Prof. Dr. Achim Gruber ist den Geheimnissen der Haustiere auf der Spur

Prof. Dr. Achim Gruber bei der Premiere seines Buches ''Das Kuscheltierdrama'' im Berliner Aquarium Prof. Gruber bei der anschleißenden Signierstunde

Ein kleines Mädchen kommt vor vielen Jahren mit ihrem Chinchilla in die Tierarztpraxis. Der Tierarzt kann jedoch leider nur noch den Tod des Tieres feststellen. Das kleine Mädchen ist untröstlich, hat es doch so gern mit dem Chinchilla geschmust und geküsst. Bei dem Versuch herauszufinden, was passiert sein könnte, wie die Vorgeschichte verlaufen ist, entdeckt der Tierarzt Herpesbläschen am Mund des Kindes. Damit ist für den Tierarzt der rätselhafte Tod des Tieres gelöst. Herpes simplex stellt für Nagetiere eine tödliche Gefahr dar (HSV- Enzephalitis).

In diesem Fall hat das kleine Mädchen den Tod seines Kuscheltieres selbst verursacht – unwissentlich natürlich. Der Tierarzt war Dr. Achim Gruber. Damals noch als praktizierender Tierarzt tätig, bevor er beschloss, sich zum Tierpathologen weiterzubilden, um noch viele rätselhafte Todesfälle aufzudecken und durch die Untersuchung von Gewebeproben bei der Diagnostik auch zur Behandlung erkrankter Tiere beitragen zu können.

Am Donnerstagabend stellte Prof. Dr. Achim Gruber, heute Tierpathologe der Freien Universität Berlin, im Berliner Aquarium vor Journalisten und Gästen sein Buch „Das Kuscheltierdrama“ vor. Hier hat er viele Geschichten seiner beruflichen Laufbahn als Pathologe festgehalten. Anschließend erklärt er leicht verständlich die wissenschaftlich-medizinischen Hintergründe der Geschichten und verweist auf die Zusammenhänge der Tierhaltung, von Zuchtproblematiken oder falsch verstandener Tierliebe. Dadurch möchte er vor allem aufklären und dazu beitragen, weitere solcher Fälle zu verhindern.

Ganz nebenbei ist ihm ein wunderbar kurzweiliges Buch gelungen, das sich zu lesen lohnt. Noch besser als das Buch zu lesen ist es, die Geschichten von Prof. Gruber selbst mit so viel Begeisterung und Esprit erzählt zu bekommen, wie die anwesenden Gäste im Aquarium. Dabei dürfte die wunderbare Lokation und die toll beleuchteten Aquarien mit ihren Meeresbewohner jedoch nicht unbeteiligt gewesen sein.

Links / Literatur
Dr. Julia Henning
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