Nachrichten: Umweltbundesamt fordert verstärkten Kampf gegen Antibiotika und Antibiotikaresistenzen in der Umwelt

08.11.2018

Das Umweltbundesamt (UBA) fordert von den Mitgliedsstaaten der EU einen verstärkten Kampf gegen Antibiotika und Antibiotikaresistenzen (AMR) in der Umwelt und hat dazu sieben Maßnahmenschwerpunkte vorgestellt. Jutta Klasen vom UBA verweist auf den "One Health Action Plan on AMR" der EU. Dieser befasst sich jedoch vornehmlich mit dem Problem im Bereich Human- und Veterinärmedizin. Im UBA ist man jedoch der Meinung, dass er die Umwelt bisher nicht genügend berücksichtigt. Allerdings sind auch Boden und Wasser Entstehungsorte von Antibiotikaresistenzen, weshalb diese Risiken richtig identifiziert, gemanagt und minimiert werden müssten. Dazu hat das UBA im wissenschaftlichen Hintergrundpapier sieben Handlungsprioritäten benannt. Neben der Begrenzung des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier auf das medizinisch notwendige Maß und der Schulung von Ärzten, Apothekern, Tierärzten und Landwirten über das Thema Antibiotika in der Umwelt gehört auch ein Verbot des Aufbringens von unbehandeltem Klärschlamm auf den Boden dazu. Zudem sollten besonders in größeren Städten die Abwasserbehandlungsanlagen technisch aufgerüstet werden, da diese oftmals Brennpunkte für die Freisetzung von Antibiotikaresistenzen darstellen. Auch sollten Überwachungsrichtlinien und Bewertungskonzepte für die Überwachung der Antibiotikaresistenz in Oberflächen- und Badegewässern entwickelt werden. Im Boden sollten auf ausgewählten Ackerflächen die Verbreitung von Antibiotikarückständen und antibiotikaresistenten Keimen überwacht und vorsorgliche Grenzwerte für Antibiotika, Kupfer und Zink im Boden entwickelt werden.
Umweltbundesamt
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