Nachrichten

Tierwohl und Umweltschutz dürfen sich nicht ausschließen

20.09.2017

Heute geht die wissenschaftliche Tagung an der Universität Hohenheim "Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung“ (BTU) in Stuttgart zu Ende. Hier wurden u.a. Forschungsarbeiten für eine Tierhaltung, die zunehmend Tierwohl, Tiergesundheit UND Umweltschutz genügt, präsentiert und von Experten diskutiert. Mit dabei war Prof. Dr. Thomas Jungbluth, Agrartechniker vom Fachgebiet Verfahrenstechnik der Tierhaltungssysteme an der Universität Hohenheim. "Wir entwickeln und bewerten in dem Pilotprojekt tier- und umweltgerechte Haltungssysteme für Schweine und beraten Bauern, die ihre Anlagen modernisieren möchten.“ Zu beachten ist jedoch. "Tiergesundheit ist nicht gleich Wohlbefinden“, erklärte Prof. Dr. Nicole Kemper von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. "Auch gesunde Tiere können in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sein. So ist organisches Beschäftigungsmaterial dem Wohlbefinden von Schweinen sehr förderlich, allerdings können anhaftende Mikroorganismen oder Pilzgifte die Tiergesundheit beeinträchtigen.“ Um diese Zielkonflikte auszuloten und zu lösen, werde in einem Forschungsprojekt untersucht, welche Belastungen Beschäftigungsmaterialien aufweisen und wie lange diese vorhanden sind. "Die zukünftige Herausforderung wird sein, praxistaugliche innovative Haltungssysteme zu entwickeln, die den Anforderungen von Tier- und Umweltschutz besser gerecht werden und sich sowohl für Umbaumaßnahmen als auch Neubauten eignen", erklärte Prof. Dr. Eberhard Hartung von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Universität Hohenheim

Nachfrage nach Tiermedizin-Studienplätzen ungebrochen hoch

19.09.2017

Die Nachfrage nach Studienplätzen für die Tiermedizin war in Deutschland auch in diesem Jahr weiterhin ungebrochen hoch. Demnach kamen zum Wintersemester 2017/18 auf die angebotenen 1.067 Studienplätze 4.409 Bewerber/-innen, wie die Stiftung für Hochschulzulassung mitteilt. Damit sind die Bewerberzahlen gegenüber dem Wintersemester 2016/17 praktisch unverändert geblieben. In der Tiermedizin kamen somit ca. vier Bewerber/-innen auf einen Studienplatz. Während die Nachfrage nach den Studienplätzen für Zahnmedizin ungefähr ein vergleichbares Verhältnis zeigte, kamen bei den Studienplätzen für Humanmedizin auf einen Studienplatz fünf Bewerber/-innen.
hochschulstart.de

Tierärzte verabschieden Positionspapier für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung

18.09.2017

Im Rahmen der Herbst-Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer (BTK) wurde ein Positionspapier "zu notwendigen Weiterentwicklungen der Rechtsetzung zur Verbesserung des Tierschutzes bei Nutztieren" verabschiedet. BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann erläuterte dazu, das man mit dem Positionspapier vor allem aufzeigen solle, wie die gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Nutztiere verbessert werden können und müssen. Es sei nicht ausreichend nur auf freiwillige Vereinbarungen zu setzen. Fünf teilweise schon seit Jahren auf dem Tisch liegende Forderungen der BTK werden aufgegriffen und konkretisiert. So sollen die Tierschutz- Nutztierhaltungsverordnung geändert, ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren für Stallsysteme eingeführt, eine Tierdatenbank mit bundeseinheitlicher, standardisierter Datenerfassung und -auswertung erstellt, die Erlaubnispflicht nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes auch für Haltung und Züchtung landwirtschaftlicher Nutztiere und von Gehegewild ausgeweitet und der Ausstieg aus den noch erlaubten nicht-kurativen Amputationen angegangen werden .
BTK

