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Klöckner sieht Handlungsbedarf bei Einsatz von Reserveantibiotika in der Geflügelmast

18.07.2019
Auf Grund der Entwicklung des Verbrauchs von Antibiotika sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner besonders beim Einsatz von Reserveantibiotika beim Mastgeflügel dringenden Handlungsbedarf. Die Ministerin verwies vor dem Bundeskabinett darauf, dass zwischen 2014 und 2017 der Verbrauch von Antibiotika bei Mastferkeln, Mastschweinen, Masthühnern, Mastputen, Mastkälbern und Mastrindern insgesamt um 30 Prozent gesunken ist. Allerdings stellte sich die Entwicklung beim Mastgeflügel nicht so positiv dar. Hier sank der Verbrauch um vier bzw. ein Prozent bei Masthühnern bzw. Mastputen. Auch war der Anteil von Reserveantibiotika beim Mastgeflügel sehr hoch. Hier machten diese Wirkstoffe ungefähr 50 Prozent der insgesamt eingesetzten Antibiotika aus. Bei Schweinen und Rindern betrug der Anteil dagegen weniger als 10 Prozent. Klöckner hatte diese Zahlen als nicht akzeptabel bezeichnet und Vertreter der Geflügelwirtschaft zu einem Gespräch eingeladen, an dem auch das Bundesministerium für Gesundheit teilnahm. Dazu die Bundesministerin: „Jede Anwendung von Antibiotika kann die Entwicklung von Resistenzen nach sich ziehen. Den Einsatz bei Mensch und Tier müssen wir auf das absolut notwendige Maß reduzieren. Strengste Anforderungen sind bei den so genannten Reserveantibiotika nötig. Sie sind Arzneimittel der letzten Wahl, werden verabreicht, wenn sonst nichts mehr wirkt. Nicht hinnehmbar ist deshalb, dass diese Wirkstoffe in der Geflügelmast so extensiv eingesetzt werden. Das kann schwerwiegende Auswirkungen auch auf die Humanmedizin haben – es geht um unser aller Gesundheit. An die Geflügelwirtschaft habe ich daher gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsminister die klare Erwartung, die Tiergesundheit in den Ställen so zu verbessern, dass mehrheitlich keine antibiotische Behandlung mehr notwendig ist. Wir fordern konkrete Maßnahmen ein. Fragen der Zucht, der Haltungsdichte, der Hygiene und vor allem des Betriebsmanagements spielen hier eine entscheidende Rolle. Denn klar ist: Es geht. Unser Evaluierungsbericht zum Antibiotikaeinsatz in der Tiermast zeigt, dass in Deutschland Geflügelmastbetriebe dauerhaft ohne Antibiotika auskommen. Die Branche nehme ich hier in die Pflicht. Die heute getroffene Vereinbarung, bis September einen ambitionierten Stufenplan zum Abbau der hohen Reserveantibiotikamengen vorzulegen, ist ein erster wichtiger Schritt.“
BMEL
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