Bienenschutz-Bienensterben

Aktuelle Meldungen

23.08.2019: Bienen als Ergänzung zu Spürhunden möglich

Bienen haben einen ausgezeichneten Geruchssinn. Die 22-jährige Polizistin und Hobbyimkerin Sonja Kessler aus Köln hat sich daher in ihrer Bachelorarbeit mit der Frage beschäftigt, ob die Insekten demnach auch die Arbeit von Spürhunden ergänzen könnten, wie Schweizerbauer.ch berichtet. Ihrer Meinung nach könnten die Bienen rasch ausgebildet werden, Gerüche zu erkennen und anzuzeigen. Dafür würden die Insekten fixiert, etwa in einem Röhrchen, wie der der Leiter der baden-württembergischen Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, Peter Rosenkranz, erklärt. „Die Duftwahrnehmung bei Bienen ist extrem empfindlich - da spielen sie in der Dimension von Spürhunden“, erläutert Rosenkranz. „Mit 20 in einem kofferähnlichen Behälter fixierten Tieren könnte man an Bahnhöfen oder der Gepäckkontrolle im Flughafen nach Drogen oder Sprengstoff suchen. Das sei sogar schon in der Praxis getestet worden“, sagt Rosenkranz weiter. Die Bienen nehmen den Geruch einer bestimmten
Substanz wahr und schlecken gleichzeitig eine Zuckerlösung. Nach nur wenigen Durchgängen seien die Bienen auf den Duft konditioniert. Sobald sie diesen erkennen, strecken sie ihren Rüssel heraus, weil sie erneut eine süße Belohnung erwarten, was als Äquivalent zum Anschlagen des Spürhundes zu sehen ist. Im Gegensatz zu der sehr kostenintensiven und zeitaufwendigen Ausbildung eines Spürhundes sei dies eine günstige Alternative. Der Sprecher der Polizeigewerkschaft (GdP), Michael Zielasko, belächelt diese Idee nicht. Für die Bundespolizei jedenfalls könnten Bienen als sinnvolle Ergänzung zu Spürhunden interessant sein. Noch sind jedoch viele Fragen offen und Experten haben einige Zweifel an der Umsetzung. Auch rechtliche Fragen, beispielsweise was geschieht, wenn ein Verdächtiger beim Beschnuppern gestochen wird, sind noch zu klären. Hürden seien laut Rosenkranz auch die kurze Lebensdauer der Insekten und das benötigte Know-How für Dressur und Einsatz.

02.08.2019: Europäisches Bündnis setzt sich für die Rettung von Bienen und Bauern ein

Zahlreiche europäische Organisationen haben sich mit dem Ziel, Bienen und Bauern zu retten, zu einem Bündnis formiert. Am vergangenen Dienstag wurde nun die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Save bees and farmers - Bienen und Bauern retten!" bei der EU-Kommission eingereicht. Die Initiative, die sich aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren aus ganz Europa zusammensetzt, fordert unter anderem den Ausstieg aus dem Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide bis 2035, die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme in landwirtschaftlich genutzten Gebieten sowie die Unterstützung der Landwirte bei der Umstellung. Denn aus wissenschaftlicher Sicht sind umfassende und dringende Maßnahmen notwendig, um den drohenden Kollaps der Ökosysteme zu umgehen. „Die zunehmend mangelnde, einseitige
und pestizidbelastete Nahrungsgrundlage bestäubender Insekten bedroht Imkerinnen und Imker existenziell. Neben Bienen leiden ausgerechnet die vielfältigen bäuerlichen Betriebe unter der industriell ausgerichteten EU-Agrarpolitik. Bienensterben und Höfesterben haben dieselbe Ursache. Bienen und Bauern brauchen einen ambitionierten, aber realistischen Systemwandel, der nur mit einem konsequenten Ausstieg aus der Nutzung synthetischer Pestizide möglich ist", erklärte Imkermeister und Vorstandsmitglied der Aurelia Stiftung Thomas Radetzki. Der Europäische Kommission in Brüssel wird die Initiative innerhalb der nächsten zwei Monate prüfen. Sobald sie die Registrierung bestätigt, will das Bündnis innerhalb eines Jahres eine Million Unterschriften in Europa sammeln.

22.07.2019: Bienenschutzmaßnahmen müssen europaweit stärker gefördert werden

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, setzt sich auf EU-Ebene für eine bessere Förderung von Bienenschutzmaßnahmen und den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln seitens der EU. Die Ministerin fordert zudem ein deutlich höheres Umweltniveau innerhalb der Europäischen Agrarpolitik (GAP) mit EU-weiten Mindeststandards für Umwelt- und Klimaschutz.
Nach dem am 17. Juli 2019 gefassten EU- Beschluss werden die einheitlichen Grundsätze für die Bewertung von Pflanzenschutzmitteln und Wirkstoffen geändert. Die 2013 veröffentlichte Bienenleitlinie soll auf Basis der neuesten Erkenntnisse angepasst werden. Klöckner war maßgeblich daran beteiligt, dass die Anwendung und der Verkauf der bienenschädlichen Neonikotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Deutschland verboten wurden.

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.