Maul- und Klauenseuche (MKS)

Sperrbezirk
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Als am 21. Februar 2001 in Großbritannien nach mehr 20 Jahren Seuchenfreiheit die Maul- und Klauenseuche (MKS) in der Grafschaft Essex ausgebrochen ist, hielt nicht nur Europa den Atem an. Die EU, USA, Kanada und Nordkorea erliessen sofort ein totales
Import- und Exportverbot für Tiere und tierische Erzeugnisse aus Großbritannien. Die MKS zählt zu einer der kontagiösesten Tierseuchen.
Sie wird durch einen
Aphtovirus der Familie Picornaviridae hervorgerufen. Das Virus verursacht flüssigkeitsgefüllte Bläschen an den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraumes und am Kronrand der Klauen. Nachdem die Bläßchen geplatzt sind, werden die Schleimhautläsionen durch bakterielle Keime besiedelt, was zu schmerzhaften Sekundärinfektionen führen kann. Dadurch stellen die Tiere das Fressen ein und zeigen Lahmheiten. Außerdem geht die Infektion mit Fieber einher.
Da das Fleisch kranker Tiere aus
lebensmittelhygienischen Gründen nicht verwertet werden darf und aus
alle Klauentiere eines Bestandes getötet und anschließend unschädlich beseitigt werden müssen, stehen den betroffenen Landwirten hohe Verluste ins Haus. Die Verluste sind sowohl materieller als auch emotionaler Natur. Die Massenkeulungen sind auch aus Sicht des Tierschutzes nicht unumstritten.
In dem Monatshema "MKS" halten wir Sie über die Situation in Großbritannien auf dem Laufenden. Darüber hinaus informieren wir Sie über die Pathogenese und die Klinik der MKS bei verschiedenen Tierarten sowie über die tierseuchenrechtlichen Maßnahmen. Zur Diskussion wird die Impfproblematik bei MKS gestellt, die anhand der Position verschiedener Experten beleuchtet wird.