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Wireless LAN – die kabellose Freiheit
 

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Wirless LAN oder kurz WLAN verspricht grenzenlose Freiheit ohne Kabel. Computernetzwerke in der Praxis oder zu Hause aufbauen, ohne Kabel verlegen zu müssen; zu Hause kabellos im Internet surfen; in Restaurants oder am Flughafen einfach ohne Kabel online gehen. Das sind die Verheißungen von WLAN. Die Geräte für den professionellen und privaten Gebrauch werden zur Zeit massiv beworben. Aber was ist WLAN eigentlich, was braucht man, um ein WLAN-Netzwerk aufzubauen und was muss man beachten? Diese Fragen wollen wir Ihnen hier beantworten.

Funktionsweise
Ein kabelloses Netzwerk funktioniert auf der Basis von Funkwellen. Die z. Zt. am weitesten verbreiteten Standards sind IEEE 802.11b und IEEE 802.11g. Sie senden in einem Frequenzbereich von 2,4 Ghz. IEEE 802.11b und 802.11g erlauben Datenübertragungsraten von 11 bzw. 54 MBit/s. Zum Vergleich: ISDN erlaubt Übertragungsraten von 64 bzw. 128 Kbit/s (1 Kanal bzw. 2 Kanäle) und DSL von 768 Kbit/s oder 1.536 Kbit/s. Der Vergleich hinkt allerdings, da WLAN keinen Internetzugang darstellt, sondern ein Netzwerk aufbaut. Beide Standards sind zueinander kompatibel, so dass Geräte, die IEEE 802.11b unterstützen, gemeinsam mit Geräten, die IEEE 802.11g unterstützen, eingesetzt werden können. IEEE 802.11b–Geräte erreichen jedoch keine Übertragungsraten von 54 MBit/s. Ein weiterer, bei uns weniger gebräuchlicher Standard ist IEEE 802.11a, der in einem Frequenzbereich von 5 Ghz sendet und Übertragungsraten von bis zu 54 MBit/s erlaubt. Aber bei allen WLAN-Standards muss man beachten, dass die maximal erreichbaren Datenübertragungsraten nichts über die tatsächlich in einem WLAN erreichbaren Übertragungsraten aussagen. Diese hängen z. B. von der Anzahl der Benutzer, der Entfernung zum Access-Point (Verteiler zwischen den Rechnern) oder von Störeinflüssen durch Handys ab.

Tipp: IEEE 802.11b-Geräte sind günstiger zu erwerben, als IEEE 802.11g-Geräte. Deren langsamere Geschwindigkeit dürfte zumindest für kleine Praxis- oder Heim-WLANS ausreichend sein.

Es gibt zwei verschiedene Funktionsmodi:
1. Im Ad-Hoc-Modus werden Computer (z. B. ein PC und ein Notebook oder mehrere Geräte) einfach über Ihre WLAN-Geräte miteinander verbunden. Es gibt dabei kein anderes Gerät, wie einen Access-Point, das die Datenübertragung regelt. Die Datenpakete werden z. B. direkt vom PC zum Notebook gesendet.
2. Im Infrastruktur–Modus ist ein Access-Point von Nöten. Dieser dient als Verteiler zwischen den einzelnen WLAN-Geräten. Darüber hinaus kann auch die Verbindung mit einem kabelgebundenen Netzwerk hergestellt werden. Im Access-Point werden die Funkdaten in Daten umgewandelt, die im kabelgebundenen Netzwerk genutzt werden können.

Beispiel: In einer Kleintierpraxis soll ein Praxisnetzwerk mit einem PC in der Anmeldung und einem Laptop aufgebaut werden. Letzteres soll in jedem Raum genutzt werden. Außerdem soll ein gemeinsamer Internetzugang über DSL eingerichtet werden.

Für einen solchen Anwendungsbereich kann ein WLAN sinnvoll sein. Mit dem Laptop kann in jedem Raum der Praxis gearbeitet werden, ohne dass dort ein Netzwerkanschluss vorhanden sein muss. Auch Drucker können gemeinsam genutzt werden

Was wird benötigt?
Zunächst müssen der PC und das Laptop mit einer WLAN-Karte ausgestattet werden. Für den PC kann eine Steckkarte benutzt werden. Allerdings muss für den Einbau der PC geöffnet werden. Einfacher ist es ein USB-WLAN-Gerät einzusetzen. Dies wird an den enstprechenden Anschluss des Rechners angeschlossen. Für das Laptop könnte auch ein USB-Modul oder eine Steckkarte benutzt werden, die in den entsprechenden PCMCIA-Schacht eingeschoben wird.

