Wenn Sie mit Ihrem Tier in den Urlaub fahren, müssen Sie bestimmte Vorbereitungen treffen. Welche, sagen wir Ihnen.
Überprüfen Sie im Impfpass Ihres Hundes, ob die Standardimpfungen
jährlich wiederholt wurden. Informieren Sie sich rechtzeitig (siehe "Einreisebestimmungen")
vor Reiseantritt bei Ihrem Tierarzt über die Einreisebestimmungen
Ihres Urlaubslandes. Einige Einreisebestimmungen fordern auch ein amtstierärztliches
Gesundheitszeugnis, das Sie nur beim Amtstierarzt erhalten. Bedenken Sie, dass
Sie auf dem Weg in Ihr Urlaubsland unter Umständen durch mehrere Länder
reisen, für die wieder andere Einreisebestimmungen gelten.
Reisen sie in ein Land in dem Maulkorbpflicht besteht, sollten Sie Ihren Hund
rechtzeitig an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnen. Eine Anleitung zur
schonenden Gewöhnung an den Maulkorb finden Sie in einem Merkblatt der
71 "Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT)".
Für den Fall, dass Ihr Hund auf der Reise abhanden kommen sollte, ist
es empfehlenswert ihn vor Reiseantritt eindeutig kennzeichnen zu lassen.
Zu diesem Zweck können Sie ihm beim Tierarzt tätowieren oder ihm einen
Mikrochip einsetzen lassen. Zur Sicherheit sollte Ihr Hund zusätzlich am
Halsband eine Plakette mit der Urlaubs- sowie der Heimatadresse (Telefonnummer)
tragen.
Im Urlaub ist Fertignahrung besser geeignet als Frischfutter. Vor allem in
südlichen Ländern ist wegen Infektionsgefahr von rohem Fleisch abzuraten.
Wenn Sie zu Hause das Futter für Ihren Liebling selber frisch zubereiten,
sollten Sie ihn rechtzeitig vor den Ferien auf Fertigfutter umstellen. Besonders
praktisch ist Trockennahrung, da dieses kaum verdirbt, gut zu transportieren
und leicht verdaulich ist. Ist Ihr Hund dieses Futter nicht gewöhnt,
sollten Sie ihn bereits zuhause 1-2 Wochen vor dem Urlaub schrittweise darauf
umstellen. Eine hohe Verdaulichkeit und Energiedichte des Futters senkt die
Kotmenge und den Wasserverluste über den Kot, was gerade auf der Reise
für Hund und Halter eine große Erleichterung bedeutet. Können
Sie die üblichen Fütterungszeiten Ihres Hundes im Urlaub nicht einhalten,
stellen Sie ihn möglichst schon vor dem Urlaub auf den veränderten
Rhythmus ein.
Wenn Sie mit einer Hündin auf die Reise gehen, sollten Sie überlegen,
ob diese vielleicht im Urlaub läufig wird. Ist dies der Fall, kann es empfehlenswert
sein die Läufigkeit medikamentell zu verschieben. In den südlichen
Ländern gibt es meist zahlreiche herrenlose Rüden, die Ihnen im harmlosesten
Fall lästig werden können. Schlimmstenfalls können diese - abgesehen
vom ungewollten Nachwuchs - aber auch Krankheiten (z.B. Sticker-Sarkom) übertragen.
Wenden Sie sich auch deshalb rechtzeitig an Ihren Tierarzt.
Ist Ihr Hunde noch nicht mit dem Auto vertraut, gewöhnen Sie ihn
zunächst an das Fahrzeug selbst. Lassen Sie ihn bei geöffneten Türen
durch das Auto klettern und im Auto sitzen, wenn möglich auch fressen.
Anschließend können Sie kurze Übungsfahrten unternehmen, die
zunehmend länger dauern dürfen. Ein anschließender Spaziergang
ist die beste Belohnung. Verträgt Ihr Hund längere Fahrten mit dem
Auto nicht, so wird er unruhig, zittert oder erbricht während der Fahrt.
In solchen Fällen kann es hilfreich sein, ihn im Auto auf eine dicke Schaumgummimatte
zu setzen. Wenn dies nicht ausreicht, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt und
lassen Sie sich über weitere Maßnahmen (z.B. Beruhigungsmittel) beraten.
Verreisen Sie mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem Schiff
sollten Sie sich rechtzeitig über die Beförderungsbestimmungen informieren.
Manche Fluggesellschaften gestatten die Beförderung von Hunden nur in Transportboxen
im Laderaum. Überlegen Sie, ob das für Sie in Frage kommt. In der
Regel müssen Sie eine solche Transportbox für den Flug kaufen
(z.B. bei Lufthansa). Achten Sie beim Kauf einer Transportbox darauf, dass Ihr
Hund darin bequem liegen, sitzen, stehen und sich umdrehen kann. Je besser und
schonender Sie Ihren Hund vor dem Abflug an den Umgang mit der Transportbox
gewöhnen, desto weniger Stress wird die Flugreise für ihn bedeuten.
Geben Sie Ihrem Hund deshalb ausreichend Zeit, sich an die Transportbox zu gewöhnen.
Lassen Sie zu diesem Zweck die Box zu Hause offen stehen, füttern Sie den
Hund in der Box, lassen Sie ihn darin schlafen und transportieren Sie den Hund
im Auto in dieser Box.
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