Nachrichten

Bündnis aus elf Organisationen fordert bundesweit einheitliche Herdenschutzmaßnahmen

14.06.2019

Ein Bündnis aus elf Organisationen der Landwirtschaft und Nutztierhaltung, des Natur- und Tierschutzes sowie der Jagd hat am vergangenen Mittwoch in Berlin einen bundeseinheitlichen Herdenschutz sowie praktische wie rechtliche Klarheiten seitens der Bundesregierung gefordert. Dazu haben die Organisationen Empfehlungen vorgelegt, die die Tötung auffälliger Wölfe vorsieht, was jedoch nur als letztes Mittel angesehen werden sollte. "Es braucht endlich Rahmenregelungen des Bundes, um eine tragfähige Koexistenz zwischen Wölfen und Weidetierhaltung zu ermöglichen", lautet die Forderung der Verbände. Die Empfehlungen beinhalten sowohl inhaltliche als auch praktikable Lösungsansätze sowie eine flächendeckende Umsetzung eines für Wolfsgebiete geeigneten Herdenschutzes. Zudem fordert das Bündnis eine kostendeckende Förderung durch den Bund. Die Basis für eine umfassende Förderung des Herdenschutzes sei von der Europäischen Kommission bereits geschaffen. Zu schon vorhandenen Maßnahmen sollten den Organisationen zufolge Ausgleichsleistungen für Tierverluste gezahlt werden, sofern Maßnahmen zum Standardschutz umgesetzt worden sind.
Nabu

Studie zur veterinärmedizinischen Versorgungsdichte in Österreich erschienen

14.06.2019

Die Veterinärmedizin leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie für das Wohlergehen von Tier und Mensch, sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen und akute Seuchenbekämpfung sorgt. Somit sind Tierärzte und Tierärztinnen Garanten der Lebensmittelsicherheit. Allerdings sind die verschiedenen Arbeitsbereiche in der Veterinärmedizin sehr unterschiedlich repräsentiert. Nur etwa ein Drittel der VeterinärmedizinerInnen arbeitet in Nutztier- und Gemischtpraxen, so dass im Nutztierbereich die aktuelle Versorgung von den VeterinärmedizinerInnen in allen Bundesländern als eher unterversorgt eingeschätzt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass es in manchen Spezialisierungsbereichen und schwer erreichbaren Gebieten Probleme mit der Versorgung geben wird. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die von Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK), in einem Pressegespräch vorgestellt worden sind. Erschwerend hinzu kämen demnach die anstehende Pensionierungswelle und gleichzeitig die Schwierigkeiten, TierärztInnen in ländlichen und infrastrukturschwachen Regionen zu rekrutieren. Aber auch bei der Besetzung von Not- und Bereitschaftsdiensten gäbe es immer wieder Probleme. Um weiterhin österreichweit eine bestmögliche flächendeckende veterinärmedizinische Versorgung zu gewährleisten, hat die Vetmeduni Vienna die Initiative VetRegioVetmedAustria ins Leben gerufen. Dadurch sollen Studierende frühzeitig – etwa durch Praktika und durch wissenschaftliche Arbeiten – mit den ländlichen Regionen vernetzt werden, um sie darin zu bestärken, sich nach ihrem Studium dort niederzulassen. Im Jahr 2017 gab es etwa 3.100 aktive TierärztInnen in Österreich, und damit um 300 mehr als noch im Jahr 2010. Mit 0,36 TierärztInnen pro 1.000 Einwohner liegt die TierärztInnendichte in Österreich (Stand 2014) geringfügig unter dem europäischen Durchschnitt von 0,38. In Deutschland liegt der Wert bei 0,33. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass trotz hoher TierärztInnenzahlen nicht genügend VeterinärInnen in Bereichen der tierärztlichen Versorgung arbeiten können oder wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dementsprechend kann dieses Problem auch nicht mit einer Maßnahme gelöst werden, sondern benötigt ein Bündel an vielfältigen Ansätzen – vielmehr einen Masterplan, der zwingend gesamtheitlich umgesetzt werden muss. Um Wirkung zu entfalten, dazu braucht es aber auch einen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und der Universität“, so Frühwirth. Gleichzeitig appellierte er an alle, Verantwortung für die hohen Qualitätsstandards in Österreich zu übernehmen und diese aufrecht zu erhalten, denn „das wird der Berufsstand alleine nicht schaffen“.
ÖTK
Zukunftskongress 2019
Vetion Fokusthema: Veterinärmedizin - Status quo und Zukunft

