Rindergrippe/Enzootische Bronchopneumonie (EBP)

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Intervet Deutschland GmbH


Kalb mit Kälbergrippesymptomatik
Atemwegserkrankungen sind gerade bei Kälbern und in der kalten Jahreszeit ein weit verbreitetes Problem, das große finanzielle Verluste für den Landwirt mit sich bringt. Besonders gefährdet sind über zwei Wochen alte Kälber in Betrieben mit intensiver Tierproduktion.

Multifaktoriell bedingte Atemwegserkrankungen wie die Enzootische Bronchopneumonie (EBP) führen zu ausgeprägten Leistungs- und Entwicklungsstörungen, die besonders durch verminderte Gewichtszunahmen, Gewichtsverluste und ein erhöhtes Erstkalbealter auf Grund von irreversiblen Lungenschäden gekennzeichnet sind. Aber auch Todesfälle sind möglich. Daher muss mit der Behandlung der Tiere mit einem geeigneten Antibiotikum (z.B. Florfenicol) und einem nicht steroidalen Entzündungshemmer (NSAID) wie Flunixin-Meglumin sofort bei den ersten Anzeichen begonnen werden. Diese sind vor allem eine erhöhte Körpertemperatur und eine erhöhte Atemfrequenz, noch bevor ein vermindertes Allgemeinbefinden sichtbar wird (Details s. Kap. Warnsignale).

Ziel der Behandlung muss es sein, die weitere Ausbreitung der Krankheisterreger zu verhindern, die gleichzeitig auftretenden, überschießenden Entzündungsreaktionen in der Lunge zu unterbrechen und das Allgemeinbefinden des Tieres schnell wieder zu verbessern.

Um eine weitere (enzootische) Ausbreitung im Bestand zu verhindern, sollten gefährdete aber noch nicht erkrankte Tiere sicherheitshalber gleich metaphylaktisch versorgt werden. Vorbeugend sollten alle Tiere rechtzeitig – nach Möglichkeit mindestens zwei Wochen vor vorhersehbaren Risikoperioden wie z.B. Stresssituationen oder Transporte - gegen die Primärerreger der Rindergrippe wie BRSV, PI-3-Virus und Mannheimia haemolytica geimpft werden.

Mehr zur EBP, ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und der pro- und metaphylaktischen Maßnahmen sowie zur Therapie lesen Sie in diesem Fokusthema.