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Wurmbefall bei der Katze  
Empfehlungen zur Entwurmung von Katzen
Katze bei der Fellpflege
Der Befall des Darms mit Parasiten kann bei der Katze zu verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Störungen kommen. Zum einen sind dies mechanische Schädigungen von Organen durch Larvenwanderungen. Zum anderen ist das der Entzug von Nähr- und Vitalstoffen sowie der Verlust von Blut und Eiweiß. Aber auch das Ausscheiden von stoffwechselaktiven Substanzen, wie Enzymen, toxinartigen Verbindungen und Hormonen können Hund und Katze schädigen. Außerdem können Endoparasiten das Immunsystem beeinflussen und so die Schutzwirkung von Impfungen gefährden. Bei Massenbefall können die Würmer auch den Darm oder die Gallengänge verstopfen und unter Umständen sogar Rupturen mit tödlichem Ausgang verursachen. Daher und weil sie eine Ansteckungsquelle für viele weitere Tiere und den Menschen (Zoonose) sind (siehe Kapitel Zoonosen), sollten Katzen in regelmäßigen Abständen, mindestens aber vierteljährlich, entwurmt werden. Die Entwurmungen sollten unabhängig davon durchgeführt werden, ob die Untersuchung einer Kotprobe zum Zeitpunkt der Behandlung (Stichprobenuntersuchung) positiv oder negativ ausfällt (Round-Table-Gespräch 2006). Die stichprobenartige Kotuntersuchung ist keine Alternative zur regelmäßigen Entwurmung. Für eine verlässliche Aussage über einen Wurmbefall muss der Kot des Tieres alle 4 Wochen untersucht werden (Round-Table-Gespräch 2006).

Eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat gezeigt, dass der Anteil der Katzen mit Spulwürmern erst ab einem Entwurmungsintervall von 3-4 Mal jährlich sinkt. Eine 1-2 Mal jährliche Entwurmung beeinflusst den Anteil der Spulwurm-positiven Tiere nicht (Coati et al. 2003).

Fenbendazol ist ein anthelminthischer Wirkstoff aus der Gruppe der Benzimidazol-Carbamate. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Wirksamkeit gegen Spul-, Haken- und Peitschenwürmer sowie gegen Taenien und Giardien und aus. Es wirkt sowohl auf unreife (immature) und späte (präadulte) Jugendformen als auch geschlechtsreife (adulte) Parasitenstadien. Darüber hinaus wirkt es gegen verschiedene Entwicklungsstadien der Würmer und ist darüber hinaus auch noch ovizid wirksam. Weiterhin werden auch entwicklungsgehemmte späte Larvenstadien bestimmter Rundwürmer (Nematoden) sicher erfasst. Die Larvenentwicklung wird bereits 10-12 Stunden nach der Behandlung unterdrückt. Da Fenbendazol die Rundwürmer nicht schlagartig abtötet, sondern langsam durch die Hemmung der Glukoseaufnahme und des Glukosestoffwechsels innerhalb von 2-3 Tagen absterben lässt, besteht kein Risiko für einen plötzlichen Verschluss mit der Gefahr einer Ruptur des Darmes (Scholtysik und Kaufmann 1996). Jedoch benötigt Fenbendazol ebenso wie die meisten anderen Anthelminthika eine ausreichend lange Kontaktzeit zwischen Anthelminthikum und Parasit. Diese ist am besten durch eine wiederholte Behandlung zu gewährleisten. Eine mehrtägige Behandlung mit Fenbendazol wird von Hund und Katze sehr gut vertragen. Dies ist selbst bei mehrfacher Überdosierung sowie von schwer kranken, unterernährten oder trächtigen Tieren der Fall.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Katzen mit Freigang einmal im Monat entwurmt werden, insbesondere wenn die Tiere Kontakt zu Kleinkindern haben. Eine Untersuchung hat jedoch gezeigt, dass auch reine Wohnungskatzen mit Würmern infiziert sein können. Als Infektionsquelle kommen hier die vom Menschen mit kontaminiertem Erdreich in die Wohnung getragenen infektiösen Wurmstadien in Betracht. Daher sollten auch reine Wohnungskatzen regelmäßig gegen Rundwürmer entwurmt werden werden (Round-Tabel-Gespräch 2006). Eine Behandlung gegen Bandwürmer ist in der Regel nur bei Freigängern erforderlich, da diese Kontakt zu den Zwischenwirten (Nager) haben.



   
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