Nachrichten

Keine weiteren BHV1-Fälle in Schleswig-Holstein

20.02.2018

Nachdem Anfang Februar das Bovine Herpesvirus vom Typ 1 (BHV1) auf vier Betrieben in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden war, sind mittlerweile die Beprobungen und Untersuchungen der umliegenden Stallungen abgeschlossen. Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen) zeigte sich erleichtert, dass das Virus bei diesen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden konnte. Insgesamt sind rund 1.800 Rinder in die Ausbrüche, die in den Landkreisen Rendsburg- Eckernförde und Stormarn stattfanden, involviert. Rund die Hälfte der betroffenen Rinder ist mittlerweile geschlachtet worden. Aufgrund der aktuellen Nachweise von BHV1- Reagenten in Schleswig-Holstein hat das Landwirtschaftsministerium die Kontrolluntersuchungen intensiviert: Derzeit werden Betriebe mit einem erhöhten Risiko für eine BHV1-Infektion über die regulär stattfindenden Kontrolluntersuchungen hinaus engmaschiger überwacht. Auch diese Untersuchungen verliefen bislang mit einem negativen Ergebnis. Seit 2017 ist Deutschland offiziell frei von BHV1. Durch vereinzelte Nachweise wie jetzt, ist der Status der BHV1- Freiheit nicht gefährdet.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein
Vetion Fokusthema: Bovines Herpesvirus Typ 1

Impfung führt zu deutlichem Rückgang der Lumpy Skin Disease auf dem Balkan

20.02.2018

Der Ausbruch der Lumpy Skin Disease auf dem Balkan ist ein gutes Beispiel, wie mit Impfungen die Krankheit deutlich reduziert werden kann. Dies geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor. Die Ausbruchszahlen konnten von 2016 zu 2017 in der Balkanregion um 95 Prozent reduziert werden. Damit stellt die Impfung der Rinder den wirksamsten Weg zur Eindämmung der Krankheit dar. In absoluten Zahlen sank die Zahl der Ausbrühe von 7.483 im Jahr 2016 auf nur noch 385 im vergangenen Jahr. Im vergangenen Jahr ereigneten sich fast alle Fälle in Gebieten Albaniens, in denen das Impfprogramm noch nicht abgeschlossen war. In den anderen Gebieten wie Griechenland oder der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien traten dagegen nur zwei bzw. vier Fälle auf. Alessandro Broglia, Veterinärmediziner bei der EFSA, warnt jedoch: "Auch wenn die Zahl der Ausbrüche deutlich zurückgegangen ist, heißt das nicht, dass die Krankheit in der Region bereits getilgt ist, weshalb wir auch weiterhin wachsam bleiben müssen." Auch die Risikofaktoren für die Erkrankung wurden im Bericht der EFSA bewertet. Demnach ist einer der Faktoren für die Ausbreitung der Erkrankung die zahlenmäßige Zunahme von Insekten, die die Krankheit übertragen können, bedingt durch ein Ansteigen der Temperaturen. Außerdem kamen die Sachverständigen zu dem Schluss, dass das Infektionsrisiko bei Nutztieren mit Zugang zu Freiflächen in Griechenland sechsmal höher ist als bei solchen Tieren, die keinen Zugang zu Freiflächen besitzen. Auch hier spielen dann die Insekten wieder eine Rolle, da die Tiere diesen auf den Freiflächen stärker ausgesetzt sind.
EFSA

Angriffe auf Veterinärbeamte in Italien keine Seltenheit

19.02.2018

Italienische Landwirte scheinen derzeit nicht gut auf Amtstierärzte zu sprechen zu sein. Wie die Gewerkschaftsorganisation der Veterinäre im öffentlichen Dienst (SIVeMP) und der Verband der Tierärzte (FNOVI) mitteilten, sind in Italien wieder Amtstierärzte im Dienst von Tierhaltern angegriffen worden. Diesmal waren die Veterinäre bei einer Tuberkulosebekämpfung auf einer Büffelfarm in Kampanien im Einsatz, wie Schweizerbauer.ch berichtet. Demnach sind Vorfälle dieser Art in Italien in der Vergangenheit keine Seltenheit.
Schweizerbauer.ch

