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Veterinärmedizin - Status quo und Zukunft

Status quo

Die Veterinärmedizin leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie für das Wohlergehen von Tier und Mensch sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen und akute Seuchenbekämpfung sorgt. Somit sind Tierärzte und Tierärztinnen Garanten der Lebensmittelsicherheit.

Allerdings wird in immer mehr Bereichen ein Mangel an Tierärzten beklagt und eine nicht mehr flächendeckende Versorgung der Tiere prophezeit. Dies wird voraussichtlich vor allem die strukturschwachen Regionen und die Nutztierpraxis betreffen.

Bereits heute gestaltet es sich in Deutschland und auch in Österreich schwierig, dort die Not- und Wochenenddienste aufrecht zu erhalten. Nicht selten müssen Tierhalter lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Dies kann sich bei einem Notfall jedoch auch fatal auf die Prognose des Tieres auswirken.

Während die einen in der zunehmenden Feminierung die Schuld sehen, sind es für die anderen die Zulassungsbedingungen zum Studium bzw. das Studium selbst. Wieder andere geben der Generation Y mit ihrem ausgeprägten Anspruch an eine ausgeglichene Work-Life-Balance die Schuld, oder aber es sind die Verdienstaussichten bzw. die unbequemen Arbeitsbedingungen und nicht immer planbaren Arbeitszeiten, die zu dieser mit unter unzureichenden tierärztlichen Versorgungsdichte führen.

Hier finden Sie verschiedene Beiträge, die dieses Thema bzw. diese Themen von verschiedenen Seiten näher beleuchten, und auch die Meinungen unterschiedlicher Persönlichkeiten.

Rückblicke

Landtierarztmangel - hier ist auch der Staat gefragt
von Dr. Julia Henning >>>
Selbstständigkeit als Chance
von Sophia Neukirchner >>>
300 Delegierte diskutieren über die Zukunft der Tierärzteschaft in Dresden
von Dr. Julia Henning >>>
Viel Berufspolitik auf dem bpt Kongress in München
von Dr. Julia Henning >>>
Welche Ziele hat der Bund für angestellte Tierärzte?
von Dr. Julia Henning >>>
Assistenten in der tierärztlichen Praxis - bpt-Podiumsdiskussion in Hannover
von Dr. Julia Henning >>>
Bund angestellter Tierärzte kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in der Tierarztpraxis
von Dr. Julia Henning >>>

Aktuelle Meldungen

08.08.2022: Tierärzte-Doku: Ich bin am Ende meiner Kraft

Montagabend strahlt Deutschlandfunk Kultur um 19:05 Uhr in der Sendung Zeitfragen eine Dokumentation über eine Tierärztin aus, die über ihren Arbeitsalltag berichtet: "Ich bin am Ende meiner Kraft". Hoher Leistungsdruck, schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten, ein oftmals schwieriger Umgang mit den Tierbesitzern, immer mehr Patienten und immer wieder eine Konfrontation mit dem Thema Tod führen dazu, dass ein Großteil der Tierärztinnen und Tierärzte heute von einer massiven Überbelastung spricht. Erschwerend hinzu kommt auch hier der enorme Fachkräftemangel, der bereits heute in vielen Regionen Deutschlands zu einem
Versorgungsengpass, vor allem Nachts und am Wochenende, führt. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko, an Depressionen oder Burnout zu erkranken. Aber auch das Siuzidrisiko ist in dieser Berufsgruppe besonders groß. Mit Stress, Burnout und emotionalen Krisen im veterinärmedizinischen Praxisalltag befasst sich auch das kostenlose Webinar von Elanco "Krisenfest in der Praxis – Ein Balanceakt zwischen Notdienst, Privatleben und mentaler Gesundheit" (2 ATF-Stunden) unter www.webinare-elanco.de. Der Deutschkurs für internationale TierärztInnen kann ArbeitgeberInnen helfen, fachliche Unterstützung für den Praxisalltag zu finden.

03.08.2022: BbT weist auf dramatische Personalsituation hin

Dem Bundesverband beamteter Tierärzte (BbT) bereitet die aktuelle Personalsituation akute Sorgen. Der durch den Strukturwandel in den Landkreisen verursachte Weggang von zahlreichen NutztierpraktikerInnen hat auch einen starken Einfluss auf die Arbeit der AmtstierärztInnen. Denn auch in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung mangelt es an Fachpersonal. Als Folge des Personalmangels müssen die beamteten Tierärzte immer längere Anfahrtszeiten in Kauf nehmen, die nicht vergütet werden. Auch Nachwuchs-TierärztInnen schreckt ab, dass die Vergütung häufig weit unter dem Niveau des Mindestlohnes liege. „Gerade in Zeiten, in denen Tierwohl und regionale Wertschöpfung durch die Gesellschaft gefordert, politisch gestärkt und unterstützt werden sollen, müssen die passenden
Rahmenbedingungen für den Erhalt der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung in der Fläche geschaffen werden“, erklärt BbT-Präsident Dr. Holger Vogel. Neben dem Tierwohl in Schlachtbetrieben sorgt die dramatische Personalsituation auch für die Gefährdung der regionalen Lebensmittelproduktion. Der BbT fordert daher Änderungen des Tarifvertrags-Fleischuntersuchung 2, um Anreize für TierärztInnen zu schaffen, eine amtliche Tätigkeit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung zu übernehmen. Aus Sicht des Verbandes sind Anpassungen dringend erforderlich, um auch in Zukunft ein hohes Niveau an gesundheitlichem Verbraucherschutz und Tierschutz in einer regionalen und kleinteiligen Lebensmittelproduktion in Deutschland zu gewährleisten.

22.07.2022: Weiterbildungsstudiengang für Tiermedizinstudierende

Der Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) mit den Vertiefungsrichtungen Rind, Schwein und Geflügel ermöglicht den Studierenden einen hohen Spezialisierungsgrad. Zudem lernen die AbsolventInnen durch die Verzahnung von landwirtschaftlichem und tierärztlichem Fachwissen, das genetische Leistungspotenzial von Nutztieren einzuschätzen, ohne dabei das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere zu vernachlässigen. Das aus vier Semestern bestehende Masterstudium vermittelt neben ökonomischen Aspekten auch Managementkompetenzen im Bereich konventioneller und ökologischer landwirtschaftlicher Tierhaltungssysteme sowie
Softskills im Hinblick auf Kommunikations- und Beratungstätigkeiten. Voraussetzung ist ein vorangegangenes Studium der Veterinärmedizin bzw. eine veterinärmedizinische Tätigkeit in der Nutztierbranche, wobei die Berufsausübung kein Muss für die Aufnahme des Studiums ist. Der Abschluss ist sowohl berufs- als auch forschungsqualifizierend. Die Bewerbungsfrist für den Masterstudiengang ist bis zum 31. Juli 2022 verlängert worden. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz unterstützt die künftigen Studierenden auch in Form von Stipendien, die die anfallenden Semestergebühren weitgehend decken. Der Stipendiumsantrag muss bis zum 22.08.2022 (Datum des Posteingangsstempels) eingegangen sein.

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