Nachrichten

Merkblatt zu Neugeborenendurchfall bei Kälbern

20.04.2018

Nach wie vor verursachen Durchfallerkrankungen bei Kälbern große Verluste in der Aufzucht. Auch wenn die Kälber nicht an den Folgen des Durchfalls versterben, kommt es u.a. durch Verzögerungen bei der Entwicklung der Tiere zu wirtschaftlichen Verlusten für die Landwirte. Das Staatliche Tierärztlichen Untersuchungsamt (STUA) Aulendorf hat deshalb ein Informationsblatt zum Neugeborenendurchfall für Landwirte bereitgestellt, in dem knapp auf die wichtigsten Fragen zu Diagnostik und Therapie eingegangen wird. Als Neugeborenendurchfall wird definiert, wenn die Tiere innerhalb der ersten zwei bis drei Lebenswochen erkranken. Dabei kommen sowohl infektiöse als auch nicht- infektiöse Ursachen in Frage. das STUA gibt Hinweise, welche Punkte bei der Ursachenfindung berücksichtigt werden sollten und wie eine richtige Probeneinsendung zur Untersuchung auf infektiöse Erreger erfolgen sollte. Das Informationsblatt steht zum Download zur Verfügung.
STUA Aulendorf

Uneinigkeit bezüglich der Bejagung des Wolfes in Deutschland

19.04.2018

In der Frage, ob der Wolf in Deutschland wieder bejagt werden sollte und ob dies die Situation der Weidetierhalter verbessern würde, sind Experten sich nicht einig. Dies wurde in einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Deutschen Bundestag deutlich. Eberhard Hartelt vom Deutschen Bauernverband sieht den Wolf zu Beginn des Jahres 2018 mit über 1.000 Tieren in Deutschland in einem günstigen Erhaltungszustand. Er fordert ein Wolfsmanagement, da es nicht länger einen uneingeschränkten Freilandversuch zugunsten des Wolfes geben dürfe. Auch Helmut Damman-Tamke vom Deutschen Jagdverband sieht eine Überführung des Wolfes in das Jagdrecht angesichts des guten Zustandes der Wolfspopulation nicht als problematisch an. Er verweist zudem darauf, dass dies nicht automatisch zu einer Bejagung führen würde. Ilka Reinhardt vom LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung meint dagegen, dass eine Bejagung der Wölfe den Schafhaltern gar nicht helfen würde. Stattdessen müsse man von Ländern wie Polen oder Spanien, in denen der Wolf nie verschwunden war, lernen. Das Wichtigste sei hierbei der Herdenschutz und hier bestehe in Deutschland noch Nachholbedarf. Prof. Dr. Wolfgang Köck vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sieht den Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland noch nicht als günstig. Dafür müssten in Deutschland rund 1.000 erwachsene Tiere vorkommen. Aktuell sind es aber erst 150. Werner Gerhards vom Verein Sicherheit und Artenschutz dagegen sieht mindestens 1.050 Tiere in Deutschland und fordert die Einführung von Wolfstreibjagden, bei denen die Tiere nicht geschossen sondern nur erschreckt würden. Von der Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde und vom Bundesverband Berufsschäfer wird dagegen die Weidetierprämie befürwortet, die es den Haltern auch erlauben würde, mehr in den Herdenschutz zu investieren.
Deutscher Bundestag

Weidetierprämie soll für Schafe und Ziegen eingeführt werden

19.04.2018

Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke fordern in einem gemeinsamen Antrag im Bundestag die Einführung einer Weidetierprämie für Schafe und Ziegen. Damit sollte die Arbeit der Schäfer für die Grünlanderhaltung, die Landschaftspflege, die biologische Vielfalt und den Klimaschutz anerkannt werden. Diese Form der Förderung ist nach den Regularien grundsätzlich möglich. Die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hat auch eine solche Förderung bereits etabliert. Deutschland müsste dann ebenfalls vom Grundprinzip der von der Produktion entkoppelten Förderung auf nationaler Ebene abweichen. Damit dies zum 1. Januar 2019 wirksam werden kann, müsste die Bundesregierung einen entsprechenden Beschluss bis zum 1. August diesen Jahres an die EU- Kommission übermitteln.
Deutscher Bundestag

