Die ägyptischen Behörden haben die Tötung aller rund 350.000 Schweine im Land veranlasst, wie u.a. Tagesschau.de berichtet. Zum Anlass nehmen die Behörden den Ausbruch der Grippe in Mexiko. Die Mehrzahl der Bevölkerung Ägyptens besteht aus strengen Muslimen, die Schweine als unreines Tier ablehnen. Schweine werden in Ägypten ausnahmslos von christlichen Schweinezüchtern gehalten, die durch die vorgeschriebene Tötung der
Tiere in ihrer Existenz bedroht sind. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) verurteilt diese Maßnahme als Fehler. Schließlich handle es sich bei dem grassierenden Grippevirus nicht um einen Tierseuchenerreger, sondern um einen Virus, der von Mensch zu Mensch übertragen werde. Auch den Verzehr von Schweinefleisch erklärte die Organisation für absolut unbedenklich.