Tipp: USB 1.1 erlaubt nur Übertragungsraten von 12 Mbit/s. Damit könnte man in einem IEEE 802.11g –WLAN die maximalen Möglichkeiten von 54 Mbit/s nicht ausschöpfen. USB 2.0 unterstützt Übertragungsraten bis zu 480 Mbit/s.

Als nächstes brauchen Sie natürlich noch einen Access-Point. Es werden eine Reihe von Geräten angeboten, die einen Access-Point und außerdem alle weiteren Funktionalitäten beinhalten, die sie benötigen, um ein komfortables WLAN aufzubauen. Über den Access-Point wird auch die Verbindung zu einem anderen Netzwerk oder einem Telekommunikationsnetz hergestellt. Meistens verfügen die Geräte auch noch über die Möglichkeit, Computer mit kabelgebundenen Netzwerkkarte anzuschließen (sogenannte LAN-Ports).
Damit Sie mit DSL ins Internet gehen können, benötigen Sie noch ein DSL-Modem. Teilweise ist auch dieses schon in den Access-Point integriert. Ansonsten muss der „Internet-Router“ einen WAN (Wide Area Network)-Anschluss besitzen, an den das DSL-Modem angeschlossen wird.

Hinweis: Surfen mehrere Rechner gleichzeitig über DSL, teilen sie sich die vorhandene DSL-Übertragungskapazität. Je mehr Rechner gleichzeitig online sind, desto niedriger wird also die für jeden Rechner zur Verfügung stehende Übertragungskapazität

Das hört sich alles viel komplizierter an, als es in Wirklichkeit ist. Geräte stehen in großer Auswahl zu z. T. günstigen Preisen zur Verfügung. Und die Installation erfolgt häufig einfach über den Internet-Browser.

Tipp: Bei Abschluss eines DSL-Vertrages bieten viele Provider verbilligte DSL-Modems oder Access-Points an

Was brauchen Sie zum Einstieg:
1. WLAN-Karten für jeden Computer
2.
Access-Point
3. DSL-Modem (z. T. schon in Access-Point integriert)

Sicherheitsaspekte
Wie bei jedem Netzwerk oder im Internet sind auch hier Sicherheitsaspekte zu beachten. Dennoch besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen einem kabelgebundenen Netzwerk und einem WLAN. Ein kabelgebundenes Netzwerk, dass keine Verbindung zum Internet hat, ist ein geschlossenes System. Von außen kann man nicht Eindringen. Ein WLAN basiert auf Funkwellen, die mit den geeigneten Geräten theoretisch jeder abhören kann. Um so wichtiger ist es, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.
Als erstes wird dem Kind ein Name gegeben, die sogenannte SSID. Die SSID ist eine aus max. 32 alphanumerischen Zeichen bestehende Zeichenfolge. Die SSID eines WLAN wird am Access-Point vergeben. Jeder Computer, der mit diesem WLAN in Verbindung treten will, muss auf diese SSID konfiguriert sein. Dies ist auch wichtig, wenn sich zwei WLANs überschneiden, damit die Rechner überhaupt ihr WLAN identifizieren können.
Als nächstes ist es wichtig, die Daten nur verschlüsselt zu übertragen. Nur wenn Sender und Empfänger den gleichen Schlüssel kennen, können sie mit den gesendeten Daten überhaupt etwas anfangen. Diese Verschlüsselung muss sowohl für die WLAN-Karte als auch für den Access-Point konfiguriert werden. Bei WLANS wird das WEP (Wireless Encryption Protocoll) als Verschlüsselungprotokoll verwendet. Zur Verfügung stehen eine 40 (oder 64)-Bit und ein 128-Bit WEP-Verschlüsselung.

Tipp: Grundsätzlich gilt: je länger der Schlüssel, desto höher ist die Sicherheit. Darauf sollten Sie beim Kauf eines Gerätes unbedingt achten.

Zusätzlich stellen verschiedene Access-Points noch die Option zur Verfügung, dass nur Rechner, deren WLAN- oder Netzwerkkarte bestimmte MAC-Adressen besitzen in das Netz eingreifen dürfen. Diese MAC-Adressen werden vom Hersteller der Geräte vergeben.
Die meisten Access-Points besitzen eine integrierte Firewall, die nach den Herstellerangaben konfiguriert werden sollte.

Zu guter Letzt: Eine hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben. Wer ins Internet geht, muss natürlich die üblichen Sicherheitsvorkehrungen, wie z. B. einen Virenschutz, unbedingt beachten.


Autor:
Dr. Jens Kluth
Mitarbeiter bei Vetion.de kluth@vetion.de
www.vetion.de

Quelle:
Webweiser 1 / 2004

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