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10.09.2019: Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte gefordert

Auf Grund einer EU-Verordnung stehen etliche Schlachthöfe vor der Herausforderung, bis Ende des Jahres neue elektrische Betäubungsgeräte und -anlagen anschaffen oder Altgeräte umrüsten zu müssen. Die tierärztlichen Verbände Bundestierärtztekammer e.V. (BTK), Bundesverband Praktiziernder Tierärzte e.V. (bpt), die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT), der Bundesverband der beamteten Tierärzte e.V. (BbT) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz weisen darauf hin, dass es für solche Geräte bisher keine Zulassungspflicht gibt und fordern, dass diese vom zuständigen Bundesministerium eingeführt wird. Bis zur Einführung sollte ein Bundesinstitut ein freiwilliges Prüfverfahren für Elektrobetäubungsgeräte anbieten. Die Verbände
sehen durch eine Zulassungspflicht einige Vorteile. So würde die Rechtsunsicherheit für die Betriebe entfallen, die Kontrollen durch die Behörden erleichtert und es könnte der Tierschutz gestärkt werden. Bislang unterliegt die Funktionsprüfung nur den Schlachtbetrieben. „Das ist so, als müsste ein Autokäufer selbst prüfen, ob die Bremsen seines Neuwagens auch noch bei 180 km/h funktionieren. Selbst wenn Betäubungsgeräte sämtliche der im europäischen und nationalen Tierschutzschlachtrecht genannten elektrischen Anzeige- und Aufzeichnungsfunktionen sowie die Mindeststromparameter einhalten, ist dies kein Garant dafür, dass die Betäubungswirkung am Tier ausreichend ist. Einige Geräte sind dafür grundlegend ungeeignet“, so Prof. Thomas Blaha, stellvertretender Vorsitzender der TVT.

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.