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Tierärzte ohne Grenzen e.V. und Impfen für Afrika!

GESUNDE TIERE – GESUNDE MENSCHEN – GESUNDE UMWELT

Tierärzte ohne Grenzen ist von der Überzeugung getragen, dass gesunde Tiere, gesunde Menschen und eine gesunde Umwelt von essentieller Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft sind. Seit Anfang an steht für Tierärzte ohne Grenzen der gesamtheitliche One Health Ansatz im Zentrum der Projektarbeit.

Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Berlin wurde 1991 als studentische Vereinigung an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover gegründet und führt seit 1998 Projekte am Horn von Afrika in den Ländern Kenia, Äthiopien, Sudan, Somalia, Süd Sudan und seit 2019 auch in Uganda durch.

24 Millionen Menschen in Ostafrika leben von der Nutztierhaltung, weil Ackerbau in vielen Regionen nur begrenzt betrieben werden kann. Bedingungen wie z.B. karge Böden lassen den Anbau von Getreide oder Gemüse nicht zu. Die Menschen wandern also mit ihren Tieren dorthin, wo es genügend Wasser und Nahrung für die Nutztiere gibt. Diese Bevölkerungsgruppen, auch Pastoralisten genannt, tragen in besonderem Maße zur Nahrungssicherung ganzer Länder bei. So stellen sie beispielsweise in Kenia durch Fleisch- und Milcherzeugnisse oder Hühnerzucht 70% des Eiweißbedarfs der kenianischen Gesamtbevölkerung sicher. Doch ihre Existenz ist bedroht, da sie vielfältigen klimatischen Herausforderungen ausgesetzt sind. Ganze Herden verdursten während langanhaltender Dürreperioden. Aber auch Tierkrankheiten und -seuchen gefährden die Viehbestände und damit auch die Gesundheit der Menschen. Aber auch zoonotische Krankheiten wie Milzbrand Brucellose oder Tollwut bedeuten eine zusätzliche Gefahr für ihre traditionelle Lebensweise. So verlieren die Menschen durch den Tod der Tiere ihre Lebensgrundlage und suchen Zuflucht in Städten, wo sie meist fatale Armut und sozialer Abstieg erwartet.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. engagiert sich seit über 25 Jahren dafür, die pastorale Lebensweise zu erhalten und den Menschen mit ihren Tieren ein selbstbestimmtes und gesundes Leben zu ermöglichen.

Die Finanzierung der Arbeit ist auch bei Tierärzte ohne Grenzen e.V. von Privat- und Unternehmensspenden abhängig. Seit 2004 wird jährlich die Kampagne Impfen für Afrika! durchgeführt. Bundesweit lassen sie jedes Jahr zum Aktionstag im Mai mehr als 1.300 Tierarztpraxen registrieren. Gemeinsam wird zur Impfung der Haustiere aufgerufen – die Hälfte der daraus generierten Einnahmen wird von den Tierarztpraxen an Tierärzte ohne Grenzen e.V. gespendet. So kamen 2018 über 220.000 Euro zusammen. Auch in diesem Jahr wird unter anderem das Tollwutprojekt in Kenia unterstützt. Tollwut stellt nach wie vor eine große Gefahr für Menschen und Tiere dar. Allein in Kenia sterben jedes Jahr 2.000 Menschen - meist Kinder - an den Folgen einer Tollwutinfektion. Diese wird in den meisten Fällen durch einen Hundebiss oder einen einfachen Kratzer beim gemeinsamen Spiel übertragen. Tierärzte ohne Grenzen e.V. impft bereits seit 2005 die Hütehunde der Massai in der Mara im südlichen Kenia. 2018 wurden die Impfungen erstmalig auch in einigen der informellen Siedlungen rund um Nairobi durchgeführt. Auch hier werden die Hunde meist als Wachhunde eingesetzt.

Mehr Informationen zu Tierärzte ohne Grenzen e.V. und der Kampagne Impfen für Afrika! erhalten Sie hier:

https://www.togev.de/impfen-fuer-afrika.html


Impfen für Afrika