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Tierschutzbeauftragte Martin fordert konkrete Zahlen
09.09.2019
In 2018 kamen bei mehr als 300 bewilligten Forschungsprojekten in Hessen Wirbeltiere als Versuchstiere zum Einsatz. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag in Wiesbaden hervor, wie Proplanta berichtet. Im Jahr 2017 waren es 487 Projekte gewesen, ein Jahr zuvor 410. „Meine Wahrnehmung ist, dass vor allem die Versuche mit genveränderten Tieren zunehmen“, kritisierte die hessische Tierschutzbeauftragte Madeleine Martin auf dpa-Anfrage. Denn die Summe der Versuchsprojekte mit Wirbeltieren lasse keine Rückschlüsse auf die Gesamtzahl der Tierversuche zu. Bei der Dokumentation der Versuchstiere seien
die Vorgaben des Bundes zu unkonkret, so die Tierschutzbeauftragte weiter. Das Land muss nur die Zahl der aus den Versuchen ausgeschiedenen Wirbeltiere und Kopffüßer, zu denen unter anderem Kraken gezählt werden, veröffentlichen. Doch aus diesen Daten können keine wirklichen Rückschlüsse auf die Zahl der Tierversuche gezogen werden. Laut veröffentlichter Statistik des Umweltministeriums schieden im vergangenen Jahr ungefähr 260.000 meldepflichtige Tiere wie Mäuse, Frösche oder Fische aus den Versuchen aus. Für 2017 wurden 225.000, im Jahr davor 285.000 ausgeschiedene Tiere gemeldet. Diese Statistik erklärt jedoch nicht, ob die Tiere bei dem Versuch starben oder weiter leben.
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