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Saugferkelkastration mittels Schmerzmittel  
Grundsätzliches zu Ebergeruch & Kastration
Ferkelkastration mittels Halterung / Copyright MSD Tiergesundheit
Mit Einsetzen der Geschlechtsreife im Alter von etwa 5 Monaten entwickelt sich bei männlichen Schweinen der typische Ebergeruch, der von den Verbrauchern vor allem bei der Zubereitung und beim Verzehr von Schweinefleisch wahrgenommen und als abstoßend empfunden wird. Der dabei entstehende urinähnliche Geruch wird vor allem durch das Steroidhormon Androstenon hervorgerufen (Langhoff 2008). Die Ursache des fäkalähnlichen Geruchs ist Skatol (3-Methylindol), ein im Darm produziertes bakterielles Abbauprodukt der Aminosäure Tryptophan. Skatol ist nicht völlig geschlechtsspezifisch, tritt aber vermehrt bei unkastrierten männlichen Tieren auf, da die Aktivität des Enzyms, das Skatol abbaut, durch hohe Konzentrationen von Androstenon reduziert wird (Andresen 2006). Seine Bildung lässt sich jedoch im Gegensatz zu Androstenon durch Haltung und Fütterung beeinflussen (Jensen et al. 1995, Langhoff 2008).

Chirurgische Kastration
Durch die weltweit verbreitete chirurgische Kastration männlicher Ferkel wird die Bildung des Ebergeruchs zuverlässig verhindert. Unter dem Begriff Kastration wird allgemein die Ausschaltung sowohl der endogenen als auch germinativen Funktion der Keimdrüsen (Gonaden) verstanden. Dadurch wird zum einen die Fortpflanzungsfähigkeit des Individuums aufgehoben. Zum anderen wird die Synthese der Sexualhormone und die Ausbildung bzw. Rückbildung der damit verbundenen geschlechtsspezifischen Merkmale verhindert bzw. bewirkt. Dies kann chirurgisch durch operatives Entfernen der Keimdrüsen, durch Bestrahlung oder durch die Gabe bestimmter Arzneimittel bzw. Hormone (Immunokastration, s. Kap. 2.4.) erfolgen. Letzteres ist in der Regel reversibel.

Die chirurgische (operative) Kastration von Saugferkeln wurde in Deutschland sowie in vielen anderen Ländern der EU bislang in den ersten 7 Lebenstagen ohne Betäubung und ohne den Einsatz von Schmerzmitteln durchgeführt. Dazu wird das Ferkel auf dem Rücken mit Beinen nach vorne fixiert, der Hodensack (Skrotum) mit Desinfektionslösung besprüht, die Hoden einer nach dem andern nach hinten (kaudal) gedrückt, mit einem Schnitt mit dem Skalpell in Längsrichtung der Hoden freigelegt, vorgedrückt und dann der jeweilige Samenstrang samt Blutgefäßen und Nerven durchtrennt. Als Infektionsprophylaxe wird die Wunde mit Spray oder Suspension versorgt. Ein Abbinden und Vernähen der Hautwunde ist nicht notwendig. Anschließend wird das Ferkel in der Regel ohne eine weitere schmerzlindernde Behandlung wieder in die Bucht entlassen.



   
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