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Hundehaltung in der heutigen Gesellschaft  
Verhalten bei der Begegnung mit Hunden
Können Sie das Verhalten Ihres Hundes bei Begegnungen mit anderen Hunden voraussagen?

Begegnung mit einem freilaufenden Hund
In den meisten Fällen wird sich ein fremder freilaufender Hund nicht für einen unbekannten Menschen interessieren und sich so verhalten, als wäre dieser nicht vorhanden.
Prinzipiell sollte man Hunde, die man nicht kennt, nicht streicheln, schon gar nicht, wenn die Besitzer nicht dabei sind. Außerdem sollte man es vermeiden, sich über einen fremden Hund zu beugen, um ihn zu streicheln. Er kann sich dadurch in unfreundlicher Weise dominiert fühlen.
In den wenigen Fällen in denen ein fremder Hund aktiv auf Sie zukommt, versuchen Sie möglichst ruhig und entspannt zu bleiben. Gehen Sie normal weiter, ohne stehen zu bleiben. Sie können den Hund kurz und ruhig ansprechen, aber fassen Sie ihn nicht an und schauen Sie ihm nicht in Augen. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und fuchteln Sie nicht mit den Armen herum oder treten nach dem Hund. Er könnte das als Aggression gegen ihn deuten und entsprechend aggressiv reagieren.
Hunde spüren die Angst eines Menschen. Deshalb sollte man einem Hund weder ausweichen, noch schneller gehen, sondern den Hund nicht beachten. Auf diese Weise wird die Wahrnehmung des Angstschweißes durch ein optisch sicheres Erscheinungsbild überlagert und der Hund verliert das Interesse. In keinem Fall sollte man weglaufen, da dies dem Hund zum Hinterherlaufen animiert.

Kinder und Hunde
Kleinen Kindern sollte möglichst frühzeitig bewusst gemacht werden, dass Hunde - unabhängig von Größe und Rasse - gefährlich werden können, wenn man sie erschreckt oder ärgert. Sie sollten allerdings nicht mit der Behauptung "der beißt" abgespeist werden. Das stimmt nämlich in den allermeisten Fällen nicht und vermittelt dem Kind ein falsches und beängstigendes Bild. Sie sollten dazu erzogen werden, einen Hund weder anzustarren, noch ihn einfach so zu streicheln. Ein Hund der schläft, in seinem Korb liegt oder frisst sollte nicht gestört werden.
Kinder sollten lernen, sich in der Gegenwart eines fremden Hundes ruhig zu verhalten. Einen fremden Hund nur zu streicheln, wenn sie vorher den Besitzer um Erlaubnis gefragt haben. Dann sollte der Hund erst einmal an der Hand des Kindes schnuppern dürfen, eventuell sollte das Kind sich dazu zum Hund runterknien. Nach diesem ersten Kontakt kann der Hund vorsichtig gestreichelt werden, dabei sollte sich das Kind nicht über den Hund beugen.
In jedem Fall sollte ein zu heftiges Spiel vermieden werden, bei dem das Kind hinfallen und dann Angst bekommen könnte. Eine solche Situation kann leicht eskalieren und zu einem Beißvorfall führen. Greifen Sie deshalb lieber rechtzeitig ein und unterbrechen Sie eine solche Situation bzw. beruhigen und helfen Sie Ihrem Kind, wenn es hingefallen ist.
Kinder und Hunde sollten nicht unbeaufsichtigt zusammen gelassen werden.
Ein Kind, das Angst vor Hunden hat, sollte bei der Begegnung mit einem Hund möglichst beruhigt werden. In einer solchen Situation ist es wenig hilfreich, mit dem Kind, dem Hund oder dem Hundebesitzer zu schimpfen.

Im Falle einer bedrohlichen Situation sollte das Kind möglichst ruhig stehen bleiben oder weiter gehen und dabei die Arme am Körper halten. Außerdem sollte das Kind alles fallen lassen, was der Hund haben will.
Im Ernstfall, wenn ein Hund angreift und das Kind dabei zu Boden fällt, muss es sich sofort zusammenrollen und den Nacken und das Gesicht mit den Armen schützen. Wenn möglich besprechen Sie solche Situationen in Ruhe mit Ihrem Kind und erklären Sie ihm, wie es sich am besten zu verhalten hat.