Hessen investiert in den Herdenschutz vor Wölfen

13.06.2019

Um Weidetiere vor vermehrten Wolfsrissen zu schützen, stellt das hessische Umweltministerium eine Flächenprämie von 31 Euro pro Hektar zur Verfügung. Für diesen Zweck werden vom Land 500.000 Euro jährlich bereit gestellt. „Mit der neuen Herdenschutzprämie Plus zahlen wir landesweit einen Zuschuss für den Arbeitsmehraufwand und Investitionskosten beim Herdenschutz. Gleichzeitig wollen wir für das Thema sichere Weidezäune sensibilisieren: Die meisten Nutztiere werden gerissen, wenn eine Weide nicht fachgerecht gesichert ist. Oftmals sind die Zäune nicht ausreichend elektrifiziert oder die Weide an einer Seite nur durch einen flachen Bach abgegrenzt“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. Halter von Schaf- und Ziegenherden sind aufgerufen, ihre Tiere nach guter fachlicher Praxis mit täglichen Zaunkontrollen zu schützen. Die Herdenschutzprämie soll einen Mehraufwand ausgleichen. Anträge können bis Ende Juli bei den landwirtschaftlichen Förderstellen gestellt werden.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Neue Impfleitlinien für Landwirte veröffentlicht

12.06.2019

Das Impfen von Nutztieren ist Teil der "One-Health"-Strategie zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Denn Impfungen beugen Erkrankungen vor, weshalb weniger Arzneimittel, vor allem weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen. Dies kommt Mensch und Tier zugute. Die Europäische Plattform für den verantwortungsbewussten Einsatz von Tierarzneimitteln (EPRUMA) hat nun neue Leitlinien zum Einsatz von Impfstoffen bei Tieren veröffentlicht. Darin wird den Landwirten geraten, die individuellen Impfstrategien mit dem Hoftierarzt zu besprechen. Er kennt auch die sogenannten Pflichtimpfungen, die vorgenommen werden müssen. Zudem erfordert jede Impfung tierärztliche Fachkenntnisse und die Einhaltung von Hygienestandards. Es dürfen ausschließlich gesunde Tiere geimpft werden. Für eine schützende Immunität müssen nach der Grundimmunisierung die empfohlenen Impfintervalle eingehalten werden. Nach der Impfung sind die Tiere mindestens die nächsten zwei Tage genau zu beobachten, ob sie irgendwelche Nebenwirkungen oder Impfreaktionen zeigen. Diese sind unverzüglich dem Tierarzt zu melden. Bei lebensmittelliefernden Tieren sind unbedingt die festgelegten Wartezeiten für Milch, Fleisch oder Eier einzuhalten.
EPRUMA
Bundesrat fordert verbesserte Bedingungen für Langzeittransporte von Tieren 11.06.2019
Niederländische Schweinehalter wollen wieder Speisereste an Schweine verfüttern 11.06.2019
Die Zukunft der tierärztlichen Versorgung in Österreich auf dem Prüfstand 07.06.2019
Staatliches Tierwohllabel weiter ohne klar verlässliche Zieldefinition und konkrete Aussagen 07.06.2019
Antibiotikaresistenzen im Fokus des Wissenschaftsmagazins des BfR 06.06.2019
Oberverwaltungsgericht genehmigt Transport trächtiger Kühe im Hochsommer in den Iran 06.06.2019
BfT sieht viele Missverständnisse beim Thema Tiergesundheit 06.06.2019
