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Winterschlaf hat seine Tücken
14.10.2019
Viele Säugetiere verabschieden sich im Winter in den Winterschlaf und wachen erst mit dem Frühling wieder auf. Denn je geringer die eigene Körpertemperatur, umso mehr Energie können Winterschläfer dabei einsparen. Der Haken an der Sache: Niedrigere Temperaturen führen zu einem vermehrten Schrumpfen der Schutzkappen der Chromosomen (Telomere), was wiederum zum Zelltod führen und nur mit großem Energieaufwand wieder behoben werden kann. Das fand ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna heraus. Sie konnten in der Verkürzung der Telomere des Siebenschläfers und des Gartenschläfers, die im Labor entweder bei 3° C oder 14° im Winterschlaf gehalten wurden,
signifikante Unterschiede feststellen. Die Tiere, die bei 14° C Winterschlaf hielten, verbrauchten mehr Energie als die Tiere, die bei 3° C Winterschlaf gehalten hatten. Umgekehrt blieben jedoch die Telomere der Tiere bei 14° C weit besser erhalten. „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein tiefer Winterschlaf mit Kosten auf zellulärer Ebene verbunden ist, also einer verstärkten Verkürzung der Telomere, die von den Tieren aktiv und energetisch aufwändig ausgeglichen werden muss. Infolgedessen überschätzen die bisherigen wissenschaftlichen Annahmen vermutlich den Anteil an Energie, den Tiere durch tiefen Winterschlaf einsparen können“, so Julia Nowack, eine der Erstautorinnen der Studie.
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