Nachrichten

FLI aktualisiert Infos zu Schmallenberg

21.08.2019

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat einen aktualisierten Steckbrief zum Schmallenberg- Virus veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Darin geht das FLI auf die empfänglichen Arten, das Verbreitungsgebiet, den Erreger, die Übertragungswege, auf Klinik und Diagnostik, mögliche Differentialdiagnosen sowie die Bekämpfungsmöglichkeiten ein. Das Virus wurde erstmals im Jahr 2011 in Nordwestdeutschland festgestellt, von wo aus es sich bundesweit und über einige Teile Europas ausbreitete. Empfänglich für das Virus sind neben Rindern, Schafen und Zeigen auch Alpakas, Bisons und verschiedene Wildtiere. Für den Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar. Das FLI rechnet auch künftig periodisch mit Neuausbrüchen. Während eine Infektion mit dem Virus bei adulten Schafen und Ziegen keine Symptome beobachtet werden, zeigen adulte Rinder für einen Zeitraum von wenigen Tagen Symptome wie hohes Fieber von bis zu 41 Grad Celsius, wässrigen Durchfall und temporär deutlich absinkende Milchleistung. Erfolgt die Infektion zudem während der Trächtigkeit, kommt es zu Missbildungen der Frucht, deren Schweregrad vom Trächtigkeitsstadium abhängt. Missbildungen treten auch bei Schafen und Ziegen auf.
FLI
Vetion Fokusthema: Schmallenberg Virus

Bayer Animal Health geht für 7,6 Mrd. US-Dollar an Elanco

20.08.2019

Wie bereits angekündigt, hat sich das Unternehmen Bayer von seiner Geschäftseinheit Animal Health getrennt. Der Geschäftsbereich wurde für 7,6 Milliarden US-Dollar an das US-Unternehmen Elanco Animal Health veräußert. Bayer stärkt dadurch seinen Fokus als führendes Life-Science-Unternehmen, wie es am Dienstag von Seiten des Unternehmens hieß. Die Summe besteht zu 5,3 Milliarden US-Dollar aus einer Barkomponente, die transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen unterliegt. Hinzu kommen 2,3 Milliarden US-Dollar in Aktien von Elanco. Das Transaktionsvolumen entspricht dem 18,8-Fachen des EBITDA vor Sondereinflüssen der 12 Monate bis zum 30. Juni 2019 von Bayer Animal Health. Mit dem Abschluss der Veräußerung wird Mitte 2020 gerechnet, sofern die Wettbewerbsbehörden den Deal genehmigen. Bayer beabsichtigt, sich zu gegebener Zeit von seinem Anteil an Elanco zu trennen. Die Trennung vom Animal-Health-Geschäft stellt die größte Transaktion in einer Reihe von Portfoliomaßnahmen dar, die Bayer im November 2018 angestoßen hatte. Durch die Fusion der komplementären Geschäfte entsteht die Nummer 2 im Bereich Tiergesundheit. Mit der Akquisition stärkt Elanco insbesondere sein Portfolio führender globaler Marken und erweitert seine Innovationskompetenzen sowie die Forschungs- und Entwicklungspipeline. „Ich habe enormen Respekt vor dem Team von Bayer Animal Health und bewundere die Begeisterung, mit der es die Gesundheit und das Wohlbefinden von Tieren verbessert“, sagte Jeffrey N. Simmons, Präsident und CEO von Elanco. „Von der Kombination aus Elancos starker Beziehung zu Tierärzten und der führenden Rolle von Bayer im Einzel- und Onlinehandel werden letztlich all unsere Kunden profitieren. Wir freuen uns darauf, unsere komplementären Geschäfte und Fähigkeiten zusammenzubringen, um ein voll auf die Tiergesundheit fokussiertes Unternehmen zu bilden, das Landwirte, Tierärzte und Haustierbesitzer kontinuierlich mit Innovationen versorgt.“ Gemäß der Vereinbarung mit Elanco bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Animal Health GmbH entsprechend der Gemeinsamen Erklärung zur „Zukunftssicherung Bayer 2025“ bis Ende 2025 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt und werden zu vergleichbaren Konditionen weiterbeschäftigt. Für die Beschäftigten der KVP Kiel und der Bayer Vital, die zum Übergang zu Elanco vorgesehen sind, gilt der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Erhalt vergleichbarer Arbeitsbedingungen für drei Jahre nach Vollzug der Transaktion.
Bayer.de

