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Schnabeltierpopulation sinkt dramatisch
06.09.2019
Eine kürzlich veröffentlichte Studie belegt, dass das in Australien beheimatete Schnabeltier aufgrund von Bejagung, Verlust seines Lebensraumes und des Klimawandels auszusterben droht, wie National Geographic berichtet. „Dem Schnabeltier geht es schon eine ganze Weile lang schlecht, direkt vor unserer Nase“, sagt Tahneal Hawke, Doktorandin an der University of New South Wales und Forscherin der Platypus Conservation Initiative. „Es gibt riesige Gebiete, bei denen wir nicht wissen, ob es dort überhaupt Schnabeltiere gibt und wenn ja, wie viele.“ Schon in den 80iger Jahren sank die Zahl des ungewöhnlichen Säugetiers mit dem lustigen Entenschnabel und den Schwimmhautfüßen. Doch die Warnungen der WissenschaftlerInnen wurden damals nicht ernst genommen. „Wir überwachen Schnabeltiere seit 1995“, erklärte Tiana Preston, eine Mitarbeiterin von Melbourne Water,
einer staatlichen Behörde in Victoria zur ökologischen Planung von Wasserressourcen. „Ihre Zahl ist seitdem nachweislich gesunken.“ Co-Autor Gilad Bino befürchtet, dass sich die Population der Schnabeltiere bereits halbiert habe oder sogar noch mehr gesunken sei. Da das eierlegende Säugetier, eines der letzten noch lebenden Kloakentiere, sehr scheu und nachtaktiv ist, sei die sinkende Population bisher nicht aufgefallen, zudem galten die Tiere als weit verbreitet. Inzwischen nutzen die Wissenschaftler erstmals neue Technologien wie das Testen von Umwelt-DNA, um ihre Präsenz im Wasser nachzuweisen, oder akustische Überwachung, um ihre Wanderungen zu dokumentieren. Experten sind sich inzwischen einig, dass das Schnabeltier zu kämpfen hat und sein Bestand sich weiter verkleinern wird, wenn sich nichts ändert.
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