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02.09.2019: BMEL informiert über Ferkelkastration unter Narkose

Mit Beginn des Jahres 2021 wird das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland gelten. Neben der Jungebermast und der Immunokastration steht die Ferkelkastration unter Narkose alternativ zur Verfügung. Diese darf derzeit nur durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt eingeleitet werden. Für die Inhalationsnarkose wurde im November letzten Jahres das Inhalationsnarkotikum Isofluran zugelassen. Ein Entwurf der Bundesverordnung, die es dem sachkundigen Ferkelerzeuger ermöglichen soll, die Isofluran- Betäubung zur Ferkelkastration eigenständig durchzuführen, steht derzeit zur Diskussion. Vor dem Hintergrund der geplanten Verordnung hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zwei Projekte bewilligt, die die chirurgische Ferkelkastration
unter Betäubung und postoperativer Schmerzausschaltung in der konventionellen und ökologischen Ferkelerzeugung erproben sollen. Bei vier im September stattfindenden Veranstaltungen werden die Ergebnisse zur arbeitswirtschaftlichen und ökonomischen Bewertung der Ferkelkastration unter Lokalanästhesie mit Procain, unter Inhalationsnarkose mit Isofluran und unter Injektionsnarkose mit Ketamin/Azaperon sowie postoperativer Schmerzbehandlung auf konventionellen Betrieben vorgestellt. Zudem erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Ergebnisse des auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben durchgeführten Verbundprojektes mit den Schwerpunktthemen Betäubungseffizienz, Tierschutz, Wundheilung, Hygiene und Management

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.