Keine Verbesserungen beim Umweltschutz durch GAP 2020 zu erwarten

20.08.2019

Ein Forscherteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Georg-August-Universität Göttingen hat den aktuellen Reformvorschlag der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 analysiert. Demnach seien laut Meinung der beteiligten Wissenschaftler keine Verbesserungen beim Umweltschutz zu erwarten. Die EU bekenne sich zwar zu mehr Nachhaltigkeit, jedoch sei dies in den GAP-Reformvorschlägen nicht umgesetzt. Auf Grundlage einer umfassenden Literaturstudie von ca. 450 Publikationen, die sich vordergründig mit den Fragen der Vereinbarkeit mit den UN- Nachhaltigkeitszielen (SDGs – Sustainable Development Goals) und der Verbesserung der GAP beschäftigt, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die neuen Vorschläge einen klaren Rückschritt gegenüber den bisherigen Regelungen bedeuten. „Sollte die EU es mit ihrer Verpflichtung auf die SDGs ernst meinen, müssten diese sich auch in der Landwirtschaftspolitik wiederfinden und entsprechende Indikatoren zur Erfolgsmessung definiert werden“, sagt der Ökologe Guy Pe’er. Das sei jedoch nicht der Fall. Dabei hätte die GAP laut der Forscher das Potenzial, zur Erreichung von mindestens neun der siebzehn SDGs beizutragen. In einem in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Artikel zeigen die Forscher auf, wie der laufende Reformprozess wissenschaftlichen Erkenntnissen und öffentlichen Forderungen nach mehr Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden könne. Eine große Chance, den Reformprozess im Sinne der Bevölkerung und der internationalen Verpflichtungen zu gestalten, sehen Pe’er und Agrarökonom Sebastian Lakner von der Universität Göttingen im neu gewählten EU-Parlament: „Es gibt ausreichend wissenschaftliche Evidenz darüber, was im Umweltbereich getan werden muss. Es sollte im Interesse der EU- Kommission liegen, dass Steuermittel in der Landwirtschaft effizient und zielgerichtet eingesetzt werden“, sagt Lakner. Dafür sei jedoch ein echter Reformprozess, der alle betroffenen Interessensgruppen gleichermaßen einbeziehe und wissenschaftliche Befunde berücksichtige, unumgänglich.
iDiv

