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Wie der Zahnabrieb beim Meerschweinchen funktioniert
09.10.2019
Die Zähne von Säugetieren unterliegen einem ständigen Abrieb, obwohl der sie überziehende Zahnschmelz die Zähne eigentlich weitestgehend schützt. Wissenschaftler der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere der Universität Zürich haben sich jetzt näher mit den Zähnen und dem Zahnabrieb beim Meerschweinchen befasst. Denn beim Meerschweinchen sind die Zähne nicht vollständig mit Zahnschmelz überzogen. Es gibt sogenannte Schmelzleisten. Dazwischen liegt das Dentin - das Zahnbein frei. Um den Ablauf des Abriebs zu prüfen, wurden in einem Fütterungsversuch drei Meerschweinchengruppen mit unterschiedlichem Futter versorgt. Eine Gruppe erhielt Luzerne, eine normales
Gras und eine Bambus. Dabei enthält Luzerne am wenigsten und Bambus am meisten sogenannter Blattsteinchen (Phytolithe), die für den Abrieb verantwortlich sind. Im Ergebnis zeigte sich, dass das Bambus den Zahnabrieb am meisten befördert. Zunächst wird das Dentin als weicheres Material abgerieben und dadurch werden die Rillen zwischen den Schmelzleisten tiefer. Dies führt letztlich dazu, dass dieses Material auch angegriffen wird. Die stärksten Veränderungen an den Zähnen zeigten dabei die Tiere aus der Bambusgruppe. Bambus zählt nicht zum normalen Futter des Meerschweinchens, allerdings ist es die Hauptnahrungsgrundlage des Pandas. Bei diesem ist der komplette Zahn mit Schmelz überzogen, so dass hier das Zahnbein vor dem Abrieb komplett geschützt ist.
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