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Bienenschutz-Bienensterben

Die Zeit rennt!

Honigbienen sind für die Bestäubung von gut 80 Prozent unserer heimischen Nutz- und Wildpflanzen unentbehrlich. Den Bienen, insbesondere den Wildbienen, geht es jedoch zunehmend schlechter. In Deutschland sind 31 Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. Als Hauptgründe wurde der Verlust von Lebensraum durch intensivierte, monokulturlastige Landwirtschaft und die zunehmende Urbanisierung erkannt. Außerdem stehen Pestizide, insbesondere Neonicotinoide, im Verdacht, das Insektensterben voran zu treiben. Sie werden als Nervengift gegen Schädlinge auf die Äcker ausgebracht, locken jedoch auch Bienen und andere nützliche Insekten an und schädigen diese.

Rückblicke

Nützlinge anstelle von Pestiziden - Zukunftsdialog Agrar und Ernährung in Berlin
von Sophia Neukirchner >>>

Aktuelle Meldungen

19.07.2022: Hightech-Bienenkorb soll Bienensterblichkeit verringern

Ein israelisches Start Up hat einen Bienenstock entwickelt, der mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik dem Bienensterben entgegenwirken soll. Der smarte Bienenkorb "Beehome" ist mit Kameras, Sensoren und Roboterarmen ausgestattet und überwacht, pflegt und unterstützt die Honigbienen. Die Sensoren können laut der Entwickler einen Befall der Bienen mit der Varroa-Milbe frühzeitig erkennen, sodass die ImkerInnen schnell handeln können. Zudem wird der gesundheitliche Zustand der Bienen ständig automatisch kontrolliert. Meldet das Programm einen Bedarf, erhalten die Bienen aus der Hand des Bordroboters Medikamente, Zucker oder Wasser. Die für die Beehomes nötige Software basiert auf KI, die die Jungunternehmerinnen selber entwickelt haben. „Dank KI weiß unsere Software ganz genau, was die Bienen brauchen", sagt Netaly Harari, Director of Operations bei Beewise. „Manchmal braucht ein Imker mehrere Monate, um zu erkennen,
dass es ein Problem gibt", erklärt Entomologie-Professor Sharoni Shafir, Leiter des Bienenforschungszentrums auf dem Rehovot-Campus der Hebräischen Universität Jerusalem. Schon jetzt sind 24 automatisierte Bienenstöcke im Kibbuz "Beit HaEmek" installiert, die zwei Millionen Bienen überwachen. Neben der Nutzung in Israel wurden bereits einige der Hightech-Bienenkörbe ins Ausland exportiert. Wie der Professor weiter erklärt, sei jede sechste Bienenart regional bereits ausgestorben. Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten die Online-Fortbildungsreihe Bienen zur Weiterbildung an. Die vier, auch einzeln buchbaren Module, befassen sich mit Biologie, Anatomie und Haltung von Bienen, infektiösen und nicht-infektiösen Bienenkrankheiten inkl. Vergiftungen, Bienenprodukten sowie Recht und Tierschutz. Die Kursreihe ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen/den Fachtierarzt für Bienen.

28.06.2022: Künstliche Intelligenz für die Bienenzählung

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) könnten schon in naher Zukunft verlässliche Zählungen von Bienen vorgenommen werden. Um diese gesammelten Daten mit Umweltfaktoren abzugleichen und entsprechende Zusammenhänge zu erkennen, haben Forschende der Hochschule München (HM) ein kamerabasiertes KI-System für das Projekt „Environment and Bee Monitor“ (EnBeeMo) entwickelt. „In EnBeeMo wollen wir statistisch belastbare Korrelationen von Bienenpopulationen und ihren Umwelteinflüssen herstellen – in einem ersten Schritt den natürlichen und in einem späteren Forschungsstadium den von Menschen gemachten“, erklärt Prof. Dr. Herbert Palm, Leiter des Masterstudiengangs Systems Engineering.
Das System besteht aus einem Vorbau für Bienenstöcke, der mithilfe Künstlicher Intelligenz die Bienen mit großer Genauigkeit zählt, ohne die Insekten in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Grundlage für die KI ist ein umfassendes Bildmaterial, das in einer Erprobungsphase im Laufe des vergangenen Jahres gesammelt wurde. Der zweite Prototyp „EnBeeMo v2“ sorgt durch seine Infrarotbeleuchtung für ein homogen ausgeleuchtetes und scharfes Kamerabild. In der aktuellen Versuchsphase beobachten beide Prototypen jeweils ein Bienenvolk des Imkers Matthias Wick, der Mit- Initiator des Projekts ist. Ziel ist es, zukünftig die Zusammenhänge zwischen Standortfaktoren und Veränderungen in Bienenpopulationen erkennen zu können.

22.06.2022: Hessen fördert bienenfreundliche Projekte

Im vergangenen Jahr hat das Land Hessen 95 kleinere, bienenfreundliche Projekte mit insgesamt 50.000 Euro unterstützt. „Wir schützen die Artenvielfalt und damit auch unser Leben und unsere Zukunft. Ohne die Unterstützung von Ehrenamtlichen vor Ort geht das nicht“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz beim Besuch des Lehr- und Kräutergarten Dreieich. „Der Einsatz für Wildbienen ist besonders wichtig, denn 43 Prozent der hessischen Wildbienenarten sind gefährdet oder bereits ausgestorben. Hier müssen wir gegensteuern“, erklärte Hinz weiter. Die Ministerin lobte auch das Engagement vieler hessischer LandwirtInnen, die auf ihren Feldern, häufig in Kooperation mit Imkervereinen, Blühstreifen
anlegen, um Wildbienen, Honigbienen und anderen bestäubenden Insekten Futter zu bieten. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative von Landwirtschaft und Imkerei wurden so 2022 insgesamt 1.300 Hektar Blühflächen angelegt. Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten die Online- Fortbildungsreihe Bienen zur Weiterbildung an. Die vier, auch einzeln buchbaren Module, befassen sich mit Biologie, Anatomie und Haltung von Bienen, infektiösen und nicht-infektiösen Bienenkrankheiten inkl. Vergiftungen, Bienenprodukten sowie Recht und Tierschutz. Die Kursreihe ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen/den Fachtierarzt für Bienen.

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