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Gesetz soll Haltung und Handel von Exoten regeln

06.08.2019
In immer mehr deutschen Haushalten werden Exoten gehalten. Die genaue Zahl der Schlangen, Papageien oder Schildkröten ist unbekannt und auch für die Haltung dieser mitunter sehr gefährlichen Tiere gibt es bisher keine Regelung, wie die Nordwest Zeitung berichtet. Das soll ein Gesetzesentwurf, an dem die Tierschutzbeauftragte der SPD, Susanne Mittag (Delmenhorst), momentan arbeitet, schon bald ändern. „Im Herbst wollen wir das Gesetz einbringen“, sagt die Bundestags-abgeordnete bei einem Besuch der Wildtier-auffangstation Rastede. Klaus Meyer, der Leiter der Einrichtung, berichtet, dass immer mehr exotische Tiere bei ihm landen, was die Auffangstation sehr bald an ihre Grenzen bringt, in finanzieller, aber auch personeller Hinsicht. „Wir wissen nicht mehr wohin mit den Exoten“, erläutert Meyer. Ein großes Problem sei auch, dass viele Käufer nicht wissen, dass Exoten wie Schildkröten oder Papageien 70 Jahre und älter werden können. Der Verein Pro Wildlife kritisiert, dass der Handel nicht registriert werde. Susanne Mittag will den Gesetzesentwurf, der eine artgerechte Haltung, einen Sachkundenachweis des Halters, eine Meldepflicht sowie die Zertifizierung von Gerätschaften enthält, schnell in den Bundestag einbringen.
Nordwest Zeitung
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