Nachrichten: EsRAM-Ergebnisse zur Antibiotika-Minimierung bei Geflügel vorgestellt

25.06.2019

Der EsRAM-Forschungsverbund hat sich auf seinem Abschluss-Symposium in Berlin mit der Frage beschäftigt, wie das Auftreten antibiotikaresistenter Erreger in der gesamten Erzeugungskette von Hähnchenfleisch bestmöglich reduziert werden kann. Es wurden innovative und praxisorientierte Ergebnisse und Ideen sowie Handlungsoptionen vorgestellt und diskutiert. In sieben Arbeitspaketen hat EsRAM zuvor jedes Glied der Erzeugungskette von Hähnchenfleisch auf das Vorkommen und die Übertragung antibiotikaresistenter Keime wie MRSA und ESBL-bildender E. coli und ihre Reduktion untersucht. Eine besonders vielversprechende Erkenntnis waren die sogenannten „Competitive Exclusion“-Kulturen (CE) an Küken zur Prophylaxe, da durch dieses Verfahren die Besiedlung des Darms mit antibiotikaresistenten Keimen entscheidend vermindert werden konnte. Die Abwehrkräfte im Darm konnten dadurch signifikant verbessert werden. Allerdings lässt die Rechtsgrundlage in Deutschland den Einsatz von CE-Kulturen aktuell nicht zu. „Wir brauchen dringend eine gesellschaftlich-politische Diskussion über effektive und zielführende Verfahren, die in Deutschland noch nicht zugelassen sind“, forderten sowohl ZDG-Präsident Ripke als auch EsRAM-Leiter Prof. Rösler von der Freien Universität Berlin. Des weiteren wurde festgestellt, dass Faktoren wie Besatzdichte oder Rasse und Mastdauer für die Kolonisierung der Hähnchen mit MRSA und ESBL-bildenden E. coli nur eine untergeordnete Rolle spielen. Weitere EsRAM-Teilprojekte befassten sich unter anderem mit der Brutei-Desinfektion, dem Einsatz von Probiotika sowie weiteren Maßnahmen auf Ebene von Mast, Schlachtung und Verarbeitung. EsRAM steht für Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel und wird durch rund 2,5 Millionen Euro vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gefördert. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Uwe Rösler vom Institut für Tier- und Umwelthygiene der Freien Universität Berlin. Wichtigster Wirtschaftspartner ist der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG).
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