Jogger und Hunde
Sich schnell bewegende - insbesondere sich entfernende Lebewesen - sieht ein Hund eventuell als Beutetier an. Deswegen gilt insbesondere für Jogger die Empfehlung, den Hund möglichst nicht zu beachten und im selben Tempo weiter zu laufen. Bellt Sie ein Hund an oder läuft er Ihnen hinterher, verlangsamen Sie Ihr Tempo bis zum normalen Gang. Fuchteln Sie nicht mit den Armen sondern halten Sie diese dicht am Körper. Wendet sich der Hund nicht von Ihnen ab, befehlen Sie ihm kurz, laut und bestimmt "Sitz" oder "Platz". Zeigen Sie dabei mit der Hand auf den Boden, wobei sie den Hund kurz ansehen. Gehen Sie anschließend möglichst ruhig weiter.
Sollte ein Hund Sie tatsächlich anspringen oder gar nach Ihnen schnappen, bleiben Sie stehen und wenden Sie sich ihm zu. Befehlen Sie ihm wie oben "Sitz" oder "Platz" und behalten Sie ihn im Auge - nicht anstarren, nicht mit den Armen fuchteln, nicht nach ihm treten. Wenn Sie dem Hund zugewandt, ruhig stehen bleiben, die Arme dicht am Körper, wird der Hund in der Regel das Interesse verlieren und sich entfernen. Wenn nicht müssen Sie notgedrungen auf seinen Besitzer warten.

Radfahrer und Hunde
Auch für Radfahrer gilt bei der Begegnung mit einem freilaufenden Hund, ruhig weiterfahren und den Hund nicht beachten. Versucht er nach Ihnen zu schnappen, stehen bleiben und wie oben beschrieben kurz und bestimmt "Sitz" oder "Platz" befehlen. Nach einem kurzen Augenblick ignorieren Sie den Hund und versuchen möglichst ruhig weiter zu fahren. Sollte der Hund nicht das Interesse an Ihnen verlieren, ist es besser zu warten bis sein Besitzer zur Hilfe kommt.

Möglichkeiten in eine Beißerei zwischen Hunden einzugreifen
Große Hunde (über 5 kg)

Bei der Begegnung zweier freilaufender Hunde sollten sich die Besitzer möglichst heraus halten und sich von den Hunden entfernen.
Auch wenn es zu einer Beißerei zwischen gleichgroßen Hunden kommt, sollten die Besitzer möglichst nicht eingreifen und nicht herumbrüllen. Hunde fassen dies als Unterstützung auf. Am besten entfernen sich beide Hundebesitzer möglichst rasch und auffällig vom Geschehen.
Eingreifen sollte man nur, wenn einer der Hunde eindeutig unterlegen ist. Auch in diesem Fall sollte nicht gebrüllt werden, da dies die Situation nur verschlimmert. Der Besitzer des überlegenen Hundes sollte diesen am Schwanz oder an den Hinterbeinen wegziehen. Dann muss aber auch der Besitzer des unterlegenen Hundes seinen Hund festhalten, da dieser sonst Oberwasser bekommt.
Vermeiden Sie es als Besitzer unbedingt ziellos dazwischen zu greifen, vor allem als Besitzer des unterlegenen Hundes. Sie werden sonst mit großer Wahrscheinlichkeit gebissen und sind unter Umständen der einzige der ernsthaft verletzt wird. Ist der Besitzer des überlegenen Hundes nicht anwesend, können Sie im Notfall versuchen den überlegenen Hund an Schwanz oder Hinterbeinen wegzuziehen. Da nicht voraus zu sehen ist, wie der fremde Hund reagiert, sollten Sie dies aber nur in äußersten Notfall tun. Wenn eine weitere Person anwesend ist, sollte diese wenn möglich ihren Hund festhalten.
Steht ein Eimer Wasser zur Verfügung, können die Hunde durch Übergiesen mit Wasser getrrennt werden.

Kleine Hunde (unter 5 kg)
Begegnen Sie einem anderen Hund, der Ihnen bekannt oder ebenfalls sehr klein ist, können Sie Ihren Hund laufen lassen. Im Zweifelsfall nehmen Sie ihn lieber rechtzeitig - also nicht erst kurz vor der Nase des anderen Hundes - auf den Arm. Vermeiden Sie es an der Leine Ihres Hundes zu zerren oder gar ihn an dieser hoch zu reißen. Wenn Sie Ihren Hund nicht ableinen können, nehmen Sie ihn kurz und gehen Sie zügig und ruhig aneinander vorbei. Verhalten sich beide Hunde freundlich, können Sie es ihnen erlauben sich gegenseitig zu beschnuppern. Versuchen Sie dabei aber, Ihren Hund möglichst wenig in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Quellen
(1) Dressler, P. (1999): Medienspektakel um Kampfhunde. Fachbereich 2 der Huchschule der Künste in Berlin, Diplomarbeit.

(2) Merkblatt Nr. 21 der TVT (Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.) "Richtiges Verhalten beim Zusammentreffen mit einem freilaufenden Hund."

(3) Pillonel, C. (2002): Beißunfälle verhüten: Kinder lernen, mit Hunden umzugehen. BVET-Magazin 1/2002, S.18 - 24





   
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