Ernährungsausschuss des Bundestages stimmt für Abschaffung des Tierarztvorbehaltes bei Isofluran-Narkose 06.06.2019
Deutlicher Anstieg der Hantavirus-Infektionen 05.06.2019
BSE-Fall in Brasilien 03.06.2019
Bayerische Tierärzte weiter gegen Langstreckentransporte von Nutztieren 31.05.2019
Weltweite Initiative zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest 29.05.2019
Neue Schweineställe für mehr Tierwohl durch Virtuellen Stall der Zukunft 28.05.2019
Deutschland erzielt Abkommen mit Spanien zum Kälberhandel aus Restriktionsgebieten 28.05.2019
Besorgniserregend hohe Antibiotika-Werte in Flüssen 28.05.2019
TV-Empfehlung: Report Mainz am Dienstag, den 28. Mai um 21.45 Uhr 27.05.2019
Backhaus kündigt neue Biber-Verordnung an 27.05.2019
Kälberhandel soll trotz Blauzungenkrankheit erleichtert werden 24.05.2019
Projekt Nationales Tierwohl-Monitoring gestartet 24.05.2019
Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes bringt mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit dem Wolf 23.05.2019
Trotz gestiegener Milchpreise müssen immer mehr Betriebe aufgeben 23.05.2019
Auffällig hohe Suizidrate unter europäischen Landwirten 21.05.2019
Bund plant bessere Entschädigung für Hobbyschäfer nach Wolfsrissen 21.05.2019
Ceva übernimmt Tiergesundheitssparte der IDT 20.05.2019
Bundesratsinitiative zu Tiertransporten in Drittländer gestartet 17.05.2019
Bayern stellt kurzfristig große Mengen an Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit bereit 17.05.2019
Nicht verpassen: die Bayerischen Tierärztetage in Nürnberg 16.05.2019
Tierschutzvolksbegehren in Österreich kann bereits mehr als 10.000 Unterschriften aufweisen 16.05.2019
BTK-Präsident äußert Empörung über Entwurf der Ferkelbetäubungssachkundeverordnung 16.05.2019
Europäische Bürgerinitiative zur Rettung der Bienen wird registriert 16.05.2019
Neuer Beratungsdienst soll in Brandenburg für mehr Tierwohl und Tiergesundheit sorgen 14.05.2019
Erste Ergebnisse des ASP-Früherkennungsprogramms der Schweiz 14.05.2019
ASP erstmals in Hongkong aufgetreten 14.05.2019
Umweltministerkonferenz: Ländervertreter sind sich in vielen Punkten einig 13.05.2019
Weiterhin Uneinigkeit beim Umgang mit dem Wolf 13.05.2019
Milchviehhalter wehren sich gegen Qualzuchtvorwürfe 13.05.2019
Tierärzte stellen Forderungen an das neue EU-Parlament 10.05.2019
Transportregeln wegen Blauzungenkrankheit werden verschärft 09.05.2019
Hitzestress beeinflusst direkt das Immunsystem von Milchkühen und verringert die Darmbarriere 08.05.2019
Hessen und Rheinland-Pfalz fordern mehr Tierwohl bei Transporten in Drittländer 08.05.2019
Rheinland-Pfalz schreibt Tierschutzpreis 2019 aus 07.05.2019
Deutlicher Anstieg der Fleisch- und Lebendtierexporte in Drittländer erwartet 06.05.2019
BHV 1 in weiterem Betrieb in Schleswig-Holstein nachgewiesen 06.05.2019
FLI aktualisiert ASP-Risikobewertung 06.05.2019
Amtstierärzte fordern Rechtssicherheit im Tierschutz 06.05.2019
Eintragsrisiko von Tierseuchen weiter hoch 03.05.2019