Wölfe verstehen Ursache und Wirkung besser als Hunde

18.09.2017

Das Prinzip von Ursache und Wirkung ist allen Menschen geläufig und bestimmt vielfach unser Handeln. Aber auch Tiere kennen dieses Prinzip. Bei Wölfen ist dieses sogar deutlich ausgeprägter als bei ihren domestizierten Nachfahren, wie aus Untersuchungen des Wolf Science Center der Vetmeduni Vienna hervorgeht. In drei Versuchsreihen wurde das Verhalten von 14 Hunden und 12 an den Menschen gewöhnten Wölfen untersucht. Die Tiere mussten zwischen zwei Objekten wählen. Eines enthielt Futter, das andere nicht. Alle Tiere erkannten auf Grund von Augenkontakt den Hinweis auf das Futter. Ohne den direkten Augenkontakt konnte kein Tier die Belohnung finden. Bei dritten Versuch mussten die Tiere ohne Anwesenheit eines Menschen nur über einen Lauthinweis die Belohnung finden. Dabei versagten nur die Hunde. Die Wölfe dagegen zeigten hier ein hohes Verständnis für Ursache und Wirkung. Die Forscher vermuten anhand ihrer Studienergebnisse, dass die Domestikation einen Einfluss auf die Wahrnehmung unserer heutigen Hunde hatte. Es könne allerdings auch nicht der Einfluss ausgeschlossen werden, dass Wölfe sich ihr Futter selbst suchen müssen und deshalb mehr Forschungsdrang zeigen müssen als Hunde.
Vetmeduni Vienna
Anmeldung für nächste Förderperiode der Initiative Tierwohl noch bis Ende September möglich 18.09.2017
Botulismus in zwei Milchviehbetrieben im Landkreis Rosenheim 18.09.2017
Einsatz intelligenter LED-Leuchten im Stall hat viele Vorteile 14.09.2017
Antibiotikamenge in der Tiermedizin weiter gesunken 13.09.2017
Brandenburgs Verbraucherschutzminister zieht positive Bilanz in Sachen Tierschutz 12.09.2017
Merkblatt zu Entnahme und Versand von Kotproben 12.09.2017
38 Millionen Euro nicht zur Milchmengenreduktion genutzt 11.09.2017
Spanien meldet erste Erfolge im Kampf gegen die Rindertuberkulose 11.09.2017
Wolf dringt weiter nach Norden vor 11.09.2017
Im August keine Blauzungenfälle in Italien 08.09.2017
Landwirt muss wegen versuchten Mordes an Amtstierarzt für 7,5 Jahre ins Gefängnis 07.09.2017
Tierschutzplan Niedersachsen als Grundlage für nationale Nutztierstrategie 07.09.2017
Boehringer Ingelheim gibt Taschenbuch „Typisch Rind“! kostenlos an Rinderpraktiker ab 06.09.2017
Verstöße gegen Biosicherheitsmaßnahmen sollen künftig Folgen haben 05.09.2017
Deutscher Tierschutzbund stellt anlässlich des Welttierschutztages Forderungen an die Politik 04.09.2017
Zahl der Wolfsrisse steigt auf 3.500 04.09.2017
Erstmals mehr als fünf Millionen Schweine in Baden-Württemberg geschlachtet 04.09.2017
Deutschland und Tschechien wollen bei Bekämpfung der Schweinepest zusammenarbeiten 04.09.2017
Bauernverband kritisiert Wolfskonzept der Naturschutzverbände 01.09.2017
Schlachtverbot für hochträchtige Tiere tritt in Kraft 31.08.2017
Umweltverbände fordern grundlegenden Wechsel in der Agrarpolitik 31.08.2017
Fast 800 Blauzungenfälle in Frankreich im Jahr 2017 30.08.2017
Leitmotto des Tierschutzbundes zum Welttierschutztag 30.08.2017
Projekt zur Reduzierung von Antibiotika in der Schweinebesamung 29.08.2017
Landrat ersetzt Amtsleiter durch Humanmediziner - Tierärzte kündigen Rahmenvertrag 28.08.2017
In der Schweiz ist Fleisch weltweit am teuersten 25.08.2017
Bauernverband bietet Wahl-O-Mat für agrarpolitische Themen 24.08.2017
Bestand an Schweinen und Rindern in Österreich rückläufig 23.08.2017
Weiterhin erfreuliche Entwicklung der Erzeugerpreise für Milch 21.08.2017
Dringend mehr Schmetterlingsschutz notwendig 21.08.2017
Stimmen nach einer Regulierung der Wolfspopulation werden lauter und zahlreicher 18.08.2017
Erstmals Resistenz gegen Toltrazuril bei Cystoisospora suis bei Schweinen in Holland nachgewiesen 18.08.2017
Umfrage zur Bedarfsermittlung von Schulungsmaßnahmen im Bereich Umweltwirkungen von Tierarzneimitteln 15.08.2017
FLI veröffentlicht Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs der ASP 15.08.2017
Weniger Tierhaltungen in Brandenburg 10.08.2017
Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern töten Jungrind 09.08.2017
Erstmals Wolfsnachwuchs in Bayern nachgewiesen 09.08.2017
Blauzungenvirus auf Korsika weiter aktiv 08.08.2017
Fleischproduktion in Deutschland rückläufig 07.08.2017
Tschechien baut Zaun zur Eindämmung der Schweinepest 07.08.2017