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10.10.2019: Wissenschaftler empfehlen Ausweitung der Schutzzonen für Seeadler

Der Seeadler ist selten in Deutschland und steht unter Naturschutz. Nur intensive Schutzbemühungen konnten ihn in Deutschland vor dem Aussterben bewahren. Der Seeadler gilt als sehr sensibel und anfällig für Stress. Was die Vögel jedoch stört und stresst und welche Auswirkungen das auf den Bruterfolg hat, hat nun ein Forscherteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) an Seeadlern in Norddeutschland untersucht. Dazu haben sie die Konzentrationen des Hormons Corticosteron und seiner Stoffwechselprodukte gemessen und diese Werte mit potenziellen Belastungsursachen korreliert. Sie konnten zeigen, dass die Werte des Hormons im Urin der Vögel umso höher sind, je näher der Horst
eines Brutpaares zu Wegen oder Straßen liegt. Daher sind insbesondere Schutzzonen um die Horste unerlässlich, meinen die WissenschaftlerInnen. „Wir konnten niedrigere Levels von Corticosteron in Proben nachweisen, die an Standorten mit größeren Entfernungen zu Straßen oder Wegen gesammelt wurden.“ Der Zusammenhang ist statistisch hoch-signifikant, womit der negative Effekt des „Stressfaktors“ Straße oder Weg belegt ist. Zugleich konnte Krone keinen negativen Einfluss dieses Faktors auf den Bruterfolg belegen. Der Bruterfolg hängt den Untersuchungen zufolge vielmehr mit der Seeadlerdichte zusammen. Dieser geht in dicht besiedelten Regionen (mehr als zwei Paare pro 121 Quadratkilometer) deutlich zurück.

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