NRW will Nutztierhaltung nachhaltig verbessern

20.08.2019

Das Landwirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat einen Prozess für eine nachhaltige Verbesserung der Nutztierhaltung initiiert und erarbeitet derzeit eine Nutztierstrategie. Daher besucht die Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser aktuell verschiedene Nutztierbetriebe, um sich vor Ort exemplarisch über Anregungen für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung zu informieren. „Eine zukunftsfähige Nutztierhaltung muss allen Interessen gerecht werden: Dem Tierwohl, dem Umweltschutz, den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher und nicht zuletzt der ökonomischen Überlebensfähigkeit der Tierhalterinnen und Tierhalter", sagte Heinen-Esser. „Nordrhein-Westfalen soll bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Tierhaltung zu einer Modellregion werden. Unser Leitbild berücksichtigt gesellschaftliche Anforderungen nach mehr Tierwohl und nach Transparenz in der Lebensmittelkette ebenso wie Umweltfaktoren. Es gilt dabei, den Betrieben ein angemessenes Einkommen und sozialverträgliche Arbeitsverhältnisse zu sichern“, so die Ministerin weiter. Ein erster Schwerpunkt der Strategie ist die Zukunft der Schweinehaltung. Nach und nach soll der Prozess auf andere Nutztierarten ausgeweitet werden. Zum Start ihrer Sommertour besuchte Ursula Heinen-Esser am gestrigen Montag die Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn. Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann besuchte den Schweinemastbetrieb Pötterhof in Brüggen. „Eine tier- und umweltgerechte Schweinehaltung ist nicht nur das Ziel der Landesregierung, sondern auch der Tierhalterinnen und Tierhalter. Fehlende Planungssicherheit und ungünstige Rahmenbedingungen hemmen die positive Fortentwicklung. Mit unserer Nutztierstrategie wollen wir zukunftsfähige Tierhaltung ermöglichen und dazu auch die erforderlichen ökonomischen Rahmenbedingungen entwickeln“, betonte die Ministerin. Zudem arbeitet das Landwirtschaftsministerium an einem Informationssystem, welches vorhandene Daten aus der Überwachung sowie Informationen zu Schlachtbefunden zusammenführen und als Frühwarnsystem zur Verbesserung der Tiergesundheit dienen soll.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
BVL warnt vor gefälschten Tierarzneimitteln 19.08.2019
DAFA: Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland verhindern 19.08.2019
Mehr Kuhgesundheit durch trockene Einstreu 19.08.2019
Blitzumfrage zur Fleischsteuer-Debatte 16.08.2019
Künftig zwei Ohrmarken für Schafe und Ziegen in der Schweiz 16.08.2019
Bundesnaturschutzgesetz soll auch Nutztiere schützen 16.08.2019
Zahl der Schweine in Russland weiter gestiegen 16.08.2019
Interesse an Tiermedizin-Studienplätzen leicht gesunken 14.08.2019
Jedes Rind hat Anrecht auf einen Liegeplatz 14.08.2019
Möglichkeiten der Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration im Vergleich 13.08.2019
Vier Pfoten unterstützt Fleischsteuer 09.08.2019
Bauernverband gegen erhöhten Mehrwertsteuersatz auf Fleisch 07.08.2019
Trockenheit bereitet Thüringens Schäfern Probleme bei der Futterversorgung 05.08.2019
Rindfleischimport: VIER PFOTEN kritisiert Handelsabkommen mit den USA 05.08.2019
Europäisches Meldesystem soll Tierschutz bei Tiertransporten verbessern 02.08.2019
Groß-Razzia in Kempten wegen Verdachts der Tierquälerei - auch gegen Tierärzte wird ermittelt 01.08.2019
Hämorrhagische Septikämie der Rinder in Baden-Württemberg 30.07.2019
Baden-Württemberg untersagt Tiertransporte bei mehr als 30 Grad 25.07.2019
Hitzewelle: Irland setzt Tiertransporte aus 23.07.2019
Bei Jagdreisen ins Ausland Regeln zur ASP-Prophylaxe beachten 23.07.2019
Neuseeland will Treibhausgase für Nutztierhalter bepreisen 23.07.2019
Campylobacteriose und Salmonellose bleiben bedeutendste Zoonosen in der Schweiz 22.07.2019
Tuberkulose-Test kann zwischen geimpften und infizierten Kühen unterscheiden 19.07.2019
Hohes wissenschaftliches Niveau beim ersten Symposium des European College of Animal Reproduction in Wien 18.07.2019
Hessen will Ausstieg aus der Anbindehaltung und kündigt Unterstützung für die Landwirte an 17.07.2019
Atypischer BSE-Fall in Spanien 17.07.2019
Neue Förderrichtlinie unterstützt Wanderschäfer beim Wolfsschutz 16.07.2019
Oman setzt auf Massentierhaltung von Milchkühen 16.07.2019
Klöckner gegen Tiertransporte bei hohen Temperaturen 15.07.2019
Zwölf Studenten der Veterinärmedizin erhalten BVDzero-Stipendienprogramm 15.07.2019
Schafherden in Schleswig-Holstein sollen schnell vor Wolfsangriffen geschützt werden. 12.07.2019
Chemikalien an Insekten statt an Wirbeltieren testen 11.07.2019
ASP-Bekämpfung in Belgien kommt voran 11.07.2019
Milchpreis zeigt sich stabil 11.07.2019
1. Arbeitstreffen des Kompetenznetzwerks für Nutztierhaltung 10.07.2019
Soja- und Maisbauern in Brasilien erhalten zinsarme Kredite für nachhaltigen Anbau 09.07.2019
Keine weiteren BHV1-Fälle in Schleswig-Holstein 08.07.2019
Informationsveranstaltung zum Thema Kupierverzicht bei Schweinen in Hessen 05.07.2019
Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen in Bulgarien 05.07.2019
Arbeitsgruppe One Health - One Hygiene kämpft gegen Antibiotikaresistenzen und ihre Folgen 04.07.2019
Atypische Scrapie in Rheinland-Pfalz 03.07.2019
Abgegebene Antibiotikamenge für Tiere auch in der Schweiz weiter rückläufig 03.07.2019
Rheinland-Pfalz zahlt ab Herbst Zuschuss zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit 02.07.2019
Produktionskrankheiten bei landwirtschaftlichen Nutztieren waren Thema in Bern 02.07.2019
Internationaler Tag gegen Tiertransporte 01.07.2019
Bundesrat gewährt finanzielle Unterstützung für Ziegen- und Schafhalter 01.07.2019