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Sandflöhe können auch für Hunde sehr lästig werden
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Auch Ihr Haustier muss sich im Urlaub einleben und an das Urlaubsquartier gewöhnen. Sie können einiges tun, um Ihrem Tier die Eingewöhnung zu erleichtern.
Richten Sie Ihrem Hund in Ihrer Unterkunft einen festen, ruhigen Platz
ein, auf den er sich zurück ziehen kann. Am besten legen Sie ihm dort seine
Decke und sein Spielzeug hin und geben Sie ihm dort ein Leckerlie. Machen sie
nach einer kurzen Eingewöhnung möglichst bald einen Spaziergang
mit Ihrem Hund, damit er sich nach der aufregenden Reise draußen erleichtern
kann und nicht Ihre Unterkunft verunreinigt. Führen Sie Ihren Hund in einer
unbekannten Umgebung immer an der Leine, damit er vor Aufregung nicht
verloren geht.
Sie sollten Ihrem Hund zunächst nur kleine Portionen seines gewohnten
Futters anbieten und die Menge dann langsam steigern. Anderen falls könnte
eine zu gierige Futteraufnahme nach einer langen Anreise zu Verdauungsstörungen
führen - ein unangenehmes und durchaus vermeidbares Problem.
Wenn der Appetit Ihres Hundes im Urlaub vermindert ist, muss dies kein Grund
zur Sorge sein. Psychischer Stress und veränderte Umgebungstemperaturen
vermindern oft den Appetit. So lange dieser Zustand nicht mehrere Tage
andauert und zu einem deutlichen Gewichtsverlust führt, besteht kein Grund
zur Beunruhigung.
Lässt Ihr Hund Futter übrig, bieten Sie es vor allem in wärmeren
Ländern nicht noch einmal an. Es kann in der Hitze leicht verderben und
dann die Ursache von ernsthaften Magen-Darm-Störungen sein.
Verzichten sie bitte auf Durchfallmittel für den Menschen. Diese
sind für Hunde meist ungeeignet. Also verwenden Sie bitte ein Präparat
für Tiere aus Ihrer Hunde-Reiseapotheke (siehe "Checkliste").
Ein Tag lang Nulldiät kann außerdem hilfreich sein.
Wenn Sie sich mit Ihrem Hund am Strand aufhalten, bedenken Sie Meerwasser
ist kein Trinkwasser. Im Gegenteil es verstärkt den Durst nur und kann
zu Erbrechen führen. Nehmen Sie deshalb genügend Süßwasser
und einen Napf für Ihren Hund mit an den Strand. Der Wasserbedarf eines
Hundes liegt zwischen 40 und 70 ml pro Kilogramm, bei extremer Hitze entsprechend
mehr. Schränken Sie außerdem, die Bewegungsaktivität Ihres Tieres
in der Mittagshitze ein und bieten Sie ihm einen kühlen, schattigen Liegeplatz
an.
Wenn Ihr Hund einen Hitzschlag (starkes Hecheln, schnelle Atmung, schwankender
Gang, eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen) hat, müssen Sie ihn
möglichst schnell in den Schatten bringen. Dort sollten Sie ihn mit feuchten,
kühlen Tüchern abdecken und so seine Körpertemperatur runterkühlen.
Bieten Sie Ihrem Hund außerdem kleine Mengen Wasser zum Trinken an. Wenn
Ihr Hund sich nicht innerhalb von 10-15 Minuten erholt, ist eine Behandlung
durch den Tierarzt notwendig.
Denken Sie daran, auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen.
Besonders gefährdet ist der Nasenrücken, vor allem wenn das Fell hell
und die Haut unpigmentiert sind. Ist dies der Fall sollten Sie diese Stellen
gut mit einer wasserfesten Sonnencreme eincremen. Hunde mit weißem, kurzem
Fell und wenig Unterwolle (z.B. West Highland White Terrier, Dalmatiner oder
Bullterrier) sollten sich möglichst nur im Schatten aufhalten, denn bei
Ihnen ist die Gefahr des Sonnenbrandes besonders hoch.
Nach dem Strandbesuch, wenn Ihr Hund ein ausgiebiges Bad in den Wellen genossen
hat, sollten sie ihn am Abend mit Leitungswasser abduschen, damit sein Fell
nicht völlig verklebt.
