Positive Bilanz des Forschungsprogramms "Wildvögel und Vogelgrippe"
12.05.2009
Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU) hat eine positive Bilanz des Forschungsprogramms "Wildvögel und Vogelgrippe" gezogen. Die Ergebnisse des Programms sind wichtige Grundlagen bei der Beurteilung zukünftiger Vogelgrippefälle und zugleich Basis für eine angemessene Reaktion. Obwohl die Erkrankung seit drei Jahren in Baden-Württemberg nicht mehr nachgewiesen wurde, könne dauerhaft aber immer noch keine Entwarnung gegeben werden, so Hauck. Weiterhin konnte u. a. gezeigt werden, dass scheinbar standorttreue Vogelarten sehr lange Strecken zurücklegen. So flog z.B. eine Stockente vom Bodensee bis nach St. Petersburg (Russland) und zurück. Zudem wurde für 427 Widlvogelarten abgeschätzt, wie sie bei einer
Infektion reagieren und welche Gefahr sie für den Menschen darstellen. So stellen Wasservögel eine deutlich größere Gefahr dar, während die von Greifvögeln ausgehende Gefahr eher gering ist. Es konnten aber auch im Bereich der Übertragungswege Erkenntnisse gewonnen werden. So können sowohl Fisch als auch Dreikantmuscheln, Wasserflöhe und andere das Virus aufnehmen und abgeben. Auch zum aktuellen Ausbruch des Influenzavirus vom Typ A/H1N1 bestehen Verbindungen durch das Forschungsprogramm. So kann die erarbeitete Nachweismethodik für Influenzaviren in Oberflächengewässern als Basis für den Nachweis auch dieses Virustyps genutzt werden.