Nachrichten: Anteil der Biodiversitätsförderflächen sowie ihre Qualität für landwirtschaftliche Artenvielfalt maßgeblich

16.01.2019

Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung geht der Bestand an Vögeln und Insekten immer weiter zurück. Die Schweiz möchte dieser Entwicklung jetzt durch die Vergrößerung und die Verbesserung von Biodiversitätsförderflächen entgegenwirken. Diese wurden in den 1990er-Jahren in der Schweiz eingeführt. Biodiversitätsförderflächen sind naturnahe Flächen wie Wiesen und Weiden, Wildblumenstreifen oder Hecken. Sie werden extensiv bewirtschaftet, Dünge- und Pflanzenschutzmittel dürfen also nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Landwirtinnen und Landwirte müssen mindestens 7% ihrer Flächen als Biodiversitätsförderflächen bewirtschaften, um den ökologischen Leistungsnachweis zu erfüllen, der sie zum Bezug von Direktzahlungen qualifiziert. Doch wurde die Wirksamkeit der Biodiversitätsförderflächen in der Vergangenheit wiederholt in Frage gestellt, da auch nach ihrer Einführung der Rückgang der Biodiversität, einschließlich charakteristischer Zielarten des Kulturlandes, nicht gestoppt werden konnte. In einer neuen Studie evaluierten Forschende der Universität Bern und der Berner Fachhochschule Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Dazu untersuchten die Forschenden im Schweizer Mittelland insgesamt 46 Untersuchungsflächen von je 1 km2 auf verschiedene Faktoren. Es zeigte sich, dass in Bezug auf die Tagfalter der Anteil der Förderflächen im Kulturland der wichtigste der untersuchten Faktoren ist. Artenvielfalt und Dichte der Tagfalter nahmen um 22% bzw. 60% zu, wenn der Biodiversitätsförderflächen-Anteil im Kulturland von 5% auf 15% stieg. Dieser Trend zeigte sich auch bei den Brutvögeln, da die Biodiversitätsförderflächen in der sonst intensiv genutzten Agrarlandschaft Futter- und Nistmöglichkeiten bieten. Weiterhin konnten die Forschenden zeigen, dass sich Biodiversitätsförderflächen mit hoher Qualität positiv auf die Population von charakteristischen und prioritären Brutvogelarten des Kulturlandes und der Roten Liste auswirken. Um seltene oder spezialisierte Arten zu fördern genügten die klassischen Biodiversitätsförderflächen aber nicht, hier bedarf es weiterer gezielter, art-spezifischer Maßnahmen.
Universität Bern
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