Viele Reisekrankheiten werden durch Mücken übertrage, die
erst bei Eintritt der Dämmerung aktiv werden. Wenn möglich holen Sie
Ihren Hund deshalb mit Einsetzen der Dunkelheit herein und schützen Sie
sich und Ihren Hund durch ein Moskitonetz.
Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Zecke finden, entfernen sie diese möglichst
rasch. Je länger eine Zecke festsitzt und Blut saugt, umso größer
ist die Gefahr der Krankheitsübertragung. Sie können eine Zecke mit
einer der unterschiedlichen Zeckenzangen, schlingen bzw. -haken oder mit den
Fingern entfernen. Wichtig ist, dass Sie die Zecke durch eine mehr drehende
als ziehende Bewegung vorsichtig aber zügig lösen. In welche Richtung
Sie die Zecke drehen spielt dabei keine Rolle. Kontrollieren Sie nach Entfernung
der Zecke, die Stelle an der die Zecke gesessen hat, ob dort noch ein kleiner
schwarzer Punkt (der Zeckenkopf) zu erkennen ist. Ist dies der Fall gehen Sie
besser zum Tierarzt, da sich ein steckengebliebener Zeckenkopf mit hoher Wahrscheinlichkeit
entzündet.
Verwenden Sie niemals Öl, Klebstoff oder ähnliches zur Entfernung
einer Zecke. Die Zecke darf nicht beschädigt werden, da sie sonst Speichel
absondert und Krankheitserreger übertragen kann. Am besten lassen Sie sich
den Vorgang einmal von ihrem Tierarzt demonstrieren. Wenn Sie Zecken nicht selber
entfernen können, suchen Sie auch im Urlaubsort möglichst zügig
einen Tierarzt auf, der die Zecke für Sie entfernt.
Vermeiden Sie, dass Ihr Hund unnötigen Kontakt mit einheimischen
Hunden hat. Es können dabei Krankheiten übertragen werden, die in
Deutschland nicht oder nur selten vorkommen.
Denken Sie auch daran, dass Hunde in vielen Ländern nicht den selben Stand
in der Gesellschaft haben, wie bei uns. Achten Sie deshalb immer darauf,
dass Ihr Hund niemanden belästigt. Sammeln Sie den Kot Ihres Hundes möglichst
ein und verhindern Sie auf jeden Fall, dass Ihr Hund wildert.
Auch für die Wiedereinreise nach Deutschland gilt, dass die letzte
Tollwutschutzimpfung mindestens 30 Tage und längstens zwölf Monate
vor dem Grenzübertritt durchgeführt worden sein muss. Überprüfen
Sie hierauf den Internationalen Impfpass oder die tierärztliche Impfbescheinigung
Ihres Hundes. Gegebenenfalls lassen Sie von Ihrem Tierarzt vor Antritt der Reise
eine Wiederholungsimpfung gegen Tollwut vornehmen, um eine problemlose Rückreise
in die Heimat sicherzustellen.
Für Tiere, die im Ausland erworben wurden und nach Deutschland eingeführt
werden, ist ein Gesundheitszeugnis und eine gültige Tollwutschutzimpfung
erforderlich. Auch in diesem Fall muss die Impfung mindestens 30 Tage vor der
Einreise erfolgt sein und darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen.
Wieder zurück in Deutschland sollten Sie Ihren Hund nach einer
Auslandsreise von Ihrem Tierarzt auf Reisekrankheiten untersuchen lassen. Andernfalls
kann er möglicherweise später an einer in Deutschland seltenen Krankheit
erkranken und andere Hund damit anstecken. Empfohlen wird dies insbesondere
für die Mittelmeerländer, für Ungarn und die USA.
Die Untersuchung ist besonders bei einem importierten Tier wichtig, denn nur
so können Sie sicher sein das es vollständig gesund ist und keine
Ansteckungsgefahr für andere Tiere oder Sie selbst darstellt.
Quellen:
Pets on Tour - CD von VetMedia und Intervet Deutschland GmbH
Faltblatt des VetMedLabor "Reisekrankheiten - Woran Tierbesitzer denken
sollten!" Postfach 1110, 71611 Ludwigsburg
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