Qualzuchten

Aktuelle Meldungen


Prof. Gruber stellt sein Buch Das Kuscheltierdrama in Berlin vor 15.03.2019
Am vergangenen Donnerstagabend hat der Tierpathologe der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Achim Gruber, sein Buch "Das Kuscheltierdrama" Journalisten und Gästen im Berliner Aquarium vorgestellt und einzelne Geschichten daraus vorgelesen. In dem Buch berichtet der Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere, das sie durch die Menschen erdulden müssen, obgleich sie nur das Beste für die vierbeinigen Lieblinge möchten. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Dies ist zum einen der Geschichtenteil und zum anderen der wissenschaftlich-medizinische Teil, in dem er die Hintergründe des in den Geschichten beschriebenen Leids verständlich erklärt. Seine Erfahrungen hat er teilweise bei der Obduktion am Seziertisch gesammelt oder durch die histo-pathologischen Untersuchungen, die nicht selten auch helfen, Leben zu retten. Er klärt auf, gibt Tipps zur Vermeidung von Fehlern und kritisiert leidvolle Trends in unserer Haustierhaltung. Gleichzeitig prangert er jedoch auch die Züchtung chronisch kranker Krüppel an, sogenannter Qualzuchten. Dies sind beispielsweise Hunde, die schon im Ruhezustand kaum Luft bekommen, da ihnen die Nase weggezüchtet wurde oder die nicht selten Glasaugen benötigen, da ihnen ihre eigenen aus den Höhlen gefallen sind.
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FU Berlin
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Kaninchenzucht in Großbritannien - strengere Regularien gefordert 17.12.2018
Eine Umfrage mit 33 Kaninchenzüchtern in Großbritannien durch Forscher der Universitäten Nottingham und Winchester hat sich mit der Herkunft der Kaninchen befasst und liefert wichtige Erkenntnisse in Hinblick auf Zucht und Haltung der Tiere. So ergab die Umfrage unter anderem, dass die am häufigsten verkauften Kaninchen Rassen mit flachen Gesichtern waren, sogenannte Qualzuchten. Diese absichtliche Überzüchtung kann jedoch zu gesundheitlichen Problemen für das Tier führen. Zudem ergab die Umfrage, dass die meisten Kaninchen einzeln gehalten wurden und die Mehrzahl der kontaktierten Gemeinden ihre Genehmigungsbefugnisse nicht effektiv nutzten, um die kommerzielle Kaninchenzucht zu überwachen. Auch waren nur 1% aller Züchter zugelassen. Die Wissenschaftler fordern daher von den Organisationen, dass mit Hilfe dieser neuen Studie Maßnahmen ergriffen werden, um das Wohlergehen der zur Zucht verwendeten Kaninchen zu gewährleisten. Zudem sollten auch die lokalen Behörden ihre Richtlinien in Bezug auf die Lizenzierung von Tierhandlungen und Tierzüchtern überprüfen und die Bemühungen zur Regulierung der Branche stärken. Die Ergebnisse der Studie können in der Zeitschrift Animals nachgelesen werden.
TEKK

Baden-württembergischer Tierschutzbeirat will Konkretisierung des Qualzuchtverbotes 23.11.2018
Das Thema Qualzucht gehörte neben den Regelungen zu Fundtieren zu einem der Themen, die der Landesbeirat für Baden-Württemberg auf seiner letzten Sitzung behandelt hat. So wurde in Baden- Württemberg zum Thema Qualzucht bereits im Jahr 2003 eine Bundesratsinitiative gestartet, um verbindliche und für die Behörden vor Ort vollziehbare rechtliche Vorschriften zu verbotenen Zuchtlinien auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung hat den entsprechenden Beschluss des Bundesrates allerdings bis heute nicht umgesetz!t Auch angekündigte Leitlinien liegen bis heute nicht vor. Im Jahr 2013 ist es jedoch zu einer Änderung des Tierschutzgesetzes gekommen, in das Änderungen zu sogenannten Qualzuchten aufgenommen mit dem Ziel, mehr Rechtssicherheit für die Anwendung des Qualzuchtverbotes zu schaffen. Da allerdings bis heute die entsprechenden Ausführungen fehlen, fordert der Tierschutzbeirat, die Initiative von 2003 wieder aufzunehmen, um mittels einer Rechtsverordnung das Qualzuchtverbot zu konkretisieren. Im Bereich der Fundtiere geht es nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus diesem Jahr um die Gefahr, dass Tierheime auf den Kosten für abgegebene Tiere sitzen bleiben könnten. Auch für Bürger und Tierärzte besteht hier eine Unsicherheit. Deshalb wird gefordert, das Bürgerliche Gesetzbuch so zu ändern, dass die Anforderungen des Tierschutzes für Fundtiere berücksichtigt werden.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