Bauernbund Brandenburg kritisiert staatliche BHV1-Bekämpfung

19.02.2018

Nachdem wegen vereinzelter Nachweise von Infektionen mit dem bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1) bei Rindern in Mecklenbrug-Vorpommern rund 1.700 Kühe getötet worden sind, hat der Bauernbund Brandenburg mit Unverständnis reagiert. "Der Erreger an sich ist völlig ungefährlich, beeinträchtigt weder die Qualität der Milch noch des Fleisches und kommt bei stressfreier Haltung ohnehin nicht zum Ausbruch", sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, selber Rinderhalter aus Lennewitz in der Prignitz. Es sei höchste Zeit, die von der staatlichen Veterinärbürokratie geforderte BHV1-Freiheit aller Rinderbestände kritisch zu hinterfragen. "Seit Jahren kostet die zwangsweise Bekämpfung dieser relativ unbedeutenden Krankheit uns Bauern Zeit und Geld. Und wenn irgendwo doch mal ein Erreger festgestellt wird, macht der Staat die züchterische Arbeit von Generationen an einem Tag kaputt. Das ist unverhältnismäßig."
Bauernbund Brandenburg
Vetion Fokusthema: Bovines Herpesvirus Typ 1
Schweinebestand in Nordrhein-Westfalen gewachsen 16.02.2018
Schlachthof in Baden-Württemberg nach Tierschutzverstößen geschlossen 16.02.2018
SmartCow - Neuland in der europäischen Forschungskooperation 16.02.2018
Bio in Bayern weiter auf Wachstumskurs 14.02.2018
Wissenschaftler schlagen Alarm: Insektensterben ernster als gedacht 13.02.2018
Weidehaltung für Hochleistungskühe nur bedingt geeignet 13.02.2018
Brasilianisches Gericht verbietet Schlachtierexporte per Schiff 13.02.2018
Mittlerweile 25 Wölfe illegal geschossen 13.02.2018
Backhaus wirbt für Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 12.02.2018
Glyphosat-Sonderausschuss nimmt Ende März seine Arbeit auf 12.02.2018
Schlachtungen in Österreich rückläufig 12.02.2018
Afrikanische Schweinepest - Rheinland-Pfalz führt Fallwildprämie ein 08.02.2018
Bauernverband zeigt sich erfreut über Koalitionsvertrag 08.02.2018
Fleischerzeugung im vergangenen Jahr rückläufig 07.02.2018
CDU erhält Landwirtschaftsministerium 07.02.2018
Rund 71 Prozent der heimischen Nutztierrassen gefährdet 07.02.2018
Landwirte in Sachsen wegen Milchpreisentwicklung besorgt - Handel und Verbraucher müssen Verantwortung übernehmen 06.02.2018
Lebendtiertransporte in Drittländer sind aus Sicht der EU-Kommission nicht zu beanstanden 06.02.2018
Gute Vitamin A-Versorgung der Kühe könnte gegen Kuhmilchallergie hilfreich sein 06.02.2018
BHV1-Ausbruch in Schleswig-Holstein 05.02.2018
Lidl führt Haltungskennzeichnung von Frischfleisch für mehr Tierwohl ein 02.02.2018
Brandenburger Tierschutzplan verabschiedet 02.02.2018
Risiko für Eintrag der Blauzungenkrankheit bleibt hoch 01.02.2018
Zahl der exportierten Rinder weiter gestiegen 31.01.2018
Tuberkulose-Verdacht in Österreich 31.01.2018
bpt warnt vor Auswirkungen der TÄHAV-Änderung 31.01.2018
Boehringer Ingelheim schreibt Tierwohl-Medaille für innovative Forschungsprojekte aus 29.01.2018
Niederländer reduzieren Zahl der Kühe für reduzierten Phosphatausstoß 29.01.2018
Auch Hobbyhalter müssen Tierzahlen melden 29.01.2018
Zahlen zur weltweiten Tierhaltung 29.01.2018
Tierärztliche Verbände diskutieren auf der Grünen Woche 26.01.2018
BfR veröffentlicht FAQs zu Colistin 25.01.2018
Schweinefakten - für eine fundierte Information und sachliche Diskussion 25.01.2018
Baden-Württemberg rät weiter zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit 25.01.2018
StIKo Vet veröffentlicht Stellungnahme zur Umwidmung von Impfstoffen 24.01.2018
Schutzmaßnahmen können Wolf in Schach halten 22.01.2018
Dänemark ermöglicht Landwirten die Kastration von Ferkeln mit Lokalanästhesie 22.01.2018
Experten diskutieren die Zukunft der Nutztierhaltung 22.01.2018
Auf dem Leipziger Tierärztekongress um ein Schnupperpraktikum bewerben 19.01.2018
Mecklenburg-Vorpommern will Zahlungen für freiwillige ökologische Leistungen 18.01.2018
Nationale Nutztierstrategie bietet Chancen für Tierschutz 18.01.2018
Tierschutzbund setzt sich für Gründung eines Tierschutzministeriums ein 17.01.2018
Leipziger Tierärztekongress von Donnerstag bis Sonntag 17.01.2018
Weitere Salmonellen-Nachweise in Futtermitteln in Schleswig-Holstein 16.01.2018
Milchleistung niedersächsischer Kühe leicht gesunken 15.01.2018
Diplomarbeit über Bovine Virusdiarrhoe wird mehrfach ausgezeichnet 11.01.2018