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Präbiotika für Pferde schaden mehr als sie nützen
02.10.2019
Handesübliche Präbiotika helfen der Darmflora eher nicht und können sogar zu Entzündungen der Magenschleimhaut führen, wie aus einer aktuellen Untersuchung hervorgeht. Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) werden die handelsüblichen Präparate teilweise bereits im Magen abgebaut und helfen so nicht, die Darmflora im Dickdarm zu stabilisieren, da sie dort gar nicht ankommen. Konkret wurde die Wirkung von Topinambur-Mehl untersucht. Sechs Tiere erhielten zusätzlich zum normalen Futter das Mehl. Dieses enthält hohe Mengen bestimmter Kohlenhydrate, so
genannte Frukto-Oligosaccharide (FOS) und Inulin. Eine weitere Gruppe von sechs Pferden erhielt ein Placebo zum normalen Futter. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Präbiotika bereits im Magen fermentiert wurden. Dabei entstanden organische Säuren, die im Magen - anders als im Dickdarm - die Schleimhaut schädigen können. Die Forscher stellten zwar fest, dass die bakterielle Vielfalt über den gesamten Verdauungstrakt anstieg. Trotzdem hält man die Präbiotika in der vorliegenden Form eher für schädlich und fordert, die Präparate so weiterzuentwickeln, dass sie erst dort verarbeitet werden, wo sie auch wirken sollen.
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