umdenken-tierzuliebe - Landestierärztekammer Berlin sensibilisiert Berlin für das Thema Qualzucht 14.11.2018
Neben der Bundestierärztekammer setzt sich auch die Landestierärztekammer Berlin gegen Qualzuchten ein. Am 14.11.2018 findet dazu eine Pressekonferenz statt und abends berichtet der Rundfunk Berlin Brandenburg darüber. Beide Aktionen sind Teil der Initiative „umdenken-tierzuliebe“, die vom 13. - 22.11.2018 in Berlin stattfinden wird. Dann wird überall in der Stadt mit Großplakaten und Flyern auf das Problem Qualzucht hingewiesen, da sich viele Tierhalter und Tierfreunde des Problems und des damit einhergehenden Leids gar nicht bewusst sind. Die Kampagne soll sie für das Leiden extrem überzüchteter Heimtiere sensibilisieren. Flyer, Postkarten und Aufkleber, um sie an öffentlichen Orten oder in der Praxis auszulegen, gibt es bei der LTK Berlin.
LTK Berlin

Österreichische Tierärztekammer will Tierhalter über Qualzuchten aufklären 04.10.2018
Anlässlich des heutigen Welttierschutztages hat die Österreichische Tierärztekammer auf das Problem Qualzucht aufmerksam gemacht. Die Hundezucht hat sich in den vergangenen 150 Jahren massiv verändert - das optische Erscheinungsbild der Vierbeiner ist stark in den Vordergrund getreten. "Es haben sich gewisse Zuchtstandards etabliert, die enorm auf Kosten der Tiergesundheit gehen. In vielen Fällen sind diese leider mit großen gesundheitlichen Problemen für die Tiere verbunden", sagt Mag. Kurt Frühwirth, Tierarzt und Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK). "Stoppt Qualzuchten!" lautet daher auch das Motto der öffentlichen Aufklärungskampagne, die viele potenzielle HundebesitzerInnen auf dieses Problem aufmerksam machen soll, denn die Mehrheit weiß noch zu wenig über die gesundheitlichen Folgen dieser Qualzuchten. "Wir setzen uns entsprechend für tiergesundheitliche Verbesserungen ein", so Frühwirth. "Wir wehren uns dagegen, züchterische Gesundheitsprobleme zu normalisieren und als ,typisch für die Rasse‘ zu sehen", erklärt Dr. Manfred Hochleithner, Tierarzt und ÖTK-Landesstellen Präsident Wien und meint weiter: „Züchter sollten bei genetisch verursachten Gesundheitsproblemen in die Verantwortung bzw. Haftung genommen werden. Es kann nicht sein, dass TierbesitzerInnen die Konsequenzen unverantwortungsvoller Züchtungen tragen müssen und schließlich neben dem Tier die Leidtragenden sind."
Österreichische Tierärztekammer

Hitze lässt kurznasigen Rassen die Luft ausgehen
20.07.2018

Einflüsse selektiver Zucht auf das Gehirn durch MRT erkennbar
02.03.2018

Mutation bei Nackthunden für Haarlosigkeit und Zahnveränderungen verantwortlich
21.07.2017

Dr. Friedrich Röcken im MDR-Interview zum Thema Qualzucht
16.03.2017

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Jobbörse / Kleinanzeigen

Unter Jobbörse/ Kleinanzeigen finden Sie u.a. folgende Anzeige:

Rinderliebhaber im Allgäu gesucht!
Datum: 19.08.2019 >>>>

Kleintiere & Schweine - Lust auf beides?
Datum: 19.08.2019 >>>>

Termine

Geriatrie
am 21.08.2019 >>>

Webinar: Korrekte Lagerung von Kleintieren beim Röntgen unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes Teil 1
am 29.08.2019 >>>

Mehrwertsteuer für Fleisch

Wie stehen Sie zu der Idee, die Mehrwertsteuer für Fleisch auf 19% zu erhöhen?

Ich bin dafür! Es ist nicht einzusehen, warum für Fleisch 7% und für Apfelsaft 19% gezahlt werden muss.

Ich unterstütze das Vorhaben und bin zusätzlich für weitere zielgerichtete Preiserhöhungen!

Ich bin zwar für eine Preiserhöhung bei Fleisch, halte die Mehrwertsteuer aber für ungeeignet.

Ich lehne eine Erhöhung des Fleischpreises grundsätzlich ab. Der Preis ist ausreichend.