Maul- und Klauenseuche (MKS)

Klinik Schwein

Auch beim Schwein ruft die MKS charakteristische Symptome hervor, die sich von denen beim Rind unterscheiden.

Die Inkubationszeit beim Schwein liegt zwischen ein und vier Tagen. In dieser Zeit entwickeln sich in der Mundschleimhaut die ersten Primäraphthen, in denen sich das Virus vermehrt. Der Virämie schließt sich die Bildung der Sekundäraphthen an Kronsaum und Sohle, bei der Sau auch an den Zitzen, an.

Weniger häufig ist die Rüsselscheibe und die Mundschleimhaut befallen. Die bösartige Form der MKS, die den Herzmuskel und die Skelttmuskulatur befällt, ist beim Schwein selten. Von der bösartigen Form sind überwiedend Saugferkel und Läufer betroffen.

Klinisch ergeben sich durch die Erosionen an den Klauen Bewegungsstörungen, die vom klammen Gang über Stützbeinlahmheit bis zum Festliegen der Tiere reichen können. Ansonsten ist das Allgemeinbefinden wenig gestört.

Nach der Genesung der Tiere kann als Spätfolge gelegentliches Ausschuhen beobachtet werden. Ab dem fünften Tag nach der Infektion sind Serumantikörper im Blut nachweisbar. Die Durchseuchungsimmunität gegenüber dem homologen Virustyp hält beim Schwein fünf- sieben Monate an.

Differentialdiagnose
Swine vesicular Disease, Stomatitis vesicularis infectiosa, vesikuläres Exanthem.