News - Archiv

20.08.2019: Keine Verbesserungen beim Umweltschutz durch GAP 2020 zu erwarten

Ein Forscherteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Georg-August-Universität Göttingen hat den aktuellen Reformvorschlag der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 analysiert. Demnach seien laut Meinung der beteiligten Wissenschaftler keine Verbesserungen beim Umweltschutz zu erwarten. Die EU bekenne sich zwar zu mehr Nachhaltigkeit, jedoch sei dies in den GAP-Reformvorschlägen nicht umgesetzt. Auf Grundlage einer umfassenden Literaturstudie von ca. 450 Publikationen, die sich vordergründig mit den Fragen der Vereinbarkeit mit den UN- Nachhaltigkeitszielen (SDGs – Sustainable Development Goals) und der Verbesserung der GAP beschäftigt, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die neuen Vorschläge einen klaren Rückschritt gegenüber den bisherigen Regelungen bedeuten. „Sollte die EU es mit ihrer Verpflichtung auf die SDGs ernst meinen, müssten diese sich auch in der Landwirtschaftspolitik wiederfinden und entsprechende
Indikatoren zur Erfolgsmessung definiert werden“, sagt der Ökologe Guy Pe’er. Das sei jedoch nicht der Fall. Dabei hätte die GAP laut der Forscher das Potenzial, zur Erreichung von mindestens neun der siebzehn SDGs beizutragen. In einem in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Artikel zeigen die Forscher auf, wie der laufende Reformprozess wissenschaftlichen Erkenntnissen und öffentlichen Forderungen nach mehr Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden könne. Eine große Chance, den Reformprozess im Sinne der Bevölkerung und der internationalen Verpflichtungen zu gestalten, sehen Pe’er und Agrarökonom Sebastian Lakner von der Universität Göttingen im neu gewählten EU-Parlament: „Es gibt ausreichend wissenschaftliche Evidenz darüber, was im Umweltbereich getan werden muss. Es sollte im Interesse der EU- Kommission liegen, dass Steuermittel in der Landwirtschaft effizient und zielgerichtet eingesetzt werden“, sagt Lakner. Dafür sei jedoch ein echter Reformprozess, der alle betroffenen Interessensgruppen gleichermaßen einbeziehe und wissenschaftliche Befunde berücksichtige, unumgänglich.

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.