Nachrichten

EuGH: Wolfsabschuss nur unter strengen Auflagen möglich

16.10.2019

Einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom vergangenen Donnerstag zufolge, ist ein Wolfsabschuss möglich, unterliegt aber strengen Auflagen. Als Basis für das Urteil diente ein Fall aus Finnland, bei dem zwei Jäger eine Abschusserlaubnis für sieben Wölfe erhalten hatten. Ein Umweltverband hatte danach gegen diese Erlaubnis geklagt, die mit einer Eindämmung der Wilderei, Schäden an Hunden sowie der Erhöhung des allgemeinen Sicherheitsgefühls begründet worden war. Laut dem Urteil des EuGH müssen Behörden in Zukunft ein klares Ziel definieren und wissenschaftlich belegen, dass der Abschuss der Tiere diesem Ziel dient und dass es keine Alternativen gibt. Das bloße Vorliegen von Wilderei reiche nicht aus. Das vorlegende Gericht muss jetzt entscheiden, ob diese Bedingungen im Ausgangsverfahren zutreffen würden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) betonte in einer ersten Reaktion, dass die Anforderungen zur Begründung von Ausnahmegenehmigungen für den Abschuss, ihre Detailtiefe und die Überwachung hoch seien. Alle Maßnahmen, die bisher in Deutschland zum Schutz von Tieren oder zur Abwehr von Schäden erlaubt waren, seien durch das Urteil des EuGH „nicht eingeschränkt“.
DJV

Schlechte Stimmung in der Landwirtschaft

15.10.2019

Die Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Bereits in den vorherigen Erhebungen im März und Juni 2019 hatte sich die Stimmung in der Landwirtschaft deutlich eingetrübt. Laut der aktuellen, repräsentativen Umfrage hat sich die wirtschaftliche Stimmungslage der Betriebe nun allerdings noch einmal erheblich verschlechtert. „Diese Ergebnisse sind ein sehr deutlicher Beleg für die schwierige wirtschaftliche Situation und eine hochgradige Verunsicherung der Landwirte. Die deutsche Landwirtschaft befindet sich klar im Abschwung. Wir Bauern brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit wieder Zukunftsinvestitionen getätigt werden können“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied. Die schlechte Stimmung drückt auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte. Nur 30 Prozent von ihnen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Besonders die Investitionen in Tierwohl fördernde Ställe sind aktuell sehr verhalten.
DBV

Schlachthofmonitoring in Baden-Württemberg

10.10.2019

Ein in Baden-Württemberg durchgeführtes Monitoring in 40 größeren Schlachthöfen hat kein offensichtliches Fehlverhalten im Umgang mit Schlachttieren zu Tage gefördert. Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitteilte, betraf der Großteil der Beanstandungen Dokumentations- und Eigenkontrollverpflichtungen. Diese Mängel sollen mittlerweile weitestgehend abgestellt sein. Das Monitoring in den Betrieben erfolgte auf Grund der im mittlerweile geschlossenen Schlachthof Tauberbischofsheim festgestellten Verstöße gegen den Tierschutz. Minister Peter Hauck (CDU) will mit den Schlachtbetrieben und Überwachungsbehörden im Rahmen eines Runden Tisches "Schlachthöfe" eine regelmäßige Kommunikation aufbauen. Dies soll parallel zu den ohnehin stattfindenden Kontrollen erfolgen. Aktuell werde zudem zur Unterstützung und unter Beteiligung der nachgeordneten Behörden ein Schulungsprogramm zur Kontrolle der betrieblichen Eigenkontrollen entwickelt. „Wir werden das Sonderprogramm zusätzlich zum regulären Schlachthof-Monitoring in regelmäßigen Abständen fortsetzen“, betonte der Minister. In dem jetzt durchgeführten Monitoring wurden Schlachtbetriebe kontrolliert, die wöchentlich mehr als 20 und jährlich mehr als 1.000 Großvieheinheiten bzw. jährlich mehr als 150.000 Stück Geflügel schlachten.
Ministerium für Ländlichen raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Grüne fordern drastische Reduzierung der Tierhaltung

