wirkstoffe gleichzeitig untersucht werden. Auch das sonst übliche Anzüchten der Keime für ein Antibiogramm, das mindestens einen Tag in Anspruch nimmt, entfällt bei der Methode aus Münster. Damit erhoffen sich die Forscher eine schnellere Testung als bisher, was die Auswahl des richtigen Antibiotikums für die Therapie beschleunigt und gleichzeitig hilft, Resistenzen zu mindern. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Wir hoffen, unsere Methode schon in den nächsten zwei bis drei Jahren fit für die Labore dieser Welt zu haben“, so Becker. Dafür arbeiten die Forscher mit einem Bremer Medizintechnikunternehmen zusammen.
idw - Informationsdienst Wissenschaft
Antibiotikaminimierung im Stall

bpt warnt vor Auswirkungen der TÄHAV-Änderung 31.01.2018
Am 2. Februar entscheidet der Bundesrat über die Änderungen der Tierärztlichen Hausapotheke (TÄHAV). Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) nimmt dies zum Anlass, noch einmal vor den Folgen der Änderungen zu warnen.Die Novelle sieht vor, dass beim Einsatz wichtiger Antibiotika künftig Antibiogramme angefertigt werden müssen. Grundsätzlich unterstützt der bpt dies, da mittels Antibiogrammen die Wirksamkeit von Antibiotika festgestellt werden kann. Allerdings verweist der bpt hier darauf, dass die Minimierung des Einsatzes von Antibiotika, die mit dieser Regelung weiter gefördert werden soll, bereits in vollem Gange ist. So habe sich die Abgabemenge von Antibiotika an Tierärzte von 2011 bis 2016 bereits halbiert. Mit der Antibiogrammpflicht sieht der bpt vor allem steigende Kosten auf die Tierhalter zukommen. Ein weiteres Problem sind rechtlich ungeklärte Fragen im TÄHAV-Entwurf. "Das ist der Politik wohlbekannt. Doch statt die Beschlussfassung zu vertagen, bis alles Hand und Fuß hat, soll die unausgereifte Verordnung jetzt durch den Bundesrat gepeitscht werden. Das ist nicht nachvollziehbar", kritisiert bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder. Der bpt hat den Ministerpräsidenten der Bundesländer deshalb vorgeschlagen, die Entscheidung über die Verordnung am besten bis April 2019 zu vertagen, so dass noch einmal in Ruhe und wissenschaftlich-fundiert über die Änderungen beraten werden kann.
bpt e.V.

Bundeskabinett beschließt Zweite Verordnung zur Änderung der TÄHAV
19.12.2017

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