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Forscher stellen IPCC-Bericht zum Klimawandel vor
26.09.2019
Wie es tatsächlich um den Einfluss des Klimawandels auf Meeres- und Eisregionen steht, haben internationale Wissenschaftler im Auftrag des Weltklimarates IPCC untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend. „Die Eisfelder in Grönland und der Antarktis verlieren immer schneller an Masse", weiß die Klimaforscherin und Mitautorin für Fragen der Eisvorkommen Valérie Masson-Delmotte zu berichten und prognostizierte: „Während des 20. Jahrhunderts ist der weltweite Meeresspiegel um etwa 15 Zentimeter gestiegen. Aktuell steigt er doppelt so schnell. Und die Geschwindigkeit wird zunehmen." Für den IPCC-Bericht, an dem mehr als 100 international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Autoren beteiligt waren, wurden fast 7000 wissenschaftliche Studien und Publikationen ausgewertet und zehntausende Kommentare von Wissenschaftlern eingearbeitet. Um die steigenden Temperaturen auszugleichen, haben die Weltmeere
CO2 und Hitze wie ein Schwamm aufgefangen, aber das könne nicht so weiter gehen. „Ein Ozean, der wärmer und saurer wird und Sauerstoff verliert, hat Auswirkungen - auf das Meeresleben, seine Ausbreitung und Produktivität. Das hat das weltweite Fischfangpotenzial bereits reduziert", folgerte Hans-Otto Pörtner, Meeresbiologe in Bremerhaven und Mitautor für Auswirkungen des Klimawandels auf die Weltmeere. Die Botschaft ist eindeutig: „Dieser neue Sonderbericht hebt die Dringlichkeit heraus, schnelle ambitionierte und abgestimmte Maßnahmen gegen umfangreiche und dauerhafte Veränderungen der Meer- und Eisgebiete zu ergreifen", sagte Debora Roberts, ebenfalls Mitautorin des Berichts, der bewusst auch als Handlungsempfehlung für Regierungen und Politiker gedacht sein soll. Denn der einzige Ausweg aus dem klimatischen Teufelskreis, schlussfolgern die Wissenschaftler, liege in einer schnellen und drastischen Reduzierung der Treibhausgase.
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