09.10.2019

Anlässlich des Welttierschutztages haben Renate Künast und Friedrich Ostendorff (Bündnis 90 / Die Grünen) eine drastische Reduzierung der Nutztierhaltung in Deutschland gefordert. Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Künast verwies darauf, dass der Tierschutz mittlerweile Verfassungsrang genieße, dies aber bisher leider keine Wirkung zeige. In Deutschland würden rund 200 Millionen Nutztiere gehalten. Die meisten davon würden schlimme Schmerzen erleiden. Künast zieht daraus die Konsequenz, dass die Tierhaltung drastisch reduziert werden müsse. Dies sei auch mit Hinblick auf Klima- und Grundwasserschutz notwendig. Künast wirft der Bundesregierung vor, nicht genug zu tun und kritisiert das Tierwohllabel-Projekt von Ministerin Klöckner (CDU). Dieses bringe weder mehr Transparenz noch bessere Vermarktungschancen oder Haltungsbedingungen. Ostendorff krtitisierte, dass die betäubungslose Ferkelkastration immer noch weitergeht und die Tötung männlicher Eintagsküken ebenfalls noch nicht beendet ist. Im Landwirtschaftsministerium müsse sich grundsätzlich etwas ändern, um das Staatsziel Tierschutz endlich zu realisieren.
Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Bisher virulenteste Listerien-Stämme entdeckt 08.10.2019
Umfrage zu Klauenbädern 07.10.2019
Wolfsprävention an Deichen erleichtert 07.10.2019
Leitfaden zur Transportfähigkeit von Rindern erschienen 04.10.2019
Preis der Tiergesundheit geht an Betrieb in Sachsen 27.09.2019
Aujeszky erstmals in Finnland nachgewiesen 25.09.2019
NRW verbietet Langstreckentransporte auf bestimmten Routen 25.09.2019
Verschärfte Regelungen zu Tiertransporten bei Hitze 25.09.2019
LAVES: Neubau in Hannover in Betrieb genommen 24.09.2019
NRW plant kürzere Transportzeiten bei Hitze 24.09.2019
Blauzungenkrankheit in der Schweiz 23.09.2019
Bundesrat legt Vollnarkose in die Hände von Laien 20.09.2019
Antibiotikaresistenzen in Schwellenländern massiv 20.09.2019
Tierschutzorganisationen fordern Stopp von Tiertransporten 19.09.2019
FBN koordiniert internationales Forschungsprojekt 18.09.2019
Tiedemann für weitere Amtszeit als BTK-Präsident gewählt 17.09.2019
Kastenstandhaltung: Gerichtsurteil seit Jahren ignoriert 16.09.2019
Rindertuberkulose in Österreich bestätigt 16.09.2019
Klimawandel macht Landwirten zu schaffen 13.09.2019
Wiesenhof beantragt Zulassung für Insektenmehl 12.09.2019
Gesundheit und Robustheit im Fokus der Tierzüchter 11.09.2019
Verpflichtende Haltungskennzeichnung gefordert 11.09.2019
Tiertransporte durch Russland tierschutzwidrig 11.09.2019
ASP bei Hausschweinen auf den Philippinen 10.09.2019
Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte gefordert 10.09.2019
Niedersachsen untersagt Rindertransporte 09.09.2019
Ratten als Quellen resistenter Keime 09.09.2019
ZDG für verpflichtendes Tierwohlkennzeichen 06.09.2019
Steigende Wolfspopulation in Mecklenburg-Vorpommern 06.09.2019
Dr. Madeleine Martin über ihre Reise zu Verladestationen in Russland 05.09.2019
Weiterer Mechanismus der Resistenzübertragung 05.09.2019
Mehr Geld für nachhaltige Landwirtschaft 04.09.2019
Kritik an geplantem Glyphosat-Ausstieg 04.09.2019
Aktuelle Infos des FLI zur Blauzungenkrankheit 03.09.2019
bpt nimmt zu GOT-Notdienstnovelle Stellung 02.09.2019
Allgemeinverfügung für Entnahme des Problemwolfs 29.08.2019
Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns 27.08.2019
ASP in Großbetrieb in der Ukraine 27.08.2019
Wild- und Rinderseuche in Rheinland-Pfalz 23.08.2019
FLI aktualisiert Infos zu Schmallenberg 21.08.2019
Bayer Animal Health geht für 7,6 Mrd. US-Dollar an Elanco 20.08.2019
Keine Verbesserungen beim Umweltschutz durch GAP 2020 zu erwarten 20.08.2019
NRW will Nutztierhaltung nachhaltig verbessern 20.08.2019
BVL warnt vor gefälschten Tierarzneimitteln 19.08.2019
DAFA: Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland verhindern 19.08.2019
Mehr Kuhgesundheit durch trockene Einstreu 19.08.2019