ASP in Polen weiterhin sehr aktiv

18.04.2018

In Polen ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiterhin bei Wildschweinen sehr aktiv. Alleine für den Zeitraum Ende März bis Anfang April 2018 wurden aus Polen mehr als 60 neue Nachweise bei Wildschweinen an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Betroffen waren dabei vor allem die Grenzregionen im Osten Polens. Aber auch Masuren im Grenzgebiet zur russischen Enklave Kaliningrad sowie im Zentrum Polens westlich von Warschau wurden Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen. Insgesamt wurden in den ersten 14 Wochen des laufenden Jahres in der Europäischen Union sowie der Ukraine 2.138 Fälle der ASP nachgewiesen. Diese splitten sich auf in 2.108 Fällen Wildschweine und 30 Hausschweinehaltungen.
OIE
Vetion Fokusthema: Schweinepest
Großbritannien plant Exportverbot von Schlachttieren nach Brexit 16.04.2018
EU will Landwirte vor unlauteren Handelspraktiken schützen 13.04.2018
Abstimmung über Neonikotinoid-Verbot vorgezogen 13.04.2018
Wolf reißt Kalb in Mutterkuhstall in Brandenburg 11.04.2018
Illegal erstellte Filmaufnahmen aus Ställen dürfen ausgestrahlt werden 11.04.2018
EU-Milchpreis gesunken 10.04.2018
Untersuchungsausschuss zu Lebendtiertransporten in der EU beantragt 10.04.2018
Auch Nordrhein-Westfalen will Nutztierhaltungsstrategie 09.04.2018
Fleischanalyse mittels MRT 06.04.2018
Tierschutzplan wird zu Niedersächsischer Nutztierhaltungsstrategie ausgebaut 06.04.2018
Blauzungenkrankheit in Frankreich noch aktiv 05.04.2018
Unangemeldete Grundkontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben in der Schweiz gestiegen 04.04.2018
Neusseland lässt alle von Mykoplama bovis betroffenen Rinderherden keulen 03.04.2018
Vier der Thüringer Wolfshybriden bereits tot 28.03.2018
NDR-Dokumentation zum Kalb 27.03.2018
Bilanz der Kontrollen von Tiertransporten in Rheinland-Pfalz 27.03.2018
BHV1 in Betrieb in Bramsche nachgewiesen 21.03.2018
Bundestierärztekammer fordert Kennzeichnungspflicht von Falltieren bei Schweinen 21.03.2018
Agrarausschuss möchte Schlachttiertransporte in Drittländer verbieten 21.03.2018
US-Rindfleischexporte auf neuen Rekordwert gestiegen 20.03.2018
Landvolk Niedersachsen sieht Herdenschutzzäune nicht als flächendeckende Lösung 20.03.2018
Niedersachsen führt Tiertransportkontrollen durch 19.03.2018
Unnützer Stacheldraht sollte aus der Landschaft entfernt werden 16.03.2018
Hessen stellt neues Herdenschutzprogramm vor 15.03.2018
Backhaus fordert mehr Wertschätzung von Landwirten und Landwirtschaft 15.03.2018
Bundesregierung soll verstärkt gegen multiresistente Keime in Gewässern vorgehen 15.03.2018
Chronic Wasting Disease erstmals in Finnland nachgewiesen 14.03.2018
NRW für bundeseinheitliche Kennzeichnung der Haltungsbedingungen 14.03.2018
Alpenländer gehen gemeinsam gegen Tuberkulose beim Wild vor 13.03.2018
Bayerischer Nutztierwohl-Preis 2018 13.03.2018
Hessischer Tierschutzpreis ausgeschrieben 13.03.2018
Bauernverband spricht sich für mehrstufige Haltungs- und Herkunftskennzeichnung von Fleisch aus 12.03.2018
9. Berliner Milchforum diskutiert über Deutsche Milch im internationalen Wettbewerb 12.03.2018
EU ernennt erstes EU-Referenzzentrum für Tierschutz 12.03.2018
Tierschutzforschungspreis des BMEL für 2018 ausgeschrieben 12.03.2018
11. Niedersächsisches Tierschutzsymposium in Oldenburg 09.03.2018
Svenja Schulze wird neue Bundesumweltministerin 09.03.2018
CDU setzt sich für konsequente Tötung von Wölfen ein 09.03.2018
Neue Kooperation soll Lebensmittelverschwendung reduzieren 08.03.2018
Auszahlungspreis für Milch erneut gesunken 07.03.2018
Wolfssichtungen in Nordrhein-Westfalen bestätigt 07.03.2018
Gärtner aufgepasst! Unsachgemäß eingesetzte Pflanzenschutzmittel können ganze Bienenstöcke töten 07.03.2018
Wetterextreme werden künftig den Alltag dominieren 07.03.2018
Weidehaltung - Pros und Contras 06.03.2018
Kieler Rohstoffwert für Milch alarmierend gesunken 06.03.2018
Weniger Tuberkulosefälle bei Rindern in Vorarlberg 05.03.2018