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30.09.2019: Übertragung resistenter Keime über die Waschmaschine

Wissenschaftler der Universität Bonn konnten zeigen, dass in einer Kinderklinik ein resistenter Keim über eine Waschmaschine auf Säuglinge übertragen wurde. Bei dem Keim handelte es sich um Klebsiella oxytoca, der in einer Kinderklinik in Deutschland wiederholt auf Säuglinge übertragen worden war. Bei der Suche nach der Infektionsquelle wurde das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) des Universitätsklinikums Bonn zu Rate gezogen. Die Wissenschaftler konnten bei der Suche nach der Quelle den Keim im Spülfach und am Türgummi einer Waschmaschine nachweisen. Nachdem die Maschine außer Betrieb genommen wurde, konnten keine neuen Infektionen mehr nachgewiesen werden. Deshalb wurde gefolgert, dass die Waschmaschine die Infektionsquelle darstellte. Hier handelte es sich um einen Sonderfall. Denn üblicherweise werden in Kliniken spezielle Waschmaschinen mit hohen Temperaturen und Desinfektionsmaßnahmen eingesetzt. Die Säuglingskleidung in der betroffenen
Klinik wurde dagegen in einer handelsüblichen Haushaltswaschmaschine gewaschen. Dies nehmen die Forscher zum Anlass, um auf ein mögliches Problem hinzuweisen. Grundsätzlich geht in Haushalten der Trend dahin, Wäsche bei niedrigeren Temperaturen zu waschen. Dies ist aus Umweltschutzgesichtspunkten zu begrüßen. Befinden sich aber bestimmte Risikopersonen im Haushalt, muss dies überdacht werden, da die Waschmaschine - wie in dem Fall der Kinderklinik gezeigt - zur Verbreitung resistenter Keime beitragen kann. Sofern pflegebedürftige, ältere Menschen mit offenen Wunden oder Blasenkathetern oder auch jüngere Menschen mit eiternden Verletzungen oder Infektionen im Haushalt leben, sollte die Wäsche bei höheren Temperaturen – zum Beispiel 60 Grad – gewaschen werden, um die Übertragung von gefährlichen Keimen zu vermeiden. In den Augen der Hygieniker ist dies eine wachsende Herausforderung, da die Zahl der in Familien versorgten Pflegebedürftigen ständig zunimmt.

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